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Aktuelles

Biomilchpreise bröckeln

Die Preise für Biomilch sind im März leicht zurückgegangen. Wie eine Erhebung des Verbandes Bioland bei bundesweit 38 Ökomolkereien zeigt, lag der durchschnittliche Nettoerzeugerpreis für ein Kilogramm Biomilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß inklusive Zu- und Abschlägen ab Hof im Berichtsmonat bei 48,7 Cent und damit um 0,2 Cent unter dem Niveau des Februars. Dabei blieben laut Bioland die Milcherzeugerpreise im Norden mit 47,5 Cent/kg stabil; sie gaben aber im Süden um 0,4 Cent auf 49,3 Cent/kg nach. Auch die Emmentaler Milch erlöste im März mit 53,1 Cent/kg weniger als im Vormonat, und zwar 0,8 Cent. Für die folgenden Monate rechnet Bioland, nicht zuletzt wegen der steigenden Milchmengen aus ökologischer Erzeugung, mit weiteren saisonalen Preisabschlägen. Anfang Mai hatte der Discounter Aldi seinen Verkaufspreis für Biomilch um 4 Cent/l gesenkt. Im Vergleich zum „normalen Milchmarkt“ fallen die Erzeugerpreisabschläge für Biomilch, die sich von Januar bis März 2018 insgesamt auf 0,3 Cent/kg beliefen, aber sehr moderat aus. Die konventionellen Milchproduzenten mussten im selben Zeitraum bereits einen Erlösrückgang für ihre Standardmilch von 2,9 Cent auf 32,6 Cent/kg verkraften. Der Preisabstand zwischen biologisch und normal erzeugter Milch ist damit weiter gewachsen und belief sich zuletzt auf 16,1 Cent/kg. Im Jahresdurchschnitt 2017 hatte dieser Preisunterschied der Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft (BLE) zufolge bei 12,94 Cent/kg gelegen, wobei für ökologisch erzeugte Kuhmilch 49,13 Cent/kg und für konventionelle 36,19 Cent/kg gezahlt worden waren. AgE

EU fördert regionale Biomilchproduktion mit fast 800 000 Euro

Die Europäische Union stellt mehr als 760 000 Euro im Rahmen des dreijährigen Förderprojektes „Jugendvereinigung für Biobusiness“ in der Stadt Baraniwka in der Oblast Schytomyr bereit. Wie die Kiewer Regierung auf ihrem Informationsportal www.decentralization.gov.ua erklärte, wird das im Ökosektor aktive ukrainische Agrarunternehmen Galeks-Agro unter anderem 190 000 Euro für den Bau eines Biobauernhofes beisteuern. Laut der stellvertretenden Bürgermeisterin von Baraniwka, Oksana Zagorska, basiert die Entwicklungsstrategie auf der Biomilchproduktion, auf Innovationen und auf der Einbeziehung junger aktiver Bürger. Neben dem Biobauernhof sollen eine Käserei, eine Schulwerkstatt, Gewächshäuser sowie ein Handels- und Ausbildungszentrum entstehen. „Für die Biokäserei wurde bereits die Kooperative ‚Milka’ registriert. Mitglieder sind private Haushalte mit Kühen“, so Zagoska. Ziel sei es, den Wert der erzeugten Milch zu steigern. Darüber hinaus sollen Jugendliche unter anderem im Unterglas-Bioanbau und in der Holzverarbeitung ausgebildet werden. Für Jungunternehmer seien Businesskurse vorgesehen. Der Stadtrat habe bereits die erste EU-Auszahlung von 600 000 UAH (18 509 Euro) erhalten. AgE

Umrechnungskurs: 1 UAH = 0,0308 Euro

Berechnungen weisen wieder auf Verluste der Milcherzeuger hin

Konventionell wirtschaftende Milchbauern machen nach Berechnungen des Büros für Agrarsoziologie und Landwirtschaft (BAL) seit Jahresbeginn wieder größere Verluste. Wie die MEG Milch Board mitteilte, standen diesen Berechnungen zufolge im Januar 2018 einem durchschnittlichen Milchpreis von 36,75 Cent/kg Produktionskosten von 41,81 Cent/kg gegenüber. Damit habe die Kostendeckung nur noch bei 88 % gelegen. Steigende Milcherzeugungskosten waren laut der MEG zuletzt von fallenden Milchpreisen begleitet. So habe der Milcherzeugerpreis seit Oktober 2017 um 3,6 Cent nachgegeben, während sich die Produktionskosten um 0,51 Cent erhöht hätten. Innerhalb eines Quartals habe sich damit die Unterdeckung der Milcherzeugungskosten von 2 % auf 12 % vergrößert. Der Vorstandsvorsitzende der MEG Milch Board, Peter Guhl, äußerte die Befürchtung, dass die Milchmengen zunächst weiter zunehmen und die Talsohle bei den Preisen mit großer Wahrscheinlichkeit noch nicht erreicht ist. Zudem belaste immer noch ein riesiger Magermilchpulverberg in der EU den Markt. Notwendig seien Reformen des Milchmarktes, die aber die Molkereiwirtschaft nicht wolle, so Guhl. Dabei lägen gute Vorschläge auf dem Tisch, wie beispielsweise das Marktkrisen-Management-Konzept des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM). Laut Angaben der Vizepräsidentin des European Milk Board (EMB), Sieta van Keimpema, ist die Lage auf dem Milchmarkt in der ganzen EU problematisch. In den Niederlanden hätten die Milchpreise pro Kilogramm im März bei durchschnittlich 35,50 Cent, in Frankreich bei 34,22 Cent und in Belgien bei nur 31,97 Cent gelegen, die Produktionskosten jedoch jeweils über der Marke von 40 Cent. Van Keimpema kritisierte, dass die EU-Politiker die Schieflage akzeptierten und keine Anstalten machten, die Situation langfristig zu stabilisieren. „Das entspricht in keinster Weise dem Auftrag, den der Vertrag von Lissabon an die Politik gibt. Hier heißt es in Artikel 39, dass der landwirtschaftlichen Bevölkerung eine angemessene Lebenshaltung gewährleistet werden soll“, betonte die EMB-Vizepräsidentin. Sie forderte, dem Preisverfall durch Übermengen mit dem Marktverantwortungsprogramm (MVP) zu begegnen. AgE

Kaniber fordert rasche Modernisierung der Milchlieferbeziehungen

Aus Sicht von Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber muss sich die Milchbranche im Freistaat noch besser auf Marktschwankungen vorbereiten. „Bayern ist Milchland und muss es auch künftig bleiben“, betonte die Ministerin bei einem Treffen mit Vertretern von Molkereien und Milcherzeugern am 13.4. in München. Deshalb seien die Marktpartner gefordert, ihre Lieferbeziehungen rasch zu modernisieren. Kaniber appellierte an die Branche, sich gemeinsam auf Verträge zu verständigen, in denen Laufzeit, Menge und Kaufpreis festgeschrieben sind. Bislang garantiere die Molkerei in der Regel die Abnahme der Milch; die Preise würden aber erst im Nachhinein festgesetzt. Dies führe gerade im Krisenfall dazu, dass Marktsignale zu spät wahrgenommen und dann Milchmengen erzeugt würden, die nicht zu vernünftigen Preisen zu verwerten seien. „Nur über konkrete Mengenvereinbarungen können wir das Problem eines zu hohen Milchangebots in den Griff bekommen“, erklärte Kaniber. Mit Blick auf die Steigerung der Milchmengen in fast allen EU-Ländern mahnte die Ministerin zur Eile: „Wir brauchen jetzt sehr schnell solche freiwilligen Vereinbarungen, um Marktverwerfungen wirksam vorzubeugen.“ Wenn die Branche nicht rasch selbst aktiv werde, seien gesetzliche Vorgaben nach den neuen Möglichkeiten des EU-Rechts zu prüfen. Bayern jedenfalls werde bereits bei der nächsten Agrarministerkonferenz (AMK) in Münster einen entsprechenden Beschlussvorschlag einbringen. Neben Erzeugern und Molkereien sieht Kaniber auch den Lebensmitteleinzelhandel gefordert. „Unsere Bauern sind auf faire Vertragsabschlüsse angewiesen, die ihnen auskömmliche Preise und Raum für Zukunftsinvestitionen ermöglichen“, unterstrich die Ministerin. Schließlich liege es auch im Interesse des Handels, die bäuerliche Milchviehhaltung, wie sie gerade in Bayern typisch sei, in ihrer ganzen Vielfalt zu erhalten. Ausgesprochen positiv sieht die Ressortchefin in diesem Zusammenhang den aktuellen Vorschlag der EU-Kommission, die Marktmacht des Lebensmittelhandels zu beschränken. Die Erzeuger seien immer das schwächste Glied in der Wertschöpfungskette; es werde höchste Zeit, das zu ändern. AgE

Ernährungsbranche muss um Nachwuchs buhlen

Bei der Suche nach Arbeitskräften kommen dem Arbeitsklima und einem vertrauensvollen Miteinander neben einer angemessenen Entlohnung eine immer größere Bedeutung bei. Darin waren sich mehr als 200 Fachleute einig, die sich zum Norddeutschen Ernährungsgipfel in Warnemünde trafen. Organisator des Gipfels war der Verein Agrarmarketing Mecklenburg-Vorpommern (AMV). Auch die Sozialleistungen derUnternehmen spielen den Experten zufolge eine wachsende Rolle; dazu gehörten beispielsweise ein betriebliches Gesundheitsmanagement, günstige Einkaufsmöglichkeiten im Fabrikverkauf, die Übernahme von Tickets für öffentliche Verkehrsmittel und die Gewährung von Tankgutscheinen sowie die finanzielle Unterstützung des Mittagstisches und der Kinderbetreuung in  Einrichtungen oder sogar eigene Kindereinrichtungen und Wohnunterkünfte unter der Woche. Als Gründe für Probleme bei der Besetzung offener Stellen wurden laut AMV neben dem Fehlen von Mobilität und der notwendigen Qualifikation sowie der geringen Attraktivität bestimmter Berufsbilder oder auch des Arbeitgebers unattraktive Arbeitsbedingungen und der demografische Wandel genannt. Möglichkeiten zur Entlastung werden von Arbeitsmarktexperten in der Reduzierung der Ausbildungsabbrüche, einer Erhöhung der Beschäftigung von Frauen sowie von Menschen über 55, der Erhöhung des Arbeitszeitvolumens bei Teilzeitbeschäftigten sowie im Vorantreiben von Aus- und Weiterbildung gesehen. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe betonte, wichtig sei es, „die Herausforderungen aktiv anzugehen, um im Wettbewerb mit anderen weiter vorn mithalten zu können“. Er machte darauf aufmerksam, dass Unternehmen für die Kompetenzfeststellung der Beschäftigten, die Analyse des Qualifizierungsbedarfs der Arbeitsplätze und für die berufliche Qualifizierung ihrer Beschäftigten einen externen Dienstleister beauftragen könnten. Das werde vom Land mit 50 % der förderfähigen Kosten unterstützt. Die Höchstförderung könne bis zu 100 000 Euro pro Förderfall betragen, erklärte Glawe. Auch gebe es die Möglichkeit, Bildungsschecks zu beantragen. Zudem würden kleine undmittlere Betriebe bei der Einstellung vonHochschulabsolventen mit technischem Hochschulabschluss unterstützt.

Südtiroler Milchwirtschaft sieht in Italien noch Absatzpotential

Die Südtiroler Milchwirtschaft will ihre Aktivitäten auf dem gesamtitalienischen Markt ausbauen und vor allem mit Joghurts und Heumilch punkten. Wie die Regierung der autonomen Provinz in Norditalien nach einem Treffen mit den Obmännern der Milchhöfe Südtirols und Vertretern des Sennereiverbandes am 27.3. mitteilte, müssen dafür aber allerdings auch die Mengen produziert werden, die der Markt verlangt. Anderenfalls suchten sich die Handelsketten Lieferanten aus dem Ausland. Die Provinzregierung verwies auf die neu aufgelegten Förderkriterien mit Mindest- und Höchst-Großvieheinheiten-Besätze „quer durch alle Förderbereiche“. Diese seien eingeführt worden, um die flächengebundene Landwirtschaft zu stärken und gleichzeitig übermäßige Futtermitteltransporte sowie einen zu hohen Anfall an Wirtschaftsdünger zu vermeiden. Rund 70 % der milchviehhaltenden Betriebe in Südtirol sind den Angaben zufolge Nebenerwerbsbetriebe. Gemeinsam mit den Vollerwerbsbetrieben bildeten sie das Rückgrat der Milcherzeugung Südtirols und trügen gleichzeitig zum Erhalt des Landschaftsbildes und damit zum Erfolg des Tourismus bei, betonte Landwirtschaftslandesrat Arnold Schuler. Ohne die kleinen Bergbauernbetriebe wäre beides nicht möglich. Schuler warb für eine weitere Produktdifferenzierung und eine konsequente Qualitätsstrategie. Insbesondere Heumilch sollte als typisches Südtiroler Erzeugnis im italienischen Markt etabliert werden. Der Südtiroler Anteil am italienischen Joghurtmarkt konnte laut Regierungsmeldung zuletzt deutlich gesteigert werden und macht mittlerweile etwa die Hälfte des italienischen Joghurtmarktes aus. Die Vertreter der Milchwirtschaft stellten fest, dass die Branche mit der jüngsten Entwicklung insgesamt zufrieden sei. Die Investitionen im Zeitraum von 2014 bis 2020 sollten sich auf mehr als 100 Mio Euro belaufen, wobei etwa ein Drittel mit Mitteln der Ländlichen Entwicklung gefördert werde. Größere Investitionen seien vor allem im Hinblick auf das Tierwohl geplant. AgE

Fonterra macht Verluste und trennt sich vom Geschäftsführer

Der neuseeländische Milchgigant Fonterra hat in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2017/18 zwar den Umsatz gesteigert, gleichzeitig aber einen großen Verlust eingefahren. Wie das Unternehmen mitteilte, legten die Erlöse im Zeitraum vom 1. August 2017 bis zum 31. Januar 2018 gegenüber der Vorjahresperiode um 6,5 % auf 9,84 Mrd NZ$ (5,77 Mrd Euro) zu. Das Umsatzplus resultiert allein aus höheren Verkaufspreisen, während die Absatzmenge um 6,0 % auf 2,00 Mio t rückläufig war. Beim Gewinn nach Steuern muss der Molkereikonzern jedoch einen Verlust von 348 Mio NZ$ (204 Mio Euro) verkraften; im Vorjahreshalbjahr war noch ein Profit von 418 Mio NZ$ (245 Mio Euro) erwirtschaftet worden. Das Minus in den Geschäftszahlen ist laut Fonterra vor allem eine Folge einmaliger Sonderbelastungen. So musste wegen einer Rückrufaktion des Molkenproteinkonzentrats (WPC80) im August 2013 jetzt eine Schadensersatzleistung von 183 NZ$ (107 Mio Euro) an Danone gezahlt werden. Noch schwerer wog die Wertberichtigung der Beteiligung an dem kränkelnden chinesischen Hersteller von Milchprodukten Beingmate Baby & Child Food, die mit insgesamt mehr als 400 Mio NZ $ (234 Mio Euro) zu Buche schlug. Vor dem Hintergrund dieser schwachen Zahlen kündigte Fonterra an, dass Hauptgeschäftsführer Theo Spierings bis Jahresende das Unternehmen verlassen werde. Überdies wurde Spierings von Erzeugerseite vorgeworfen, „keinen Draht“ zu den Milchfarmern zu finden. Allerdings gab es für die genossenschaftlichen Milchlieferanten von Fonterra auch eine gute Nachricht, denn das Unternehmen erhöhte seine Prognose für den Auszahlungspreis. Dieser soll in der Saison 2017/18 bei 6,55 NZ$ (3,84 Euro) pro Kilogramm Milchfeststoff liegen und damit das Vorjahresniveau um 7 % übertreffen. Die Genossenschaftsmitglieder müssen jedoch Abstriche bei der Dividende machen. Einschließlich dieser Vergütung dürfte der Milchpreis je Feststoffeinheit zwischen 6,80 NZ$ (3,98 Euro) und 6,90 NZ$ (4,04 Euro) liegen und damit das dritthöchste Niveau der vergangenen zehn Jahre erreichen. Aufgrund der ungünstigeren Witterungsbedingungen rechnet Fonterra für 2017/18 damit, nur noch 1,48 Mio t Milchfeststoff zu verarbeiten; das wären 3 % weniger als im Vorjahr. AgE

Umrechnungskurs: 1 NZ$ = 0,586 Euro

Kerrygold bei Stiftung Warentest

Im veröffentlichten Butter-Test der Stiftung Warentest sind zwei Butter-Produkte von Kerrygold getestet worden. Dabei bekam die bekannte klassische Kerrygold Butter in der goldenen Verpackung von der Stiftung Warentest eine sehr gute mikrobiologische Beurteilung und das Gesamturteil GUT. Die Original Irische Süßrahmbutter von Kerrygold mit der gelben Folien-Verpackung ist aufgrund einer zu hohen Keimzahl abgewertet worden. Diese Untersuchung fand im November 2017 statt.

Stellungnahme Ornua Deutschland GmbH:

"Nach Bekanntwerden der kritischen Beurteilung haben wir sofort nochmals die Dokumentation über die Produktion des entsprechenden Tages geprüft. Alle unsere Produkte werden in regelmäßigen Abständen hinsichtlich unterschiedlichster Qualitätskriterien kontrolliert und die Ergebnisse protokolliert. Daher können wir bestätigen, dass die Süßrahmbutter mit dem untersuchten Mindesthaltbarkeitsdatum unser Haus in einem einwandfreien Zustand verlassen hat. Auch alle anderen Produkte, die an diesem Tag hergestellt worden sind, waren zu 100 % in Ordnung. Deswegen halten wir es für wahrscheinlich, dass bei den von der Stiftung Warentest untersuchten Produkten eine Unterbrechung der Kühlkette zu dieser erhöhten mikrobiologischen Belastung geführt hat. Produkte mit dem getesteten Mindesthaltbarkeitsdatum sind seit November 2017 nicht mehr im Markt.
 
Kerrygold steht jederzeit für hervorragende Produktqualität und ist höchsten Qualitätsstandards verpflichtet. Alle Produkte werden vor Verlassen des Hauses eingehend geprüft. Erst in diesem Monat ist unsere Produktionsstätte erneut nach den höchsten internationalen Lebensmittelstandards vom TÜV Rheinland geprüft worden.
 
Den von der Stiftung Warentest formulierten Vorwurf der mangelnden Produktionshygiene weisen wir eindeutig zurück. Lebensmittelproduzenten werden regelmäßig sehr genau auf Hygienestandards überprüft. Die letzte Hygieneüberprüfung fand in unserem Betrieb im Februar 2018 statt und wurde ohne jegliche Beanstandung abgeschlossen. Produktqualität wird im Hause Kerrygold großgeschrieben und ist die Basis unseres langjährigen Erfolgs auf dem deutschen Markt. Daher können Sie auch in Zukunft unseren Produkten ohne Einschränkung vertrauen."

EU-Hilfspaket während der Milchmarktkrise nahezu wirkungslos

Ernüchternd fällt die wissenschaftliche Evaluierung des im Herbst 2016 im Zuge der Milchmarktkrise von der Europäischen Kommission beschlossenen Hilfspakets für die Milcherzeuger aus. Nach einer Studie des Thünen-Instituts (TI) für Marktanalyse war die Wirkung des EU-Milchmengenverringerungsprogramms und der Milchsonderbeihilfe mit Mengendisziplin nur gering. Die Wissenschaftler Dr. Sascha A. Weber und Andrea Rothe kommen in ihrer über 100-seitigen Publikation zu dem Schluss, „dass der Milchmarkt und seine Kräfte prinzipiell auch ohne staatliche Eingriffe funktionieren“. Bereits vor Inkrafttreten der Hilfsmaßnahmen hätten die deutschen Milcherzeuger auf das niedrige Preisniveau am Milchmarkt reagiert und ihre Erzeugung eingeschränkt. Nachdem allmählich eine Markterholung eingesetzt habe, sei es offenbar für viele Milcherzeuger betriebswirtschaftlich sinnvoller gewesen, ihre Erzeugung nicht einzuschränken beziehungsweise nicht stabil zu halten. Dies war aber die Voraussetzung, um in den Genuss der Beihilfen zu kommen. Lediglich 7,9 % der deutschen Milcherzeuger hätten an beiden Maßnahmen teilgenommen, stellen Weber und Rothe fest. „Gemessen an der geringen Teilnahmebereitschaft und dem marktkonformen Verhalten der Milcherzeuger stellt sich die Frage nach der Notwendigkeit politischer Eingriffe in den Markt“, heißt es in der Analyse der Braunschweiger Wissenschaftler.

Teilnahme in Bayern sehr niedrig

Nach der Thünen-Analyse haben in Deutschland 13,4 % der Milcherzeuger an der Milchmengenverringerungsmaßnahme teilgenommen. Überraschend sei die Teilnahmebereitschaft der bayerischen Milcherzeuger bundesweit nach Hamburg am geringsten gewesen. Maßgeblich zur Verringerung der deutschen Milchmenge um rund 28 % im Rahmen dieser Maßnahme hätten größere Milchviehbetriebe in Ostdeutschland beigetragen. Als gravierend erscheint der Studie zufolge zudem das Problem der Mitnahmeeffekte. Annähernd 40 % der tatsächlichen Milchmengenverringerung in Deutschland sei durch die Aufgabe der Milcherzeugung erzielt worden. Mit rund 8,8 Mio Euro seien etwa 28 % der mit dieser Maßnahme ausgezahlten Beihilfe an aussteigende Betriebe gegangen.

Preissignale des Marktes stärker

Rund 35 % der deutschen Milcherzeuger haben sich laut der Thünen-Studie an der Milchsonderbeihilfe mit Mengendisziplin beteiligt. Angesichts der teilweise emotionalen öffentlichen Diskussion über die schwierige finanzielle Situation vieler Milcherzeuger erscheine dieser Anteil gering. Für Weber und Rothe ist das angesichts der niedrigen Ausgangsvoraussetzung zur Teilnahme verwunderlich. Die Milchsonderbeihilfe sei direkt auf die Milchmengenverringerungsmaßnahme gefolgt, bei der die Menge bereits habe reduziert werden müssen. Eine Beibehaltung der Milchmenge hätte nach Einschätzung der Autoren den Erzeugern eigentlich leicht fallen müssen. Offenbar hätten die Preissignale des Marktes die Mehrzahl der Milchbauern jedoch dazu bewogen, eher von den wieder steigenden Marktpreisen zu profitieren als ihre Menge konstant zu halten und so in den Genuss der Milchsonderbeihilfe zu kommen. AgE

Fonterra steigt bei deutschem Eiweiß-Startup ein

Der neuseeländische Molkereikonzern Fonterra will beim deutschen Food-Startup-Unternehmen foodspring einsteigen. Wie foodspring gegenüber AGRA-EUROPE bestätigte, sollen von Fonterra und den Altgesellschaftern, das sind der Medienkonzern Ringier und der Venture Capital Fund btov, insgesamt 22 Mio Euro in das Unternehmen fließen. Das Investment muss allerdings noch durch das Bundeskartellamt freigegeben werden. Welchen Anteil am Unternehmen Fonterra durch den Deal erhält, wurde von foodspring offengelassen. Das Berliner Startup-Unternehmen wurde 2013 gegründet. Es stellt sogenannte funktionale Lebensmittel wie Fitness- und Sportlernahrung oder Proteinshakes her und verzeichnet starke Wachstumsraten. Für die Herstellung von Proteinpulvern und -riegeln gab es laut Unternehmensangaben bereits Geschäftsbeziehungen zwischen Fonterra und foodspring, die nun vertieft werden sollen. Mit Hilfe des Investments will foodspring sich weiter internationalisieren und unter anderem auch auf dem US-Markt aktiv werden. Außerdem wollen die Gründer stärker auf dem Verkauf im herkömmlichen Lebensmitteleinzelhandel setzen. Die für Innovationen zuständige Fonterra-Managerin Judith Swales hofft, dass sich durch die Partnerschaft neue Geschäfts- und Marktentwicklungsmöglichkeiten im Hochpreissegment für die neuseeländische Genossenschaft ergeben. „Fonterra ist ein weltweit führender Anbieter von Proteinen und hochwertigen, fortschrittlichen Inhaltsstoffen. Die strategische Partnerschaft mit foodspring wird unsere Entwicklung in dieser Kategorie beschleunigen, indem wir einen direkten Zugang zu einem neuen Konsumentensegment erhalten“, erklärte Swales. Sie hob hervor, dass das Unternehmenswachstum von foodspring auch auf dem starken Direktkontakt zum Endverbraucher sowie den Ernährungs- und Gesundheitstrainern basiere. AgE

Milchwirtschaft weiterhin besorgt über Auswirkungen des Brexits

Der Milchindustrieverband (MIV) zeigt sich weiterhin besorgt über die möglichen Auswirkungen des Brexits auf die deutsche und europäische Milchindustrie. Auf dem jährlichen Milchgipfel in Brüssel musste der MIV nach eigenen Angaben „ernüchtert“ feststellen, dass derzeit die Ergebnisse der Verhandlungen noch nicht vorliegen und die Vorbereitungen auf mögliche Austrittsszenarien umso schwerer fallen. Bence Toth, Mitglied in der Brexit-Verhandlungsgruppe der EU-Kommission rund um den Chefverhandler Michel Barnier, stellte auf dem Gipfel fest, dass kurzfristig keine weiteren Informationen vorliegen würden. Der Ungar zeigte zwar Verständnis für das Interesse der Wirtschaft an einem „weichen“ Brexit, er verwies aber auf die Bedeutung der Verhandlungsergebnisse auch für andere Mitgliedstaaten oder Drittländer. Die Briten könnten nach dem Verlassen der EU nicht besser gestellt sein als zum Beispiel die Länder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) - dem gehören die EU-Länder sowie Norwegen und Island an. Solange sich das Vereinigte Königreich nicht dem EWR anschließe, könne ihm auch nicht der gleiche Status wie Norwegen eingeräumt werden. Am 30. März 2019 wird Großbritannien zum Drittland. Allerdings ist eine Übergangsfrist bis Ende 2020 geplant. Bis dann soll es nach jetzigem Stand keine Änderungen geben. Der MIV-Vorsitzende Peter Stahl betonte das große Interesse der deutschen Molkereiwirtschaft an „sachgetragenen Lösungen“. Dabei gehe es nicht nur um Zollfragen, sondern auch um Regelungen im Veterinär- oder Markenrecht, erklärte Stahl. Die Milchindustrie als exportstarke Branche sei an praktikablen Lösungen interessiert. Gerade der britische Markt habe für Kontinentaleuropa eine besondere Bedeutung.

Derweil verwies Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk auf die Gefahr hin, dass das Vereinigte Königreich nach dem Austritt anderen Drittländern einen leichteren Marktzugang als den EU-Mitgliedstaaten gewähren könnte. Dies könnte zu Marktanteilsverlusten für die EU-27-Staaten führen. Der EVP-Agrarpolitiker Norbert Lins gab hingegen zu bedenken, dass die britischen Landwirte nach dem Brexit jährlich 5,2 Mrd Euro an Zahlungen aus der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) verlieren würden. Der Direktor des Thünen-Instituts (TI), Prof. Martin Banse, wies darauf hin, dass bereits jetzt die Märkte von der großen Unsicherheit eines klaren Verhandlungsausgangs geprägt seien. Schon heute seien aufgrund dessen Exportrückgänge zu verzeichnen. Laut seinen Berechnungen dürften sich die deutschen Handelsüberschüsse in Zukunft etwa halbieren. Derweil bekräftigte Peter Giortz-Carlsen von Arla Foods seinen Wunsch nach einem Freihandelsabkommens mit Großbritannien, das den Handel so wenig wie möglich belaste. AgE

Österreichs Milchwirtschaft mahnt zur Vorsicht bei Handelsabkommen

Vor den negativen Auswirkungen internationaler Handelsabkommen hat die österreichische Milchwirtschaft gewarnt. Nur Vereinbarungen, welche die Zukunft der heimischen Milchwirtschaft in den Regionen unterstützten, sollten abgeschlossen werden, und keinesfalls dürften die Milchbranche und ihre hohen Standards dadurch gefährdet werden, mahnte der Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter (VÖM), Helmut Petschar, mit Blick auf die derzeit laufenden Verhandlungen über Handelsabkommen der Europäischen Union mit Drittländern. „Die österreichische Milchwirtschaft sieht den Außenhandel von Milch- und Milchprodukten als Chance“, stellte Petschar klar. Mit ihrer Qualitätsstrategie habe die Branche im Ausland bisher gute Erfolge erzielt, denn fast die Hälfte der Milchprodukte werde exportiert. Alle Beteiligten seien bemüht, die „Erfolgsstory der Milchexporte“ durch eine konsequente Qualitätsstrategie weiterzuführen und erwarteten dazu faire Abkommen sowie eine ehrliche Vorgangsweise beim Lebensmittelhandel und den Verbrauchern, betonte der VÖM-Präsident. Für die Konsumenten müsse es beispielsweise Informationen über entsprechende Standards für die angebotenen Produkte geben, forderte Petschar. Zudem sollte der Anspruch gegeben sein, dass nur Ergebnisse mit entsprechend gleichwertigen Umwelt- und Sozialstandards importiert würden. Mit besonderer Besorgnis schaue die österreichische Milchwirtschaft auf ein mögliches Abkommen mit Australien und Neuseeland, und auch bei den Mercosur-Verhandlungen und anderen internationalen Abkommen sei Vorsicht geboten. Eine besondere Verantwortung sieht der Verbandspräsident bei den Akteuren im heimischen Handel und in der weiterverarbeitenden Industrie. So könnten erwünschte Qualitätsstandards nur dann gesichert werden, wenn diese auch ehrlich abgegolten würden, betonte Petschar. Es dürften nicht bei jeder Gelegenheit für inländische Produkte mit höchster Qualität aufgrund internationaler Preisentwicklungen Preisrücknahmen eingefordert werden, gleichzeitig aber immer höhere Standards in Österreich verlangt werden, die aber bei Importen kein Thema seien. AgE

EEX verzeichnet kräftiges Wachstum beim Handel mit Milcherzeugnissen

Der Handel mit Futures auf Milcherzeugnisse an der Warenterminbörse European Energy Exchange (EEX) in Leipzig hat 2017 kräftig zugenommen. Wie die EEX am Dienstag vergangener Woche (16.1.) mitteilte, wurde mit 27 564 gehandelten Kontrakten mit einem Warenäquivalent von 137 820 t ein neuer Jahresrekord erzielt. Im Vergleich zu 2016 bedeutete das eine Steigerung um 71 %. Der Zuwachs erstreckte sich über alle Produktgruppen. Am deutlichsten fiel das Plus aber bei Butter aus; hier verdreifachte sich das Handelsvolumen annähernd auf 14 233 Kontrakte. Bei Molkenpulver fiel der Anstieg ebenfalls deutlich aus, auch wenn nur 1 739 Futures den Besitzer wechselten. Hier war der Handel im Vorjahr praktisch nicht vorhanden gewesen. An Magermilchpulver wurden 11 592 Kontrakte umgesetzt, das entsprach einem Plus von knapp 11 %. AgE

Preise am globalen Milchmarkt deutlich gestiegen

Der Start ins neue Jahr ist am Weltmarkt für Milcherzeugnisse von weiter steigenden Preisen geprägt. Bei der Auktion an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) konnte der zusammenfassende Preisindex der sechs gehandelten Standardmilchprodukte am Dienstag vergangener Woche (16.1.) gegenüber der Versteigerung von Anfang Januar um 4,9 % zulegen; zum Jahresauftakt war Index bereits um 2,2 % geklettert. Eine Rolle dürfte dabei auch die rückläufige Milchproduktion in Neuseeland gespielt haben. Im Dezember hatte der Molkereikonzern Fonterra seine Prognose für die Milcherzeugung in der Saison 2017/18 aufgrund ungünstiger Witterungsbedingungen auf 1,48 Mio t Milchfeststoff nach unten korrigiert; das wären 3 % weniger als 2016/17. Kürzungen im Angebot an der GDT wurden daraufhin von Fonterra angekündigt. Bei der jüngsten Versteigerung verzeichnete Butter gegenüber dem Jahresbeginn mit 8,8 % auf 4 897 $/t (3 989 Euro) einen regelrechten Preissprung. Aber auch das vom Handelsvolumen her wichtigste Produkt Vollmilchpulver verteuerte sich merklich. Im Mittel aller Liefertermine und Qualitäten erlöste der alleinige Anbieter Fonterra hierfür im Schnitt 3 010 $/t (2 452 Euro); das waren 5,1 % mehr als bei der Auktion vor zwei Wochen, als die Vollmilchpulverpreise bereits um 4,8 % nach oben geschnellt waren. Tiefer in die Tasche greifen mussten die Käufer zuletzt auch für Magermilch, dass sich mit 1 818 $/t (1 481 Euro) im Schnitt um 6,5 % verteuerte. Mehr Geld brachte den Verkäufern auch Cheddarkäse ein, dessen Preis im Vergleich zur Auktion von Anfang Januar über alle Liefertermine hinweg um 5,2 % auf 3 486 $/t (2 839 Euro) stieg. In diesem Bereich lag auch die Wertsteigerung für Labkasein mit 5,5 % auf 4 709 $/t (3 835 Euro), während Butterreinfett mit 2,2 % die schwächste Teuerung aufwies. Nicht angeboten wurden bei der jüngsten Handelsrunde Buttermilchpulver und Laktose. AgE

Umrechnungskurs: 1 $ = 0,8145 Euro

European Milk Board pocht auf Lieferverzicht als reguläres Kriseninstrument

Ein Mengenreduktionsprogramm ist nach Ansicht des European Milk Board (EMB) weiterhin das wirksamste Kriseninstrument und sollte deshalb auf EU-Ebene dauerhaft gesetzlich verankert werden, um die Milchmenge in Krisenzeiten senken zu können. Wie EMB-Präsident Romuald Schaber am vergangenen Donnerstag (18.1.) bei der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin feststellte, hat allein die Ankündigung des Hilfsprogrammes im Jahr 2016 ausgereicht, um die Notierungen steigen zu lassen. Dagegen hätte die davor von der EU-Kommission ergriffenen Maßnahmen kaum Wirkung gezeigt. Millionenschwere Hilfspakete seien geschnürt, die Obergrenzen der Interventionsmengen angehoben worden und Produzentenorganisationen sowie Molkereien hätten die Möglichkeit zur besseren Produktionsplanung bekommen, zählte Schaber auf. Die Wende habe aber erst das Reduktionsprogramm gebracht. Es habe einen wichtigen Beitrag zur Erholung der Milchpreise von 25,68 Cent/l im Juli 2016 auf 34,16 Cent/l im Juli 2017 geleistet und sei aus Sicht der Milcherzeuger zudem unbürokratisch in der Abwicklung gewesen. Der EMB-Präsident verwies auf eine wissenschaftliche Analyse des EU-Mengenreduktionsprogramms, die das EMB in Auftrag gegeben habe. Demnach könnten mit der Maßnahme schon bei geringer Reduzierung der Milchmenge landwirtschaftliche Betriebe erhalten und unterstützt werden. Kritik übte Schaber indes an der Intervention. An sich sei die öffentliche Lagerung ja ein probates Instrument, um saisonbedingte Mehrmengen aufzufangen, räumte der EMB-Präsident ein. Mittlerweile sitze die EU-Kommission aber auf fast 380 000 t Magermilchpulver. Der hohe Interventionsbestand verhindere die dringende Markterholung. Der EMB-Präsident schlägt deshalb alternative Vermarktungs- oder Absatzwege vor, beispielweise als Tierfutter, damit das Magermilchpulver „vom Markt kommt“. Schaber warnte vor einer neuerlichen Milchkrise, die er bereits am Horizont aufziehen sieht. Zuvor sollten sich EU-Kommission und nationale Gesetzgeber besser rüsten. Ein freiwilliger Lieferverzicht müsse dann zeitiger umgesetzt werden und nicht erst, wenn die Preise „total im Keller“ seien, betonte Schaber. Zudem sei eine Deckelung der Produktion nötig, damit die anderen ihre Milchmengen nicht steigerten und die Wirkung des Instrumentes so zu nicht gemacht werde. AgE

Polnische Milchkammer rechnet imzweiten Halbjahr 2018 mit Marktstabilisierung

Das Jahr 2018 dürfte für die europäischen Milchbauern bis in die zweite Hälfte hinein eine Durststrecke bedeuten. Davon geht die Handelskammer des polnischen Milchsektors in einer aktuellen Vorausschau aus.Wie die Milchkammer amvergangenen Mittwoch (10.1.) dazu ausführte, ist das Einsetzen einer preislichen Talfahrt bereits jetzt an den Notierungen im Terminhandel ablesbar. Diese Entwicklung werde sich durch die saisontypische Zunahme des Milchaufkommens auch über den Zeitraum April bis Juni erstrecken. Es sei davon auszugehen, dass sich die Milchfettpreise dann wohl weiter von ihrem Langzeithoch aus dem Jahr 2017 entfernen, wobei ein Preisanstieg nicht vor Ende 2018 zu erwarten sei. Trotz der schlechten Vorzeichen ist die Situation nach Ansicht der Kammer allerdings nicht vergleichbar mit derAusgangslage des Jahres 2015, als
die Quotenregelung ausgelaufen und das russische Importembargo in Kraft getreten war und außerdem die Exporte von Milchprodukten nach China abgenommen hatten. Mittlerweile hätten dieMarktakteure gelernt, mit dem russischen Embargo zu leben, und die Bestände an Milchprodukten in China ließen nicht auf einen baldigen Einfuhrstopp schließen. Allerdings bleibe der Druck, insbesondere auf die Magermilchpulverpreise, aller Voraussicht nach hoch. Die Verkäufe der Interventionsbestände sind bislang in kaum nennenswerten Mengen
erfolgt,weshalb nach Ansicht der polnischen Marktexperten von einem weiteren leichten Rückgang der Erlöse auszugehen ist. Die Industrie erwarte als Lösungsansatz von der Europäischen Union, dass das eingelagerte Pulver für die Verfütterung freigegeben werde. Der weltweite Handel mit Milchprodukten werde in diesem Jahr von sinkenden Lebensmittelpreisen bestimmt werden, so die Prognose der Kammer. In den USA gehe der Verbrauch zurück, während die Produktion zunehme, weshalb die dortigen Erzeuger mehr Ware auf den Weltmarkt spülten. Von Europa sei eine ähnliche Entwicklung zu erwarten. Die EU werde somit ein wichtiger und aggressiver internationaler Marktteilnehmer bleiben.

Schmal kritisiert Glyphosatverbot von Goldsteig

Kritisch bewertet der Deutsche Bauernverband (DBV) die Entscheidung der Molkerei Goldsteig, den Einsatz von Glyphosat bei der Futtermittelerzeugung zu verbieten. DBV-Milchbauernpräsident Karsten Schmal sprach in Berlin von einem „Paradebeispiel für die ungleichen Kräfteverhältnisse in der Lebensmittelkette“. Zwar sei die Standardsetzung durch die Marktpartner ein wichtiges Instrument, um Wertschöpfung zu sichern und sich im Markt zu behaupten, räumte Schmal ein. Langfristig erfolgreich könne eine solche Standardsetzung aber nur sein, „wenn sie auf Augenhöhe vereinbart wird und ein Mehrwert für alle Beteiligten, also auch für die Milchbauern, gewährleistet ist.“ Im vorliegenden Fall sei nichts dergleichen berücksichtigt worden.Schmal zufolge hatten ALDI Nord und ALDI Süd kurz vor den Weihnachtsfeiertagen gegenüber Molkereien und Schlachthäusern das Ziel formuliert, den Glyphosateinsatz komplett auszuschließen. Nur wenige Stunden später sei mit Goldsteig eine für den gesamten deutschen Markt bedeutsame Genossenschaftsmolkerei „über dieses Stöckchen gesprungen“ und habe den Einsatz von Glyphosat bei der Erzeugung von Eigenfuttermitteln untersagt. Schmal geht davon aus, dass künftig andere Molkereien dem Beispiel von Goldsteig folgen werden. „Die regional kleinen Molkereistrukturen in Deutschland werden uns jedoch vor die Füße fallen, wenn wir es im deutschen Milchsektor nicht schaffen, eine gemeinsame Strategie bei der Standardsetzung zu verfolgen“, warnt der Milchbauernpräsident. Mit der Anbindehaltung, der tierärztlichen Bestandsbetreuung oder dem Schlagwort „Massentierhaltung“ stünden genug Themen auf der Agenda, „über die sich einzelne Regionen in Deutschland zwar kurzfristig profilieren können, die die deutschen Milchbauern in Gänze jedoch unter wirtschaftlichen Druck setzen und somit den Strukturwandel beschleunigen.“ AgE

DRV begrüßt sachgerechte Entscheidung des Bundeskartellamtes

„Aus Sicht des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) ist die Einstellung des Musterverfahrens gegen die Deutsche Milchkontor eG (DMK) eine sachgerechte Entscheidung. Sie unterstreicht die Satzungsautonomie der genossenschaftlichen Molkereien. Das Bundeskartellamt zieht die richtigen Schlussfolgerungen aus dem Musterverfahren“, so DRV-Hauptgeschäftsführer Dr. Henning Ehlers.
Das Bundeskartellamt hat heute über die Einstellung des Verwaltungsverfahrens wegen Milchlieferbedingungen gegen die Molkerei DMK informiert. Dieses war im April 2016 als Musterverfahren mit dem Ziel eröffnet worden, die Lieferbedingungen von Rohmilch zwischen den Milcherzeugern und ihren Molkereien zu überprüfen. Im März 2017 hatte das Amt ein Sachstandspapier veröffentlicht, in dem es insbesondere die vermeintlich langen Laufzeiten und Kündigungsfristen der Lieferverträge zwischen Erzeugern und Molkereien kritisierte.
„Die vom DMK vorgenommene Änderung in seinen Lieferbeziehungen zeigt, dass es bei Bedarf in den Genossenschaftsmolkereien durchaus auf Basis demokratischer Entscheidungen zu Veränderungsprozessen kommt“, so Dr. Ehlers.

Russischer Milchverband sieht Käsemarkt durch Lebensmittelembargo geschädigt

Während viele russische Marktexperten das im Jahr 2014 von Moskau verhängte Embargo für Lebensmittelimporte aus der Europäischen Union als Chance für die heimischen Käsehersteller sehen, nimmt die Exekutivdirektorin der Milchverbandes Russlands, Ljudmila Manitskaja, eine kritische Haltung ein. Der Einfuhrstopp habe der Qualität der Waren und auch der Preisbildung auf dem russischen Käsemarkt geschadet, moniert Manitskaja in einem kurz vor dem Jahreswechsel mit der Russischen Agraragentur geführten Interview. Tatsächlich sprechen die offiziellen Zahlen für einen Erfolg des Embargos. Vor dem Lieferstopp waren in Russland etwa 428 000 t Käse pro Jahr erzeugt und 85 % des Käsebedarfs durch Importe gedeckt worden. Für 2017 wird die Käseproduktion auf mehr als 600 000 t geschätzt, womit rund 90 % des Käsebedarfs gedeckt worden wären. Das ist für Manitskaja aber nur eine Seite der Medaille. Sie verweist auf Angaben des Föderalen Aufsichtsdienstes für Tier- und Pflanzengesundheit Russlands (Rosselkhoznadzor), wonach derzeit bis zu 35 % des Käses gefälscht oder gepantscht seien. Dies sei eine direkte Folge des Rückgangs der Kaufkraft der Bürger sowie des Einfuhrverbots für Qualitätskäse. „Das Lebensmittelembargo hat niemandem geholfen“, so die Exekutivdirektorin. Über einen plötzlichen „Boom“ am Markt zu sprechen, sei nicht korrekt, da die russischen Käsehersteller aktuell mit sehr ernsten Problemen zu kämpfen hätten, vor allem mit einem Mangel an Rohmilch zur Verarbeitung und einer sinkenden Nachfrage der Bevölkerung. Die armen Verbraucher würden immer ärmer; eine nennenswerte Mittelschicht gebe es in Russland nicht, und der Bedarf der Reichen sei nicht gestiegen, stellte die Verbandschefin fest. Dies führe zu sinkenden Preisen, wodurch die Profitabilität der Hersteller leide. Da der Staat die Käsehersteller nicht unterstütze, sei es für sie schwer, die Produkte in der gewünschten Qualität zu liefern. Sollte das Lebensmittelembargo wieder aufgehoben werden, rechnet aber auch Manitskaja nicht mit einem nennenswerten Anstieg der Käseimporte Russland. Zu bedenken sei, dass der Rubel ständig schwächer werde und auch die ausländischen Käsehersteller bei einer schwindenden Nachfrage um die Verbraucher kämpfen müssten. AgE

Kräftiger Preisabschlag für Butter an der GDT

Bei der Auktion an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) ist Butter am Dienstag vergangener Woche (5.12.) erneut unter kräftigen Preisdruck geraten; Milchpulver konnte dagegen seinen Abwärtstrend stoppen. Für eine Tonne Normalbutter mussten die Käufer im Durchschnitt aller Lieferzeiten und Qualitäten nur noch 4 575 $ (3 859 Euro) zahlen; das waren 11,1 % weniger als bei der Versteigerung zwei Wochen zuvor. Zwar liegt der Preis damit längerfristig gesehen noch immer auf einem überdurchschnittlichen Niveau, doch ist der Wert der Butter seit dem Höchststand Mitte September um rund ein Viertel gesunken und liegt nun nahe des Jahrestiefstpreises. Mit Abschlägen wurde auch Cheddarkäse gehandelt, der mit 3 696 $/t (3 115 Euro) im Mittel 3,9 % weniger erlöste als zwei Wochen zuvor. Das an der GDT umsatzstärkste Handelsprodukt Vollmilchpulver konnte dagegen erstmals seit Mitte September wieder Zugewinne verzeichnen; der Preis legte gegenüber der vorherigen Auktion im Schnitt aller Kontrakte um 1,7 % auf 2 830 $/t (2 385 Euro) zu. Im Vergleich zur Notierung Anfang Dezember 2016 errechnet sich allerdings noch ein Rückgang um gut 20 %. Den stärksten Preisanstieg bei der jüngsten GDT-Auktion gab es für Magermilchpulver. Die Ware wechselte im Mittel für 1 774 $/t (1 495 Euro) den Besitzer; das entsprach einem Plus von 4,7 % gegenüber der Versteigerung von Mitte November. Während dabei Magermilchpulver zur Lieferung im Januar einen moderaten Abschlag von 1,1 % aufwies, verteuerten sich alle späteren Fälligkeiten und erlösten von März bis Mai 2018 im Schnitt rund 1 850 $/t (1 559 Euro). Wertsteigerungen erfuhren bei der jüngsten Handelsrunde auch Buttermilchpulver und Labkasein, und zwar durchschnittlich um 4,3 % sowie mit 3,4 %. Zusammen mit den höheren Verkaufserlösen für Milchpulver glich das die Verluste bei Butter und Käse aus. Der zusammenfassende und gewichtete Preisindex für alle gehandelten Kontrakte an der GDT konnte sich gegenüber der Auktion vor zwei Wochen um 0,4 % festigen. Das war nach vier Handelsrunden der erste Anstieg seit Mitte September. Im Vergleich zur Vorjahresauktion liegt der aktuelle Preisindex aber auf einem 10 % niedrigeren Niveau. AgE

Umrechnungskurs 1 $ = 0,8428 Euro

Milchpreisanstieg in der EU vor dem Ende

Einige Molkereiunternehmen in der Europäischen Union haben im Oktober das Milchgeld noch einmal etwas angehoben, doch weitere Steigerungen sind in den nächsten Monaten nicht zu erwarten. Davon geht zumindest der niederländische Bauernverband (LTO) in seinem Anfang Dezember veröffentlichten Milchpreisvergleich aus. Demnach zahlten die 15 in der Erhebung erfassten Molkereiunternehmen aus neun EU-Ländern im Berichtsmonat für eine Standardmilch mit 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß im Schnitt 36,86 Cent/kg Milch; das waren 0,12 Cent mehr als im September. Das Vorjahresniveau wurde um 7,0 Cent oder 23,6 % übertroffen. Am stärksten hob im Oktober die britische Dairy Crest die Auszahlungsleistung an, nämlich um umgerechnet 2,9 Cent auf 35,43 Cent/kg. Gemessen am gleitenden Zwölfmonatsmittel von 31,29 Cent liegt dieses Unternehmen aber weiterhin auf dem letzten Platz des LTO-Vergleichs. Mehr Geld für die Anlieferungsmilch bezahlten auch Arla Foods mit einem Zuschlag von 0,7 Cent auf 37,17 Cent/kg sowie FrieslandCampina mit einem Plus von 1,2 Cent auf 40,61 Cent/kg. Freuen konnten sich aber auch die Lieferanten des Deutschen Milchkontors (DMK). Diese bekamen ihren Rohstoff gegenüber September um 1,0 Cent höher vergütet und erhielten 38,85 Cent/kg. Die Müllermilch aus Leppersdorf veränderte dagegen ihren Ankaufspreis nicht und bezahlte die Milch unverändert mit 38,75 Cent/kg. Beide deutschen Molkereien übertrafen damit den Durchschnitt im LTO-Vergleich um jeweils rund 2 Cent. Im Vergleich zu Oktober 2016 erlösten die DMK-Erzeuger laut niederländischem Bauernverband 42,5 % mehr Geld für ihre Milch; bei Müller belief sich das Plus auf 35,5 %. Etwaige Nachzahlungen sind hierbei nicht berücksichtigt. Beim gleitenden Zwölfmonatsmittel sieht das Bild für die beiden deutschen Milchverarbeiter allerdings nicht mehr ganz so günstig aus. Die DMK bringt es bei dieser Messzahl auf 33,02 Cent und Müller auf 33,42 Cent, was jeweils knapp unter dem Durchschnitt aller betrachteten EU-Molkereien von 33,61 Cent liegt. Für November oder Dezember hat laut LTO mit Ausnahme von Dairy Crest kein weiteres Unternehmen Preiserhöhungen in Aussicht gestellt. Die großen Molkereien wie Arla, FrieslandCampina oder DMK kündigten unveränderte Auszahlungsleistungen an. AgE

Auch die Milchindustrie warnt vor einer Renationalisierung der GAP

Auch die europäische Milchindustrie warnt vor einer Renationalisierung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Mit Blick auf die Mitteilung „Ernährung und Landwirtschaft der Zukunft“ der EU-Kommission erklärte der Europäische Milchindustrieverband (EDA) am vergangenen Mittwoch (6.12.) in Brüssel, dass es zwar richtig sei, den Mitgliedstaaten mehr Subsidiarität zuzugestehen. Jedoch dürfe es zu keiner Fragmentierung des Binnenmarktes kommen. Gerade für den Milchsektor sei eine möglichst einheitlich geregelte EU-Agrarpolitik „unersetzlich“, betonte EDA. Er stellte zudem fest, dass die hohe Volatilität der Milchpreise sowie die damit einhergehenden Marktrisiken von der EU-Kommission richtigerweise als große Herausforderung benannt worden seien. Deshalb komme den Direktzahlungen aus der GAP bezüglich der Stabilisierung der landwirtschaftlichen Einkommen eine besonders wichtige Rolle zu. Zudem begrüßte der Verband, dass das Erfüllen der Umwelt- und Klimaziele zur Erreichung der international anerkannten Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs) ein Schwerpunkt der kommenden GAP sein sollen. Die zukünftige EU-Agrarpolitik müsse zudem vor allem die Entwicklung sowie die Innovationskraft des Sektors stärken, betonte EDA. Nur so könne die europäische Milchindustrie ihre Wettbewerbsfähigkeit ausbauen. Dadurch würde auch die globale Nachhaltigkeit der europäischen Milchproduktion gestärkt.

Auch der französische Bauernverband (FNSEA) wandte sich gegen eine Renationalisierung der GAP. Diese würde den Interessen der Landwirtschaft zuwiderlaufen. Besonders wichtig sei daher, dass es keine nationalstaatliche Kofinanzierung der Ersten Säule gebe, erklärte der FNSEA. Nichtsdestoweniger müsse es ein starkes EU-Agrarbudget geben, um die Einkommen der Landwirte in der EU zusichern. Die GAP könne nur gesamteuropäisch gesehen werden. Hier befinde man sich ganz auf Seiten von Staatspräsident Emmanuel Macron, betonte der französische Bauernverband. Auch der Europäische Rat der Junglandwirte (CEJA) sprach sich gegen eine zu starke Aufsplitterung der GAP aus. Gerade für die Junglandwirte sei es von großer Wichtigkeit, überall in der Europäischen Union ähnliche Rahmenbedingungen vorzufinden. Eine Renationalisierung würde dem entgegenwirken. CEJA-Präsident Jannes Maes begrüßte unterdessen, dass die Kommission die junge Generation auf den landwirtschaftlichen Betrieben besonders unterstützen wolle. Auch dafür sei eine hinreichende Ausstattung des EU-Agrarbudgets notwendig. AgE

Fonterra-Geschäftsführer wird Vorsitzender der Global Dairy Plattform

Der Geschäftsführer des neuseeländischen Molkereikonzerns Fonterra, Theo Spierings, ist zum neuen Vorsitzenden der internationalen Global Dairy Plattform (GDP) ernannt worden. Mit Wirkung zum 16. November löste er den Geschäftsführer von Dairy Farmers of America, Rick Smith, als bisherigen Amtsinhaber ab. Die 2006 gegründete Branchenorganisation GDP hat sich nach eigenen Angaben zum Ziel gesetzt, die globale Milchwirtschaft beim Absatz von Milch und Milchprodukten zu unterstützen und will dies über die Bereitstellung von Informationen sowie die Betreuung und Vernetzung der Mitglieder erreichen. Zu diesen gehören einige der weltweit führenden Molkereiunternehmen und -genossenschaften, kleinere Unternehmen und Zulieferer der Milchwirtschaft sowie gemeinnützige Organisationen und Verbände. Spierings wies darauf hin, dass die Welt bis 2050 über 2 Milliarden Menschen mehr haben werde und Milcherzeugnisse bei der Ernährungssicherung eine wichtige Rolle spielten. Mehr denn je würden die Menschen Milchprodukte als festen Bestandteil ihrer Nahrung sehen und den ernährungsphysiologischen Nutzen dieses Lebensmittels schätzen. Es gehe in Zukunft aber auch darum, „den Ernährungsnutzen von Milchprodukten für diejenigen, die von Armut und Hunger bedroht sind, besser verfügbar zu machen“. Spierings kündigte an, mit der GDP weiterhin globale Anstrengungen unternehmen zu wollen, um die Vorteile von Milchprodukten für eine bessere Ernährung aufzuzeigen und mit der Milcherzeugung eine nachhaltige Landwirtschaft zu fördern. Der scheidende Vorsitzende Smith hob hervor, dass die GDP in den vergangenen zwei Jahren starke Führungsqualitäten und strategische Überlegungen hervorgebracht habe, um die Glaubwürdigkeit und die Wahrnehmung des Milchsektors in der internationalen Gemeinschaft, insbesondere innerhalb der Vereinten Nationen (UN), zu erhöhen. Dies habe eine solide Grundlage für das Wachstum der Branche geschaffen. Smith wird nach Angaben der Organisation weiterhin im GDP-Vorstand tätig sein, dem unter anderem auch die Geschäftsführer von Arla Foods und FrieslandCampina, Peder Tuborgh und Roelof Joosten, angehören. AgE

Export von Milcherzeugnissen der Ukraine belebt sich wieder

Im vergangen Jahr hat die Sperrung des russischen Marktes den ukrainischen Exporteuren von Milcherzeugnissen einen schweren Schlag versetzt. Doch mittlerweile sei wieder eine Belebung des Ausfuhrgeschäftes zu verzeichnen, teilte die Vereinigung der Milcherzeuger der Ukraine (APM) kürzlich mit. Dem Verband zufolge hat der Käseexport von Januar bis Oktober 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15,4 % auf 7 400 t zugenommen. Fast die Hälfte davon ging nach Kasachstan; dabei wurden Erlöse von 12,5 Mio $ (10,6 Mio Euro) erzielt. Weitere wichtige Abnehmer waren Moldawien mit einem Anteil an den gesamten Käseausfuhren von 23,9 % und Ägypten mit 11,0 %. Noch stärker im Aufwind befand sich in den ersten zehn Monaten 2017 der ukrainische Auslandsabsatz von Butter, der im Vergleich zur Vorjahresperiode um gut die Hälfte auf 24 500 t stieg und 96,8 Mio $ (82,2 Mio Euro) an Umsatz brachte. Wertmäßig der wichtigste Kunde war die Türkei mit 18,2 Mio $ (15,4 Mio Euro), gefolgt von Marokko mit 16,6 Mio $ (14,1 Mio Euro). Nach Angaben der APM spülte der Export von Milcherzeugnissen den ukrainischen Exporten in den ersten zehn Monaten 2017 insgesamt 225,6 Mio $ in die Kassen, was im Vorjahresvergleich einem Zuwachs von 73,2 % entsprach. AgE

Umrechnungskurs 1 $ = 0,8488 Euro