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Online-Portal – alles rund um die Lebensmittelindustrie und Milchwirtschaft

Arla gibt Einblicke in Herstellung und Produkte

Einblicke in eine moderne und nachhaltige Milchwirtschaft gibt die europäische Milchgenossenschaft Arla Foods ihren Besuchern auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) vom 19. bis 28. Januar in Berlin. So stehen beispielsweise Landwirte, die Arla-Mitglied sind, für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. Außerdem sollen die Gäste Produkte aus dem Sortiment, von Biomilch bis Skyr, probieren können. „Zukünftig wollen wir noch intensiver in den Dialog mit Verbrauchern treten und sie von unserer Qualität überzeugen“, kündigte der Deutschland-Chef von Arla, Winfried Meier, an. Die IGW biete dafür die ideale Plattform und bilde einen guten Auftakt für ein neues Jahr, in dem zahlreiche neue Produkte auf die Einführung warteten und besonders die Marke Arla Bio weiterentwickelt werden solle. Dass man als Genossenschaft Verantwortung „vom Bauernhof bis ins Kühlregal“ übernehme“, wolle man im Austausch mit den Konsumenten sichtbar machen. AgE

Norwegische Lebensmittelbranche fördert bewussten Umgang mit dem Verfallsdatum

Die norwegische Lebensmittelbranche vollzieht einen Kurswechsel bei der Ausweisung des Haltbarkeitsdatums. Eigenen Angaben zufolge will die führende Molkerei Tine das Verfallsdatum „Mindestens haltbar bis…“ auf ihren Produkten um den Hinweis „Danach aber nicht schlecht“ ergänzen. Damit schließt sich das Unternehmen der Q-Molkerei und dem Eier- und Geflügelanbieter Prior an, die eine entsprechende Kennzeichnung bereits eingeführt haben. Ziel ist nach ihrer Darstellung, den Verbrauchern klar zu machen, dass ein Molkereiprodukt nicht mit dem Ablaufdatum in den Müll gehört, sondern durchaus noch zum Verzehr geeignet sein kann. Tine plant zunächst die Änderung der Haltbarkeitshinweise auf Milch, Sauermilch, Sahne, Joghurt und Schulmilch. Im weiteren Jahresverlauf sollen sämtliche Erzeugnisse mit dem Hinweis „Danach aber nicht schlecht“ versehen werden. Die Entscheidung der Großmolkerei wird auch von den Wettbewerbern begrüßt. Der Vorstandschef der Q-Molkerei, Bent Myrdal, wies darauf hin, dass der nachhaltige Umgang mit Lebensmitteln eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei und alle ein gemeinsames Interesse an der Vermeidung von Lebensmittelverschwendung teilten. Daher sei es sehr positiv, dass nun alle zusammen mit der gleichen Kennzeichnung auf ihren Produkten ein Zeichen für den bewussten Konsum setzten. AgE

Emmi erhöht Beteiligung an Centrale Laitière de Mahdia

Kaiku, die Emmi Tochter in San Sebastián, Spanien, erhöht ihre Beteiligung an der Centrale Laitière de Mahdia SA («Vitalait») in Mahdia, Tunesien, von 45.4 % auf 54.7 %. Emmi, die 73.4 % der Aktien von Kaiku hält, wird folglich neu zu 40.2 % an der Centrale Laitière de Mahdia SA beteiligt sein. 2021 wird die Beteiligung in einem zweiten Schritt um weitere 9.34 % erhöht.
Die Stärkung der internationalen Präsenz ist Teil der Strategie von Emmi. Als viertgrösster Auslandmarkt von Emmi spielt Tunesien dabei eine wichtige Rolle.
Emmi ist seit 2006 an der Kaiku-Gruppe beteiligt, die wiederum seit 2012 eine Beteiligung an der Centrale Laitière de Mahdia SA («Vitalait») hält. Das tunesische Unternehmen vertreibt seine Produkte unter der Marke Vitalait. Weitere wichtige Märkte von Kaiku sind der Heimmarkt Spanien und Chile.
Emmi und die übrigen Aktionäre von Kaiku haben entschieden, ihre Beteiligung an Vitalait in zwei Schritten von je 9.34 % von 45.4 % auf zuerst 54.7 % und danach auf 64.0 % zu erhöhen. Emmi, die 73.4 % der Aktien von Kaiku hält, wird mit Vollzug des ersten Schritts zu 40.2 % an Vitalait beteiligt sein. Mit dem zweiten Schritt, der im ersten Halbjahr 2021 erfolgen wird, beträgt der Anteil von Emmi dann 47.1 %.
Vitalait ist die Nummer 2 im Bereich von Milchprodukten in Tunesien. Das Unternehmen ist in den letzten Jahren stetig gewachsen und hat sein Produktportfolio deutlich verbessert. Heute stellt es neben Trinkmilch auch Jogurt, Jogurtdrinks und Desserts her.
Die Beteiligungserhöhung bekräftigt das Engagement von Emmi und Kaiku im wachsenden tunesischen Markt. Die Transaktionen haben keinen Einfluss auf den Umsatz und EBIT von Emmi, da die Gesellschaft bereits voll konsolidiert ist.
Über den Kaufpreis und weitere Vertragsmodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion ist vorbehältlich der Zustimmung der tunesischen Aufsichtsbehörden.

Finnische Molkerei Valio zahlt Tierwohl-Bonus

Die führende finnische Molkerei Valio zahlt ab sofort einen Bonus für eine „verantwortungsvolle Milcherzeugung“. Eigenen Angaben zufolge schlägt das Unternehmen seit dem 1. Januar einen zusätzlichen Cent pro Liter Milch auf, wenn die Landwirte besondere Voraussetzungen beim Tierschutz erfüllen. Diese betreffen beispielsweise die regelmäßige Überprüfung von Tierwohlindikatoren durch einen Tierarzt, ein spezielles Monitoring der Hufgesundheit sowie eine garantiert schmerzfreie Enthornung von Kälbern. Laut den Valio-Richtlinien für eine „verantwortungsvolle Milcherzeugung“ müssen neu gebaute Milchviehställe außerdem einen ganzjährigen Auslauf zulassen. Aktuell soll dies bereits für etwa 55 % der Ställe gelten. Beim Futter wird zudem der Verzicht auf Importsoja und gentechnisch veränderte Organismen (GVO) verlangt. Das neue Tierwohl-Programm von Valio stößt bei den finnischen Milcherzeugern offenbar auf großes Interesse. Wie das Unternehmen bekanntgab, hatten sich bis Anfang dieses Monats bereits 4 600 von insgesamt 5 800 Lieferanten nach den Kriterien zertifizieren lassen, womit sie einen Anspruch auf die Bonuszahlung erwirkten. Bis 2020 sollen alle Milcherzeuger am Programm teilnehmen. AgE

DMK Group und Arla Foods kooperieren bei Mozzarella-Produktion

Der dänische Molkereikonzern Arla Foods und die deutsche DMK Group haben einen Vertrag über die Lohnfertigung von Mozzarella unterzeichnet und damit auf die nach eigener Einschätzung vielversprechenden Marktperspektiven für dieses Produkt reagiert. Wie die DMK Group Ende Dezember mitteilte, sollen demnach in Nordhackstedt jährlich 35 000 t Mozzarella für Arla produziert werden. Die aktuelle Produktionskapazität liege bei rund 70 000 t Käse, wovon die Hälfte bereits für Mozzarella verwendet werde. Allerdings sollen bis Ende 2018 rund 15 Mio Euro investiert werden, um die gesamten Kapazitäten am Standort auf Mozzarella auszurichten. Danach werde die Auftragsproduktion für Arla starten, die dazu jährlich 300 Mio kg bis 350 Mio kg Milch beisteuern werde. Die Unternehmen begründeten ihre Zusammenarbeit mit der gestiegenen Nachfrage des Foodservice und der Industriekunden nach Mozzarella. Für 2022 prognostizieren die Konzerne ein europäisches Marktvolumen für dieses Produkt von 720 000 t; das wären schätzungsweise 120 000 t mehr als im laufenden Jahr. Laut DMK Group werde auch das gemeinsame Molkenverarbeitungsunternehmen ArNoCo von der geplanten Kooperation profitieren, denn mit der angepeilten deutlichen Steigerung der Mozzarellaproduktion werde ein Anstieg der Zulieferung von Molke an das Joint Venture einhergehen. Der Geschäftsführer der DMK Group, Ingo Müller, erklärte die Umgestaltung mit dem Ziel, effizienter produzieren zu können. „Daneben optimieren wir unser Portfolio hin zu Produkten mit einer höheren Wertschöpfung“, betonte Müller. Arla Foods-Chef Peder Tuborgh hob hervor, dass mit der neuen Vereinbarung der Mehrwert für die Milch der anliefernden Genossenschaftsmitglieder weiter gesteigert werde. AgE

Fonterra senkt seine Milchpreisprognose

Der neuseeländische Molkereikonzern Fonterra reagiert auf die gesunkenen Preise am Weltmilchmarkt; er korrigierte seine Prognose für den Milcherzeugerpreis jetzt nach unten. Eine Mitschuld gibt er dafür der global wachsenden Milcherzeugung, zuletzt auch in der Europäischen Union. Wie das Unternehmen am vergangenen Donnerstag (7.12.) mitteilte, können die Milchbauern in der bis Ende Mai laufenden Saison 2017/18 nur noch mit einem Basispreis von 6,40 NZ$ (3,70 Euro) pro Kilogramm Milchfeststoff rechnen; zuvor waren den Erzeugern noch 6,75 NZ$ (3,91 Euro) in Aussicht gestellt worden. Anfang Dezember musste die Molkerei bereits ihre prognostizierte Gewinnausschüttung je Genossenschaftsanteil für das Geschäftsjahr 2017/18 um 10 NZ Cent (5,8 Cent) auf 35 NZ Cent (20,3 Cent) bis 45 NZ Cent (26,0 Cent) absenken, weil nach verlorenem Rechtsstreit eine Strafzahlung von 183 Mio NZ$ (106 Mio Euro) an Danone zu leisten ist. Fonterra-Vorsitzender John Wilson wies darauf hin, dass der Wert von Vollmilchpulver seit Anfang August um rund 10 % gefallen sei. Auch die Butter stehe unter Druck. Zwar sei die Nachfrage nach Milchprodukten in China, anderen Teilen Asiens und Lateinamerikas weiterhin stark, doch gebe es in vielen Teilen der Welt auch eine zunehmende Milcherzeugung. In der EU seien zudem noch hohe Interventionsbestände an Magermilchpulver gelagert. Die Prognose für die eigene Milchanlieferung korrigierte Wilson aufgrund zuletzt ungünstiger Witterungsverhältnisse gegenüber der Oktobereinschätzung um 1 % nach unten. Demnach dürften in der Saison 2017/18 bei Fonterra rund 1,525 Mio t Milchfeststoff anfallen; das wäre ebenso viel wie 2016/17. Wie das Unternehmen außerdem mitteilte, ist der Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2017/18, das den Zeitraum August bis Oktober 2017 abdeckt, im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4 % auf rund 4 Mrd NZ$ (2,3 Mrd Euro) gestiegen. Aufgrund niedriger Lagerbestände seien die Verkaufsmengen jedoch um 20 % gesunken und die Bruttomarge habe sich um 5,2 Prozentpunkte auf 16,7 % verschlechtert. AgE

Umrechnungskurs 1 NZ$ = 0,5787 Euro

FrieslandCampina rationalisiert in Nordrhein-Westfalen

FrieslandCampina, eines der größten Molkereiunternehmen der Welt, hat am vergangenen Donnerstag (23.11.) eine umfassende Neuorientierung am deutschen Markt angekündigt, um dort in drei Jahren wieder Gewinne zu erwirtschaften. Im Zentrum der strategischen Neuausrichtung stehen nach Angaben des Konzerns beträchtliche Investitionen in Kernmarken wie „Landliebe“, „Tuffi“ und „Frico“ sowie die Bündelung der kommerziellen Aktivitäten im Raum Düsseldorf. Vorgesehen ist außerdem die Schließung des Werks in Gütersloh Ende März 2019, wovon 231 Mitarbeiter betroffen wären. Begründet wird die Stilllegung mit Überkapazitäten im stark fragmentierten deutschen Markt und der seit Jahren verlustbringenden Produktion von Private Label Desserts, die den Löwenanteil des Volumens in Gütersloh ausmachen. Diese Kategorie werde eingestellt, während andere Produktionslinien in die Werke in Köln, Heilbronn und Maasdam in den Niederlanden verlagert würden. Laut dem Geschäftsführer von FrieslandCampina Germany, Jan Kruise, bleibt angesichts der fortbestehenden Verlustsituation „leider keine andere Wahl“. Außerdem kündigte Kruise an, dass die kommerziellen Geschäftsbereiche in Heilbronn und Köln mit insgesamt 74 Mitarbeitern im zweiten Quartal 2018 nach Düsseldorf umziehen und dort gebündelt werden sollen. Die Werke Heilbronn, Köln und Schefflenz seien hingegen nicht betroffen. AgE