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Online-Portal – alles rund um die Lebensmittelindustrie und Milchwirtschaft

Upländer Bauernmolkerei nimmt neue Biomilchlieferanten auf

Die Upländer Bauernmolkerei nimmt fünf weitere Biomilchlieferanten auf. Einen entsprechenden Beschluss haben die Bauern der Milcherzeugergemeinschaft Hessen als Eigentümer der Molkerei auf ihrer letzten Mitgliederversammlung einstimmig gefasst.
Wie die Upländer Bauernmolkerei im Anschluss daran mitteilte, liegen die neuen Mitgliedsbetriebe innerhalb des regionalen Erfassungsgebiets und liefern zusammen rund 800.000 kg Biomilch. „An der Milchmenge ist zu erkennen, dass wir ganz bewusst auch kleine Betriebe aufnehmen. Damit unterstützen wir aktiv eine bäuerliche Landwirtschaft und wirken einer industriellen Ausrichtung der Landwirtschaft entgegen“, erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende der Milcherzeugergemeinschaft Hessen, Josef Jacobi. Die Geschäftsführerin der Upländer Bauernmolkerei, Karin Artzt-Steinbrink, wies darauf hin, dass unter den neuen Mitgliedern auch zwei Betriebe seien, die neu mit der Milchviehhaltung anfingen. Diese wolle man durch die Aufnahme unterstützen. Laut Molkereiangaben reicht die Betriebsgröße der liefernden Höfe von sechs bis 200 Kühen.     AgE

Deutsches Verpackungsinstitut ehrt Prof. Dr. Klaus Töpfer

Auf dem 10. Deutschen Verpackungskongress in Berlin ehrte das Deutsche Verpackungsinstitut e.V. (dvi) den ehemaligen Bundesminister für Umwelt und Naturschutz, Prof. Dr. Klaus Töpfer, mit dem
neu geschaffenen „Dieter-Berndt-Preis“. „Hätte mir jemand vor 25 Jahren gesagt, ich würde als erster Preisträger just von der Verpackungswirtschaft geehrt, hätte ich ihn wegen nachgewiesener Gedankenschwäche untersuchen lassen.“ Klare Worte des heutigen Exekutivdirektors des IASS Institute for Advanced Sustainability Studies Potsdam, der sich zu seiner Zeit als Bundesminister für Umwelt und Naturschutz mit der „Verordnung über die Rücknahme und Pfanderhebung von Getränkeverpackungen aus Kunststoffen“ 1988, der „Verordnung über die Vermeidung und Verwertung von Verpackungsabfällen“ 1991 und dem „Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Beseitigung von Abfällen“ 1994 in der Branche nicht nur Freunde gemacht hatte.
„Vor 25 Jahren“, erinnerte sich Klaus Töpfer, „stellte die Idee einer Kreislaufwirtschaft etablierte Markt- und Businessmodelle in Frage – und die Reaktion war entsprechend. Inzwischen ist die Kreislaufwirtschaft ein Exportschlager geworden. Sie schafft neue Marktsegmente und einen neuen Wettbewerb. Heute streiten sich alle um diese sogenannten „Abfälle“. Es ist ein neues Business Case geworden.“

Österreich darf mehr Milchprodukte nach China verkaufen

Die österreichische Molkereibranche hat einen Grund zur Freude, denn sie kann ab sofort deutlich mehr Käse und Milcherzeugnisse in die Volksrepublik China liefern als bisher. Wie das Wiener Agrarressort mitteilte, hat der chinesische Minister für Qualitätskontrolle, Inspektion und Quarantäne, Zhi Shuping die erweiterte Handelserlaubnis bei einem Gespräch mit dem österreichischen Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter in Peking bestätigt. Die Ausfuhr von Milchprodukten aus der Alpenrepublik nach
China war bisher schon möglich; allerdings gab es nur wenige Genehmigungen für heimische Firmen. Laut Minister Zhi wurden von den chinesischen Behörden jetzt für 24 Unternehmen Export-
zertifikate für Milchprodukte ausgestellt, die sich auch auf die Lieferung von Käse erstrecken. Rupprechter betonte, dass die Nachfrage nach Käse in China stetig steige. Rechtzeitig zum Auslaufen der Milchquote biete sich hier eine große Chance für die heimische Milchwirtschaft. Bezüglich der geplanten Schweinefleischlieferungen nach China, die bereits  vereinbart wurden, kündigte Zhi an, dass schon bald Vertreter der chinesischen Veterinärbehörde nach Österreich kommen würden, um dort exportwillige Firmen zu zertifizieren. Rupprechter rechnet damit, dass noch in diesem Jahr
erste Schweinefleischlieferungen in die Volksrepublik erfolgen werden. Positive Signale gab es ihm zufolge auch hinsichtlich eines Veterinärprotokolls für Rindfleisch. Die Themen Lebensmittel-
sicherheit und Lebensmittelkontrolle standen im Mittelpunkt eines weiteren Gesprächs des Wiener Agrarressortchefs mit Landwirtschaftsminister Han Changfu. Dieser betonte das Interesse Chinas an den österreichischen Systemen für Qualitätssicherung und Kontrolle. Beide Minister vereinbarten die Einrichtung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe. Bei einem Besuch von Han in Österreich, der eine entsprechende Einladung Rupprechters angenommen hat, sollen konkrete Kooperationsprojekte etwa im Bereich Biolandwirtschaft präsentiert werden.     AgE

Chancen für die Milchwirtschaft

Mit dem Wegfall der Milchquotenregelung endete eine mehr als
30-jährige Epoche staatlicher Mengensteuerung am EU-Milchmarkt.
„Wir sind froh, dass dieses Kapitel hinter uns liegt. Die Abschaffung der Regelung ist die logische Konsequenz des Ziels einer stärkeren Marktorientierung der EU-Milchpolitik“, so Dr. Henning Ehlers, Generalsekretär des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV).
Der Quotenausstieg wurde politisch mit dem vor gut zehn Jahren begonnenen Abbau der Stützung und der Öffnung des EU-Marktes vorbereitet. Die Molkereigenossenschaften haben seitdem die Absatzchancen genutzt und setzen ihre Produkte zunehmend am Weltmarkt ab. Sie richten ihre Unternehmensstrategien auf die ausländischen Märkte aus, die bereits heute einen wichtigen Beitrag zur Wertschöpfung und damit für die Erzeugereinkommen leisten.
Gemeinsam mit ihren Mitgliedern haben sich die Molkereigenossenschaften gut auf das Quotenende vorbereitet. Sie stehen mit ihren Mitgliedern im engen Austausch und planen auf Basis dieser Informationen die Verarbeitung und Vermarktung vorausschauend. Es wurde verstärkt in marktgerechte Verarbeitungskapazitäten investiert. Sie verbreitern ihre Produktsortimente und setzen auf eine Streuung der Kundenstruktur sowie unterschiedliche Kontraktlaufzeiten. Damit federn die Molkereigenossenschaften Markt- sowie Preis- und Einkommensschwankungen für ihre Mitglieder ab. „Sie bieten ihren Mitgliedern in Zeiten volatiler Märkte Abnahme- und damit Planungssicherheit“, unterstreicht Ehlers die Vorteile genossenschaftlicher Vermarktung.
Auch die Erzeuger haben kräftig in die Erweiterung und Modernisierung ihrer Betriebe investiert. Sie sehen die Chance, an der weltweit steigenden Nachfrage nach Milch und Milchprodukten teilzunehmen und haben noch anfallende Quotenkosten in Kauf genommen. Diese Investitionen dienen sowohl der Verbesserung der wirtschaftlichen Kennziffern als auch den Haltungsbedingungen und damit dem Tierwohl. „Das ist eine gute Basis für die zukunftsfähige Produktion qualitativ hochwertiger Milcherzeugnisse, die den gesellschaftlichen Anforderungen entsprechen. Moderne Milchviehhaltung sowie Nachhaltigkeit stehen also keineswegs im Widerspruch“, betonte der DRV-Generalsekretär.     DRV

Bleser wirbt für intensive Handelsbeziehungen im Agrarbereich

Der Parlamentarische Staatssekretär vom Bundeslandwirtschaftsministerium, Peter Bleser, hat die Bedeutung des Agrarhandels für eine erfolgreiche und für alle Seiten nützliche Kooperation in der Agrar- und Ernährungswirtschaft hervorgehoben. „Intensive Handelsbeziehungen sind eine hervorragende Grundlage für die fruchtbare Zusammenarbeit im Agrarbereich“, erklärte Bleser beim 4. Diplomaten-Salon der German Export Association for Food and Agriproducts (GEFA), an dem nach deren Angaben gestern in Berlin rund 50 hochrangige Vertreter von 39 Botschaften teilnahmen. Nur wenn alle Beteiligten profitierten, werde diese Zusammenarbeit jedoch dauerhaft erfolgreich sein. Nach den Worten Blesers hat sich die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft in den letzten Jahrzehnten zu einer echten High-Tech-Branche entwickelt und ist bereit, ihr Know-how weiterzugeben. Voraussetzung dafür sind ihm zufolge Export- und Absatzmöglichkeiten in den Zielländern. „Wir verfolgen einen kooperativen Ansatz in unserer Zusammenarbeit. Unternehmen liefern nicht nur Güter; die Verwaltung arbeitet nicht nur an der Überwindung von Handelshemmnissen“, erläuterte der Staatssekretär. Die Bundesregierung fördere auch den Wissenstransfer durch Ausbildung und Forschungszusammenarbeit und unterstütze in ausgewählten Ländern den Aufbau von Verwaltungsstrukturen. Wesentliches Ziel der deutschen Exportförderung sei dabei, dass sich die Wirtschaftsbeteiligten, seien es die Unternehmen, aber auch Importeure, Händler, Berater, Verbands- und Verwaltungsvertreter, besser kennenlernten. GEFA-Sprecher Dr. Franz-Georg von Busse hob ebenfalls den Wert der internationalen Zusammenarbeit in Handels- und Ernährungsfragen hervor: Viele Zukunftsfragen seien nur in Kooperation und mit dem Ziel einer beiderseitigen Win-Win-Sitution erfolgreich zu lösen. 

Schwedischer Milcherzeugerpreis im Jahresvergleich niedriger

Die Einnahmen der schwedischen Milcherzeuger sind in Folge des russischen Importembargos und des insgesamt schwächeren Weltmarktes stark eingebrochen. Wie der schwedische Bauernverband (LRF) mitteilte, erzielen die Landwirte in dem skandinavischen Land aktuell für konventionell erzeugte Milch im Schnitt mit 2,80 skr (30,2 ct) pro kg fettkorrigierter Milch umgerechnet 9 ct weniger als im März 2014. Nach Darstellung des Bauernverbandes kamen die Sanktionen Russlands für Milchprodukte aus der EU für die exportabhängigen schwedischen Landwirte im vergangenen Jahr zur Unzeit, da Übermengen und nachlassende Nachfrage zum gleichen Zeitpunkt bereits starken Druck auf die Milchpreise ausgeübt hatten. Am schwedischen Markt für ökologisch erzeugte Milch fiel der Preisrückgang etwas moderater aus: Laut LRF-Angaben werden hier derzeit mit 3,75 skr (40,4 ct) pro kg fettkorrigierter Milch umgerechnet etwa 7,5 ct/kg weniger erzielt als im Frühjahr 2014.

Emmi verbucht trotz Umsatzplus deutliche Gewinneinbußen

Der Schweizer Milchverarbeiter Emmi hat im Geschäftsjahr 2014 trotz steigender Umsatzzahlen deutliche Einbußen beim Betriebsergebnis und dem Reingewinn verbucht. Der Grund dafür war vor allem eine Wertberichtigung von 34,5 Mio. sfr (32,7 Mio. EUR) beim Tochterunternehmen Trentinalatte S.p.A. aus Roverè della Luna, das im Juli 2006 übernommen worden war und mittlerweile verkauft wurde.
Wie Emmi heute mitteilte, lag der Nettoumsatz im Berichtsjahr mit 3,40 Mrd. sfr (3,22 Mrd. EUR) um 3,2 % über dem Vorjahreswert. Allerdings verringerte sich das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 19,2 % auf 136,2 Mio. sfr (129,0 Mio. EUR); der Reingewinn ging um 24,6 % auf 78,9 Mio. sfr (74,8 Mio. EUR) zurück. Ohne Berücksichtigung der negativen Sondereffekte ergab sich beim EBIT allerdings ein Plus von 6,7 % auf 170,7 Mio. sfr (161,7 Mio. EUR) und beim Reingewinn ein Zuwachs um 12,1 % auf 109,4 Mio. sfr (103,7 Mio. EUR).
Die Aussichten des Unternehmens für 2015 sind im Wesentlichen vom starken Franken geprägt. Dieser dürfte laut Emmi den organischen Konzernumsatz voraussichtlich um 2 % bis 3 % schrumpfen lassen und die weitere Entwicklung hemmen.