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Online-Portal – alles rund um die Lebensmittelindustrie und Milchwirtschaft

Keine Staatsgelder für Neuseelands Milchbauern

Die wegen stark gesunkener Erzeugerpreise in Liquiditätsschwierigkeiten geratenen neuseeländischen Milchfarmer können nicht auf Sonderhilfen des Staates hoffen. Finanzminister Bill English erklärte  gegenüber der Presse in Wellington, dass die Regierung „keine spezielle finanzielle Unterstützung für Milcherzeuger wegen der niedrigen Preise“ plane. Er verwies darauf, dass es jedoch bereits seit Längerem für alle landwirtschaftlichen Betriebe in Notlage ein allgemeines staatliches Hilfsprogramm gebe. Laut English haben die Spitzenpreise für Milch in der Saison 2013/14 nicht nur in Neuseeland, sondern weltweit zu einem starken Produktionsanstieg geführt, der sich nun in einer Überversorgung des Marktes und fallenden Preisen bemerkbar macht. Davon sei auch die neuseeländische Wirtschaft insgesamt betroffen. Der Milchpreisverfall werde in diesem Jahr voraussichtlich Einbußen beim Bruttoinlandsprodukt von 7,0 Mrd. NZ$ (4,2 Mrd. EUR) bewirken, was angesichts eines Gesamtvolumens von 220 Mrd. NZ$ (132 Mrd. EUR) aber verkraftbar sei. Der neuseeländische Minister für Landwirtschaft und Rohstoffe, Nathan Guy, war Presseberichten zufolge im Land unterwegs, um mit Banken und dem Molkereikonzern Fonterra über Finanzhilfen der Wirtschaft für die Erzeuger zu sprechen. Der genossenschaftliche Milchkonzern hatte Anfang August begleitend zur Milchpreissenkung seinen Mitgliedern bereits zinslose Darlehen angeboten, die erst nach einem Wiederanstieg des Milchpreises auf mehr als 6 NZ$ (3,6 EUR) je Kilogramm Milchfeststoff zurückgezahlt werden müssen.     
AgE
Umrechnungskurs: 1 NZ$ = 0,6001 EUR

Zott ist auf Gold-Kurs

Seit Jahrzehnten stellt sich Zott erfolgreich den Qualitätsprüfungen der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) für Molkereiprodukte. Auch heuer punktet das Mertinger Unternehmen und wird mit 141 Gold- und vier Silber-Medaillen für die Qualität seiner Erzeugnisse geehrt.
„Wir sind ganz klar auf Gold-Kurs“, erklärt Richard Nisseler, der die DLG-Einreichungen im Hause Zott koordiniert. „Wir wissen um unsere hervorragende Qualität. Gold-Medaillen sind daher keine Überraschung mehr für uns – aber auch nicht völlig selbstverständlich, denn die DLG-Tester sind sehr kritisch bei der standardisierten Beurteilung der Produkte.
Wird die erforderliche Punktzahl nicht erreicht, gibt es auch kein Gold.“ Aber genau das ist der Ansporn, daher nehmen Richard Nisseler und Zott die Tests sehr ernst. Die Teilnahme an den Qualitätsprüfungen ist mit Kosten und Aufwand verbunden. Die einzureichenden Produkte müssen ausgewählt, angemeldet, die Proben vorbereitet und eingeschickt, die Ergebnisse letztlich ausgewertet und dokumentiert werden.
Dennoch lohnt sich die Mühe – zum einen als Beleg für die Mitarbeiter und ihre ausgezeichneten Leistungen, zum anderen für die Kunden und Handelspartner, die sich auf Zott-Qualitätsprodukte verlassen können. Betriebe, die im aktuellen und vorangegangenen Jahr die besten Ergebnisse bei den DLG-Tests erzielten, werden vom Bundeslandwirtschaftsministerium zudem mit dem Bundesehrenpreis ausgezeichnet. Diesen konnte Zott 2015 bereits zum sechsten Mal nach Mertingen und Günzburg holen.

Einigung im Grillkäsestreit

Die zyprische Käsespezialität Halloumi dürfte in absehbarer Zeit einen EU-Eintrag als geschützte Ursprungsbezeichnung (g.U.) erhalten. Wie die Europäische Kommission mitteilte, konnte ihr Präsident Jean-Claude Juncker Mitte Juli in einem höchst symbolischen Schritt zwischen dem griechischsprachigen und dem türkischsprachigen Teil Zyperns vermitteln und damit einen schwelenden Streit um den Herkunftsschutz beilegen. Die Republik Zypern hatte im vergangenen Jahr in Brüssel einen Antrag auf EU-Schutz von Halloumi gestellt, darin aber auch die türkische Bezeichnung Hellim eingeschlossen, was bedeutet, dass die angestrebten Produktionsbeschränkungen und Kontrollen für die gesamte geteilte Insel gelten würden. Dagegen hatte sich die türkisch-zyprische Gemeinschaft im Nordteil gewehrt. Sie beharrte auf einem separaten Kontrollverfahren. Die jetzt erfolgte Einigung sieht vor, dass der international tätigte Kontroll- und Zertifizierungsdienstleister Bureau Veritas die Einhaltung der Vorgaben gewährleisten soll. Die Übereinkunft ist formell vorläufig und soll für die Dauer der Inselteilung gelten. Wie der Sprecher von EU-Agrarkommissar Phil Hogan auf Anfrage bestätigte, wird die Kommission voraussichtlich in Kürze einen Vorschlag vorlegen, um den Handel zwischen den beiden Inselteilen zu erleichtern. Zypern ist seit 1974 geteilt. Das EU-Mitglied Republik Zypern ist vom Norden, der nur von der Türkei als eigener Staat – die „Türkische Republik Nordzypern“ – anerkannt wird, über eine Demarkationslinie getrennt, die aufgrund der politisch heiklen Lage keine EU-Außengrenze darstellt und im Englischen „Green Line“ genannt wird. Der darüber erfolgende Transit wird mit eine speziellen EU-Verordnung geregelt. Der Handel mit lebenden Tieren und tierischen Produkten ist bislang verboten. Halloumi wird traditionell aus Schaf-, Ziegen- oder Kuhmilch beziehungsweise Mischungen davon hergestellt und in Salzlake gelagert. Wegen seiner festen Struktur eignet er sich besonders gut zum Grillen.     AgE

Sommer bremst Milchproduktion

Seit den letzten zwei Wochen hat sich die Milchproduktion in Deutschland und Europa deutlich abgekühlt. Die Milchanlieferungskurve durchschnitt die Vorjahreslinie nun wieder deutlich. Insbesondere in Süddeutschland fehlen die entsprechenden Niederschläge, gerade das Grünland hat dort gelitten. Die Milcherzeugerpreise haben zum Leidwesen aller Beteiligten deutlich nachgegeben. Viele Milcherzeuger reagieren mit entsprechendem Kos-ten- und Futtermanagement, was die Milchproduktion bremst. Auch die Produktpreise hatten deutlich nachgegeben, zur Freude der Verbraucher. Langsam jedoch zeigt sich Bodenbildung, billiger wird es nicht mehr. Auch andere Länder in der EU und in Drittstaaten berichten von ähnlicher Entwicklung. Sogar die exportstarken Neuseeländer haben ihre Produktion im zweistelligen Prozentsatzbereich gekürzt. Wegen „Griechenland“ ist der Euro günstig, was den Export aus der EU stärkt. Insofern sieht der Milchindustrie-Verband mit Zuversicht nach vorne. „Die Zahlen haben sich stabilisiert, der Markt ist langsam geräumt, die Nachfrage übersteigt wieder das Angebot“, so Eckhard Heuser, Hauptgeschäftsführer des Verbandes in Berlin.    MIV

Private Molkereien besorgt

Die Milch steht seit einigen Monaten stark im Fokus. Vor Auslaufen der Quote gab es vielfältige Spekulationen.  Die aktuelle Marktschwäche scheint den Pessi-
misten Recht zu geben. Mit dem Preisdruck werden nun Stimmen laut, die von dringendem Handlungsbedarf der Molkereien und der Politik sprechen. Damit wird der Eindruck erweckt, dass die derzeitige Marktsituation hausgemacht wäre und an Gegebenheiten hinge, die die Molkereien oder die Politik zu verantworten hätten. Festzuhalten ist, dass die Jahre 2013 und 2014 Rekordjahre für Milchmenge und Milchpreis waren. Durch unkalkulierbare Einbrüche auf der Absatzseite – ausgelöst vor allem durch das Russlandembargo und die chinesische Kaufzurückhaltung – geriet der Preis unter Druck. Prognosen zu einer zukünftig stark steigenden Milchmenge und deswegen sinkenden Preisen, sind für eine Beruhigung des Marktes nicht förderlich. Fakt ist, dass die Milchmenge nach dem Quotenende in der EU nur moderat um 0,2% über dem Vorjahreszeitraum liegt und nach Einschätzung von Experten bereits den Höhepunkt erreicht hat. Nach wie vor sind sämtliche mittel- und langfristigen Erwartungen beispielsweise der OECD positiv und der Verbrauch steigt schneller als die Produktion.
Problematisch ist die Situation für alle am Markt Beteiligten. Denn die ungebremste Volatilität des Milchmarktes erschwert unternehmerische Entscheidungen, wie ein liberalisierter Milchmarkt sie fordert. „Viele Einflüsse wirken auf den Milchmarkt und erschweren Einschätzungen. Auch besteht regional nicht die Möglichkeit, einen globalen Markt zu beeinflussen. Die Auswirkungen der dortigen Marktentwicklung treffen jedoch jeden Einzelnen“, so die Geschäftsführerin des Verbandes der Bayerischen Privaten Milchwirtschaft e.V., Susanne Nüssel.
Alle Vorschläge und Ideen, wie der Milchmarkt stabilisiert werden kann, sind genau zu prüfen und sachlich zu diskutieren. Verbandspolitische Interessen müssen hier zurückstehen! Immerhin geht es um die Existenz der Milcherzeugungs- und Verarbeitungsbetriebe. Auch die Forderungen der Branche müssen sich an den tatsächlichen Verhältnissen orientieren.
Der Bayerische Privatverband vertritt die Interessen von knapp 40 Mitgliedern. Im Freistaat nehmen die privaten Molkereien eine starke Stellung ein, sie verarbeiten mehr als 50 % der über 8 Mio. t in Bayern erzeugten Milch.    VBPM

Innstolz-Käse auf dem G7-Gipfel

Über 5.000 akkreditierte Journalisten und Pressemitarbeiter im G7-Pressezelt wurden mit bayerischen Schmankerln umsorgt.
Mit dabei die Spezialitäten aus Niederbayerns erster Privatkäserei, der Innstolz Käserei Roiner, Rotthalmünster. Ausgewählt wurden die gentechnikfreien Innstolz Auwiesen Landkäse mit schwarzem Kümmel und würzigen Bergkräutern sowie der besser Bio Rauchkäse.
So wurde der G7-Gipfel zum „Genussgipfel“. Charmant präsentiert und serviert vom Bayerischen Bauernverband, Landesvereinigung für Bayerische Milchwirtschaft und dem Bayerischen Landwirtschaftsministerium.

Käse-Kooperation

Die schleswig-holsteinische Meiereigenossenschaft Holtsee-Ascheberg eG und das genossenschaftlich strukturierte Unternehmen Hochwald Foods GmbH haben einen Vertrag über eine Kooperation für die Vermarktung von Käse geschlossen.
Künftig werden die eigenständigen Unternehmen im Vertrieb von Käse für den deutschen Markt und für den Export zusammenarbeiten. Hochwald exportiert Milch und Milchprodukte wie auch Pasta Filata-Käse in über 100 Länder und sieht auch für gelben Käse gute Wachstumschancen.
Holtsee ist bekannt als führender Hersteller von naturgereiftem Käse wie Tilsiter und ergänzt das Sortiment von Hochwald außerdem mit Spezialitäten. Ziel der Kooperation ist es, gemeinsam Marktpotenziale für Käse in Deutschland und weltweit zu nutzen, die Wertschöpfung zu erhöhen und für die genossenschaftlichen Anteilseigner den Milchpreis weiter zu verbessern.

Deutsche Molkereien setzen auf weltweiten freien Handel

Vor dem Hintergrund der derzeit schwierigen Situation im Handel mit Milchprodukten stand an den zwei Tagen insbesondere die Einschätzung zu Perspektiven des internationalen Handelsgeschehens im Fokus. Eines wurde dabei deutlich: Die deutschen Exportmolkereien und Händler begrüßen den freien Handel mit Produkten auf Basis gegenseitig bekannter Regeln und bestärken die deutsche Politik darin, sich weiter an dem Prinzip „Handel schafft Frieden“ zu orientieren.
Auch wenn durch das russische Embargo seit rund zehn Monaten die deutschen und natürlich auch die europäischen Ausfuhren nach Russland stark zurückgegangen sind, so ist und bleibt Russland sowohl für Deutschland als auch für die gesamte Europäische Union perspektivisch ein wichtiger Handelspartner und wesentlicher Absatzmarkt. Umso wichtiger erscheint es daher, dass weiter Gespräche zwischen der russischen und deutschen Seite für ein besseres gegenseitiges Verständnis geführt werden, damit sich mit Ablauf des für ein Jahr ausgesprochenen Embargos neue Handlungsoptionen ergeben können.
Handelshemmnisse bestehen aber nicht nur mit Russland sondern auch z.B. mit den USA, einem Dreh- und Angelpunkt des Handels auf dem amerikanischen Kontinent. Die Export-Union heißt daher die Bestrebungen für das Handelsabkommen TTIP mit den USA willkommen und wird sich auf die Politik verlassen, dass die Rechte der deutschen Verbraucher und Unternehmen gewahrt bleiben.
Der Parlamentarische Staatssekretär Peter Bleser ermutigte in einem Grußwort die deutschen Molkereien darin, dass sie trotz der derzeitigen schwierigen Marktentwicklung das Vertrauen in den Markt erhalten mögen, da sie international hoch wettbewerbsfähig und sehr angesehen seien.
In der am zweiten Tag bei guter Beteiligung gemeinsam mit dem Bundesverband Molkereiprodukte (BUMO) durchgeführten Tagung tauschten sich die Teilnehmer dann intensiv zu den aktuellen Marktentwicklungen aus. Die Märkte wurden dabei auf der Seite der Milcherzeugung und Verarbeitung durch Frau Monika Wohlfarth, ZMB analysiert. Das Exportangebot in den kommenden Monaten wird von der Nordhalbkugel bestimmt werden und auch wenn das korrigierte Preisniveau die Nachfrage am Weltmarkt stimulieren dürfte, bestehen aufgrund der Unsicherheit im Handel mit Russland und China bislang noch keine Anzeichen für eine grundlegende Wende am Markt. Langfristige werden die Aussichten jedoch unverändert als positiv eingeschätzt.
Herr Enrico Krien, Nielsen, beschrieb das tendenziell weltweit weiterwachsende Verbrauchervertrauen in Milch und Milchprodukte, die steigende Digitalisierung im FMCG-Bereich sowie die Entwicklungen und Potentiale im Bereich der „sensiblen Esser“ für die Molkereien.

25. Symposium Feines Essen + Trinken mit Rekordbeteiligung

Über 1.100 Besucher aus der Elite der Lebensmittelwirtschaft – mit dieser Rekordmarke ging Anfang Mai 2015 das 25. Symposium Feines Essen + Trinken in München über die Bühne. Zu den Gästen der Jubiläumsveranstaltung zählte der ehemalige DDR-Ministerpräsident und Bundesminister a.D. Dr. h.c. Lothar de Maizière. Bei der Fachtagung rund um die Dimensionen der Marke setzten zudem Markenpabst Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch sowie Jung-von-Matt/Elbe-Geschäfts-führer Stephan Giest wertvolle Impulse.
„Die hohe Beteiligung an unserem Jubiläum freut uns, da sie die Relevanz der Veranstaltung in der Foodbranche erneut eindrucksvoll unterstreicht“, freut sich Klaus Uhlendorf, erster Vorsitzender des Symposiums. „Auch zeigt es, dass unsere bewusste Mischung von privaten Unternehmen und Global Playern sowie Start-ups bis zu den großen Marken nicht nur richtig ist, sondern die Bedürfnisse und Interessen der Lebensmittelwirtschaft bestmöglich bedient“, so Uhlendorf weiter.
Die hohe Bedeutung des Symposiums verdeutlichten auch einige Firmen, die 2015 erstmals auf dem Marktplatz in der Kulturhalle Zenith ausstellten. Neben Big-Player-Neulingen wie Red Bull freuten sich auch kleinere sowie private Unternehmen über die Vorteile der Veranstaltung.

Ernährungsindustrie trotz gedämpfter Geschäftserwartungen zuversichtlich

Die positive Stimmungslage in der deutschen Ernährungsindustrie hat trotz gedämpfter Geschäftserwartungen im April angehalten. Wie die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) mitteilte, stieg der ifo-Geschäftsklimaindex im vergangen Monat um vier Punkte und lag damit um 14 Punkte über dem Vorjahreswert. Vor allem die Geschäftslage im Frühjahr sei von den Unternehmen positiv bewertet worden.
Auch die Produktionspläne für die Sommermonate hätten sie besser als noch im Vorjahr eingeschätzt. Dabei sei eine Belebung des Exportgeschäfts als Wachstumsmotor der Branche ausgeblieben: Insgesamt seien im Februar 2015 Lebensmittel im Wert von 4,05 Mrd. EUR und damit im Vorjahresmonatsvergleich 5,2 % weniger exportiert worden, berichtete die BVE.
Insgesamt sei der Absatz der Ernährungsindustrie um 3,4 % gesunken, während die Erlöse aufgrund erneut sinkender Verkaufspreise sogar um 5,8 % auf 12,71 Mrd. EUR gesunden seien. Außerdem habe der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex im Februar gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2 % nachgegeben.
An den globalen Agrarrohstoffmärkten habe sich der Preistrend im vergangenen Februar nach oben fortgesetzt, führte die BVE aus. Der Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel des Hamburgischen WeltWirtschaftsinstitus (HWWI) sei gegenüber dem Vorjahreswert um 3,1 % gestiegen. Die Preise hätten weiter auf hohem Niveau gelegen und bei starkem Ertragsdruck eine Herausforderung für das Kostenmanagement in der Lebensmittelherstellung dargestellt.
Bei den deutschen Verbrauchern hätten unterdessen Spitzenwerte bei der Einkommenserwartung die grundsätzlich positive Kauflaune begünstigt. Allerdings sei die Nachfrage nach Lebensmitteln stärker vom zunehmenden Konsumbewusstsein und dem niedrigen Inflationsdruck bestimmt gewesen.     AgE

Internationaler Tag der Milch am 1. Juni

Ein Löffel cremiger Joghurt oder eine Käsestulle in der Pause, Kaffee „to go“ mit herrlichem Milchschaum, ein süßes Dessert oder ein Stück Käse zum Abschluss eines festlichen Fünf-Gänge-Menüs: Milch und Milchprodukte sind aus dem Alltag kaum wegzudenken. Auch in Produkten, denen man es auf den ersten Blick nicht ansieht, steckt Milch. Zum Beispiel in Kuchen, Kartoffelbrei oder Schokolade. „Egal ob süß, salzig, sauer oder herzhaft – die große Vielfalt an Milch und Milchprodukten bietet für jeden Geschmack und zu jedem Anlass etwas", so die Geschäftsführerin der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. (LVN), Kris-tine Kindler. Kaum eine Lebensmittelgruppe ist so vielfältig wie die der Milchprodukte. Jedes Jahr kommt eine bunte Mischung neuer Produkte auf den Markt. Sie spiegelt die sich wandelnden Verbraucherwünsche und die Veränderungen im Ernährungsverhalten der Bevölkerung wider. Auch die Vielfalt der in Deutschland lebenden Kulturen zeigt sich im Angebot der Milchprodukte. Beispiele sind Ayran, Lassi, Mozzarella, Ymer und Zaziki.
Milchprodukte sind ein wertvoller Bestandteil unserer Ernährung, denn Milch enthält von Natur aus fast alle Nährstoffe, die der Mensch, ob Kleinkind oder Senior, zum Leben braucht: Hochwertiges Eiweiß, leicht verdauliches Fett sowie viele wichtige Mineralstoffe und Vitamine. Auch wenn Milch nicht den Getränken zugeordnet wird, ist sie auch ein guter Flüssigkeitslieferant, da sie zu fast 90 % aus Wasser besteht. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) empfiehlt, täglich Milch und Milchprodukte in den Speiseplan einzubauen.

Deutsches Milchkontor investiert ins Markengeschäft

Mit Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe will das Deutsche Milchkontor (DMK) den Ausbau seines Markengeschäfts im Bereich Molkereiprodukte ankurbeln. Der Fokus richtet sich dabei auf nationale Marken wie Milram und Osterland sowie auf die Exportmarke Oldenburger. Im Segment Kräuter- und Gewürzquark sei die Marke Milram in Deutschland bereits mit Abstand die Nummer eins und hatte laut Marktforschungsunternehmen Nielson 2014 einen Marktanteil von mehr als 30 %. Um das Potenzial der Dachmarke noch besser zu nutzen, werden laut DMK seit Jahresbeginn auch die regional bekannten Ravensberger Produkte unter dem Label von Milram vertrieben. „Das starke Markendach strahlt mit nationaler Werbepräsenz in On- und Offlinemedien sowie am Point of Sale (POS) positiv auf das gesamte Sortiment ab und fördert den Abverkauf aller Produkte unter der Marke Milram“, erläuterte der DMK-Geschäftsführer für den Bereich Verbraucher, Michael Feller. Nach seinen Angaben setzt der Molkereikonzern zudem auf die Marken Osterland und Oldenburger. Als etablierte Regionalmarke sei Osterland vor allem in den östlichen Bundesländern sehr beliebt. Mit der Exportmarke Oldenburger bediene man hingegen die steigende Nachfrage nach Milchprodukten in aufstrebenden Drittländern wie China, erläuterte Feller. Um die Markenposition in den jeweiligen Absatzmärkten weiter auszubauen, will die DMK in unterschiedliche Kanäle investieren. Dazu sollen neben dem Markenauftritt und der Zielgruppenkommunikation die Erweiterung der Sortimente um attraktive Produkte, trendgerechte Geschmacksrichtungen oder neue Verpackungslösungen gehören. Ein Erfolgsbeispiel sei die tropfenförmige Portionsverpackung für Kaffeesahne und Kondensmilch der Marke Milram, auf die unter anderem das Lufthansa-Catering-Unternehmen LSG Sky Chefs zurückgreife, berichtete Feller. Bei der Zielgruppenansprache wolle sich die DMK an den Gepflogenheiten der jeweiligen Märkte orientieren: In China seien die Konsumenten sehr online-affin. Deshalb wird dort die digitale Ansprache zum Beispiel in Webshops forciert. In Deutschland eigne sich hingegen die „360-Grad-Kommunikation“ besser, angefangen bei klassischer Werbung, wie TV-Spots, über POS-Maßnahmen bis hin zu Online-Aktivitäten.     AgE