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Online-Portal – alles rund um die Lebensmittelindustrie und Milchwirtschaft

Meisterprüfung Milchtechnologie in Rotholz

An der Bundesanstalt für Alpenländische Milchwirtschaft in Rotholz fand von Oktober 2015 bis Februar 2016 in Kooperation mit dem LMTZ Wieselburg und der Wirtschaftskammer der Vorbereitungslehrgang zur Meisterprüfung Milchtechnologie statt. Der Lehrgang wurde von Teilnehmern aus ganz Österreich besucht und endete mit einer viertägigen modularen Abschlussprüfung. Markus Ehammer von der Berglandmilch und Jürgen Wiesenegger von der Obersteirischen Molkerei konnten alle drei Fachmodule mit „Sehr Gut“ abschließen. Der hohe Ausbildungsstand der AbsolventInnen ist neben der Qualität des Rohstoffes Milch eine wesentliche Voraussetzung zur Erzeugung qualitativ hochwertiger Milchprodukte in Österreich.
Die Übergabe der Zeugnisse erfolgte Mitte Februar im Rahmen einer Abschlussfeier in Rotholz durch Ingrid Kirchmair von der Meisterprüfungsstelle der Wirtschaftskammer Tirol und Dr. Klaus Dillinger von der BAM Rotholz. Nach den Gratulationen und einem gemeinsamen gemütlichen Ausklang mit Käsebuffet wurden die frischgebackenen Meister in die milchwirtschaftliche Arbeitswelt entlassen.

Augsburger Schule erstrahlt in buntem Glanz

Nachträglich zum Weltschulmilchtag  haben Schülerinnen und Schü̈ler der St.-Georg Grund- und Mittelschule in Augsburg diese farbenprächtig und kreativ bemalt: In einer Aktion der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft und des Augsburger Street-Art Vereins „Die Bunten“ gestalteten die Schüler der 7. bis 9. Klassen gemeinsam mit Lehrerin Frau Kempinger und den Graffiti-Kü̈nstlern Christian Ostler und Florian Tschech ein kuhles Kunstwerk. Die Schule ziert nun das Motiv „Milchstraße“, auf das sowohl die Schü̈lerschaft als auch die Lehrer ganz stolz sind. Zuvor waren im Rahmen desselben Projekts bereits Schulen in Kaufering und Fü̈rth verschönert worden.
Damit schließt Augsburg die bereits dritte Runde der Street-Art-Aktion der LVBM ab, mit der besonders bei jungen Menschen die Auseinandersetzung mit dem Thema Milch gefördert werden soll: Im Laufe des letzten Jahres waren bereits an bayerischen Bauernhöfen und milchwirtschaftlichen Ausbildungszentren Graffiti-Gemälde zum Thema Milch entstanden.

Königlicher Besuch beim Milchprüfring

Mit Diadem und Dirndl zu Besuch beim Milchprüfring: Im Sommer traten die neuen bayerischen Milchhoheiten ihr Amt an. Nun waren sie in Wolnzach, um sich über die Arbeit des Milchprüfrings zu informieren. Vor kurzem besuchten die bayerische Milchkönigin Susanne Polz und die bayerische Milchprinzessin Eva-Maria Bäuml das Labor des Milchprüfrings. Zwei Jahre lang werden die beiden sympathischen Hoheiten das Gesicht der bayerischen Milch sein. Bei einem Besuch im Labor des Milchprüfrings bekamen sie nun einen Einblick, wie die Qualitäts-Analysen der bayerischen Milch organisiert und durchgeführt werden.
Neben den Aufgaben des Milchprüfring Bayern e.V. stand die Qualitätssicherung der Analysenwerte im Mittelpunkt der Vorstellung des Milchprüfrings. Neue Dienstleistungen, wie der Trächtigkeitstest aus der Milchprobe, stießen ebenfalls auf großes Interesse bei den Milchhoheiten. Bei einer Laborführung konnten die Milchbotschafterinnen anschließend den Weg einer Probenflasche von der Anlieferung bis zur Ergebnismitteilung nachvollziehen.
Somit haben die Milchhoheiten ein Grundwissen, auf das sie bei ihren vielen nationalen und internationalen Einladungen zurückgreifen können. „Mich hat sehr beeindruckt, wie automatisiert die Untersuchung abläuft und die einzelnen Analyse-Schritte aufeinander abgestimmt sind“, fasste Milchkönigin Susanne Polz ihre Eindrücke zusammen.

Neue Radwanderroute zum Thema Milch im Kreis Kleve

Das vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen und der Landesvereinigung der Milchwirtschaft NRW initiierte Projekt „Milch macht Ku(h)lturlandschaft“ wurde Ende September durch die Eröffnung des ersten Milchradweges im Kreis Kleve fortgesetzt. Unter Mitwirkung des Versuchs- und Bildungszentrums Haus Riswick, der RLV-Kreisbauernschaft Kleve und der Landfrauen sowie der Stadt und des Kreises Kleve und des Klever Naturschutzzentrums wurde eine Themenroute entwi
ckelt, die die Besonderheiten der Milcherzeugung im Kreis Kleve aufzeigt. Neun Schautafeln informieren über die Wechselbeziehung zwischen Milchviehhaltung und der sie umgebenden Kulturlandschaft.
Der Milchradweg bietet die Wahl zwischen drei Varianten mit 21, 30 oder 38 km Länge. Die gut ausgebauten Radwege im Kreis Kleve ermöglichen ein naturnahes Erleben der besonderen Kulturlandschaft. Große Weide- und Ackerflächen der rund 500 Milcherzeuger mit ihren insgesamt circa 56.000 Kühen prägen das Landschaftsbild. Die Radler „erfahren“, wie es in einem modernen Kuhstall aussieht, was eine Kuh braucht, warum Milchwirtschaft für eine artenreiche Kulturlandschaft wichtig ist und wie die Milchwirtschaft die Region geprägt hat.
Die Eröffnungsfeier auf Haus Riswick fand gemeinsam mit Herrn Wolfgang Spreen, Landrat des Kreises Kleve, Herrn Theodor Brauer, dem Bürgermeister der Stadt Kleve, Hans Stöcker, dem Vorsitzenden von Milch NRW und allen Kooperationspartnern statt. Für RLV-Kreislandwirt Josef Peters ist die Errichtung eines Milchthemenweges sehr zu begrüßen, da dieser „in idealer Weise die im Kreis Kleve wichtigen Themen „Milchwirtschaft“, „Tourismus“ und „Naturschutz“ in sich vereint“.

Milchwirtschaftliche Laborantinnen und Laboranten starten ins Berufsleben

33 Absolventen strahlten am 17. Juli mit der hochsommerlichen Sonne um
die Wette – ihre Abschlussprüfung am Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchanalytik (LVFZ) war bestanden.
Petra Hartner, Leiterin des LVFZ, beglückwünschte die 31 Damen und zwei Herren zu ihrem erfolgreich bewältigten beruflichen Lebensabschnitt. Aber nicht nur für die glücklichen Absolventen beginnt mit dieser Prüfung eine neue Ära. Auch das LVFZ leitet mit ihr den Start einer neu konzipierten Art des Ausbildens und Prüfens ein. Das Team des LVFZ meisterte zusammen mit einer Vielzahl an Prüfern die Herausforderung, parallel nach zwei Prüfungsordnungen zu prüfen.
Im voll besetzten Festsaal gratulierten neben Petra Hartner auch Ehrengäste wie die bayerische Milchprinzessin Eva-Maria Bäuml, Jürgen Ströbel, MdL und Vorsitzender des Milchwirtschaftlichen Vereins Franken e.V. (MVF) sowie Dr. Rudolf Seidl, Leiter der Abteilung berufliche Bildung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), von ganzem Herzen. Neben ihrer Freude über die bestandene Prüfung brachten die Festredner vor allem auch einen gemeinsamen Wunsch vor. Die frischgebackenen Milchwirtschaftlichen Laboranten (MiLa) sollen immer auch an das lebenslange Fortbilden denken, so die Quintessenz.
Für die weitere fachspezifische Fortbildung sei vor allem die Fachschule für Milchwirtschaftliches Laborwesen zu empfehlen. Der Meisterbrief als nächster beruflicher Meilenstein dürfte bestimmt für zahlreiche Absolventen verlockend klingen. Das LVFZ für Milchanalytik bezeichnete MdL Jürgen Ströbel in seiner Festrede diesbezüglich als zukunftsorientiertes Lehrzentrum und Nachwuchsschmiede für die Milchwirtschaft.
    LVFZ

Gelungener Auftakt der Milchwoche im Oberbergischen Kreis

Beim Auftakt der 4. NRW-Milchwoche der Landesvereinigung der Milchwirtschaft NRW e.V. ging es gleich an drei Standorten im Oberbergischen Kreis um die Milch:
Den Anfang machte die Eröffnung der Milchausstellung „Von der Kuh ins Kühlregal“ im LVR-Freilichtmuseum Lindlar durch Staatssekretär Horst Becker (Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW). In der „Milchmach-Ausstellung", die in Zusammenarbeit der Landesvereinigung der Milchwirtschaft NRW e.V. und dem Verein Milch und Kultur entstand, konnten die Besucher die Wege der Milch von der Kuh bis ins Kühlregal verfolgen. Als besonderes Highlight gab es – neben zahlreichen historischen Gerätschaften – einen stilechten Milchwagen aus der Zeit des Wirtschaftswunders zu bestaunen.
Am Nachmittag wurde im Foyer des Kreishauses Gummersbach die Ausstellung „Milchkultur“ eröffnet. Diese bietet anhand von sechs Stellwänden eine Zeitreise durch die Weltgeschichte der Milch. „Mit der Ausstellung 'Milchkultur' wollen wir ein zentrales und wichtiges Thema der Milchwoche – die gesunde Ernährung – den Besucherinnen und Besuchern des Kreishauses unterhaltsam und informativ näher bringen", erklärte Kreisdirektor Jochen Hagt.
In der gesamten Region stand unter Mitwirkung des Kreises, der regionalen Akteure und Erzeuger, der Molkereien und des Handels, eine Woche lang die Milch im Mittelpunkt. So sollten neue Wege eingeschlagen werden, um das positive Image des Naturproduktes Milch und die Akzeptanz für Milchproduktion und -verarbeitung auszubauen.

Fliegende Kühe, bunte Milch und Kunst am Bau

Ein buntes Treiben herrschte beim Milchfestival der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft e.V. (LVBM) am Gelände des Milchwirtschaftlichen Zentrums in Kempten. Mehrere tausend neugierige Besucher kamen und staunten nicht schlecht, dass eine mächtige Braunviehkuh am Hochhaus auf dem Bühl ein Glas Milch einschenkt. Aber damit nicht genug, auch fliegende Kühe, der Schriftzug „Milch“, „Ying und Yang-Kühe“ und ein Milchmädchen prägen jetzt das Erscheinungsbild des Milchwirtschaftlichen Zentrums mit peppiger Streetart-Kunst. Die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft hat anlässlich des Tages der Milch, der am 1.Juni weltweit gefeiert wird, zu einem Streetart-Wettbewerb aufgerufen und international bekannte Künstler nach Kempten gebracht. Die Werke von Fader, Guido Zimmermann, Jeroo, Mr. Woodland und Sare bringen Zeitgeist und Schwung ins milchwirtschaftliche Zentrum. „Wir sind begeistert, wie vielfältig die Motive sind – genau wie Bayerns Milchprodukte“, freut sich Günther Felßner, Vorsitzender der LVBM. „Wir sind stolz, dass die Aktion so viel Beachtung findet. Das ist eine tolle Anerkennung für die Leistung der Künstler – und den richtigen Riecher der LVBM.“ Wir wollten mit dieser Aktion eine Auseinandersetzung der Jugend mit dem Thema Milch erreichen, mit dieser ungewöhnlichen Kunstform ist uns das auch gut gelungen, so Felßner. Zehn regionale Molkereien sorgten dafür, dass die Besucher das bunte Angebot an Milchprodukten entweder sofort genießen oder mit nach Hause nehmen konnten. Gesprüht wurde natürlich auch: In einem Streetart-Jam versuchten sich junge Nachwuchstalente aus dem Umkreis von Kempten schon mal als Künstler.

Feierliche Frühjahrs-Freisprechungsfeier am LVFZ

Nicht nur der kalendarische Frühjahrstart sorgte für Freude und gute Stimmung im Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchanalytik in Triesdorf (LVFZ). Auch die 30 glücklichen und sichtlich erleichterten Absolventen der diesjährigen Frühjahrsprüfung verbreiteten eine mit der strahlenden Frühjahrssonne konkurrierende Fröhlichkeit. Petra Hartner, Leiterin des Lehr-, Versuchs- und Fachzentrums für Milchanalytik in Triesdorf (LVFZ) beglück-wünschte die 27 Damen und drei Herren zu ihrem erfolgreich geschafften berufli-chen Meilenstein. Die Absolventen repräsentierten durch ihre Herkunft ganz Bayern sowie einen kleinen Teil Südtirols.
Im voll besetzten Festsaal gratulierten neben Petra Hartner auch Ehrengäste wie die bayerische Milchprinzessin Carola Rainer, Jürgen Ströbel, MdL und Vorsitzender des Milchwirtschaftlichen Vereins Franken e.V. (MVF) sowie Dr. Rudolf Seidl, Leiter der Abteilung berufliche Bildung der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL), von ganzem Herzen.

Als beste Absolventin mit der Gesamtnote „sehr gut“ konnte Raphaela Wundlechner von der Molkerei Müller, Aretsried, den Förderpreis der muva kempten entgegennehmen. Dieser Gutschein beinhaltet ein frei wählbares Fortbildungs-Seminar am Kemptener Labor- und Dienstleis-tungszentrum. Eine weitere Auszeichnung vergab Rudolf Raith im Namen des LBM an die Prüfungszweitbeste Barbara Haider von der Molkerei Meggle in Wasserburg am Inn. Ann-Kathrin Zwick überreichte im Namen des Triesdorfer Ehemaligenverband (VET) Markus Mayer von der Molkerei Zott, Günzburg, einen Preis für seine löbliche Berichtsheftführung.

Andechser Ziegenmilch bei Ministers Hoffest

Schlemmende Gäste, staunende Kinder, zünftige Stimmung – und ein Riesenandrang: Das inzwischen schon traditi-onelle „Hoffest“, zu dem Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in den Schmuckhof seines Ministeriums geladen hatte und das heuer ganz im Zeichen von Schaf und Ziege stand, konnte einen neuen Besucherrekord verbuchen: Mehr als 6.000 Gäste waren gekommen, um regionale Schmankerl zu probieren, Tiere zu erleben und sachkundige Infos zum Thema Landwirtschaft abzurufen. Mit dabei und immer von Schmankerlgästen umringt war auch der Stand mit den Ziegenmilch-Spezialitäten der Andechser Bio-Molkerei Scheitz. Auch der Minister schaute bei seinem Rundgang vorbei und probierte den Ziegenjoghurt, den ihm Standleiterin Erika Lengauer anbot. 

Das Milchland Bayern wird noch bunter

Kreative Künstler, erfreute Bauern und eine begeisterte Öffentlichkeit – die Street-Art-Aktion der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft (LVBM) im letzten Jahr war in vielerlei Hinsicht ein voller Erfolg. Auch 2015 bemalen Künstler in Kooperation mit dem Augsburger Street-Art-Verein „Die Bunten“ sieben Flächen in Bayern. Das Besondere: Die Aktion konzentriert sich auf die bayerischen Ausbildungszentren für Milchberufe in Kempten und Triesdorf. Street-Art-Interessierte können sich am Ende der Aktion über kunstvoll gestaltete Wände an zwei zentralen Orten in Bayern freuen. „Wir wollen, dass sich die Jugend mit Milch und der Milchwirtschaft beschäftigt“, erklärt Dr. Maria Linderer, Geschäftsführerin der LVBM. Das Thema Milch erfährt eine andere Dimension für junge Menschen; die Künstler können sich kreativ an einer außergewöhnlichen Aufgabenstellung ausprobieren.
Die Gestaltung der sieben Kunstwerke findet in den Monaten Mai und Juni statt. Die feierliche Enthüllung der fertigen Gemälde in Kempten erfolgt am 30. Mai im Rahmen eines großen Milchfestivals anlässlich des Internationalen Tages der Milch, der weltweit am 1. Juni gefeiert wird. Die beiden Gemälde in Triesdorf werden am 28. Juni am Johannifest von den Künstlern zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt.    LVBM

Ein Anbau schafft neuen Platz

Als im Herbst 2004 das nagelneue »Milchwirtschaftliche Zentrum Bayern« allmählich zum Leben erwachte, konnte niemand ahnen, dass bereits 2015 ein Erweiterungsanbau notwendig wird. 736 m2 Nutzfläche, verteilt auf vier Etagen, kommen jetzt an der Ostseite des Komplexes hinzu. Das Bauvolumen beträgt rund 2,2 Mio. EUR. Wie Architekt Thomas Meusburger berichtete, wurde bei der Planung der neuen Räumlichkeiten Wert auf größere Flexibilität gelegt. Die Fassade wird an den bestehenden Bau angepasst. Beruhend auf den Erfahrungen mit dem bestehenden Gebäude werden allerdings einige »Justierungen« vorgenommen.
Wie MVAS-Projektleiter Rudolf Seipelt versicherte, wird das gesamte Milchwirtschaftliche Zentrum über den Erweiterungsbau »barrierefrei erschlossen«. MVAS-Vorsitzender Hans Epp hofft, dass der Anbau – 75 % der Räumlichkeiten sind bereits verplant – Ende des Jahres bezogen werden kann. »Die Außenarbeiten werden dann im Frühjahr 2016 abgeschlossen.« Damit sei das »Haus der Milch« für zukünftige Anforderungen gewappnet. Für den Fall der Fälle ließen Statik und Baukörper sogar eine Aufstockung zu.
Weitere Sorgen bereiten dem Milchwirtschaftlichen Verein und damit Vorsitzendem Epp vor allem das Internat der benachbarten Molkereischule. »Der Bau aus den 70er-Jahren entspricht energetisch längst nicht mehr heutigen Erfordernissen. Ausgelegt für rund 110 Molkereischüler, überwiegend in Vierbettzimmern ohne eigene Sanitäreinheit untergebracht, wird die Kapazitätsgrenze immer wieder überschritten.« Dann sind »innovative Lösungen« gefragt. Kostenfavorit in den Überlegungen ist derzeit die Sanierung des Hochhauses plus zusätzlichen Neubau. Während der Anbau an das »Haus der Milch« vom MVAS geschultert werden muss, sind in Sachen Molkereischulinternat voraussichtlich auch Freistaat und Bund mit im Boot. Und das kann dauern. 

Verbraucher tragen Verantwortung

Den Beitrag der Verbraucher für sichere Lebensmittel hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt betont. Das hohe Maß an Sicherheit der Lebensmittel in Deutschland sei das Ergebnis eines differenzierten Lebensmittelrechts, einer verantwortungsvollen unternehmerischen Tätigkeit und eines risikoorientierten Kontrollsystems, erklärte der Minister anlässlich des Weltgesundheitstages. Ähnlich äußerte sich der Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), Prof. Andreas Hensel. Seiner Einschätzung nach stellen lebensmittelbedingte Infektionen auch in Deutschland eine Gefahr für die Gesundheit dar. Die gute Nachricht sei jedoch, „in den meis-ten Fällen können wir uns mit Hilfe von Hygieneregeln einfach davor schützen“. Lebensmittelbedingte Infektionen könnten vor allem durch tierische Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Milch oder Eier entstehen, die roh verzehrt oder vor dem Verzehr nicht ausreichend erhitzt würden, aber auch durch verunreinigtes Gemüse und Salate, die typischerweise nicht erhitzt würden, erläuterte der BfR-Präsident. Die meisten Krankheitserreger würden abgetötet, wenn Speisen bei der Zubereitung und beim Aufwärmen für zwei Minuten oder länger auf mindes-tens 70 °C erhitzt würden, so Hensel. Um eine Übertragung von Krankheitserregern über Hände, Arbeitsflächen oder Küchenutensilien zu vermeiden, müsse der Kontakt zwischen rohen und verzehrfertigen Lebensmitteln vermieden werden. Auch beim Transport und der Lagerung roher Lebensmittel seien die Hygieneregeln zu beachten.     AgE

Bunte Kühe im niedersächsischen Landwirtschaftsministerium

Wer in diesen Tagen das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Hannover besucht, wird von bunten Kuhbildern begrüßt. 2.005 Kinder aus 105 niedersächsischen Grund- und Förderschulen haben im Rahmen eines Malwettbewerbes der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. (LVN) vielfältige Kunstwerke zum Thema Kuh erstellt. Rund 90 Bilder wurden von einer Jury für die Ausstellung im Ministerium ausgewählt. Landwirtschaftsminister Christian Meyer hob bei der Eröffnung der Ausstellung die Bedeutung von Kühen für das Agrarland Niedersachsen hervor.

Der Malwettbewerb „Wer malt die schönste Kuh?“ wurde im Rahmen des Weltschulmilchtages am 24.9.2014 von der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. (LVN) ins Leben gerufen. Alle niedersächsischen Grund- und Förderschulen wurden zur Teilnahme eingeladen. Bis zum 19. Dezember erhielt die LVN über 2.000 Kuh-Kunstwerke von 105 Schulen, von Postkartengröße bis zu 4,5 m2 großen Werken.

Die Hofkäse-Schule

Schulen in ganz Deutschland haben ab jetzt die Möglichkeit, sich für die vom Verband für handwerkliche Milchverarbeitung e.V. (VHM) entwickelte „Hofkäse-Schule“ anzumelden. Bei diesem Projekt wird Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe 1 die Möglichkeit geboten, in Workshops selber Käse zu machen und dabei gleichzeitig viel Wissenswertes und Informatives über den wertvollen „Rohstoff Milch“ zu erfahren. Ziel des VHM ist es, traditionell hergestellte Hofkäse und Hofmilch-Produkte als wertvolle und naturbelassene Lebensmittel wieder mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken und die Wertschätzung des „Kulturgutes Käse“ zu fördern. Ganz wichtig ist hierbei gerade die Information der jungen Käsegenießer, denen anschaulich gezeigt werden soll, dass Milch und Käse nicht im Supermarkt „wachsen“.
Deshalb hat ein Experten-Team die „Hofkäse-Schule“ erarbeitet, die aus zwei Einheiten besteht: einem praktischen Workshop und einem Lehrmodul, das die praktische Unterrichtseinheit mit Arbeitsmaterialien didaktisch vorbereitet.

DGE veröffentlicht neue Referenzwerte für die Energiezufuhr

Wie viele Kalorien bzw. Energie der Körper verbraucht, variiert von Mensch zu Mensch und auch bei ein und demselben Menschen von Zeit zu Zeit sehr. Die Referenzwerte für die Energiezufuhr sind daher Richtwerte, die als Orientierung dienen und nicht unbedingt auf den Einzelnen zutreffen. Ihre überarbeitete Ableitung erfolgte auf Basis von Berechnungsformeln und aktuellen Referenzmaßen für Körpergewicht und -größe in Deutschland. Für Erwachsene wird ein mittlerer Body Mass Index (BMI) von 22 zugrunde gelegt, das entspricht einer täglichen Energiezufuhr von 2 300 kcal für Männer und 1 800 kcal für Frauen im Alter von 25-50 Jahren bei geringer körperlicher Aktivität. Verändert haben sich unter anderem die Richtwerte für Schwangere.
In der Schwangerschaft brauchen Frauen zusätzlich Energie – jedoch nicht von Anfang an. Schwangere müssen also nicht für Zwei essen. Ab dem 4. Monat ist der Richtwert für die Energiezufuhr um 250 kcal pro Tag erhöht. Das entspricht z.B. einer Scheibe Vollkornbrot mit Margarine und Käse. Ab dem siebten Monat erhöht sich der Richtwert um 500 kcal pro Tag. Viele Schwangere sollten ihre Energiezufuhr trotzdem nur geringfügig bzw. gar nicht erhöhen. Denn die Richtwerte für die zusätzliche Energiezufuhr gelten nur für Schwangere mit Normalgewicht vor der Schwangerschaft, mit einer wünschenswerten Gewichtsentwicklung (Körpergewichtszunahme von 12 kg bis zum Ende der Schwangerschaft) sowie mit unverminderter körperlicher Aktivität. Bei übergewichtigen Frauen oder Frauen mit eingeschränkter körperlicher Aktivität ist der Mehrbedarf an Energie während der Schwangerschaft geringer. Bei ihnen muss die zusätzliche Energiezufuhr individuell angepasst werden.

Meyer für Boni-Mali-Modell zur Milchmengenregulierung

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer steht einem Instrument des freiwilligen Produktionsverzichts gegen Ausfallentschädigung auf dem Milchmarkt aufgeschlossen gegenüber. Auf eine entsprechende Anfrage des CDU-Abgeordneten Helmut Daman-Tamke zum Milchmarkt erklärte Meyer, dass sich Niedersachsen auf vielen Ebenen für bessere und faire Erzeugerpreise einsetze und innovative Ansätze zur Mengenregulierung begrüße. Konkret nannte der Minister dabei den Vorschlag des französischen EVP-Europaabgeordneten Michel Dantin, wonach Milcherzeugern im Krisenfall für eine Produktionsverringerung von wenigstens 5 % finanziell belohnt werden sollten, für eine Ausdehnung von 5 % oder mehr hingegen bestraft. Meyer wies außerdem darauf hin, dass sich die niedersächsische Forderung nach einem Marktmonitoring bereits in der von der EU-Kommission umgesetzten Marktbeobachtungsstelle niedergeschlagen habe. Eine derartige Stelle müsse anhand aktueller und gemeldeter Daten und Indizes in der Lage sein, hieraus verlässliche Entwicklungen und Markttrends abzuleiten, damit die Kommission dann unverzüglich über gegebenenfalls einzuleitende Maßnahmen entscheiden könne.
Ohne ein geeignetes Kriseninstrumentarium könne die finanzielle Situation jedoch bei zu niedrigen Erzeugerpreisen schnelle existenzbedrohende Ausmaße annehmen, warnte Meyer. Darüber hinaus müssten die sehr ungleich verteilten Machtverhältnisse zwischen Handel, Verarbeitern und Milcherzeugern durch Maßnahmen, die die Position der Milchproduzenten stärkten, einander angenähert werden.     AgE  

Brüssel erwägt Möglichkeiten zur Stundung der Superabgabe

Angesichts der erwartungsgemäß hohen Superabgabe im letzten Milchquotenjahr 2014/15 prüft die Europäische Kommission die Forderung mehrerer EU-Mitgliedstaaten, überliefernden Milcherzeugern die Begleichung der Strafe in Etappen zu gestatten. Ein interner Entwurf wird zwischen den Dienststellen abgestimmt. Danach steht es den Mitgliedstaaten frei zu entscheiden, ob die Molkereien die fällige Superabgabe zinslos in drei jährlichen Tranchen jeweils vor dem 1. Oktober 2015, 2016 und 2017 zahlen können. Die Mitgliedstaaten sollen dabei sicherstellen, dass die Regelung den Milcherzeugern zugutekomme. Dies würde praktisch auf eine staatliche Beihilfe hinauslaufen, denn die Pflicht der Regierungen, die insgesamt angefallene Superabgabe vor dem 30. November 2015 auf einen Schlag an den EU-Haushalt zu überweisen, würde von der Verordnung nicht berührt. Der irische Landwirtschaftsminister Simon Coveny hatte bereits zuvor erklärt, dass Brüssel diesen Schritt ins Auge fasse. „Die Kommission hat angedeutet, dass sie gerne bereit ist, Landwirten zu gestatten, die gegenüber den Molkereien eventuell angefallene Superabgabe über einen Zeitraum von mehreren Jahren zu begleichen”, erklärte Coveney vor dem irischen Parlament in Dublin. Das Bundeslandwirtschaftsministerium, das sich monatelang erfolglos für eine Anpassung der Fettkorrektur zur Verringerung der Superabgabe eingesetzt hatte, stand einer Tranchierung der Strafzahlungen zuletzt kritisch gegenüber. Agrarstaatssekretär Dr. Robert Kloos hatte am Rande des jüngsten Agrarrats im Januar eine Stundung der Überschussabgabe durch die Molkereien als „keinen erfolgversprechenden Ansatz“ bezeichnet.     AgE