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Online-Portal – alles rund um die Lebensmittelindustrie und Milchwirtschaft

DRV-Auszeichnung

Claus-Peter Witt wurde mit der Raiffeisen-Medaille geehrt. Präsident Manfred Nüssel würdigte Witts Verdienste, der seit 2002 Vorstandsvorsitzender und Hauptgeschäftsführer der Uelzena eG in Uelzen ist. 2010 wurde Witt zum DRV-Vizepräsidenten und Vorsitzenden des Fachausschusses gewählt. „Sie vertreten stets in vorbildlicher Weise und mit großer Überzeugungskraft die genossenschaftliche Idee. Sie machen immer wieder deutlich, dass die genossenschaftliche Rechtsform zukunftsorientiert, marktwirtschaftlich stark und leistungsfähig ist. Angesichts Ihres herausragenden Engagements und Ihrer großen unternehmerischen Erfolge ist es mir eine besondere Freude und Ehre, Ihnen die Raiffeisen-Medaille zu verleihen“, so Präsident Nüssel bei der DRV-Mitgliederversammlung Ende Juni in Berlin.

Höhere Preise lassen Umsätze steigen

Die Ernährungsindustrie in Deutschland hat im April ihre Umsätze im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat insgesamt spürbar steigern können. Wie die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) berichtete, legte der Branchenumsatz gegenüber April 2016 um 2,5 % auf 14,04 Mrd. EUR zu. Dieses Plus fußte allerdings allein auf höheren Preisen. Die Absatzmenge ging nach Angaben der Branchenvertreter insgesamt um 2,6 % zurück. Die Exporte der Ernährungsindustrie erhöhten sich um 2,1 % auf 4,66 Mrd Euro. Um den Sektor weiter auf Kurs zu halten, ist nach Einschätzung des Verbandes auch die Initiative der Politik gefragt. Die BVE bekräftigte ihre Forderung nach Bürokratieabbau und Deregulierung. Die Marktbedingungen wurden von den Unternehmen im April optimistisch eingeschätzt; dafür spricht die Tatsache, dass sie ihre Produktion ausbauten: Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex stieg im Vorjahresvergleich um 2,7 %. Die positive Stimmung hat offensichtlich auch in den folgenden Monaten angehalten. Wird der ifo-Geschäftsklimaindex für den Monat Juni als weiterer Indikator herangezogen, so zeigt sich dem Dachverband zufolge eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Mai mit einem Plus von einem Punkt. Das Vorjahresergebnis sei damit um das Dreifache übertroffen worden. Allerdings erwarteten die Hersteller künftig schlechtere Geschäftsbedingungen, was auch als Zeichen des intensiven Wettbewerbsdrucks zu werten sei. Zuversicht böten die steigenden Erwartungen an das Exportgeschäft.     AgE

Gründung milch.bayern e.V. i.G.

In Wolnzach fand am 31.05.2017 die Gründungsveranstaltung des milch.bayern e.V i.G. mit einer großen Zahl von Unternehmensvertretern statt. Die benannten Vorstände Christian Schramm (Vorsitz), Interessengemeinschaft Privater Milchverarbeiter in Bayern e.V., sowie Ludwig Huber, Genossenschaftsverband Bayern und Susanne Nüssel, Verband der Bayerischen Privaten Milchwirtschaft e.V. sind aufgefordert, in den kommenden Wochen die notwendigen Schritte umzusetzen, um den Verein weiter zu etablieren.

Trumps Budgetpläne sorgen für Empörung in der US-Agrarbranche

Die von US-Präsident Donald Trump geplanten, drastischen Ausgabenkürzungen im Agrarsektor stoßen auf einen immer stärkeren Widerstand im landwirtschaftlichen Berufsstand. Die Regierung in Washington hatte am Montag vergangener Woche (22.5.) ihre Pläne bekanntgegeben, wonach die Fördermittel für die Landwirtschaft innerhalb der kommenden zehn Jahre um fast 47 Mrd $ (42 Mrd Euro) zurückgefahren werden sollen. Den größten Einschnitt soll es mit 38 Mrd $ (33,8 Mrd Euro) demzufolge bei der Förderung der Agrarbetriebe geben, worunter vor allem Bundeszuschüsse, Ernteversicherungen und Ausgleichszahlungen fallen. Für 2018 sieht die Trump-Administration eine Kürzung der Ermessensausgaben um rund 4,8 Mrd $ (4,3 Mrd Euro) oder mehr als ein Fünftel vor. Betroffen davon wären vor allem Ernährungsprogramme für Frauen und Kinder, Förderprogramme für die ländliche Entwicklung sowie die Forstwirtschaft, die Lebensmittelsicherheit, die Forschung und der Naturschutz. Weitere 7 Mrd $ (6,2 Mrd Euro) will die Regierung bei obligatorischen Programmen einsparen, worunter auch die Risikoabsicherungsprogramme fallen. Zwar sprechen Beobachter den Plänen Trumps geringe Chancen zu, vom Kongress abgesegnet zu werden; dennoch zog der Budgetplan von verschiedenen Seiten deutliche Kritik auf sich. US-Landwirtschaftsminister Sonny Perdue betonte nach Bekanntgabe der Pläne, dass er keinerlei Einfluss auf deren Gestaltung genommen habe und zeigte sich besorgt hinsichtlich der ins Auge gefassten Kürzungen. Beide großen US-Bauernverbände warnten vor einer „Gefahr für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum“, die von den geplanten Streichungen ausgehe.

„Die Ausgabenpläne erkennen weder die derzeitigen finanziellen Herausforderungen des Agrarsektors noch den historischen Beitrag an, den er zur Verringerung des Haushaltsdefizits geleistet hat“, unterstrich der Präsident der American Farm Bureau Federation (AFBF), Zippy Duvall mit Blick auf Trumps Pläne für 2018. Kürzungen in der vorgesehenen Größenordnung seien im gegenwärtigen Konjunkturzyklus „ungerecht“ und „unklug“. Es werde nicht nur eines der wichtigsten Sicherheitsnetze für die Bauern ausgehüllt; auch die künftige Gewährleistung der Lebensmittelqualität und der Fortbestand der Marktinformationssysteme würden in Frage gestellt. Zu den weiteren Konsequenzen zählte Duvall eine „drastische Veränderung“ bei wichtigen freiwilligen Naturschutzprogrammen und ein sinkendes Vertrauen der Verbraucher in die Fleischkontrollen. Der Präsident der National Farmers Union (NFU), Roger Johnson, nannte den Haushaltsentwurf einen „Angriff auf die Grundlagen der Dienstleistungen, Forschung und Sicherheit für die Familienbetriebe, die Bewohner der ländlichen Räume und die Konsumenten“. Die Verabschiedung einer weiteren „Farm Bill“, des zentralen US-Landwirtschaftsgesetzes, werde somit nahezu unmöglich. Es sei „zutiefst enttäuschend“, dass Trump solche Einschnitte überhaupt vorgeschlagen habe, monierte Johnson. Der NFU rief den Kongress dazu auf, die Kürzungen nicht durchgehen zu lassen und die Förderstrukturen so anzupassen, dass sie den Fortbestand des ländlichen Amerika sicherten. AgE

Mehr Mini-Molkereien in Tschechien

In Tschechien nimmt die Zahl der sogenannten Minimolkereien immer weiter zu. Vor vier Jahren gab es noch 106 solcher Kleinmolkereien; aktuell sind es laut Medienberichten bereits 241 Betriebe. Minimolkereien verkaufen Milch und Milcherzeugnisse direkt ab Hof, per Automat oder auf Bauernmärkten. Laut einer Definition der staatlichen Veterinärverwaltung gilt in Tschechien als Minimolkerei ein Landwirtschaftsbetrieb, der täglich bis zu 500 l Kuhmilch oder maximal 100 l Schafmilch beziehungsweise 50 l Ziegenmilch verarbeitetet. In den meisten Fällen seien die Hersteller zugleich auch die Landwirte, die ihre eigene Milch verarbeiten. Nur wenige würden Milch von anderen Erzeugern kaufen, um daraus in der eigenen Molkerei Milchprodukte herzustellen, berichtete der Direktor der Veterinärverwaltung, Zbynek Semerád. Der Anlass zur Gründung von Minimolkereien ist ihm zufolge die steigende Nachfrage der Verbraucher nach frischen und unkonservierten Nahrungsmitteln aus der Region. Das Prager Landwirtschaftsministerium fördert die Gründung von Minimolkereien finanziell und arbeitet an einer Novelle, wonach künftig auch Betriebe zu Minimolkereien erklärt werden können, die innerhalb von 48 Stunden bis zu 100 l Milch verarbeiten können. Diese Unternehmen benötigen keine Zulassung von der Veterinärverwaltung, sondern müssen lediglich registrieren werden. AgE

Russische Käseerzeugung erhöht sich wahrscheinlich moderat

In Russland dürfte es 2017 erneut zu einer geringfügigen Steigerung der Käseproduktion kommen. So rechnet das Institut für die Konjunktur der Agrarmärkte (IKAR) aktuell mit einer Ausweitung der Käseerzeugung im Vergleich zu 2016 um bis zu 2 % auf maximal rund 607.000 t. Die weitere Entwicklung des russischen Käsemarktes werde indes stark davon abhängen, ob das Lebensmittelembargo gegen viele westliche Länder weiterhin in Kraft bleibe, stellte das IKAR fest. Bei einer Aufhebung sei allerdings mit sehr umfangreichen Käseeinfuhren zu rechnen. Das Volumen des russischen Käsemarktes veranschlagt das IKAR für das vergangene Jahr auf 790.000 t, was gegenüber 2013 einem Rückgang um 5 % entspricht. Zwar stieg die Käseeinfuhr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 10 % auf etwa 195.000 t; damit belief sich ihr Anteil am Gesamtmarkt aber lediglich auf 25 %.
Vor dem Embargo waren im Mehrjahresdurchschnitt noch etwa 50 % des Gesamtmarktes auf Importware entfallen. So führte Russland 2013 noch rund 412.000 t Käse ein. Unterdessen nutzten die inländischen Hersteller die Situation und steigerten ihre Produktion 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 17 % auf 581.000 t. Außerdem bauten hauptsächlich Weißrussland und Kasachstan ihre Käseexporte nach Russland aus. Sie liefern mittlerweile etwa 90 % der ausländischen Ware. Mit Blick auf die Käsenachfrage berichtete das IKAR von Stagnation als Folge rückläufiger Verbrauchereinkommen. Zudem würden die Konsumenten den Importkäse aufgrund seiner besseren Qualität bevorzugen.     AgE

Pilotphase des „Nachhaltigkeitsmoduls Milch“ ist gestartet

Im Rahmen des 8. Berliner Milchforums in Berlin überreichte Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär des BMEL, den Förderbescheid an die Projektpartner. Das dreijährige Pilotprojekt wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit insgesamt 770.000 EUR unterstützt. Projektpartner sind das Thünen-Institut für Betriebswirtschaft, der QM-Milch e.V. mit den Trägerverbänden Deutscher Bauernverband, Deutscher Raiffeisenverband und Milchindustrie-Verband sowie das Projektbüro Land und Markt. Des Weiteren ist der Landeskontrollverband Nordrhein-Westfalen eingebunden. Praxispartner sind bundesweit 34 Molkereien.
Bernhard Krüsken, DBV-Generalsekretär und Vorstandsvorsitzender des QM-Milch e.V., begrüßt, dass das Nachhaltigkeitsmodul Milch nun in der Praxis zur Anwendung kommt. „Es ist gelungen, ein Modul zu entwickeln, mit dem wir den wachsenden Ansprüchen von Marktpartnern und Gesellschaft begegnen können. Mit diesem Vorhaben kann es ferner gelingen, einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit im deutschen Milchsektor zu erzielen und eine höhere Wertschöpfung zu generieren.“ Das Konzept umfasst aktuell einen breiten Katalog mit Indikatoren und Kriterien aus den Bereichen Ökologie, Ökonomie, Tierwohl und Soziales. Die im Projektverlauf zu erhebenden Daten ermöglichen den milchwirtschaftlichen Unternehmen und Verbänden zukünftig eine faktenbasierte Kommunikation gegenüber Marktpartnern und Gesellschaft, wo die Milcherzeugung in Bezug auf bestimmte Nachhaltigkeitsaspekte und eine nachhaltige Entwicklung steht. Nachhaltigkeit und Tierwohl sind in der Öffentlichkeit sowie bei Kunden der Molkereien zentrale Themen. Deshalb begrüßen der Milchindustrie-Verband und der Deutsche Raiffeisenverband die Förderung des „Nachhaltigkeitsmoduls Milch“ durch das BMEL sehr. „Das Pilotprojekt bietet die Chance, den Nachhaltigkeitsprozess auf landwirtschaftlicher Ebene praxisnah umzusetzen“, führt Peter Stahl, Vorsitzender des Milchindustrie-Verbandes, aus.

Bayerische Spezialiäten für Fernost

Mit einem Bayernempfang in Tokio und der Eröffnung eines Bayernmarkts in Fukuoka hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in Japan die Werbetrommel für Spezialitäten aus dem Freistaat gerührt. „Die Präsentation unserer Produkte ist in Japan ausgesprochen gut angekommen“, sagte der Minister in Fukuoka zum Abschluss seiner Reise, die den Handelsbeziehungen mit dem Inselstaat neuen Schwung verleihen soll. Laut Brunner haben die japanischen Importeure und Handelsvertreter großes Interesse an Lebensmittel-Spezialitäten aus dem Freistaat signalisiert. Es sei gelungen, wertvolle Kontakte für einen Ausbau der Ausfuhren nach Japan zu knüpfen. Dem Minister zufolge stehen bei den japanischen Partnern besonders Molkereiprodukte, Käse, Bier, Wein und Süßwaren hoch im Kurs. Brunner sieht hier noch erhebliche Potenziale und Absatzmöglichkeiten. Gerade jüngere Japaner seien inzwischen auch in der Ernährung ausgesprochen marken- und qualitätsorientiert. Die Nachfrage nach hochwertigen Spezialitäten aus dem Ausland sei deshalb groß. Allerdings schläft dem Minister zufolge auch die internationale Konkurrenz nicht: Auch andere europäische Länder wie Österreich, Italien oder Belgien drängen auf den japanischen Markt. Deshalb komme der Delegationsreise, bei der Brunner von rund 25 Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verbänden begleitet wird,  als „Türöffner“ eine besondere Bedeutung zu. Japan ist derzeit für den Freistaat nach der Schweiz, den USA, China und Russland der fünftgrößte Drittlandsmarkt im Agrarbereich. 2015 gingen Agrar- und Ernährungsgüter im Wert von knapp 60 Mio. EUR aus Bayern nach Japan. Wichtigste Produkte waren Hopfen (14,3 Mio. EUR), Milch und Milchprodukte (12,9 Mio. EUR) und Zucker (11,3 Mio. EUR). Der Exportwert liegt seit Jahren auf etwa ähnlichem Niveau. Die Agrarimporte aus Japan nach Bayern sind mit jährlich rund 5,5 Mio. EUR weit geringer als die Exporte.

Molkerei Schrozberg bekennt sich zum Bio-Fachhandel

„Wir bekennen uns nach wie vor und ganz eindeutig zum Bio-Fachhandel als Vertriebskanal für unser komplettes Demeter-Sortiment“, kommentiert Geschäftsführer Friedemann Vogt die neu beschlossene Marktstrategie des Demeter e.V.
Der Verband hatte beschlossen, den Vertrieb von Demeter-Produkten an qualitative Kriterien zu binden und somit auch Verkaufsstellen des konventionellen Lebensmitteleinzelhandels den Verkauf von Demeter-Lebensmitteln zu ermöglichen. „Wir halten fest an unseren bewährten Marktpartnern und werden uns darum bemühen, die bestehenden Partnerschaften noch weiter auszubauen und zu festigen“, so Vogt weiter. Die Molkerei Schrozberg erzielte in den vergangenen Jahren mit ihrer Marke „Schrozberger Milchbauern“ und der Konzentration auf den Bio-Fachhandel jährliche Umsatzzuwächse im zweistelligen prozentualen Bereich. „Wir setzen auf ein organisches Wachstum in angemessener Geschwindigkeit, innerhalb der traditionellen Bio-Branche“, so Vogt.
Die Molkerei Schrozberg verarbeitet rund 23 Mio. l Demetermilch jährlich. Die Molkerei ist in Bauernhand und wird als Genossenschaft geführt. 90 Betriebe liefern die nach den strengen Demeter-Kriterien erzeugte Milch.

EU-Kommission hat Milchkrise unterschätzt

Die Europäische Kommission hat die Milchmarktkrise unterschätzt. Das hat der Vizegeneraldirektor in der Generaldirektion für Landwirtschaft der EU-Kommission, Joost Korte, bei einer Anhörung des Landwirtschaftsausschusses des Europaparlaments unter dem Titel „Neue außergewöhnliche Marktmaßnahmen zur Begrenzung der Milchproduktion“ in Brüssel eingeräumt. Die Behörde habe einen Preisverfall auf den europäischen Agrarmärkten in diesem Ausmaß nicht erwartet. Korte stellte in dem Zusammenhang fest, dass die Milchwirtschaft in der EU nicht nur das einhellig begrüßte Ende der Quote zu verkraften habe, sondern auch das Importverbot Russlands, auf das zuvor ein Viertel der EU-Milchexporte entfallen sei. Gleichzeitig erklärte er, dass die europäische Landwirtschaft den größten Anteil am aktuellen Milchüberangebot auf dem Weltmarkt habe. Derweil betonte der Generaldirektor für Landwirtschaft im niederländischen Wirtschaftsministerium Prof. Hans Hoogeveen, dass die Krise kein Grund dafür sein dürfe, die Marktorientierung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) aufzugeben und etwa wieder zu einer Quotenregelung für bestimmte Agrarprodukte zurückzukehren. Antworten auf EU-Ebene – wie die Vereinfachung von Antrags- und Abrechnungsverfahren – seien geboten, aber wichtig sei auch eine Flexibilität der Länder, auf die jeweiligen Krisenbranchen einzugehen, sagte Hoogeveen. Immer noch geprüft werde, ob die Förderung von Exportkrediten ein geeignetes und auch im Blick auf die Grundsätze der Welthandelsorganisation (WTO) erlaubtes Instrument sein könnte.     AgE

Preise gestiegen

Am Weltmarkt für Milcherzeugnisse haben die Preise Anfang August spürbar fester tendiert. Bei der Auktion an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) konnte Anfang des Monats der zusammenfassende Preisindex der acht gehandelten Standardmilchprodukte gegenüber der Versteigerung von Mitte Juli um 6,6 % zulegen; das war der stärkste Anstieg in diesem Jahr. Insgesamt wurden fast 35.000 t Milchprodukte verkauft. Bei der jüngsten Versteigerung kam es bei Labkasein mit einem Plus von 16,3 % zur größten Wertsteigerung. Von größerer Bedeutung war jedoch, dass sich das vom Handelsvolumen her wichtigs-
te Produkt Vollmilchpulver ebenfalls überdurchschnittlich verteuerte. Im Mittel aller Liefertermine und Qualitäten erlöste der alleinige Anbieter Fonterra hierfür im Schnitt 2.265 USD/t (2.029 EUR); das waren 9,9 % mehr als Mitte Juli. Dabei stiegen die Preise für alle Fälligkeiten von September 2016 bis Februar 2017, und zwar zwischen 8,2 % und 11,8 %. Magermilchpulver erlöste bei der jüngsten Versteigerung im Schnitt aller Kontrakte 1.965 USD/t (1.760 EUR). Im Vorjahresvergleich hat sich Magermilchpulver um fast ein Drittel verteuert. Nach oben ging es auch mit den Preisen für Butter, und zwar um durchschnittlich 6,6 % auf 2.871 USD/t (2.572 EUR) gegenüber der vorherigen Auktion. Die Lieferkontrakte für Butterreinfett verzeichneten im Mittel einen Zuschlag von 4,7 % und wurden mit 3.797 USD/t (3.401 EUR) auf dem Jahreshöchststand abgerechnet. Teurer gehandelt wurde zudem Buttermilchpulver, für das die Käufer 7,7 % mehr Geld als bei der vergangenen GDT-Auktion anlegen mussten. Entgegen dem ansonsten festen Preistrend gab es bei Cheddarkäse ein gemischtes Bild. Während der Liefertermin Oktober 2016 ein Preisminus von 11,8 % verzeichnete, wurden für die Fälligkeiten November und Dezember Zuschläge von 1,8 % bzw. 8,5 % gezahlt. Im Mittel aller Kontrakte erlöste Cheddar 2.889 USD/t (2.588 EUR); gegenüber der Auktion Mitte Juli waren das 0,8 % weniger.
     AgE

Milchüberschuss auch in der Türkei

Auch in der Türkei leiden die Milcherzeuger aktuell unter niedrigen Preisen. Wie der US-Agrarattaché in Ankara jetzt berichtete, sind die Milcherzeugerpreise seit 20 Monaten nicht mehr gestiegen. Landwirte beklagten, dass der Nationale Milch Board den Mindestpreis von 1,15 TL (0,34 EUR) pro Liter Rohmilch längst nicht mehr garantieren könne. Die Verarbeitungsindustrie zahle deutlich weniger. Berichtet wird dem US-Agrarexperten zufolge von einer Milchschwemme und einem Literpreis von zuletzt nur noch 0,70 TL (0,21 EUR). Die Nachfrage habe mit der Produktionsentwicklung nicht mitgehalten. Zuletzt sei der Verbrauch sogar gesunken. Als ein Grund dafür werden auch die militärischen Auseinandersetzungen im Irak genannt; das Nachbarland ist der größte Exportmarkt für die türkische Milchindustrie. Maßgeblich ist allerdings auch, dass die Milcherzeugung in der Türkei in den vergangenen Jahren insgesamt kräftig gewachsen ist, und zwar von weniger als 14 Mio. t im Jahr 2010 auf 18,65 Mio. t im vergangenen Jahr. Davon entfielen knapp 17 Mio. t auf Kuhmilch. Hiervon wurden wiederum 8,9 Mio. t an Molkereien geliefert, was eine Zunahme um 3,5 % gegenüber 2014 bedeutete; die verbleibenden 8 Mio. t gehen in den Eigenverbrauch beziehungsweise werden verfüttert. Gefördert wurde die Milcherzeugung durch den Einstieg von großen Unternehmen und Investoren in die Landwirtschaft; es wurden große Milchfarmen aufgebaut, gestützt durch zinslose Kredite der Türkischen Agrarbank. Fachleute warnen angesichts der sehr niedrigen Milchpreise, denen vergleichsweise hohe Futterkosten gegenüberstehen, vor einer Wiederholung der 2008 verzeichneten Krise. Damals gaben die Milchbauern mangels Rentabilität der Milchproduktion viele ihrer Tiere zur Schlachtung. In der Folge nahm der Rinderbestand landesweit kräftig ab, sodass es 2009 dann wieder zu einem dramatischen Anstieg der Rindfleisch- und Milchpreise kam. Die türkische Regierung sah sich daraufhin veranlasst, die Einfuhr von Lebendrindern in größerem Umfang zu erlauben, um den Anstieg der Fleisch- und Milchpreise auf der Verbraucherebene zu dämpfen.
     AgE

Größtes russisches Milchverarbeitungsunternehmen geplant

Das größte integrierte Milchverarbeitungsunternehmen Russlands will eine Gruppe internationaler Unternehmen in der Region Rjasan in der Nähe von Moskau errichten. Wie der russische Direktinvestmentfond (RDIF) mitteilte, wurde eine entsprechende Vereinbarung mit Thailands größtem Agrarkonzern, der Charoen Pokphand Group, dem chinesischen Molkereiunternehmen Banner Infant Dairy Products, Investoren aus dem Nahen Osten, mehreren Banken und der Regionalregierung unterzeichnet. Die geplante In-vestitionssumme belaufe sich auf insgesamt 1 Mrd. USD (892 Mio. EUR). Die neue Anlage werde jährlich 400.000 t Milchprodukte herstellen, wobei das Produktportfolio pasteurisierte und ultrahocherhitzte Milch sowie Käse und Sauermilchprodukte umfassen solle. Das Projekt werde von der Charoen Pokphand und von der Banner Dairy geleitet. RDIF-Geschäftsführer Kirill Dmitriev betonte, dass das Vorhaben einen wichtigen Beitrag zur Steigerung des Anteils russischer Milchprodukte auf dem heimischen Markt und zur Verringerung von Importen leisten werde.     AgE

Haushalte geben im Mittel 225 EUR monatlich für Lebensmittel aus

Durchschnittlich 225 EUR im Monat hat ein privater Haushalt in Deutschland im Jahr 2013 für Nahrungsmittel ausgegeben; einschließlich Getränken und Tabakwaren waren es 300 EUR. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilte, lagen dabei die Ausgaben für alkoholfreie Getränke mit 32 EUR etwas über denjenigen für alkoholische Getränke mit 26 EUR. Für Tabakwaren wurden durchschnittlich 17 EUR im Monat aufgewendet. Den Wiesbadener Statistikern zufolge steigen die Ausgaben für Nahrungsmittel, Getränke und Tabak mit der Anzahl der Personen unterproportional an. Während Alleinlebende im Schnitt 174 EUR für diese Waren ausgaben, wendeten Zwei-Personen-Haushalte mit 338 EUR im Monat pro Person 5 EUR weniger auf. Haushalte mit drei oder vier Personen gaben im Mittel 412 EUR beziehungsweise 478 EUR aus; das entsprach 137 EUR und 120 EUR pro Kopf. Der Regelsatz für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren für volljährige Hartz IV-Empfänger lag im Jahr 2013 bei 135,61 EUR und damit deutlich unter den durchschnittlichen Aufwendungen der Gesamtbevölkerung. Wird allein auf die monatlichen Nahrungsmittelausgaben der privaten Haushalte geblickt, dann entfiel davon laut Destatis der größte Anteil mit durchschnittlich 52 EUR oder 23 % auf die Warengruppe Obst, Gemüse und Kartoffeln. Dicht dahinter folgten mit 50 EUR oder 22 % Fleisch und Fleischwaren. Weitere 41 EUR oder 18 % gaben die Verbraucher für Brot und Getreideerzeugnisse aus; knapp 37 EUR oder 17 % entfielen auf Molkereiprodukte und Eier. Mehr Geld als im Bundesmittel gaben die niedersächsischen Haushalte mit durchschnittlich 348 EUR im Monat für Nahrungsmittel, Getränke und Tabak aus. Wie das Landvolk Niedersachsen auf der Basis von Daten des Statistischen Landesamtes berichtete, entsprach das jedoch nur 14,0 % des mittleren Gesamtbudgets von 2.488 EUR. Noch niedriger lag der Anteil der Ausgaben für Lebensmittel mit 11,6 % in Haushalten mit Beamten als Haupteinkommensbezieher. Bei den Pensionären fiel er mit 11,2 % besonders niedrig aus. Niedersächsische Haushalte mit einem Nettoeinkommen von weniger als 900 EUR wendeten 2013 dagegen 19,2 % für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren auf.     AgE

„Milchgipfel“ bleibt hinter den Erwartungen zurück

Nur zum Teil konnte der „Milchgipfel“ die Erwartungen erfüllen, die aus den Reihen von Politik und Wirtschaft in ihn gesetzt worden waren. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt zeigte sich dennoch mit den Ergebnissen des mehr als vierstündigen Spitzentreffens der wichtigsten Verbände entlang der Wertschöpfungskette Milch in Berlin zufrieden. Ein „Weiter so“ in der Milchmarktpolitik könne und werde es nicht geben, betonte der CSU-Politiker. Ziel sei „weniger Milch für bessere Preise“. Schmidt bezog sich auf den „Branchendialog Milch“, auf den sich die Teilnehmer zuvor verständigt hatten. Der habe das Ziel, Vorschläge zu einer kurzfristigen Reduzierung der Milchmenge und einer langfristigen Neuordnung der Marktstruktur zu erarbeiten. Schmidt sprach von einem notwendigen „Einstieg in eine strategische Rohstoffplanung“, die für alle Seiten Verlässlichkeit mit sich bringe. Von den Molkereien erwartet der Minis-
ter, dass sie die vorliegenden Instrumente zur Mengensteuerung nutzen werden. Schmidt bekräftigte die Zusage der Bundesregierung für ein Hilfspaket zuguns-
ten der bedrängten Milcherzeuger, ohne dass er jedoch die bereits vor Wochen getätigte Ankündigung eines Gesamtvolumens von „100 Mio. plus x“ konkretisieren konnte. Schließlich legte der Lebensmitteleinzelhandel bei dem Treffen ein Bekenntnis zur heimischen Milcherzeugung ab, die es unbedingt zu sichern gelte. Freilich geht die Solidarität des Handels nicht so weit, die von ihm geschätzte qualitativ hochwertige und sichere Produktion vor der Haustür in Form eines gesonderten finanziellen Beitrages zu unterstützen.
Sowohl der Vorsitzende des Milchindustrie-Verbandes (MIV), Peter Stahl, als auch der Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Manfred Nüssel, betonten die Notwendigkeit zur Mengenreduzierung auf dem Milchmarkt. Nüssel warnte aber zugleich vor nationalen Alleingängen. Keine nennenswerte Wirkung schreibt der DRV-Präsident nämlich einer freiwilligen Mengenregulierung auf Molkereiebene zu, an der sich nicht alle Molkereien beteiligen und die allenfalls in wenigen EU-Mitgliedstaaten umgesetzt werde. Ausdrücklich wandte sich Nüssel gegen Versuche einer externen Einflussnahme oder gar rechtliche Vorgaben zur Änderung der genossenschaftlichen Lieferbeziehungen. Auch Stahl äußerte sich kritisch zu einer Anpassung des Agrarmarktstrukturgesetzes. Bereits jetzt könnten Molkerei und Milcherzeuger frei über ihr Vertragsverhältnis verhandeln. Zudem könnten die Erzeuger als Eigentümer der Genossenschaft die Grundlagen „aktiv mitgestalten“.     AgE

Agenda 2020 erfolgreich abgeschlossen

Der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V. (BLL) hat seine umfangreichen internen Reformberatungen, die sogenannte Agenda 2020, erfolgreich abgeschlossen und geht gestärkt und mit uneingeschränktem Rückhalt der Mitglieder in die Zukunft. Als Grundsatz der BLL-Arbeit gilt weiterhin die Verantwortung für die gesamte Lebensmittelkette und damit die konsensorientierte Ausrichtung für eine breit aufgestellte, produkt- und stufenübergreifende Kommunikation. BLL-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff betont: „Die Lebensmittelbranche steht geschlossen und mit großem Vertrauen hinter ihrem Spitzenverband. Dank der engagierten Beteiligung der Mitglieder im Rahmen der Agenda 2020 und der dort gefassten konstruktiven Beschlüsse sind wir optimal für zukünftige Herausforderungen gewappnet.“
Die wichtigste Änderung betrifft die Wahl des Präsidenten, der nun direkt von den Mitgliedern gewählt wird. Der Vorstand wird zudem um je eine Vertretung aus der System-/ Gastronomie und der Einzelmitgliedschaft erweitert. Bisher waren nur die Bereiche Landwirtschaft, Industrie, Handwerk und Handel vertreten. Die Vertreter im Vorstand müssen unterschiedlichen Unternehmen angehören. Außerdem wurde die Wahlperiode von Präsident und Vorstand von einem auf zwei Jahre verlängert. Diese Verfahrensänderungen, die auf der Mitgliederversammlung einstimmig beschlossen wurden, dienen der Verbesserung der demo-kratischen Meinungsbildung und Erhöhung der verbandsinternen Transparenz.

Milchkönigin verteidigt erneut Goldenen Melkschemel

Svenja I. heißt erneut die Siegerin des Wettmelkens um den Goldenen Melkschemel, das die Landesvereinigung Milch Hessen traditionell auf dem Hessentag veranstaltet. Mit 350 Millilitern in 30 Sekunden stellte die Produkthoheit zum dritten Mal die Konkurrenz in den Schatten und zeigte, dass sie den Titel der Hessischen Milchkönigin zu Recht trägt. In diesem Jahr ging es ganz knapp zu. Die 24-jährige Landwirtin aus Rodgau verwies den Landesvorsitzenden der Landjugend, Lars Döppner, auf Rang zwei, der mit 340 Millilitern ein ebenfalls beachtliches Ergebnis ermolk. Das Hessentagspaar Janina Till und Cetin Celik erreichten 190 und 240 Milliliter und liegen damit in der Wertung der Hessentagspaare der letzten Jahre ganz vorne.

DLG sucht Qualitätsführer

Das Testzentrum Lebensmittel der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat jetzt seine Internationalen Qualitätsprüfungen für Milcherzeugnisse und Speiseeis 2016 ausgeschrieben. Sie zählen zu den führenden Qualitätstests der Branche. Anmeldeschluss ist der 12. August 2016.
Neben den mikrobiologischen und chemischen Labortests steht bei der Qualitätsbewertung durch die DLG-Experten die sensorische Beschaffenheit der Milch- und Speiseeisprodukte im Mittelpunkt. Dafür werden Aussehen, Geruch, Geschmack und Konsistenz bzw. Gefüge beurteilt. Für jedes dieser Kriterien gibt es ein eigens entwickeltes Prüfschema, das mögliche Abweichungen beschreibt. Des weiteren werden die Erzeugnisse einer Verpackungs- bzw. Deklarationsprüfung unterzogen. Produkte, die die umfangreichen DLG-Tests bestehen, erhalten die Goldene, Silberne oder Bronzene DLG-Medaille.
Das DLG-Testzentrum Lebensmittel ist aufgrund seiner Fach- und Methodenkompetenz international führend in der Qualitätsbewertung von Lebensmitteln. Ein neutrales Experten-Netzwerk sowie Prüfmethoden auf Basis aktueller wissenschaftlich abgesicherter und produktspezifischer Qualitätsstandards garantieren Neutralität und Qualitätstransparenz. Die Anforderungen, die mit der Prüfung und Bewertung zusammenhängen, sind durch die DLG-Zertifizierungsstelle detailliert beschrieben und werden regelmäßig durch externe Prüfinstitute kontrolliert. Die Anmeldeunterlagen sind erhältlich beim DLG-Testzentrum Lebensmittel, Antje Preuß, a.preuss@dlg.org.

Wir lassen die Kuh raus!

Ein bemerkenswertes Schauspiel gab es beim Weideaustrieb auf dem Bioland-Betrieb in Pöcking (LK Starnberg) zu erleben: Die Kühe von Luise und Andreas Erhard zeigten ihre Freude, endlich wieder draußen auf der Weide zu sein, mit vielen ausgelassenen Luftsprüngen. Die Weidehaltung ist die tierfreundlichste und artgerechteste Rinderhaltung. Josef Wetzstein, Bioland Landesvorsitzender, sagte: „Die artgerechte Weidehaltung ist ein ganz wichtiges Element im Biolandbau. Auf der Weide können die Tiere ihr natürliches Verhalten ausleben. Die Andechser Molkerei Scheitz ist ein langjähriger, innovativer Partner für unsere Bioland-Bauern. Wir bedanken uns bei der Andechser Molkerei Scheitz für ihr Engagement, dass sie diese besonders artgerechte Tierhaltung so umfänglich unterstützt.“
Der Bioland-Hof von Luise und Andreas Erhard wird seit 2007 nach Bioland-Richtlinien bewirtschaftet. Der neue Stall liegt direkt an den Weideflächen, sodass Familie Erhard einfach die Stalltür aufmachen und die Kühe auf die Weide rausschicken kann. Auf dem Betrieb leben rund 50 Milchkühe (hauptsächlich Fleckvieh). Luise und Andreas Erhard unternehmen vieles, um ihren Kühen ein möglichst artgerechtes Leben zu bieten.

Innovationspreis 2016: „Black Beast“-Burger, Chia-Pudding und ökologisches Verpackungsmaterial

Das KIN-Lebensmittelinstitut zeichnete auch 2016 wieder drei Abschlussprojekte der Weiterbildung zum Lebensmitteltechniker mit dem Innovationspreis aus: Das vegane Burger-Patty „Black Beast“, einen veganen, glutenfreien Schoko-Kirsch-Pudding auf Basis von Chia-Samen sowie den Einsatz von Bananenblättern als ökologische Primärverpackung. „Die Projektteams sollten ein neues Produkt kreieren, optimieren oder eine prozesstechnologische Aufgabe lösen. Die Innovationspreise sind dabei eine zusätzliche Motivation für höchste Leistungen“, betont Schulleiterin Gudula Apfelt. „Unsere Teilnehmer kommen aus der Praxis und bringen eine starke Motivation zur persönlichen Weiterentwicklung mit. Das hohe Niveau unserer Qualifikation garantiert ihnen hervorragende Berufschancen“, erklärt Apfelt weiter. Das KIN entsendet dieses Jahr 32 Absolventen in die Industrie. Die praxisorientierte, zweijährige Weiterbildung zum Lebensmitteltechniker ermöglicht Fachkräften der Lebensmittelbranche einschließlich Köchen, Bäckern und Metzgern den nächsten Karriereschritt und wird seit diesem Jahr auch berufsbegleitend angeboten.