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Online-Portal – alles rund um die Lebensmittelindustrie und Milchwirtschaft

FrieslandCampina rechnet mit kleineren Gewinnen

Nach Einschätzung des Geschäftsführers des niederländischen Molkereikonzerns Royal FrieslandCampina, Hein Schumacher, ist in Zukunft mit kleineren Gewinnmargen als in den vergangenen Jahren zu rechnen. Wie der Manager gegenüber der Fachzeitung „Boerderij“ erklärte, dürften vor allem die Gewinne in China schrumpfen. Außerdem stellte Schumacher fest, dass es immer schwieriger werde, auf dem deutschen Markt für Molkereierzeugnisse Gewinne zu erzielen. Eine Ursache sei die harte Konkurrenz der Molkereiunternehmen um Regalplätze im Lebensmitteleinzelhandel. Außerdem sei der Garantiepreis für die deutschen Rohmilchlieferanten hoch. Trotzdem sei es „keine Option“, den deutschen Markt zu verlassen. Der Geschäftsführer räumte ein, dass sein Unternehmen den nordwesteuropäischen Markt einschließlich der Niederlande in den vergangenen Jahren „ein wenig vernachlässigt“ habe. Es werde aber hart daran gearbeitet, das zu ändern. Dies habe dazu geführt, dass der Marktanteil von FrieslandCampina hier zum ersten Mal seit acht Jahren steige, betonte Schumacher. Bei der Vorlage des Geschäftsberichtes für das erste Halbjahr 2019 Ende Juli hatte sich der Manager mit Blick auf die voraussichtlichen Entwicklungen für das Gesamtjahr „verhalten optimistisch“ gezeigt. Die Erlöse des Konzerns waren im Zeitraum Januar bis Juni dieses Jahres auf dem Niveau der Vorjahresperiode von 5,7 Mrd Euro geblieben, während der Periodenüberschuss um 11 % auf 121 Mio Euro kletterte. Im vergangenen Jahr belegte FrieslandCampina mit einem Umsatz von 11,6 Mrd Euro den fünften Platz auf der Weltrangliste der Molkereiunternehmen. AgE

Arla baut Mozzarellaproduktion deutlich aus

Wegen unvermindert starker Nachfrage innerhalb und außerhalb der Europäischen Union wird der dänische Molkereikonzern Arla Foods seine Mozzarellaproduktion am Standort Branderup in Südjütland im kommenden Jahr erheblich erweitern. Das Unternehmen will dort umgerechnet rund 80 Mio Euro in den Aufbau von neuer Verarbeitungstechnik, neuen Milchsilos und zusätzlichen Lagerkapazitäten investieren. Dadurch soll die jährliche Mozzarellaerzeugung auf etwa 91 Mio kg steigen, was mehr als dem Doppelten der aktuellen Kapazität entspricht. Mit dem Ausbau der Produktionsstrecke ist auch die Einstellung von 25 neuen Mitarbeitern verbunden. Die Erweiterung der Molkerei soll bis Ende 2021 abgeschlossen sein. Der Konzern betonte, dass die Erweiterung zur Nachhaltigkeitsstrategie von Arla Foods beitrage, da die Installation mit der neuesten und effizientesten Technik erfolge. Künftig werde man bei der Mozzarellaherstellung beispielsweise mit deutlich weniger Wasser auskommen, da dieses in sämtlichen Phasen recycelt werde. Der Ausbau der Molkerei in Branderup sei außerdem ein weiterer Schritt auf dem Weg, den CO2-Ausstoß konzernweit bis 2030 gegenüber 2015 um 30 % zu senken. AgE

Milchlieferverträge werden in Australien Pflicht

Die im Mai wiedergewählte Mitte-Rechts-Koalition in Australien ist dabei, ein Wahlkampfversprechen einzulösen und die Stellung der Milcherzeuger im Vermarktungskanal zu stärken. Landwirtschaftsministerin Bridget McKenzie hat den Abschlussentwurf für einen „verpflichtenden Milchkodex“ veröffentlicht, der nun letztmals in einer vierwöchigen Konsultationsphase diskutiert und Anfang 2020 in Kraft treten soll. Dieser besteht aus neun Grundsätzen zur Verbesserung der Fairness und Transparenz zwischen Milchbauern und Verarbeitern und hat im Kern die Einführung von obligatorischen Milchlieferverträgen zum Inhalt. „Wir möchten sicherstellen, dass die gesamte Industrie die Möglichkeit hat, einen abschließenden Kommentar zum ausgearbeiteten verbindlichen Kodex abzugeben“, erklärte die Ministerin. Die Branchenvereinbarung habe Fortschritte gemacht und werde bald dazu beitragen, die vertraglichen Übereinkünfte zwischen Erzeugern und Milchverarbeitern zu verbessern. „Natürlich werden wir nicht alle Probleme, mit denen die Milchindustrie konfrontiert ist, durch den Kodex lösen“, schränkte McKenzie ein. Deshalb ergreife die Regierung weitere Maßnahmen, wie Zuschüsse zur Gründung von Genossenschaften oder für Investitionen in energieeffizientere Anlagen. Der Milch-Kodex sieht unter anderem vor, dass die Milchverarbeiter jährlich zum 1. Juni mindestens einen Standardmilchvertrag anbieten, auf dessen Grundlage die Milcherzeuger mit dem Unternehmen verhandeln können. Der Liefervertrag muss schriftlich erfolgen und für variabel wählbare Perioden Vereinbarungen über Liefermengen, Mindestpreise, Qualitäten und Servicegebühren enthalten. Diese dürfen nicht einseitig abgeändert werden; insbesondere sind rückwirkende Preissenkungen verboten. Untersagt sind zudem exklusive Liefervereinbarungen in Kombination mit zweistufigen Preisen. Wechselwillige Milcherzeuger dürfen nicht bestraft werden, etwa durch Einbehalt eines versprochenen Loyalitätsbonus. Sollte die Vertragslaufzeit mehr als ein Jahr betragen, müssen im Vertrag Regelungen über die Findung des Mindestpreises für die Anschlussperiode enthalten sein. Bei Streitigkeiten soll eine Schiedskommission eingeschaltet werden; zudem können Verstöße gegen den Kodex geahndet werden. AgE

Hohe Erwartungen im Landwirtschaftsministerium an Sektorstrategie Milch

Die hohen Erwartungen der Bundesregierung an die Sektorstrategie Milch 2030 hat der Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Hermann Onko Aeikens, unterstrichen. „Die Sektorstrategie ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Entwicklung der Branche“, erklärte Aeikens nach einem Treffen mit dem Präsidenten des Verbandes der Deutschen Milchwirtschaft (VDM), Karsten Schmal, in Berlin. Die Milchindustrie benötige eine enge und schlagkräftige Zusammenarbeit in ihrer Wertschöpfungskette, um den zukünftigen Herausforderungen entschieden entgegenzutreten, erklärte Aeikens. Sowohl die Molkereien als auch die Milcherzeuger brauchten ein effizientes Risikomanagement, um die Krisenfestigkeit der Branche im Bereich der Preisschwankungen zu verbessern. Bei dem Treffen stellten die Arbeitsgruppen verschiedene Modelle zum Thema Lieferbeziehungen und Umgang mit Preisvolatilitäten für die Molkereien vor. Dem Staatssekretär zufolge muss letztendlich jede Molkerei betriebsindividuell prüfen, welches Modell für sie geeignet ist. Branchenvertreter arbeiten seit Monaten an einer Sektorstrategie. Bis Ende dieses Jahres will man ein Maßnahmenpaket für eine Strategie 2030 schnüren. Moderiert wird der Prozess vom früheren Abteilungsleiter im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Theodor Seegers. Die Federführung für die Strategie liegt in den Händen eines Lenkungsgremiums, dem insgesamt neun Arbeitsgruppen aus verschiedenen Handlungsfeldern zuarbeiten. In den Arbeitsgruppen sind alle bedeutenden Akteure des deutschen Milchsektors vertreten. Sprecher des Lenkungsgremiums ist VDM-Präsident Schmal. AgE

Geschützte geografische Angabe für rumänischen Schafmilchkäse

Der rumänische Schafmilchkäse „Telemea de Sibiu“ wird in das Register für geschützte geografische Angaben (g.g.A.) aufgenommen. Wie die Europäische Kommission in Brüssel mitteilte, wird das Produkt seit Jahrhunderten von den „Baci“, einer Bezeichnung für rumänische Hirten, nach einem manuellen Verfahren hergestellt. Der Frischkäse habe einen milden, leicht salzigen Geschmack, der je nach Verfeinerungsgrad intensiver und cremiger werden könne. Das Produkt sei mit dem griechischen Feta-Käse vergleichbar, allerdings mit etwas weicherer Konsistenz. Der Salzgehalt könne je nach Herstellungsart stark schwanken. Die Mutterschafe, deren Milch zur Herstellung der „Telemea de Sibiu“ verwendet wird, sollen laut Kommission den größten Teil des Jahres auf den Weiden verbringen und sich dort von Kräutern und anderen „aromatischen Pflanzen“ ernähren, die dem Käse seinen charakteristischen Geschmack verleihen. In der Herkunftsregion in Zentralrumänien würden jedes Jahr eine große Anzahl von Festen und Volksfesten im Zusammenhang mit der Schafzucht und Käseherstellung des „Telemea de Sibiu“ organisiert. Die neue Bezeichnung wird in die entsprechende Liste von mehr als 1 445 geschützten Produkten aufgenommen. AgE

Wirtschaftskrise schwächt argentinische Milchbranche

Ungünstige Witterungsbedingungen und die Wirtschaftskrise haben der argentinischen Milchwirtschaft in diesem Jahr stark zugesetzt. Wie der Agrarattaché des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums in Buenos Aires, Benjamin Boroughs, kürzlich berichtete, hat die Milcherzeugung im ersten Halbjahr 2019 unter sehr hohen Temperaturen gelitten und dürfte 2019 mit 10,65 Mio t um 1,8 % unter dem Vorjahresniveau bleiben. Zudem hätten es Kreditzinsen von 70 % infolge der Inflation und der Pesoabwertung den Erzeugern und Molkereien schwer gemacht, in ihre Betriebe zu investieren, erläuterte der Analyst. Aufgrund der geringeren Rohstoffverfügbarkeit wird die Herstellung von Milchprodukten ebenfalls sinken; bei Käse voraussichtlich um 2 % auf 435 000 t und bei Butter um 9 % auf 30 000 t. Betroffen ist mit einem Erzeugungsrückgang von voraussichtlich 8 % auf 177 000 t auch das Hauptexportprodukt Vollmilchpulver. Das USDA geht davon aus, dass die diesjährigen Ausfuhren für dieses Erzeugnis um 29 % auf 96 000 t sinken werden. Für den milchwirtschaftlichen Export Argentiniens insgesamt wird eine Abnahme um rund 12 % auf 202 000 t erwartet. In den vergangenen Jahren wurde jeweils rund ein Fünftel der produzierten Milchwaren ins Ausland verkauft; 80 % waren für den heimischen Markt bestimmt. Doch auch hier klemmt es im laufenden Jahr gewaltig, denn die Verbraucherpreise für Molkereiprodukte lagen im August 2019 um 85 % über denen des Vorjahresmonats. Die Konsumenten haben aber wegen der Wirtschaftskrise real weniger Geld in der Tasche, was sich in spürbarer Kaufzurückhaltung bemerkbar macht. Die Haushaltseinkäufe von Milch sollen gegenüber 2018 um 7 % auf 1,65 Mio t zurückgehen; für Käse wird ein Minus von 4 % und für Butter von 19 % erwartet. Für das kommende Jahr ist das USDA hingegen optimistischer und geht bei unterstellt besseren Witterungsbedingungen von einer Produktionssteigerung um gut 2 % auf 10,9 Mio t Rohmilch aus. Durch das größere Angebot könnten auch die Verbraucherpreise wieder sinken und der heimische Konsum zunehmen. Vor der Präsidentenwahl hatte Präsident Mauricio Macri die Mehrwertsteuer auf Milch und Joghurt gesenkt, um den Konsum erschwinglicher zu machen. Ob dies unter dem linken Wahlsieger Alberto Fernández so bleibt und welche Politik, beispielsweise bei den im Moment noch erhobenen Exportsteuern, erfolgen wird, ist offen. AgE

Danone pessimistischer für 2019

Der französische Molkereikonzern Danone hat seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr trotz zuletzt gestiegener Erlöse nach unten korrigiert. Das Management geht in seinem veröffentlichten Bericht für das dritte Quartal mit Blick auf das Gesamtjahr nur noch von einem vergleichbaren Umsatzwachstum von 2,5 % bis 3 % aus; zuvor war noch mit 3 % gerechnet worden. Die Prognose für die bereinigte operative Marge wurde aber bei mehr als 15 % belassen. Für Juli bis September 2019 berichtete das Unternehmen von einer Erlössteigerung im Vergleich zur Vorjahresperiode von 3,0 % auf insgesamt 6,418 Mrd Euro. Begründet wurde die positive Entwicklung vor allem mit Preiserhöhungen und einem verbesserten Produktmix. Allerdings ging die Verkaufsmenge um 1,6 % zurück. Laut Danone entwickelte sich im dritten Quartal vor allem das Geschäft mit Spezialnahrung positiv; im Vorjahresvergleich wurde hier ein Umsatzplus von 9,8 % auf 1,920 Mrd Euro registriert. Wachstumstreiber sei dabei die Babynahrung gewesen. Für China verzeichnete der Konzern in diesem Segment einen Erlösanstieg von mehr als 20 %, womit ein Quartalsrekord erreicht wurde. Unterdessen legte das Geschäft mit Milchfrischprodukten und pflanzenbasierten Erzeugnissen wie Sojadrinks im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um lediglich 0,7 % auf 3,240 Mrd Euro zu. Dabei schrumpfte das Verkaufsvolumen um 2,7 %. Ein weiterer Schwachpunkt war das Wassergeschäft, wofür das Unternehmen ein Erlösminus von 0,9 % auf 1,258 Mrd Euro auswies. Vor allem in Europa sei die Nachfrage gesunken. AgE

DMK muss Frischmilch zurückrufen

Die Molkereiunternehmen Deutsches Milchkontor (DMK) und Fude + Serrahn aus Hamburg haben Keime in ihrer Frischmilch gefunden und deshalb aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes einen bundesweiten Warenrückruf gestartet. Wie die DMK mitteilte, betraf dieser fettarme Frischmilch mit 1,5 % Fett in der 1-l-Packung bestimmter Mindesthaltbarkeitsdaten, welche die Identifikationsnummer DE NW 508 EG für das Werk im nordrhein-westfälischen Everswinkel tragen. Im Rahmen von Routinekontrollen sei bei einzelnen Artikeln eine Belastung mit dem Bakterium Aeromonas hydrophila/caviae festgestellt worden, was zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Durchfall führen könne. Später am Tag gab die DMK bekannt, dass die Ursache für die Verunreinigung zweifelsfrei identifiziert und zwischenzeitig behoben worden sei. Grund für den Eintrag der genannten „Wasserkeime“ sei eine defekte Dichtung an der Produktionsanlage gewesen. Die Produktion sei unmittelbar nach Bekanntwerden gestoppt und die defekte Dichtung ausgetauscht worden. Nach zusätzlichen Reinigungen und Testläufen habe die Produktion wieder freigegeben werden können. Der Warenrückruf betraf fast alle großen Lebensmittelketten wie Aldi, Lidl, Edeka, Metro oder Rewe. Diese haben laut DMK umgehend reagiert und die betreffenden Packungen aus dem Handel genommen. AgE

Nordrhein-Westfalen steht auf Käse

Für die Verbraucher in Nordrhein-Westfalen ist Käse ein wichtiger Bestandteil der Ernährung, bei dessen Kauf der Geschmack und nicht der Preis das wichtigste Kriterium ist. Wie die Landesvereinigung der Milchwirtschaft in Nordrhein-Westfalen mitteilte, sind das Ergebnisse einer von ihr beauftragten repräsentativen YouGov-Umfrage in zwölf verschiedenen Städteregionen des Landes. Demnach essen 38 % aller Befragten mindestens einmal täglich Käse; weitere 41 % tun dies mehrmals wöchentlich. Dabei kommt bei 61 % das Milchprodukt zum Frühstück auf den Tisch; bei 44 % findet der Verzehr zum Abendbrot statt. Als Snack für zwischendurch ist Käse bei 27 % der Bevölkerung beliebt, und als Zutat für das Kochen verwenden ihn 23 %. Mit Abstand beliebteste Käsesorte ist bei den Nordrhein-Westfalen mit 36 % der Gouda, gefolgt von Camembert mit 8 % und Mozzarella mit 7 % der Nennungen. Schaf- und Ziegenkäse wurden als Lieblingssorte von jeweils 4 % der Befragten genannt; gleiches galt für den Blauschimmelkäse. Gefragt nach den Gründen für die Kaufentscheidung eines Käses, gaben 84 % der Teilnehmer den Geschmack an. Dahinter folgten die Qualität mit 57 % und der Preis mit 42 %. Herkunft und Regionalität spielten für 23 % beziehungsweise 16 % eine Rolle. Der stellvertretende Geschäftsführer der Landesvereinigung, Frank Mauer, sieht insbesondere beim Thema Regionalität noch Aufholbedarf, denn Käse mit gutem Geschmack und hervorragender Qualität gebe es auch in der Nähe. Eine Vielzahl der Käsespezialitäten werde im Bundesland in handwerklicher Feinarbeit von kleinen Hofkäsereien hergestellt. „Wir arbeiten daran, ein Bewusstsein für das Qualitätsprodukt Käse aus Nordrhein-Westfalen zu schaffen“, erklärte Maurer. So verfolge das Projekt „Käsekompass“ der Landesvereinigung das Ziel, Verbraucher zu informieren und für die Käsespezialitäten aus Nordrhein-Westfalen zu begeistern. Den Umfrageergebnissen zufolge achten die Verbraucher in der Städteregion Münster am häufigsten auf die regionale Herkunft; für 39 % ist dies ein Kaufkriterium. In Wuppertal und Bielefeld waren es hingegen jeweils weniger als 10 %. AgE

Fonterra generiert Geld für Schuldenabbau

Der neuseeländische Molkereikonzern Fonterra hat eine weitere Unternehmensbeteiligung veräußert, um mit den Einnahmen seinen hohen Schuldenstand zu drücken. Wie das genossenschaftliche Unternehmen mitteilte, wurde nun sein Anteil von 50 % an DFE Pharma, einem Joint Venture mit Royal FrieslandCampina, für 633 Mio NZ$ (362 Mio Euro) an den Investmentfonds CVC Strategic Opportunities II verkauft. „Vor einem Jahr haben wir eine umfassende Portfolioüberprüfung gestartet, um alle Investitionen, wichtige Vermögenswerte und Partnerschaften neu zu bewerten. DFE Pharma wurde aufgrund des erheblichen Kapitalbedarfs für das künftige Wachstum als zum Verkauf bestimmt eingestuft“, erklärte Fonterra-Geschäftsführer Miles Hurrell. DFE Pharma ist ein international tätiges Unternehmen, das auf die Herstellung pharmazeutischer Hilfsstoffe auf Basis von Milchinhaltsstoffen spezialisiert ist und über Produktionsstandorte in den Niederlanden, Deutschland, Neuseeland und Indien verfügt. Laut Hurrell werden durch die Einnahmen aus diesem Verkauf sowie die Erlöse aus anderen Veräußerungen von Vermögenswerten - einschließlich des Eiscremeunternehmens „Tip Top“ - in diesem Jahr mehr als 1 Mrd NZ$ (572 Mio Euro) für den Schuldenabbau zur Verfügung stehen. Laut Geschäftsbericht beliefen sich die Gesamtverbindlichkeiten bei Fonterra am 31. Juli 2018 auf 11,67 Mrd NZ$ (6,68 Mrd Euro). „Wir haben uns ein hartes erstes Ziel für den Schuldenabbau gesetzt und sind mit den Fortschritten, die wir machen, zufrieden“, betonte Hurrell. Bei DFE Pharma sei ein guter Verkaufspreis erzielt und mit dem Käufer ein langfristiger Liefervertrag abgeschlossen worden. „Ein großer Teil des Erfolgs von DFE Pharma war die hochwertige Laktose, die vom Fonterra-Standort Kapuni in Taranaki hergestellt wurde. Es ist ein gutes Ergebnis, diese weiterhin liefern zu können“, hob Hurrell hervor. Das Molkereiunternehmen wies aber darauf hin, dass der Verkauf noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden stehe. AgE

Umrechnungskurs: 1NZ$ = 0,5722 Euro

Fonterra schreibt tiefrote Zahlen

Der neuseeländische Milchgigant Fonterra hat sich mit seinen Auslandsinvestitionen kräftig verspekuliert und wird im Geschäftsjahr 2018/19 noch höhere Verluste als im Vorjahr einfahren. Wie das genossenschaftliche Unternehmen mitteilte, wird erstmals in der Firmengeschichte auch keine Dividende für Anteilsscheine gezahlt. Fonterra-Geschäftsführer Miles Hurrell kündigte auf der Basis noch vorläufiger Zahlen an, dass sich der Verlust im am 31. Juli beendeten Geschäftsjahr auf 590 Mio NZ$ (340 Mio Euro) bis 675 Mio NZ$ (389 Mio Euro) belaufen werde. 2017/18 war erstmals ein Defizit verzeichnet worden, es lag bei 196 Mio NZ$ (113 Mio Euro). Grund für die tiefroten Zahlen ist laut Hurrell, dass nach eingehenden Überprüfungen die Buchwerte von Unternehmen und Beteiligungen in China, Brasilien, Venezuela, Australien und Neuseeland nach unten korrigiert werden müssen. Die Wertberichtigungen werden sich auf bis zu 860 Mio NZ$ (495 Mio Euro) belaufen. Dazu gehören etwa das mit Nestlé betriebene brasilianische Gemeinschaftsunternehmen Dairy Partners America oder die selbst betriebenen Milchfarmen in China, deren Buchwert um jeweils rund 200 Mio NZ$ (115 Mio Euro) verringert werden müssen. „Wir sind sicher, dass Landwirte und Anteilseigner von diesen Abschreibungen zu Recht enttäuscht sein werden", erklärte Hurrell. Dies sei aber notwendig, um die Realität widerzuspiegeln. Er hob hervor, dass das operative Geschäft davon in keiner Weise beeinträchtigt sei. Der Cashflow sei nach wie vor hoch, die Verschuldung habe sich verringert und die Geschäftsentwicklung im Firmenjahr 2018/19 habe der jüngsten Gewinnprognose entsprochen, die nun aber durch die Wertberichtung zu einem Verlust je Anteilsschein von 0,37 NZ$ (21 Cent) bis 0,42 NZ$ (24 Cent) führe. Fonterra-Vorsitzender John Morgan erklärte, „die Nichtzahlung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2018/19 ist Teil unserer erklärten Absicht, die Schulden des Genossenschaftsunternehmens zu reduzieren, was im langfristigen Interesse aller Beteiligten liegt“. Der anvisierte Milchpreis für 2018/19 soll dem Unternehmen zufolge nicht gekürzt werden. AgE

Schwälbchen will Frischedienst weiter ausbauen

Die hessische Molkerei Schwälbchen will sich breiter aufstellen und sich zunehmend unabhängiger vom klassischen Milchgeschäft machen. Wie Unternehmenschef Günter Berz-List der Deutschen Presse-Agentur (dpa) berichtete, soll dies vor allem über den florierenden Frischedienst geschehen, bei dem Großverbraucher wie Kantinen, Hotels und Gastronomen sowie Schulen, Kliniken und Mensen direkt beliefert werden. Dieser Geschäftsbereich erwirtschafte bereits mehr als die Hälfte des Gewinns in der Schwälbchen-Gruppe und werde weiter ausgebaut, erklärte Berz-List. Das Liefergebiet des Frischdienstes mit Standorten in Mainz und Ilsfeld erstrecke sich auf die größeren Zentren in Hessen, Rheinland-Pfalz bis nach Baden-Württemberg. Der Markt für die Lebensmittellieferung an Großkunden mit regionalen Produkten sei noch nicht so festgefahren wie im klassischen Einzelhandelsgeschäft mit Milch, Sahne und Joghurtprodukten. „Hier können wir noch punktuell wachsen“, so der Vorstand der börsennotierten Molkerei. Weder der Frischedienst noch die Molkerei konnten allerdings im ersten Halbjahr 2019 die Rückgänge beim Umsatz und Gewinn in der Schwälbchen-Gruppe verhindern. Berz-List geht nach vorläufigen Zahlen im Vergleich zur sehr guten ersten Jahreshälfte 2018 beim Umsatz von einem Minus um 2,3 % auf rund 92 Mio Euro aus; der Gewinn nach Steuern ging von 1,8 Mio Euro auf 1,1 Mio Euro zurück. Weil der diesjährige Frühsommer weniger heiß als 2018 gewesen sei, sei die Nachfrage nach Frischprodukten und Mix-Getränken schwächer ausgefallen, erläuterte der Schwälbchenchef. Zudem habe die Milchverarbeitung im ersten Halbjahr abgenommen, und das Preisniveau habe unter dem des Vorjahreszeitraumes gelegen. Für das Gesamtjahr zeigte sich Berz-List aber verhalten optimistisch, wenn der Sommer mit einem Mix aus Wärme zu Gunsten der Produktnachfrage und ausreichenden Niederschlägen im Sinne der Landwirtschaft verlaufe. Das Rekordergebnis aus dem Vorjahr „werden wir aber nicht aufholen können“, räumte der Molkereimanager ein. Hessens größte Molkerei hatte 2018 bei einer Milchverarbeitung von 138 Mio kg einen Erlös von 186 Mio Euro generiert und einen Überschuss von mehr als 3 Mio Euro erzielt. AgE

Danone errichtet erste klimaneutrale Milchtrocknungsanlage

Der französische Molkereikonzern Danone wird in seinem neuseeländischen Werk in Balclutha die erste klimaneutrale Milchsprühtrocknungsanlage des Landes errichten. Wie das Unternehmen mitteilte, werden dafür rund 40 Mio NZ$ (23,7 Mio Euro) investiert, wovon allein 30 Mio NZ$ (17,8 Mio t) für einen Biomassekessel vorgesehen sind. Dieser soll mit Forstabfällen aus den umliegenden Wäldern betrieben werden. Die Anlage soll 2021 fertiggestellt sein und jährlich 20 000 t CO2 einsparen. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, bis 2050 ein klimaneutrales Unternehmen in allen Bereichen zu werden. Mit solchen Schlüsselinvestitionen machen wir einen Schritt nach vorn, um dieses Ziel zu erreichen", erklärte der Betriebsleiter von Danone, Cyril Marniquet. Im Werk Balclutha wird von dem Unternehmen Säuglingsnahrung der Marke Aptamil hergestellt. Kürzlich hatte Neuseelands größte Molkerei Fonterra angekündigt, keine neuen Kohlekessel mehr für den Betrieb seiner Fabriken zu installieren und schrittweise aus diesem fossilen Brennstoff auszusteigen. Auch das Molkereiunternehmen Synlait - drittgrößter Milchverarbeiter im Land - hat sich zu einer Verringerung seines CO2-Fußabdrucks verpflichtet, wobei neue Gas- und Elektrizitätskessel sowie Biomasse die Kohle ablösen sollen. In Neuseeland stammt fast die Hälfte aller Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft, woran die Milchproduktion den größten Anteil hat. Der globale Milchkonzern Danone hat nach Angaben der Pariser Zentrale seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,2 % auf 12,65 Mrd Euro steigern können. Der operative Gewinn legte dabei um 4,2 % auf 1,86 Mrd Euro zu; der Nettogewinn war hingegen wegen Sondereffekten um 14,1 % auf 1,04 Mrd Euro rückläufig. Konzernchef Emmanuel Faber wertete das Halbjahresergebnis als Bestätigung für die Bemühungen zur Neuorganisation des Unternehmens. Die Impulse zur Innovation seien immer noch stark, und zugleich werde an den meisten Schwächen im Portfolio gearbeitet. Danone hält an seinem Jahresziel fest, den Umsatz gegenüber 2018 um 3 % zu steigern, wovon mehr als 15 % als bereinigter operativer Gewinn übrig bleiben sollen. AgE

Umrechnungskurs: 1NZ$ = 0,5933 Euro

FrieslandCampina steigert den Gewinn

Der niederländische Molkereikonzern Royal FrieslandCampina hat seinen Überschuss in der ersten Jahreshälfte 2019 bei stabiler Umsatzentwicklung erhöht. Wie aus dem Geschäftsbericht des international aufgestellten Unternehmens hervorgeht, bewegten sich die Erlöse im Zeitraum Januar bis Juni dieses Jahres auf dem Niveau der Vorjahresperiode von 5,7 Mrd Euro, während der Periodenüberschuss um 11 % auf 121 Mio Euro kletterte. Als Grund für die Gewinnsteigerung nennt das Unternehmen vor allem die profitable Entwicklung bei höherwertigen Produkten, insbesondere bei Käse. Außerdem habe der Rückgang der niederländischen Milchanlieferungen um 5 % auf 268 Mio kg den Gewinn erhöht, weil dadurch die Erzeugung der immer noch verlustträchtigen Basismilcherzeugnisse wie Butter und Milchpulver eingeschränkt worden sei. Ausschlaggebend für die geringere Milchmenge waren laut FrieslandCampina unter anderem die Wechsel von Milchlieferanten zu anderen Abnehmern sowie die Abstockung des niederländischen Milchkuhbestandes als Folge strengerer Vorgaben für die Phosphatemissionen des Sektors. Erschwerend hinzugekommen seien kleinere Futtervorräte und höhere Futterkosten wegen der Trockenheit im vergangenen Jahr. Der Erzeugerpreis einschließlich aller Zuschläge, Ausschüttungen und Zinsen für die genossenschaftlichen Milchviehhalter dürfte laut Geschäftsbericht im ersten Halbjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,3 % auf insgesamt schätzungsweise 39,60 Euro/100 kg Milch steigen. Mit Blick auf die weitere Geschäftsentwicklung gab sich FrieslandCampina-Geschäftsführer Hein Schumacher „vorsichtig optimistisch“. AgE

Brasilianische Milcherzeugnisse erhalten Zugang zum chinesischen Markt

China hat seinen Markt für brasilianische Milcherzeugnisse geöffnet. Wie das Landwirtschaftsministerium in Brasília mitteilte, wurden von Peking insgesamt 24 brasilianische Molkereien für Lieferungen unter anderem von Milchpulver und Käse zugelassen. Ressortchefin Tereza Cristina da Costa Días sprach von einer „hervorragenden Nachricht“ für die krisengeschüttelte Branche. Allein der Milchpulverimport Chinas betrage jedes Jahr insgesamt 800 000 t; die brasilianische Milchpulvererzeugung umfasse derzeit 600 000 t. Auch der brasilianische Milchwirtschaftsverband Viva Lácteos freute sich über die Marktöffnung. Er geht davon aus, dass das südamerikanische Land künftig Molkereiprodukte im Wert von 4,5 Mio $ (4,0 Mio Euro) nach China liefern kann. Informationen zum jetzigen Auslandsgeschäft der brasilianischen Milchwirtschaft lieferte der Verband nicht. Staatliche Zahlen liegen allerdings für den Zeitraum Januar bis September 2018 vor. In den drei Quartalen setzte das südamerikanische Land demnach Milch und Molkereiprodukte im Wert von zusammen 58,3 Mio $ (52,0 Mio Euro) auf dem globalen Markt ab. Die Milchbranche in Brasilien steckt seit längerem in der Krise, laut Angaben des Milcherzeugerverbandes Leite Brasil auch wegen der Konkurrenz aus Argentinien und Uruguay. Hinzu komme, dass die Produktionskosten im internationalen Vergleich hoch seien, auch infolge der Besteuerung von Produktionsmitteln. Mit Blick auf die Zukunft bereitet dem Wirtschaftszweig zudem das aktuell vorgelegte Ergebnis der Freihandelsgespräche zwischen dem Mercosur und der Europäischen Union Sorgen. Demnach sollen künftig 30 000 t Käse, 10 000 t Milchpulver und 5 000 t Babynahrung von der EU zollfrei in den Mercosur eingeführt werden dürfen. AgE

Umrechnungskurs: 1 $ = 0,8917 Euro

Hochwald wird Mehrheitseigner bei Almil

Die Hochwald Foods GmbH wird mit rechtlicher Wirkung zum 1. Januar 2020 die Mehrheit an der Almil AG übernehmen. Wie die Molkerei gegenüber AGRA-EUROPE mitteilte, wurde der Vertrag für eine Mehrheitsbeteiligung am 17. Juli unterzeichnet. Die Beteiligung steht unter der Bedingung, dass die Kartellbehörden die Übernahme genehmigen. Hochwald wies darauf hin, dass mit Abschluss des Kaufvertrages keine direkte Übernahme von Produktionswerken erfolge. Die Almil bleibe als eigenständiges Unternehmen bestehen und werde weiterhin im Rahmen der bestehenden Verträge Rohmilch ankaufen. Die Almil hat sich auf den Handel und die Produktion von funktionell hochwertigen Milchingredienzen und Dauermilchprodukten spezialisiert. Neben der Firmenzentrale in Oberursel bei Frankfurt verfügt das Unternehmen über Betriebsstätten im mecklenburg-vorpommerschen Bützow, dem niedersächsischen Wagenfeld sowie in Mauerkirchen in Österreich. Im vergangenen Jahr hatte Almil den Hochwald-Standort im bayerischen Weiding übernommen. Hochwald selbst will nach eigenen Angaben mit dieser Beteiligung seine Kapazitäten im Tradingbereich ergänzen, eine höhere Flexibilität bei den Rohstoffströmen sichern sowie die Abhängigkeit vom Spotmarkt reduzieren. AgE

Preisverfall am globalen Milchmarkt gestoppt

Erstmals seit Anfang Mai haben sich die Preise für Milcherzeugnisse an der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) wieder nach oben bewegt. Der zusammenfassende Index aller gehandelten Produkte stieg am 16.7. gegenüber der Versteigerung von Anfang Juli um 2,7 %; zuvor war die Preismesszahl in vier Handelsrunden um insgesamt 8,8 % gesunken. Im Vorjahresvergleich lag der Index um 5,2 % höher. Mit ausschlaggebend für das aktuelle Plus waren Zuschläge für das Haupthandelsprodukt Vollmilchpulver. Die dafür angebotenen Kontrakte der Molkerei Fonterra erlösten über alle Laufzeiten und Qualitäten hinweg im Mittel 3 074 $/t (2 728 Euro); das waren 3,6 % mehr als bei der vorangegangenen Auktion. Für Magermilchpulver ergab sich bei der jüngsten Versteigerung eine noch etwas höhere Wertsteigerung von 3,8 % auf 2 505 $/t (2 223 Euro). Dabei erzielte die Fälligkeit im September mit 6,4 % den höchsten Zuschlag. Über alle Kontrakte hinweg erlöste das Pulver gut 28 % mehr Geld als zwölf Monate zuvor. Vorerst gestoppt wurde an der GDT auch die Talfahrt der Butterpreise. Im Mittel aller Liefertermine waren die Käufer bereit, 4 406 $/t (3 910 Euro) zu zahlen; das waren 1,7 % mehr als bei der Auktion vor zwei Wochen, aber 11,0 % weniger als vor genau einem Jahr. Auch wasserfreies Milchfett ließ sich bei der jüngsten Versteigerung teurer verkaufen; die Erlöse für eine Tonne stiegen ebenfalls um 1,7 %, und zwar auf 5 523 $ (4 901 Euro). Nach einer deutlichen Preiskorrektur nach unten im Juni konnte sich der Preis für Cheddarkäse ebenfalls wieder befestigen. Der alleinige Anbieter Fonterra erlöste im Mittel 3 869 $/t (3 433 Euro); das waren 3,3 % mehr als Anfang Juli. Für die Lieferung im November 2019 ließen sich sogar fast 4 100 $/t (3 638 Euro) erzielen. Das einzige Produkt, das aktuell an der GDT weniger Geld einbrachte, war Labkasein, das mit einem Abschlag von 3,4 % gehandelt wurde. Dessen Preis war im bisherigen Jahresverlauf allerdings stark gestiegen, so dass dieser mit zuletzt 7 044 $/t (6 251 Euro) noch um gut die Hälfte über dem Vorjahresniveau lag. AgE

Umrechnungskurs: 1 $ = 0,8874 Euro

Milchrekord in Neuseeland knapp verpasst

Günstige Witterungs- und Weidebedingungen haben in der ersten Hälfte des Ende Mai abgeschlossenen Milchwirtschaftsjahres 2018/19 in Neuseeland die Milchproduktion spürbar steigen lassen. Eine neue Rekordmarke wurde jedoch verpasst, da sich mit Beginn dieses Jahres die klimatischen Bedingungen wieder verschlechtert haben. Laut Daten des neuseeländischen Molkereiverbandes (DCANZ) belief sich die Gesamterzeugung 2018/19 auf 21,85 Mio t; gegenüber der Vorsaison war das ein Plus von 473 000 t oder 2,2 %. Dies war die zweithöchste jemals produzierte Menge; nur 2014/15 war diese mit 21,91 Mio t höher ausgefallen. Die Molkereien in Neuseeland konnten im abgelaufenen Wirtschaftsjahr zudem mehr Milchinhaltsstoffe verarbeiten. Nach Verbandsangaben nahm die Produktion des aus den Trockengehalten von Fett und Eiweiß gewonnenen Milchfeststoffs gegenüber 2017/18 um 2,4 % auf 1,88 Mio t zu. Auch hier wurde die historische Höchstmarke von 1,89 Mio t aus dem Vermarktungsjahr 2014/15 knapp verfehlt. Der Molkereikonzern Fonterra konnte laut eigenen Angaben im Berichtsjahr 1,523 Mio t Milchfeststoff in Neuseeland verarbeiten, was gegenüber der Vorsaison einem Zuwachs von 1,2 % entsprach. Für 2019/20 wird derzeit bei der Molkereigenossenschaft ein Aufkommen von 1,520 Mio t erwartet. Ganz anders als im Nachbarland verlief die Milchsaison 2018/19 in Australien, die dort Ende Juni beendet wurde. Nach Angaben des Branchenverbandes „Dairy Australia“ (DA) wurden in den ersten elf Monaten des Wirtschaftsjahres nur 7,98 Mrd l Milch erzeugt; das waren 669 Mio l oder 7,7 % weniger als im gleichen Zeitraum der Vorsaison. Im Mai gingen dabei die Milchanlieferungen gegenüber dem Vorjahresmonat sogar um 13,6 % zurück. Die Rabobank geht davon aus, dass 2018/19 die australische Erzeugung um mindestens um 8 % auf etwa 8,6 Mrd l abnehmen wird; das wäre die geringste Produktion seit mehr als 20 Jahren. Grund für den starken Rückgang der Milchmenge ist die anhaltende Dürre in Teilen Australiens, die zu einer spürbaren Verknappung und Verteuerung von Futter und Wasser sowie dem Abschlachten von Tieren geführt hat. AgE

Arla vermarktet Käse im Nahen Osten mit Markenlizenz von Kraft

Die europäische Molkereigenossenschaft Arla Foods kann in den kommenden zwölf Jahren für den Verkauf von Käseprodukten im Nahen Osten die Marke Kraft nutzen. Wie das Unternehmen Anfang des Juli mitteilte, wurde mit Kraft Heinz eine Vereinbarung über eine gebührenpflichtige Markenlizenz für das Käseportfolio erzielt, welches Arla kürzlich von Mondeléz International übernommen hat. Die Lizenzvereinbarung gilt für die Märkte in Bahrain, Irak, Israel, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Libyen, Mauritius, Oman, Palästina, Saudi-Arabien, die Seychellen, Syrien und die Vereinigten Arabischen Emirate. „Wir freuen uns sehr über diese Vereinbarung mit Kraft Heinz. Sie sichert eine wichtige Fortführung des von uns übernommenen Geschäfts“, erklärte der für das internationale Geschäft von Arla Foods zuständige Vice-President Tim Ørting Jørgensen. Das sei auch eine gute Nachricht für die vielen Millionen Verbraucher in der Region, die die Käseprodukte der Marke Kraft kennen und lieben würden. Indem das Kraft-Käseportfolio mit dem eigenen Puck-Sortiment kombiniert werde, könne in der Region die Marktführerschaft in der Kategorie Käse übernommen werden, so der Arla-Manager. Im Dezember 2018 hatte Arla angekündigt, das Schmelzkäsegeschäft von Mondeléz im Nahen Osten zu übernehmen; die Transaktion wurde Ende Mai abgeschlossen. Mit dem Kauf erwarb der Konzern zudem eine hochmoderne Anlage zur Käseproduktion in Bahrain. Damit bietet sich Arla nach eigenen Angaben nun die Möglichkeit, die Produktion von Markenkäse in der Region Naher Osten und Nordafrika (MENA) weiter auszubauen und die Effizienz in der Lieferkette zu steigern. Das Absatzgebiet MENA zählt zu den Schlüsselregionen in Arlas „Good-Growth-2020-Strategie" und ist für den Konzern der wichtigste Markt außerhalb Europas. Seit 2010 wurde dort der Umsatz mehr als verdoppelt; er lag im Einzelhandel und Foodservice 2018 bei rund 560 Mio Euro. AgE

„Cassis-de-Dijon-Prinzip“ für Lebensmittel wird verstärkt

Das seit 2010 in der Schweiz geltende auf dem „Cassis-de-Dijon-Prinzip“ fußende Gesetz zur Erleichterung von EU-Importen wird geändert. Gemäß der Regelung dürfen Lebensmittel, die in einem EU-Land zugelassen sind, automatisch auch in der Schweiz in Verkehr gebracht werden, sofern das dortige Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) keine Bedenken hat. Der Bundesrat, die Regierung des Landes, beschloss zur Vereinfachung des Verfahrens, die bisherige Bewilligungspflicht des BVL durch ein Meldeverfahren zu ersetzen. Eine entsprechende Vorlage war von der Regierung bereits im Dezember 2017 zur Vernehmlassung unterbreitet worden. Aufgrund der Ergebnisse aus dem öffentlichen Vernehmlassungsverfahren wurde nun entschieden, das elektronische Meldeverfahren umzusetzen, wobei eine Vereinfachung des Verfahrens ins Auge gefasst wird. Die Regierung will auch zusätzliche Ausnahmen zum „Cassis-de-Dijon-Prinzip“ für Lebensmittel prüfen. Diese neuen Ausnahmen sollen das Schweizer Sicherheitsniveau bei Lebensmitteln garantieren, insbesondere, wenn auf EU-Ebene keine einheitlichen Vorschriften bestehen. Das „Cassis-de-Dijon-Prinzip“ war eingeführt worden, um die hohen Preise in der Schweiz und den Einkaufstourismus der Eidgenossen zu dämpfen. Nach Angaben des Bundesamtes für Statistik liegen die Lebensmittelpreise in der Schweiz im Mittel um 67 % über dem EU-Durchschnitt. AgE

Freistaat will die Marke „Bayern“ stärken

Der Freistaat will die Marke „Bayern“ im Lebensmittelbereich weiter stärken. Dabei sollen die Aspekte Premium, Genuss, Regionalität und Nachhaltigkeit die zentralen Elemente bilden. Wie die bayerische Staatskanzlei mitteilte, stellen die Programme „Geprüfte Qualität Bayern“, „Bayerisches Bio-Siegel“ und die von der Europäischen Union herkunftsgeschützten Spezialitäten die Grundlagen für die Markenstärkung dar. Für den Ausbau der Qualitätsstrategie werde künftig noch intensiver mit Erzeugern und Konsumenten vor Ort zusammengearbeitet. Dadurch solle ein neues „Wir-Gefühlt“ gefördert werden, betonte die Staatskanzlei. Geplant sei unter anderem, im Rahmen einer „Regional-Allianz“ Vertreter der gesamten Wertschöpfungskette an einem Tisch zusammenzuholen, um Allianzen für den Absatz regionaler Lebensmittel bei allen Veranstaltungen wie auf Volks- und Vereinsfesten und bei der Gemeinschaftsverpflegung in Kantinen und Schulen zu fördern. Zudem will das Landwirtschaftsministerium ab August mit einer mobilen Küche bei Veranstaltungen des Ressorts und auf externen Festivals für heimische Produkte werben. Darüber hinaus solle über eine Aufklärungskampagne in sozialen Medien unter Einbeziehung von Food-Bloggern und Testimonials die Öffentlichkeit über die Vorzüge regionaler Produkte beim Kauf informiert werden. Außerdem will die Staatsregierung die bestehenden Angebote an Coaching und Workshops zur nachhaltigen Verpflegung ausbauen. Die bereits laufenden Programme wie Gemeinschaftspräsentationen auf Messen, Regionalportale im Internet, das Botschafter-Programm für „Genusshandwerke“ oder die bayerischen Leitlinien zur Gemeinschaftsverpflegung sollen fortgesetzt und erweitert werden. Um ein jüngeres Publikum anzusprechen, werde die Nutzung von Online-Kommunikationskanälen im bayerischen Agrarmarketing weiter ausgebaut. Ziel sei es, bei allen Maßnahmen, verstärkt auf ein modernes Gemeinschaftsmarketing zu setzen, das die reale mit der virtuellen Welt verbinde und die Kräfte der Partner in den Projekten bündle. AgE

DMK mit neuem Director Operations Private Label

Das Deutsche Milchkontor (DMK) hat einen neuen Director Operations für den Geschäftsbereich Private Label. Wie das Unternehmen mitteilte, hat Karl Eismann die Nachfolge von Frank Göbel angetreten, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen hat. Eismann berichtet in seiner neuen Funktion direkt an den leitenden Geschäftsführer des Geschäftsbereichs, Thorsten Rodehüser. Der 57-jährige Eismann ist gelernter Molkereifachmann und Ingenieur der Milchwirtschaft; er kann auf einen umfassenden Erfahrungsschatz aus verschiedenen Branchenbereichen und Geschäftsfeldern zurückgreifen und in die neue Position mit einbringen. Nach mehreren leitenden Stationen bei Nestlé und Kraft Foods/Mondelez wechselte Eismann zu Hochwald und fungierte dort als leitender Geschäftsführer. In derselben Position war er zuletzt bei der Jermi-Gruppe tätig. „Wir freuen uns sehr, mit Karl Eismann einen versierten Supply Chain Manager für unseren Geschäftsbereich gefunden zu haben“, erklärte Rodehüser. Mit seiner langjährigen Erfahrung und Kompetenz in der Lebensmittelwirtschaft und Molkereibranche werde der neue Director Operations den Geschäftsbereich bereichern und auch zu den Themen Netzwerktransformation und Continuous Improvement neue Impulse geben können. AgE

Lebensmittelverschwendung soll bis 2030 halbiert werden

Mehr als 100 der größten Lebensmittelhersteller und -einzelhändler in Großbritannien haben der Verschwendung von Nahrungsmitteln den Kampf angesagt und sich auf grundlegende Maßnahmen zu einer Eindämmung verpflichtet. Damit kommen sie einer Aufforderung der Londoner Regierung nach. Wie das britische Landwirtschaftsministerium (DEFRA) mitteilte, haben die Unternehmen verbindlich zugesagt, die Lebensmittelverschwendung bis 2030 zu halbieren und die Öffentlichkeit im Rahmen einer Aktionswoche für das Problem zu sensibilisieren. Laut aktuellen Zahlen des Agrarressorts werden in Großbritannien derzeit pro Jahr schätzungsweise 10,2 Mio t an Lebensmitteln und Getränken weggeworfen, wenn sie die landwirtschaftlichen Betriebe verlassen haben; das entspricht einem Warenwert von rund 20 Mrd £ (22,42 Mrd Euro). Der Wert der Lebensmittel, die von den britischen Haushalten gekauft, später jedoch weggeworfen werden, obwohl sie noch essbar sind, wird vom Ministerium auf jährlich rund 15 Mrd £ (16,82 Mrd Euro) beziffert; das entspricht etwa 500 £ (560,5 Euro) je Haushalt. Landwirtschaftsminister Michael Gove zeigte sich erfreut, dass so viele Unternehmen aus der Branche dem Aufruf zur Eindämmung der Lebensmittelverschwendung gefolgt seien; er hofft, dass sich noch weitere anschließen werden. „Das Vereinigte Königreich nimmt in diesem Bereich eine Führungsrolle ein. Gleichwohl werden jedes Jahr Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen“, so der Ressortchef. Erst zu Jahresbeginn hatte das Londoner Landwirtschaftsministerium 5 Mio £ (5,61 Mio Euro) für eine Plattform bereitgestellt, über die Organisationen überschüssige Nahrungsmittel umverteilen können, damit diese nicht weggeworfen werden. AgE

Umrechnungskurs: 1 £ = 1,121 Euro

Fonterra verkauft Eiscremegeschäft nach Europa

Der neuseeländische Molkereikonzern Fonterra hat sein Eiscremeunternehmen „Tip Top“ an den weltweit drittgrößten Eishersteller Froneri, einem Joint Venture des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé mit der britischen R&R Ice Cream mit Sitz in Großbritannien, verkauft. Wie Fonterra bekanntgab, belief sich der Kaufpreis auf 380 Mio NZ$ (223 Mio Euro) und lag damit um 100 Mio NZ$ (59 Mio Euro) über dem Buchwert. Die Veräußerung ist ein Ergebnis der Überprüfung des Gesamtportfolios durch Fonterra, dessen Ziel die Reduzierung der Schulden der Genossenschaft ist. „Die beliebte Marke Tip Top braucht kontinuierliche Investitionen und gezielte Eigenverantwortung, um für kommende Generationen nachhaltig zu sein. Wir sind nicht in der Lage, dies jetzt zu tun“, erklärte Fonterra-Geschäftsführer Miles Hurrell. Ein großer Vorteil des Verkaufs an Froneri sei, dass im Vertrag mit den neuen Eigentümern auch die Rohmilchbelieferung durch die Fonterra-Erzeuger vereinbart worden sei, so dass diese „Teil der Tip-Top-Story“ blieben. Nach Angaben von Froneri-Geschäftsführer Ibrahim Najafi werden der Name Tip Top und seine Aktivitäten, einschließlich des Werksgeländes in Auckland am Mount Wellington, erhalten bleiben und Investitionen erfolgen. Der vereinbarte Abwicklungstermin für den Verkauf ist laut Fonterra der 31. Mai 2019. Danach werde es eine Übergangsfrist von mehreren Monaten geben, und die Mitarbeiter könnten zu Froneri wechseln. AgE

Bundesforschungsministerium fördert Entwicklung neuer Lebensmittelsysteme

Das Bundesforschungsministerium fördert im Rahmen seines Programms „Innovationsräume Bioökonomie“ den Innovationsraum „NewFoodSystems“. Über fünf Jahre stellt das Ressort dafür bis zu 20 Mio Euro zur Verfügung. NewFoodSystems vereint mehr als 50 Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft und steht unter der Koordination des Max-Rubner-Instituts (MRI) in enger Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV). Laut Forschungsministerium sollen im Rahmen des Projekts neuartige Produktionsweisen und Anbauverfahren für die nachhaltige Erzeugung von Lebensmitteln mit höchstem Anspruch an deren Sicherheit und Qualität entwickelt, erprobt und mit höchster Verbraucherakzeptanz zur Marktreife gebracht werden. Mit neuen Verfahren und unter Nutzung neuartiger Quellen würden Lebensmittel sowie Zutaten für Lebensmittel und Futtermittel produziert, die eine maximale Wertschöpfung mit ressourcenschonender Produktion und somit die Bedarfe von Mensch und Umwelt vereinten. Dazu arbeiteten Experten aus allen Bereichen der Wertschöpfungskette im Netzwerk zusammen. NewFoodSystems befasst sich nach Angaben des Ministeriums mit drei Innovationsfeldern. Im Mittelpunkt der Controlled Environment Cultivation (CEC) stehe die Kultivierung von Organismen wie beispielsweise Pflanzen, Algen, Insekten und Fischen in geschlossenen und damit kontrollierbaren Systemen. Im zweiten Feld würden neue Lebens- und Futtermittelzutaten entwickelt, um den Konsum an tierischen Lebensmitteln deutlich zu senken und das Angebot an nachhaltigeren Alternativen zu steigern. Hinzu komme das ressourceneffiziente Energie- und Stoffstrommanagement in der Systemintegration, erläuterte das Ministerium. Hier würden durch die Kombination neuartiger Produktionssysteme Nahrungsketten gebildet und Stoffströme so effizient gekoppelt, dass letztlich eine CO2-neutrale Produktion der Lebensmittel erreicht werden könne. Um die in dem Innovationsraum gewonnenen Forschungsergebnisse schnell in Produkte und Verfahren für die Märkte zu überführen, würden diese in einem Innovations-Hub auf ihre Verwertbarkeit geprüft und Projektabläufe zur Verwertung optimiert. AgE

Mehr Wettbewerb durch Milchlieferverträge

Die MEG Milch Board sieht sich in ihrer Auffassung bestätigt, dass verbindliche Lieferverträge zwischen Erzeugern und Molkereien über Mengen und Preisen zu einer Stabilisierung des Milchmarktes und einer verbesserten Stellung der Bauern führen werden. Wie die Milcherzeugergemeinschaft Mitte April mitteilte, kommt nun auch eine von ihr beim Beratungsunternehmen Lademann & Associates GmbH (L&A) in Auftrag gegebene Studie mit dem Titel „Preisbildungsprobleme im Rohmilcherfassungsmarkt“ zu dem Ergebnis, dass verbindliche Lieferverträge Wettbewerbshemmnisse am Milchmarkt abbauen würden. So führen laut der Untersuchung die genossenschaftlichen Lieferbeziehungen mit Andienungs- und Abnahmezwang und einem Marktanteil von 70 % dazu, dass der Wettbewerb auf dem Rohmilcherfassungsmarkt eingeschränkt ist. In diesem starren System entschieden die Erzeuger als Lieferanten über die produzierte Menge und die Molkereien als Abnehmer nachträglich über den Preis. Genossenschaftliche Großmolkereien seien dabei für den gesamten Markt preisbildend, auch bei unzureichender Wertschöpfung. In Krisenzeiten würden die Milchbauern bei garantierter Abnahme zur Sicherung ihres Einkommens die Erzeugungsmengen steigern, um so wenigstens ihre Umsätze zu erhöhen. Solch ein System setze deshalb falsche Anreize und begünstige Überproduktion und niedrige Preise. Durch verbindliche Verträge gemäß Artikel 148 der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) mit festen Mengen und Preisen gelinge es aus ökonomischer Sicht besser, die Mengen im Markt zu regulieren und die Preise zu stabilisieren, folgern die Autoren der Studie. Die Produktion werde dann nämlich nicht mehr einseitig durch eine Vielzahl von unabhängigen Mengenentscheidern beeinflusst, sondern entspreche der Summe aller geschlossenen Verträge. Zugleich würden die Molkereien bei festen Preisen gezwungen, ihr Kalkulationsverhalten in Richtung einer bedarfsgerechten Produktion zu ändern.

 

Abbau von Wettbewerbsverzerrungen

Durch die verbindliche Einführung der Vertragslösung nach Artikel 148 GMO mit der Maßgabe konkreter Preise und Mengen lassen sich der Studie zufolge auch weitere Wettbewerbsdefizite abbauen. So würden im Moment durch die einseitige nachträgliche Preisfestsetzung der Molkereien die Marktrisiken auf die Erzeuger abgewälzt. Die Erzeuger seien jedoch in einer schlechteren Informationsposition bezüglich wichtiger Marktinformationen zur Mengenplanung. Die Folge seien große Preisschwankungen auf dem Markt für Rohmilch. Milchlieferverträge würden dem entgegenwirken, weil dann Entscheidungen dorthin verlagert würden, wo die Risiken und Chancen besser beurteilt werden könnten. Des Weiteren würden den Molkereien, die dann um die Milch der Erzeuger werben müssten, bessere Anreize für die Erzielung einer hohen Wertschöpfung gesetzt. Zudem könne die Bündelung der Rohmilch in Milcherzeugergemeinschaften im Falle eines „umfassenden Wettbewerbs der Lieferverträge“ zu einer deutlichen Stärkung der Erzeugerinteressen gegenüber den Molkereien führen. Die MEG Milch Board fordert deshalb, dass Deutschland vom Artikel 148 GMO Gebrauch macht und ein vertragliches Verhältnis über Liefermengen und Preise sowie deren Laufzeiten vorgeschrieben wird. AgE

Kommission signalisiert Briten bei Lebensmittelsicherheit wenig Entgegenkommen

Kein großes Entgegenkommen gegenüber dem Vereinigten Königreich im Hinblick auf Sondermaßnahmen für den Bereich Lebensmittelsicherheit hat die EU-Kommission im Falle eines harten Brexits signalisiert. Der jetzt zuständige Kommissionsvizepräsident Jyrki Katainen betonte  vor Journalisten in Brüssel, dass der freie Binnenmarkt und damit verbunden auch der Warenaustausch von Tieren und Lebensmitteln nur von denjenigen Staaten genutzt werden könne, die die gemeinsamen Regeln auch akzeptierten. Dies sei bei einem ungeordneten Austritt Großbritanniens für das Land dagegen schwierig, erklärte der finnische Kommissar. Katainen betonte, dass die EU weltweit die höchsten Standards für Lebensmittelsicherheit habe. Die europäischen Regeln seien nicht dafür da, Prozesse zu verlangsamen und die Menschen mit Bürokratie zu überschütten, sondern sicherzustellen, dass die von ihnen verzehrten Lebensmittel keine Gefahr darstellten. Um zumindest teilweise auf Grenzkontrollen verzichten zu können, müssten die Briten die gemeinsamen Regeln zunächst offiziell akzeptieren. Mit Blick auf eine mögliche Vermeidung eines „No-deal-Brexits“ stellte der Kommissar klar, dass dies gerade mit Blick auf die Nahrungsmittelversorgung auch im britischen Interesse liege. So führe das Königreich mehr als 73 % seiner Nahrungsmittel aus den anderen EU-Ländern ein, gab der Finne zu bedenken. Die EU-27-Mitgliedstaaten hätten bereits ihr Personal für die Zoll- und Sicherheitskontrollen aufgestockt. In den am stärksten betroffenen Ländern - genannt wurden von dem Kommissar dabei Frankreich, Belgien, Irland, Niederlande und Dänemark - seien dafür mehr als 2 000 zusätzliche Fachkräfte eingestellt worden. AgE

Fonterra-Geschäftsführer Hurrell bekommt Festanstellung

Der neuseeländische Molkereikonzern Fonterra hat seinen Interims-Geschäftsführer Miles Hurrell dauerhaft auf diese Führungsposition berufen. Wie das genossenschaftliche Unternehmen Anfang März mitteilte, gilt dies unverzüglich.
Hurrell hatte den Job als Zwischenlösung im August 2018 übernommen, nachdem der frühere Geschäftsführer Theo Spierings wegen schlechter  Wirtschaftsergebnisse gehen musste. Zuvor war Hurrell bereits 18 Jahre in  verschiedenen Positionen für die Molkereigenossenschaft tätig. Der Fonterra-Vorsitzende John Monaghan berichtete, dass der Vorstand der Genossenschaft beeindruckt von Hurrells Führungsqualitäten und kaufmännischen Fähigkeiten sei und dieser „frischen Wind“ in das Unternehmen gebracht habe. „Miles hat die  Weisheit, die Fähigkeiten, die Erfahrung und das Rückgrat gezeigt, das zur Führung benötigt wird. Seine feste Anstellung wird der Genossenschaft und unseren Mitarbeitern während einer kritischen Phase des Wandels die notwendige Stabilität bringen“, erklärte Monaghan. Laut Fonterra wird Hurrell ein jährliches Grundgehalt von 1,95 Mio NZ$ (1,17 Mio Euro) gezahlt, zu dem sich mögliche Bonuszahlungen
bei Zielerreichung addieren. Der Molkereikonzern gab vergangene Woche zudem bekannt, dass Judith Swales zukünftig verantwortlich für den Bereich Global Consumer and Foodservice bei Fonterra sein wird. AgE

Arla erhält für H-Milch Auszeichnung in China

Die europäische Molkereigenossenschaft Arla Foods hat für die H-Milch aus ihrem Werk am Standort Pronsfeld in der Eifel den „Sam’s Club China Supplier Award“ 2018 erhalten. Sam’s Club ist nach Angaben des Milchverarbeiters einer seiner wichtigsten Kunden in China. Das Unternehmen sei Teil des US-amerikanischen Einzelhändlers Walmart Group und in 18 chinesischen Millionenstädten mit großen Handelsmärkten vertreten. Laut Arla werden von Sam’s Club China im Rahmen einer Preisverleihung jährlich die besten Lieferanten ausgezeichnet. H-Milch aus Pronsfeld, die auch von zahlreichen Landwirten aus der Eifel stamme, habe sich im Rennen um die Auszeichnung gegen starke Konkurrenten aus der ganzen Welt durchgesetzt. Pronsfeld ist der Molkereigenossenschaft zufolge ihr Kompetenzzentrum für haltbare Milchprodukte. Rund 28 % der dort hergestellten Produkte würden exportiert, wobei ein Großteil der haltbaren Milchprodukte nach China geliefert werde. Im Jahr 2018 seien es insgesamt rund 150 000 t gewesen; das entspreche etwa 246 Millionen Milchverpackungen. In China gelte Arla-H-Milch als Premium-Produkt und werde unter der Marke MUH sowie als Handelsmarke verkauft, erläuterte das Unternehmen. Durch eine enge Zusammenarbeit habe Sam’s Club im vergangenen Jahr seine Verkäufe von H-Milch im klassischen Handel gegenüber 2017 um 62 % und die Onlineverkäufe um 194 % steigern können. AgE

DMK Group eröffnet Hightech-Werk für Babynahrung

Die DMK Group hat ihr Milchwerk in Strückhausen nach eigenen Angaben zu einer der modernsten Produktionsstätten für Babynahrung in Deutschland umgebaut und neu eröffnet. Wie Deutschlands größte Molkereigenossenschaft in Bremen mitteilte, wurden dafür 145 Mio Euro investiert. Damit werde die Strategie zur Wertschöpfungssteigerung und Forcierung des Markengeschäfts konsequent fortgesetzt, denn mit der vollständigen Inbetriebnahme des Werks könnten nun für den deutschen und internationalen Markt jährlich bis zu 40 Mio kg Milch aus gentechnikfreier Fütterung zu Babymilchnahrung in höchster Pulverqualität verarbeitet werden. Den Rohstoff lieferten die eigenen Milcherzeugern aus dem unmittelbaren Umfeld. An dem Standort seien zurzeit rund 170 Mitarbeiter tätig. Ein Anstieg auf mehr als 230 Mitarbeiter bis 2020 sei geplant. Ein weiterer Meilenstein ist nach Konzernangaben die Investition in eine innovative Verpackung, die in Strückhausen produziert wird und für die Bedürfnisse von Müttern entwickelt wurde. Der Chief Operating Officer von DMK Baby, Stefan Eckert, sieht damit die Weichen für weiteres Wachstum gestellt. „Bereits seit Oktober 2018 sind wir mit dem ‚myHumana Pack‘ in Deutschland, Italien, Spanien, Portugal und Polen in den Regalen zu finden. Das Feedback, das wir erhalten, ist mehr als positiv“, berichtete der Manager. In Italien ist DMK nach eigenen Angaben mit der Marke „Humana“ bereits Marktführer im Bereich der Spezial- und Anfangsnahrung. Auch alle anderen Babymilchsegmente wüchsen kontinuierlich. Die prozentual zweistelligen Wachstumsraten an den internationalen Märkten bestätigten die angestoßene Neuausrichtung. AgE

Chancen für die Milchwirtschaft liegen im Export

Der Appetit der Europäer und Asiaten auf deutsche Milchprodukte bietet auch den Milchviehhaltern im Nordwesten über ihre Molkereien langfristige Absatzmöglichkeiten. So lautet das Fazit des 67. Grünlandtages, den die Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Spohle ausgerichtet hat. Nach Einschätzung des Milchmarktexperten der Kammer, Mathias Klahsen, können sich durch einen steigenden Bedarf im asiatischen Raum neue Chancen ergeben. „China wird als Importland auch 2019 eine herausragende Rolle am Weltmilchmarkt einnehmen und Potential für den heimischen Markt bieten“, prognostizierte Klahsen. Positive Aussichten biete außerdem das Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit Japan. Allerdings erwartet Klahsen wegen der knappen Futtervorräte als Folge des Dürresommers 2018 eine Verlangsamung der Milchproduktionssteigerung. Die Milchanlieferungen lägen bereits unter dem Vorjahresniveau. Dagegen werde laut EU-Kommission die Nachfrage nach Milchprodukten im Binnenmarkt 2019 um 0,7 % steigen. Für den Export erwarteten die Brüsseler Fachleute im Vergleich zu 2018 sogar ein Plus von 4,5 %. Sollten die Auswirkungen des EU-Austritts Großbritanniens auf den heimischen Milchmarkt weniger gravierend ausfallen als bislang befürchtet, könne es aufgrund des geringeren Rohstoffangebots und der wachsenden Nachfrage am Weltmarkt zu einem deutlichen Anstieg der Milcherzeugerpreise kommen. „Ein Jahresdurchschnittspreis in Höhe von 34 Cent bis 35 Cent pro Kilogramm Milch wäre dann realistisch“, so Klahsen. Der Grundpreis für die niedersächsischen Milcherzeuger liege aktuell noch rund 2 Cent bis 3 Cent unter diesem Prognosewert. Allerdings hätten die Bauern höhere Milchpreise bitter nötig, da die Produktionskosten stark gestiegen seien.

Die Wirtschaftsberaterin der Kammer, Anna-Lena Niehoff, empfahl den Milcherzeugern, die Produktivität ihrer Betriebe genau zu analysieren und möglichst zu verbessern. Die Vollkostenauswertungen milchviehhaltender Betriebe aus zurückliegenden Wirtschaftsjahren zeigten, dass das obere Viertel der ausgewerteten Betriebe nicht nur deutlich mehr Milch je Kuh erzeuge, sondern zudem in fast allen Kostenbereichen günstiger produziere. Der Referatsleiter Milch beim Deutschen Bauernverband (DBV), Ludwig Börger, wies darauf hin, dass neben den betriebswirtschaftlichen Anforderungen auch die Ansprüche der Gesellschaft wüchsen. Wenn der Gesetzgeber nicht aktiv werde, würden das mit Sicherheit die Marktpartner aus der Industrie und Handel übernehmen. Als deutlichen Wink in diese Richtung interpretierte Börger die Einführung der „Gentechnikfreiheit“ als neuen Standard bei der Trinkmilch im Jahr 2016. Der Kreislandwirt für das Ammerland, Manfred Gerken, bestätigte, dass sich die Anforderungen an die Landwirtschaft beträchtlich mehrten. „Es gilt, die Belange des Verbrauchers und der Gesetzgebung mit dem Globalisierungsprozess in Einklang zu bringen“, stellte Gerken fest. Mit den Rahmenbedingungen des Welthandels auf der einen Seite und den Wünschen nach Nachhaltigkeit, Biodiversität, Gewässer-, Grundwasser-, Insekten- und Naturschutz auf der anderen Seite träfen ganz unterschiedliche Aspekte aufeinander. AgE

Verbot der Anbindehaltung würde kleinere Betriebe treffen

Die ganzjährige Anbindehaltung von Milchkühen ist auf dem Rückzug, doch würde ein mögliches Verbot dieser Haltungsform immer noch viele Betriebe treffen. Dies ist ein Ergebnis einer Studie des Thünen-Instituts (TI), in der die Folgen eines Verbotes mit einem Übergangszeitraum von zehn Jahren bis 2027 untersucht wurden. Dabei weisen die Wissenschaftler darauf hin, dass es bundesweit keine aktuellen Daten zur ganzjährigen Anbindehaltung von Rindern gibt. Basierend auf Ergebnissen der Landwirtschaftszählung von 2010 und unter Berücksichtigung des Strukturwandels kann aber geschätzt werden, dass 2027 noch etwa 13 500 Betriebe mit rund 270 000 Milchkühen von einem Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung betroffen wären. Dies seien meist kleinere und auf die Milchviehhaltung spezialisierte Betriebe, die oft auch über andere Einkommensquellen neben der Landwirtschaft verfügten, erläuterten die Analysten. Diese Betriebe könnten bei einem Verbot der Anbindehaltung Weidegang anbieten, einen Laufhof errichten, den Anbindestall umbauen oder einen Laufstall neu bauen. Aufgrund der unterschiedlichen betrieblichen Bedingungen würden die damit verbunden Kosten stark variieren. Umgerechnet auf das Kilogramm Milch kostet laut Studienergebnissen der Ausstieg aus der Anbindehaltung zwischen 0,26 Cent und 13,42 Cent. Ein Verbleib in der Produktion könne sich somit erheblich auf die Rentabilität der betroffenen Betriebe auswirken, stellten die Wissenschaftler fest. Allerdings könnten mit Fördermaßnahmen, wie beispielsweise tierbezogenen Weideprämien oder einer angepassten Investitionsförderung, negative wirtschaftliche Effekte für die Halter reduziert werden. Bei einem Übergangszeitraum von zehn Jahren müssten dafür schätzungsweise 222 Mio Euro bis 287 Mio Euro an öffentlichen Geldern bereitgestellt werden. „Diese Ausgaben ließen sich grundsätzlich mit Mitteln finanzieren, die im Rahmen der Zweiten Säule der EU-Agrarpolitik bereits zur Verfügung stehen“, so die Erstautorin der Studie, Angela Bergschmidt. Aber selbst mit einer flankierenden Förderung sei zu erwarten, dass ein Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung den Strukturwandel beschleunigen werde. Ausreichend lange Übergangsfristen, attraktive Fördermaßnahmen und gegebenenfalls Härtefallregelungen für auslaufende Betriebe seien deshalb aus Gründen der Sozialverträglichkeit zu erwägen. AgE

JEFTA kann endgültig in Kraft treten

Das Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Japan (JEFTA) kann jetzt auch formell zum 1. Februar in Kraft treten. Vor allem der europäischen Landwirtschaft wird darin eine Reihe von Handelserleichterungen eingeräumt. Mit der Billigung des Freihandelsvertrages durch die EU-Mitgliedstaaten in Brüssel hat dieser auch die letzte Hürde genommen. Das Europaparlament sowie die japanische Legislative hatten bereits in den Wochen zuvor für JEFTA gestimmt. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier wertete die Zustimmung durch den Rat als ein wichtiges Signal für freien, fairen und regelbasierten Handel. Der CDU-Politiker hob hervor, dass durch JEFTA ein Großteil der Zölle und eine Reihe von Regulierungshemmnissen beseitigt würden. So öffne sich der japanische Markt mit seinen 127 Millionen Verbrauchern unter anderem für wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse der EU, beispielweise für Wein, Käse, Rind- und Schweinefleisch. Altmaier erklärte zudem, dass das Abkommen 635 Millionen Menschen und fast ein Drittel des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) verbinde. Ebenso setze der Vertrag moderne Standards und Regeln, insbesondere in Verbraucher-, Umwelt- und Sozialfragen. Auch ein Bekenntnis zum Pariser Klimaschutzabkommen sei enthalten. Zugleich hob der Ressortchef die sehr engen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan hervor. So sei Japan nach China der zweitwichtigste Handelspartner Deutschlands im Asien-Pazifikraum, während Deutschland Japans wichtigster Handelspartner innerhalb der EU sei. Laut dem Wirtschaftsministerium ist das beiderseitige Handelsvolumen seit 2009 stetig gewachsen und betrug 2017 rund 42,4 Mrd Euro. AgE

Fonterra bietet A2-Milch in Neuseeland an

Die neuseeländische Molkereigenossenschaft Fonterra wird ab dieser Woche erstmals A2-Frischmilch unter dem Dach ihrer Marke Anchor im Heimatland vermarkten. Konsumenten werden das Produkt mit der ursprünglichen Variante des Milcheiweißes Beta-Kasein zunächst in Supermärkten der Ketten Pak'n Save und New World auf der Nordinsel Neuseelands kaufen können. Bis Oktober sollen weitere Vertriebspartner hinzukommen und die A2-Anchor-Milch auch auf der Südinsel erhältlich sein. Günstig wird die auch als „Urmilch“ bezeichnete A2-Variante allerdings nicht sein. Laut Medienberichten soll der Preis für die 2-l-Flasche bei 6,38 NZ$ (3,70 Euro) liegen; für die 1-l-Packung werden 3,99 NZ$ (2,32 Euro) verlangt. Das entspricht einem Aufschlag von jeweils fast 40 % auf die normale A1-Markenmilch namens Anchor Blue. Möglich macht das neue Angebot die im Februar 2018 beschlossene strategische Zusammenarbeit mit der spezialisierten a2 Milk Company, die unter anderem eine Lizenz zum Vertrieb von A2-Milch durch Fonterra und den gemeinsamen Aufbau von entsprechend genetisch veranlagten Milchviehherden beinhaltet. Die Produktion von Milch vom Typ A1 oder A2 hängt von der Genetik einer Kuh ab. Der Unterschied zwischen beiden Varianten liegt in der Zusammensetzung der Aminosäuren im Beta-Kasein, wobei die A2-Milch eine ursprüngliche Variante enthält, was die Milch besser verdaulich machen soll. Vor allem Kühe der Rassen Jersey und Guernsey geben A2-Milch. Experten gehen davon aus, dass insbesondere der Anteil von A2-Jersey-Kühen in der neuseeländischen Milchviehherde zunehmen wird, wenn die Nachfrage nach dieser Milch auch international weiter wächst. In Deutschland hatte kürzlich die Handelskette Kaufland angekündigt, in 230 Filialen in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen A2-Milch zu verkaufen. Die Weidemilch kommt von der Milch-Manufaktur Taubentaler Hof in Kall-Keldenich in der Eifel. Die pasteurisierte, nicht homogenisierte Milch wird laut Pressemeldung in pfandfreien 1-l-Flaschen für 1,79 Euro angeboten.

Umrechnungskurs 1NZ$ = 0,5803 Euro

Fonterra-Vorsitzender Wilson zurückgetreten

er Vorstandsvorsitzende des neuseeländischen Molkereikonzern Fonterra, John Wilson, ist aus gesundheitlichen Gründen mit sofortiger Wirkung von seinem Posten zurückgetreten. Wie der weltweit größte Exporteur von Milchprodukten Ende Juli mitteilte, musste sich Wilson im vergangenen Monat einer größeren Operation unterziehen, von der er sich nun erholen müsse und die laufende Nachbehandlungen erfordere. Zum Nachfolger von Wilson wurde das Vorstandsmitglied John Monaghan gewählt. Der neue Vorsitzende der Molkereigenossenschaft wuchs nach Unternehmensangaben auf einem Milchviehbetrieb auf und gehört dem Vorstand von Fonterra seit 2008 an. Er habe dabei eine führende Rolle als Vertreter von Fonterras Interessen bei Kunden sowie in globalen Handelsfragen übernommen und verfüge über gute nationale und internationale Netzwerke mit wichtigen Stakeholdern. Monaghan sei auch eng in die Suche eines neuen Fonterra-Geschäftsführers eingebunden und werde diesen Prozess unter Einbindung des Vorstandes nun leiten, teilte das Unternehmen mit. Ende März 2018 hatte Fonterra angekündigt, dass Hauptgeschäftsführer Theo Spierings bis Jahresende das Unternehmen verlassen werde. Vorangegangen war ein Verlust von mehr als 200 Mio Euro in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2017/18, unter anderem wegen Schadensersatzzahlungen an Danone und einer Wertberichtigung beim kränkelnden chinesischen Milchproduktehersteller Beingmate. Zu seinem Rücktritt äußerte Wilson, dass er sich von der Operation erholt habe, nun aber fortlaufende Behandlungen benötige. „Als Vorsitzender weiter zu arbeiten, wenn ich meine volle Energie und Aufmerksamkeit nicht in die Position einbringen kann, ist nicht angemessen", so der scheidende Vorstandschef. Es sei ein Privileg gewesen, in dieser großartigen Kooperative als Vorsitzender den Genossenschaftsmitgliedern zu dienen. Die Entscheidung zurückzutreten sei schwierig gewesen, aber letztendlich im besten Interesse von Fonterra. AgE

Gewinne der Genossenschaftsmolkerei Sodiaal um fast ein Drittel gesunken

Die französische Genossenschaftsmolkerei Sodiaal hat 2017 bei einem konsolidierten Umsatz von 5,1 Mrd Euro einen Überschuss in Höhe von 16,7 Mio Euro erwirtschaftet. Das gab das Unternehmen bei der Vorstellung der Jahresbilanz im Rahmen der Generalversammlung bekannt. Gegenüber dem Vorjahr musste die Molkerei somit Einbußen von 7,3 Mio Euro oder etwa 30 % Ergebnisverschlechterungen beim Überschuss hinnehmen, wobei sich die Ergebnisverschlechterungen sehr unterschiedlich auf die Geschäftsbereiche verteilt hätten. Der Absatz von Käse habe sich sowohl mengen- als auch wertmäßig gut entwickelt und von hohen Fett- und Molkepreisen profitiert. Ebenfalls positiv sei die Entwicklung im Bereich der Spezialernährung wie etwa Säuglingsnahrung verlaufen. Das Zutatengeschäft hat der Genossenschaft zufolge dagegen die ungünstige Marktentwicklung bei Trockenprodukten zu spüren bekommen und zudem unter der verstärkten Konkurrenz gelitten. Die Verkäufe von Flüssigmilch, Butter und Sahne seien durch den stark rückläufigen Verbrauch von entrahmter H-Milch und der geringeren Verfügbarkeit von Milchfett belastet worden. Laut Sodiaal entsprach die erfasste Milchmenge 2017 mit 4,7 Mrd l nahezu dem Vorjahresniveau. Im Schnitt des vergangenen Jahres zahlte die Genossenschaft ihren Mitgliedern 34,2 Cent pro Liter Rohmilch. Sodiaal ist eigenen Angaben zufolge die führende französische Molkereigenossenschaft und mit mehr als 11 500 angeschlossenen Betrieben und mehr als 20 000 Mitgliedern die drittgrößte in Europa. An 70 Standorten in Frankreich sind insgesamt gut 9 100 Mitarbeiter beschäftigt. AgE

Neustrukturierte DMK Group erfolgreich

Deutschlands größte Genossenschaftsmolkerei, die DMK Group, sieht sich nach der Neuorganisation auf der Erfolgsspur. „Wir haben die DMK Group völlig neu strukturiert. Jetzt spüren wir die ersten positiven Effekte“, erklärte DMK-Chef Ingo Müller auf der Vertreterversammlung in Hannover. Das vergangene Jahr sei ein gutes gewesen, denn mit 36,29 Cent/l sei ein Milchpreis über dem Durchschnitt der deutschen Molkereien erwirtschaftet und ausgezahlt worden. Aktuell werde die Milch mit 32 Cent/l vergütet, und „für die nächsten Monate sehen wir den Auszahlungspreis positiv stabil“, berichtete Müller Nach Angaben der Molkerei stehen jedoch von den etwa 8 Mrd kg verarbeiteter Milch zum Ende 2018 rund 800 Mio kg in Kündigung. Bei knapp der Hälfte dieser Menge sei der Wegfall sicher. Die DMK brauche daher ein flexibleres Rohstoffmanagement und werde künftig Rohmilch aus drei Quellen beziehen. Vorrang habe dabei immer die Milch der Genossenschaftsmitglieder mit Abnahmegarantie. Zudem werde Rohmilch verarbeitet, die Kooperationspartner für Milchprodukte zur Eigenvermarktung anlieferten. Perspektivisch will die Molkerei auch Milch am Markt dazukaufen. „Mit diesen drei Quellen können wir flexibel auf unterschiedliche Markt- und Unternehmenssituationen reagieren. Wir können unsere Werke passgenau auslasten und unsere Wertschöpfung erhöhen“, betonte Müller. Der DMK-Chef bestätigte auf der Vertreterversammlung die bereits im März veröffentlichten Geschäftszahlen, nach denen der Umsatz 2017 gegenüber dem Vorjahr um 12,6 % auf 5,8 Mrd Euro zugelegt und sich der Konzernjahresüberschuss auf 29,6 Mio Euro mehr als verdoppelt hat. Zudem habe es die DMK innerhalb von 18 Monaten geschafft, mit 2,3 Mrd kg zum größten Lieferanten von gentechnikfrei erzeugter Milch in Europa aufzusteigen. Laut Müller wird das Programm zur Neuorganisation der Molkerei Ende Juni vollständig umgesetzt sein. Er kündigte jedoch an, „in Bewegung zu bleiben“, da auf einem höchst volatilen Markt agiert werde. Die Vorstellung von Ruhe und einem „jetzt bleibt alles, wie es ist“, sei daher grundsätzlich utopisch. AgE

Starbucks baut strategische Partnerschaft mit Arla Foods aus

Nach sieben Jahren Zusammenarbeit hat der auf Kaffeeprodukte spezialisierte US-Konzern Starbucks ein neues Lizenzabkommen mit der europäischen Molkereigenossenschaft Arla Foods geschlossen. Beide Unternehmen haben am vergangenen Donnerstag (7.6.) eine langfristige, strategische Vereinbarung mit einer Laufzeit von 21 Jahren unterzeichnet. Sie umfasst die Lizenz für Arla Foods zur weiteren Herstellung, zum Vertrieb und zur Vermarktung von fertigen Starbucks Premium-Kaffee-Milchmischgetränken in der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA). Weitere Einzelheiten der Vereinbarung wurden nicht bekanntgegeben. Bereits im Jahr 2010 hatte Starbucks Arla Foods als Lizenzpartner für die Herstellung, den Vertrieb und die Vermarktung seiner Kaffee-Fertiggetränke auf Milchbasis für Supermärkte und Convenience Stores in der gesamten EMEA-Region gewählt. Seitdem hat Arla Foods nach eigenen Angaben in 38 Ländern Starbucks-Getränke erfolgreich auf den Markt gebracht. Zukünftig erwartet das Molkereiunternehmen einen Absatz von mehr als 110 Millionen Stück pro Jahr. Das Geschäft in Deutschland habe im Jahr 2010 bei gut 10 Millionen verkauften Einheiten gelegen. In der Bundesrepublik hätten die Starbucks-Produkte in den vergangenen drei Jahren mit einem Wachstum von rund 33 % zu einem starken Treiber im Arla-Markengeschäft gehört. Die leitende Vizepräsidentin und Marketingchefin bei der Molkereigenossenschaft, Hanne Søndergaard, verwies auf die Strategie „Good Growth 2020“ ihres Unternehmens, die unter anderem vorsehe, das große Potential bei Getränken auf Milchbasis auszuschöpfen. „Unser Ziel ist es, im Jahr 2020 ein führender Anbieter von Milchgetränken in Nordeuropa, dem Nahen Osten, Asien und Nordafrika zu sein“, betonte Søndergaard. Das neue strategische Lizenzabkommen mit Starbucks sei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, dieses Ziel zu erreichen. AgE

Arla Foods kündigt Werkschließungen und Entlassungen an

Die Geschäftsführung des dänischen Molkereiriesen Arla Foods will im Zuge ihres Kostensenkungsprogrammes „Calcium“ rund 350 Mitarbeiter  inmehrerenGeschäftsbereichen an unterschiedlichen Standorten entlassen und die Käseproduktion in Großbritannien effizienter gestalten. Wie der genossenschaftliche Konzern am Dienstag vergangener Woche (29.5.) mitteilte, soll dies zunächst schätzungsweise 195 Stellen in globalen Bereichen wie Finanzierung, Recht und EDV, Konzernstrategie, Mitgliederbetreuung, Personalmanagement und CorporateAffairs betreffen. Dabei gehe es vorwiegend um Arbeitsplätze in der Unternehmenszentrale im dänischen Aarhus, aber auch um einige Verwaltungspositionen in anderen europäischen Niederlassungen. Außerdems chlägt die Arla-Geschäftsführung vor, die Cheddarproduktion des Unternehmens in Großbritannien bis Ende 2018 zu „optimieren“, wobei die aktuellen Überkapazitäten in der Erzeugung und im Versand abgebaut werden sollen. Zu diesem Zweck wird erwogen, die Produktion am walisischen Standort Llandyrnog zu beenden und die betreffenden Mengen künftig in den Werken im englischen Taw Valley und im schottischen Lockerbie herzustellen. Außerdem könnten alle Verpackungslinien am englischen Standort in Oswestry  zusammengefasst werden, um die kleinerenVersandbetriebe in Lockerbie und im englischen Malpas zu schließen. Durch diese Konsolidierung würden in Großbritannien 154 Arbeitsplätze eingespart. Das Arla-Programm „Calcium“ wurde
Anfang 2018 gestartet und soll bis Ende 2020 zu einer Kostensenkung von insgesamt rund 400 Mio Euro führen. Damit wird nach Angaben der Konzernführung das Ziel verfolgt, die Erträge der landwirtschaftlichen Genossenschaftler zu erhöhen und einen wettbewerbsfähigen Milchpreis sicherzustellen. Außerdem soll der so generierte Gewinn in wachstumsorientierte Geschäftsfelder investiert werden.

Unterdessen konnte Arla Foods den Umsatz mit Biomilchprodukten auf dem heimischen Markt im vergangenen Jahr kräftig steigern. Unternehmensangaben zufolge erhöhte sich der Umsatz mit Produkten aus ökologischer Herstellung im Vergleich zu 2016 um 10% auf umgerechnet 132,8 Mio Euro. Dazu beigetragen hätten sowohl etablierte Marken von Ökomilch und -joghurt als auch neu am Markt eingeführte Produkte. Laut des Arla-Landesdirektors für Dänemark, Jacob Knudsen, machen die Verkäufe der Biosparte inzwischen 17 % des jährlichen Gesamtumsatzes aus. Nach Einschätzung der Konzernführung ist damit das Ende der Fahnenstange aber noch lange nicht erreicht: Bis 2020 soll der Anteil der Ökoprodukte ein Viertel des dänischen Umsatzes ausmachen. Dafür müsste der Absatz imVergleich zu 2017 uminsgesamt 50% gesteigertw erden. Knudsen setzt dabei auf eine konsequente Erweiterung des Angebots und einen stärkeren Fokus auf das Markengeschäft bei Bioprodukten.Während im vergangenen Jahr 14 neue Ökoprodukte auf den Markt gebracht worden seien, plane der Konzern dieses Jahr weitere 18 „Ökostarts“, berichtete der Arla-Landesdirektor. AgE

FrieslandCampina will Milchmengenwachstum begrenzen

Der niederländische Milchkonzern FrieslandCampina hat seinen genossenschaftlichen Mitgliedern vorgeschlagen, eine Vereinbarung über das künftige Wachstum der Milchproduktion zu treffen. Wie das Unternehmen zu Beginn der vergangenen Woche erklärte, könnte man sich dazu ab dem 1. Januar 2019 am Marktwachstum für Basismolkereiprodukte orientieren. Das Milchgeld für die über die vereinbarte Menge hinausgehende Produktion könnte mit einem Abzug von 10 Cent/kg belastet werden. Die Grundlage des Milchpreises würde dabei weiterhin der FrieslandCampina-Milchpreis sein, hieß es. Außerdem schlug das Unternehmen den Genossenschaftsmitgliedern die Einführung eines zertifizierten Milchprodukte-Spitzensortiments vor. Dabei könnte ein besonderes Augenmerk auf Erzeugnisse mit niedriger CO2-Äquivalenz und hohen Punktzahlen für das Tierwohl und die Biodiversität gelegt werden. Die Milch für diese Vermarktungsschiene könnte dann höher vergütet werden. Schon jetzt würden die „nachhaltigen“ Milchströme weiter ausgebaut. Die ersten Erzeugnisse aus dem Spitzensortiment sollen 2019 im Supermarkt erhältlich sein.

Unterdessen trafen die Ideen der Konzernführung von FrieslandCampina beim niederländischen Bauernverband (LTO) und dem Milcherzeugerverband (NMV) jedoch auf Zurückhaltung. Wie die Fachzeitschrift „Boerderij“ berichtete, verwies ein LTO-Vertreter darauf, dass die Landwirte ihre Meinungen direkt bei den anstehenden Mitgliederversammlungen der Genossenschaft äußern könnten. Der NMV gab zu bedenken, dass es kein unbegrenztes Produktionswachstum geben könne. Derweil lobte der Rabobank-Verantwortliche für die Landwirtschaft, Ruud Huirne, den nachfrageorientierten Ansatz von FrieslandCampina. „Es ist besser, das was man hat, gut verkaufen zu können als es gut verkaufen zu wollen“, stellte er fest. Den Landwirten empfahl er, genau durchzurechnen, was sie bei einer Ausdehnung ihrer Milchproduktion zusätzlich verdienen würden. AgE

TetraPak vorerst gegen recyceltes Plastik in Getränkeverpackungen

TetraPak, der weltweit tätige Anbieter von Verarbeitungs- und Verpackungslösungen im Nahrungsmittelbereich mit Sitz in Schweden, will vorerst kein wiederverwertetes Plastik als Innenverkleidung von Lebensmittelverpackungen einsetzen, insbesondere bei Getränken. Das Unternehmen begründete seine Entscheidung mit Bedenken hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit. Bei den Innenverkleidungen handele es sich um den empfindlichsten Teil der Verpackung, der mit den Getränken in Berührung komme. TetraPak-Geschäftsführer Dennis Jönsson machte deutlich, dass es derzeit noch keine lebensmitteltauglichen recycelten Plastikarten gebe, die in Getränkeverpackungen verwendet werden könnten. Dies könnte sich allerdings im Rahmen der in diesem Jahr anstehenden EU-Gesetzesvorschläge zu dieser Thematik ändern. Jönsson wies darauf hin, dass sein Unternehmen mit der EU-Kommission bei der Entwicklung neuer Standards in diesem Bereich zusammenarbeiten werde. Im Januar dieses Jahres hatte die Europäische Kommission ein Maßnahmenpaket zur Eindämmung von Kunststoffabfällen angekündigt. Demzufolge sollen alle Kunststoffverpackungen ab dem Jahr 2030 recyclingfähig sein; gleichzeitig soll der Verbrauch von Einwegverpackungen reduziert werden. Außerdem will die EU-Behörde die Verwendung von Mikroplastik beschränken und Innovationen in diesem Segment stärken. AgE

ProSieben-Tochter steigt bei ProLupin ein

Die Tochtergesellschaft 7Life der ProSiebenSat.1 Group hat eine Minderheitsbeteiligung am ostdeutschen Milchalternativen-Hersteller ProLupin erworben. Wie das Unternehmen in Grimmen Mitte März mitteilte, erhält es durch die Kooperation Zugang zu den TV-Sendern der ProSiebenSat.1-Gruppe und verspricht sich davon, den Bekanntheitsgrad der eigenen Marke „Made with Luve“ steigern zu können. Seit dem 1. März werde bereits der erste von drei TV-Spots in Deutschland und Österreich ausgestrahlt, erklärte ProLupin. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart; das Gewähren von Werbezeit ist laut Branchenbeobachtern für die ProSiebenSat.1 Group typisch. Die Prolupin GmbH wurde 2010 als Ausgliederung der Fraunhofer-Gesellschaft gegründet. Für das dort entwickelte und patentierte Verfahren zur Eiweißgewinnung aus Lupinen für die Lebensmittelherstellung hat das Unternehmen im Jahr 2014 gemeinsam mit Forschern der Fraunhofer-Gesellschaft den Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten erhalten. Das Produktportfolio der ProLupin-Marke „Made with Luve“ umfasst laut Unternehmensbericht mehr als 20 rein pflanzliche Alternativen zu Joghurt, Desserts, Frischkäse, Milch und Eis. Von der Zusammenarbeit mit 7Life erhofft sich das Unternehmen eine „langfristige, nachhaltige Markenpflege mit kontinuierlicher TV-Präsenz“. Das erhöhe die Planungssicherheit für Vermarktungsaktivitäten und stütze den Absatz. Ergänzend zu den Fernsehspots seien weitere Werbemaßnahmen geplant. 7Life bündelt die Investmentaktivitäten der Mediengruppe in den Bereichen Lebensmittel und Gesundheit. AgE

Fonterra verkauft Milchpulver in Bangladesch

Der neuseeländische Molkereikonzern Fonterra hat sein Absatzgebiet in Südasien erweitert. Wie das Unternehmen mitteilte, wurde mit ACI Agrolink Limited eine Vereinbarung zum Vertrieb des Vollmilchpulvers der eigenen Marke Anchor in Bangladesch unterzeichnet. Das Abkommen sei Teil der laufenden Bemühungen, in wichtigen Überseemärkten Marktanteile zu gewinnen und dort zur gesunden Milchernährung beizutragen. Die Bevölkerung Bangladeschs ist dem Molkereikonzern zufolge in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 10 % auf über 160 Millionen Menschen gewachsen, was rund 2 % der Weltbevölkerung entspricht. Als Folge des starken Wirtschaftswachstums suchten die Verbraucher dort nach erschwinglichen und gesunden Ernährungsgütern, wie hochwertige Milchprodukte. Fonterra-Manager Sunil Sethi betonte, dass die Marke Anchor gut positioniert sei, um das Wachstum anzukurbeln und gleichzeitig das Wohlergehen der Bangladescher zu verbessern. Das Produkt „Anchor Full Cream Milk Powder“ enthalte mehr als 23 wichtige Nährstoffe, darunter Proteine, Kalzium, Vitamine oder Mineralstoffe und unterstütze so das Wachstum, den Energiehaushalt und die Immunität der Konsumenten. AgE

Arla gibt Einblicke in Herstellung und Produkte

Einblicke in eine moderne und nachhaltige Milchwirtschaft gibt die europäische Milchgenossenschaft Arla Foods ihren Besuchern auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) vom 19. bis 28. Januar in Berlin. So stehen beispielsweise Landwirte, die Arla-Mitglied sind, für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. Außerdem sollen die Gäste Produkte aus dem Sortiment, von Biomilch bis Skyr, probieren können. „Zukünftig wollen wir noch intensiver in den Dialog mit Verbrauchern treten und sie von unserer Qualität überzeugen“, kündigte der Deutschland-Chef von Arla, Winfried Meier, an. Die IGW biete dafür die ideale Plattform und bilde einen guten Auftakt für ein neues Jahr, in dem zahlreiche neue Produkte auf die Einführung warteten und besonders die Marke Arla Bio weiterentwickelt werden solle. Dass man als Genossenschaft Verantwortung „vom Bauernhof bis ins Kühlregal“ übernehme“, wolle man im Austausch mit den Konsumenten sichtbar machen. AgE

Norwegische Lebensmittelbranche fördert bewussten Umgang mit dem Verfallsdatum

Die norwegische Lebensmittelbranche vollzieht einen Kurswechsel bei der Ausweisung des Haltbarkeitsdatums. Eigenen Angaben zufolge will die führende Molkerei Tine das Verfallsdatum „Mindestens haltbar bis…“ auf ihren Produkten um den Hinweis „Danach aber nicht schlecht“ ergänzen. Damit schließt sich das Unternehmen der Q-Molkerei und dem Eier- und Geflügelanbieter Prior an, die eine entsprechende Kennzeichnung bereits eingeführt haben. Ziel ist nach ihrer Darstellung, den Verbrauchern klar zu machen, dass ein Molkereiprodukt nicht mit dem Ablaufdatum in den Müll gehört, sondern durchaus noch zum Verzehr geeignet sein kann. Tine plant zunächst die Änderung der Haltbarkeitshinweise auf Milch, Sauermilch, Sahne, Joghurt und Schulmilch. Im weiteren Jahresverlauf sollen sämtliche Erzeugnisse mit dem Hinweis „Danach aber nicht schlecht“ versehen werden. Die Entscheidung der Großmolkerei wird auch von den Wettbewerbern begrüßt. Der Vorstandschef der Q-Molkerei, Bent Myrdal, wies darauf hin, dass der nachhaltige Umgang mit Lebensmitteln eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei und alle ein gemeinsames Interesse an der Vermeidung von Lebensmittelverschwendung teilten. Daher sei es sehr positiv, dass nun alle zusammen mit der gleichen Kennzeichnung auf ihren Produkten ein Zeichen für den bewussten Konsum setzten. AgE

Emmi erhöht Beteiligung an Centrale Laitière de Mahdia

Kaiku, die Emmi Tochter in San Sebastián, Spanien, erhöht ihre Beteiligung an der Centrale Laitière de Mahdia SA («Vitalait») in Mahdia, Tunesien, von 45.4 % auf 54.7 %. Emmi, die 73.4 % der Aktien von Kaiku hält, wird folglich neu zu 40.2 % an der Centrale Laitière de Mahdia SA beteiligt sein. 2021 wird die Beteiligung in einem zweiten Schritt um weitere 9.34 % erhöht.
Die Stärkung der internationalen Präsenz ist Teil der Strategie von Emmi. Als viertgrösster Auslandmarkt von Emmi spielt Tunesien dabei eine wichtige Rolle.
Emmi ist seit 2006 an der Kaiku-Gruppe beteiligt, die wiederum seit 2012 eine Beteiligung an der Centrale Laitière de Mahdia SA («Vitalait») hält. Das tunesische Unternehmen vertreibt seine Produkte unter der Marke Vitalait. Weitere wichtige Märkte von Kaiku sind der Heimmarkt Spanien und Chile.
Emmi und die übrigen Aktionäre von Kaiku haben entschieden, ihre Beteiligung an Vitalait in zwei Schritten von je 9.34 % von 45.4 % auf zuerst 54.7 % und danach auf 64.0 % zu erhöhen. Emmi, die 73.4 % der Aktien von Kaiku hält, wird mit Vollzug des ersten Schritts zu 40.2 % an Vitalait beteiligt sein. Mit dem zweiten Schritt, der im ersten Halbjahr 2021 erfolgen wird, beträgt der Anteil von Emmi dann 47.1 %.
Vitalait ist die Nummer 2 im Bereich von Milchprodukten in Tunesien. Das Unternehmen ist in den letzten Jahren stetig gewachsen und hat sein Produktportfolio deutlich verbessert. Heute stellt es neben Trinkmilch auch Jogurt, Jogurtdrinks und Desserts her.
Die Beteiligungserhöhung bekräftigt das Engagement von Emmi und Kaiku im wachsenden tunesischen Markt. Die Transaktionen haben keinen Einfluss auf den Umsatz und EBIT von Emmi, da die Gesellschaft bereits voll konsolidiert ist.
Über den Kaufpreis und weitere Vertragsmodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart. Die Transaktion ist vorbehältlich der Zustimmung der tunesischen Aufsichtsbehörden.

Finnische Molkerei Valio zahlt Tierwohl-Bonus

Die führende finnische Molkerei Valio zahlt ab sofort einen Bonus für eine „verantwortungsvolle Milcherzeugung“. Eigenen Angaben zufolge schlägt das Unternehmen seit dem 1. Januar einen zusätzlichen Cent pro Liter Milch auf, wenn die Landwirte besondere Voraussetzungen beim Tierschutz erfüllen. Diese betreffen beispielsweise die regelmäßige Überprüfung von Tierwohlindikatoren durch einen Tierarzt, ein spezielles Monitoring der Hufgesundheit sowie eine garantiert schmerzfreie Enthornung von Kälbern. Laut den Valio-Richtlinien für eine „verantwortungsvolle Milcherzeugung“ müssen neu gebaute Milchviehställe außerdem einen ganzjährigen Auslauf zulassen. Aktuell soll dies bereits für etwa 55 % der Ställe gelten. Beim Futter wird zudem der Verzicht auf Importsoja und gentechnisch veränderte Organismen (GVO) verlangt. Das neue Tierwohl-Programm von Valio stößt bei den finnischen Milcherzeugern offenbar auf großes Interesse. Wie das Unternehmen bekanntgab, hatten sich bis Anfang dieses Monats bereits 4 600 von insgesamt 5 800 Lieferanten nach den Kriterien zertifizieren lassen, womit sie einen Anspruch auf die Bonuszahlung erwirkten. Bis 2020 sollen alle Milcherzeuger am Programm teilnehmen. AgE

DMK Group und Arla Foods kooperieren bei Mozzarella-Produktion

Der dänische Molkereikonzern Arla Foods und die deutsche DMK Group haben einen Vertrag über die Lohnfertigung von Mozzarella unterzeichnet und damit auf die nach eigener Einschätzung vielversprechenden Marktperspektiven für dieses Produkt reagiert. Wie die DMK Group Ende Dezember mitteilte, sollen demnach in Nordhackstedt jährlich 35 000 t Mozzarella für Arla produziert werden. Die aktuelle Produktionskapazität liege bei rund 70 000 t Käse, wovon die Hälfte bereits für Mozzarella verwendet werde. Allerdings sollen bis Ende 2018 rund 15 Mio Euro investiert werden, um die gesamten Kapazitäten am Standort auf Mozzarella auszurichten. Danach werde die Auftragsproduktion für Arla starten, die dazu jährlich 300 Mio kg bis 350 Mio kg Milch beisteuern werde. Die Unternehmen begründeten ihre Zusammenarbeit mit der gestiegenen Nachfrage des Foodservice und der Industriekunden nach Mozzarella. Für 2022 prognostizieren die Konzerne ein europäisches Marktvolumen für dieses Produkt von 720 000 t; das wären schätzungsweise 120 000 t mehr als im laufenden Jahr. Laut DMK Group werde auch das gemeinsame Molkenverarbeitungsunternehmen ArNoCo von der geplanten Kooperation profitieren, denn mit der angepeilten deutlichen Steigerung der Mozzarellaproduktion werde ein Anstieg der Zulieferung von Molke an das Joint Venture einhergehen. Der Geschäftsführer der DMK Group, Ingo Müller, erklärte die Umgestaltung mit dem Ziel, effizienter produzieren zu können. „Daneben optimieren wir unser Portfolio hin zu Produkten mit einer höheren Wertschöpfung“, betonte Müller. Arla Foods-Chef Peder Tuborgh hob hervor, dass mit der neuen Vereinbarung der Mehrwert für die Milch der anliefernden Genossenschaftsmitglieder weiter gesteigert werde. AgE

Fonterra senkt seine Milchpreisprognose

Der neuseeländische Molkereikonzern Fonterra reagiert auf die gesunkenen Preise am Weltmilchmarkt; er korrigierte seine Prognose für den Milcherzeugerpreis jetzt nach unten. Eine Mitschuld gibt er dafür der global wachsenden Milcherzeugung, zuletzt auch in der Europäischen Union. Wie das Unternehmen am vergangenen Donnerstag (7.12.) mitteilte, können die Milchbauern in der bis Ende Mai laufenden Saison 2017/18 nur noch mit einem Basispreis von 6,40 NZ$ (3,70 Euro) pro Kilogramm Milchfeststoff rechnen; zuvor waren den Erzeugern noch 6,75 NZ$ (3,91 Euro) in Aussicht gestellt worden. Anfang Dezember musste die Molkerei bereits ihre prognostizierte Gewinnausschüttung je Genossenschaftsanteil für das Geschäftsjahr 2017/18 um 10 NZ Cent (5,8 Cent) auf 35 NZ Cent (20,3 Cent) bis 45 NZ Cent (26,0 Cent) absenken, weil nach verlorenem Rechtsstreit eine Strafzahlung von 183 Mio NZ$ (106 Mio Euro) an Danone zu leisten ist. Fonterra-Vorsitzender John Wilson wies darauf hin, dass der Wert von Vollmilchpulver seit Anfang August um rund 10 % gefallen sei. Auch die Butter stehe unter Druck. Zwar sei die Nachfrage nach Milchprodukten in China, anderen Teilen Asiens und Lateinamerikas weiterhin stark, doch gebe es in vielen Teilen der Welt auch eine zunehmende Milcherzeugung. In der EU seien zudem noch hohe Interventionsbestände an Magermilchpulver gelagert. Die Prognose für die eigene Milchanlieferung korrigierte Wilson aufgrund zuletzt ungünstiger Witterungsverhältnisse gegenüber der Oktobereinschätzung um 1 % nach unten. Demnach dürften in der Saison 2017/18 bei Fonterra rund 1,525 Mio t Milchfeststoff anfallen; das wäre ebenso viel wie 2016/17. Wie das Unternehmen außerdem mitteilte, ist der Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2017/18, das den Zeitraum August bis Oktober 2017 abdeckt, im Vergleich zur Vorjahresperiode um 4 % auf rund 4 Mrd NZ$ (2,3 Mrd Euro) gestiegen. Aufgrund niedriger Lagerbestände seien die Verkaufsmengen jedoch um 20 % gesunken und die Bruttomarge habe sich um 5,2 Prozentpunkte auf 16,7 % verschlechtert. AgE

Umrechnungskurs 1 NZ$ = 0,5787 Euro

FrieslandCampina rationalisiert in Nordrhein-Westfalen

FrieslandCampina, eines der größten Molkereiunternehmen der Welt, hat am vergangenen Donnerstag (23.11.) eine umfassende Neuorientierung am deutschen Markt angekündigt, um dort in drei Jahren wieder Gewinne zu erwirtschaften. Im Zentrum der strategischen Neuausrichtung stehen nach Angaben des Konzerns beträchtliche Investitionen in Kernmarken wie „Landliebe“, „Tuffi“ und „Frico“ sowie die Bündelung der kommerziellen Aktivitäten im Raum Düsseldorf. Vorgesehen ist außerdem die Schließung des Werks in Gütersloh Ende März 2019, wovon 231 Mitarbeiter betroffen wären. Begründet wird die Stilllegung mit Überkapazitäten im stark fragmentierten deutschen Markt und der seit Jahren verlustbringenden Produktion von Private Label Desserts, die den Löwenanteil des Volumens in Gütersloh ausmachen. Diese Kategorie werde eingestellt, während andere Produktionslinien in die Werke in Köln, Heilbronn und Maasdam in den Niederlanden verlagert würden. Laut dem Geschäftsführer von FrieslandCampina Germany, Jan Kruise, bleibt angesichts der fortbestehenden Verlustsituation „leider keine andere Wahl“. Außerdem kündigte Kruise an, dass die kommerziellen Geschäftsbereiche in Heilbronn und Köln mit insgesamt 74 Mitarbeitern im zweiten Quartal 2018 nach Düsseldorf umziehen und dort gebündelt werden sollen. Die Werke Heilbronn, Köln und Schefflenz seien hingegen nicht betroffen. AgE

Fonterra baut H-Milchkapazitäten aus

Die neuseeländische Molkereigenossenschaft Fonterra verzeichnet eine global weiter zunehmende Nachfrage nach ultrahocherhitzten (UHT) Milchprodukten und baut deshalb entsprechende Produktionskapazitäten aus. Wie das Unternehmen am vergangenen Mittwoch (8.11.) mitteilte, soll bis Jahresende im Werk Waitoa eine weitere Produktionslinie für UHT-Milch und -Sahne in Betrieb genommen werden, mit der stündlich 15 000 Packungen hergestellt werden können. Laut Fonterra werden in dem spezialisierten Werk südlich von Auckland schon jetzt jede Stunde rund 80 000 abgepackte Milch- und Sahneerzeugnisse für den Export produziert. Nach der Erweiterung soll die Kapazität bei jährlich mehr als 250 Mio l liegen. Fonterra-Manager Robert Spurway erklärte, dass die Produktionsausweitung von der steigende Nachfrage nach neuseeländischen Molkereierzeugnissen getrieben werde, mit der Schritt gehalten werden müsse. Das gelte insbesondere für den Export von UHT-Sahne, der sich in den vergangenen beiden Jahren mehr als verdoppelt habe. Wachstumsmotor sei dabei Asien, wo die Bevölkerung immer mehr Milchprodukte in ihrer Ernährung verwende. So habe sich beispielsweise der Verkauf von Sahne an die Teekioske innerhalb von zwei Jahren verfünffacht. Laut Spurway wurden in den vergangenen fünf Jahren Investitionen von 162 Mio $ (140 Mio Euro) am Standort Waitoa in die Produktion von UHT-Milch und -Sahne getätigt. Ziel sei dabei gewesen, eine bessere Wertschöpfung für die Rohmilch der Landwirte zu erzielen, was auch gelungen sei. Zudem habe die Kapazitätsausweitung 150 neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen. AgE

Umrechnungskurs 1 $ = 0,8628 Euro

Milchverarbeitung lässt Umsatz bei GEA steigen

Der Milchsektor hat beim Anlagenbauer GEA im dritten Geschäftsquartal 2017 für steigende Umsätze gesorgt. Wie der Systemanbieter für die nahrungsmittelverarbeitende Industrie am vergangenen Freitag (3.11.) mitteilte, kletterten die Erlöse zwischen Juli und September 2017 im Vorjahresvergleich um 2,7 % auf 1,131 Mrd Euro, wobei die Anwendungen der Milchverarbeitung und Milchproduktion als wesentliche Treiber genannt wurden. Regional ließ sich nach Angaben der Unternehmensleitung ein Umsatzplus in West- und Osteuropa, der DACH-Region, dem Nahen Osten und Afrika sowie Lateinamerika erzielen. Das operative Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte binnen Jahresfrist sogar um 7,0 % auf 120,5 Mio Euro zu. Bereinigt um Zusatzkosten für Abfüllanlagen ergab sich ein Wert von 135 Mio Euro. „Dank einer positiven Ergebnisentwicklung insbesondere der Business Area Solutions konnten wir im Berichtsquartal beim operativen EBITDA trotz der Zusatzkosten für Abfüllanlagen wieder aufholen“, kommentierte der GEA-Vorstandsvorsitzende Jürg Oleas die Quartalsergebnisse. Für das Gesamtjahr sei aber zu erwarten, dass nur der „untere Rand des Prognosekorridors“ erreicht werde. Oleas zeigte sich überzeugt, dass sich die eingeleiteten Maßnahmen und Strukturverbesserungen in Verbindung mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens perspektivisch positiv auf die langfristig wachsende Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie auswirken werden. Beim Auftragseingang musste GEA im Vorjahresvergleich einen leichten Rückgang um 2,5 % auf 1,057 Mrd Euro hinnehmen. AgE

 

Arla bekommt grünes Licht für Zusammenschluss mit Gefleortens

Der dänisch-schwedische Milchverarbeiter Arla verschmilzt mit der genossenschaftlichen schwedischen Molkerei Gefleortens. Wie beide Unternehmen mitteilten, haben die schwedischen Wettbewerbsbehörden diesbezüglich jetzt grünes Licht gegeben. Alle Landwirte, die Teilhaber von Gefleortens sind, hätten jetzt die Möglichkeit, Mitglied in der Genossenschaft Arla zu werden. Das Ziel des Zusammenschlusses besteht nach Unternehmensangaben in den stabilen Lieferbedingungen für die Landwirte und dem Wachstum der Marke Arla. Die Integration laufe an; alle Mitarbeiter wechselten zur dänischen Molkerei. Gefleortens verarbeitet nach eigenen Angaben rund 1,6 % der Milch in Schweden. AgE

Emmi erhöht Beteiligung an der mexikanischen Mexideli

Der Schweizer Milchverarbeiter Emmi will einen Teil seines angestrebten Wachstums in Schwellenländern außerhalb Europas erwirtschaften und stärkt dazu weiter seine internationale Präsenz, so in Lateinamerika. Um diese Strategie voranzutreiben, hat der Konzern jetzt seine Beteiligung an Mexikos führendem Importeur von Spezialitätenkäse, der Mexideli 2000 Holding SA de CV, von bisher 50 % auf 51 % erhöht. Damit besitzt Emmi nun die Mehrheit an dem Unternehmen; dies solle mehr Sicherheit geben und das Engagement im mexikanischen Markt unterstreichen. Über den Kaufpreis und weitere Vertragsmodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart. Seit Anfang 2014 sind die Schweizer an der Mexideli beteiligt. Laut Emmi soll das mexikanische Unternehmen voll konsolidiert werden, wobei die Geschäftsführung weiter in den Händen von Mitbegründer Yory Salant liegen wird. Mexideli ist Emmi zufolge seit fast 30 Jahren erfolgreich am Markt tätig und als Importeur von Premium-Nahrungsmitteln sehr gut etabliert. Das Unternehmen verfüge über eine moderne Import- und Logistikinfrastruktur an fünf Standorten in Mexiko und habe 2016 mit rund 300 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 58 Mio $ (49 Mio Euro) erwirtschaftet. AgE

Umrechnungskurs: 1 $ = 0,8518 Euro

Reine Lungau – Milch aus dem Biosphärenpark

In einer Welt in der alles von mehr, höher, weiter und schneller dominiert ist, sehnt sich der Mensch nach ein wenig Entschleunigung und Ruhe. SalzburgMilch hat gemeinsam mit extensiv wirtschaftenden Bio-Bauern aus dem Biosphärenpark Lungau, in Zusammenarbeit mit der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt Raumberg-Gumpenstein und dem WWF Österreich ein einzigartiges Programm gestartet. Bewusstes Wahrnehmen, sich wieder auf die ursprünglichen Werte konzentrieren, ein Höchstmaß an Tiergesundheit, regionales Denken und Handeln, reine, unverfälschte Milchprodukte mit naturbelassenem Geschmack – das alles wird in der neuen, exklusiven Linie „Reine Lungau – Milch aus dem Biosphärenpark“ der SalzburgMilch in perfekter Weise vereint. „Mit Vorhandenem auskommen“ ist der Leitsatz der Reine Lungau Bauern, deren Biobauernhöfe auf einer Seehöhe von über 1.000 m liegen. In diesem einzigartigen Alpengebiet wird unter herausfordernden Bedingungen Milchwirtschaft extensiver Prägung betrieben. Nachhaltiges Wirtschaften im Einklang mit der Natur ist eines der maßgeblichen Kriterien für die Bezeichnung eines Biosphärenparks. Unter Verwendung ausschließlich regionaler Ressourcen bekommen die Kühe nur Futter, das in der Biosphärenregion Lungau angebaut wird. Diese besonders herausfordernde Wirtschaftsweise wird den Reine Lungau Milchbauern mit einem Premium Milchpreis abgegolten, der aktuell deutlich über dem üblichen Marktniveau liegt.
Die Reine Lungau Rohmilch wird täglich bei den Bauern gesammelt und tagesfrisch mit ihrem unveränderten Fettgehalt, der natürlichen jahreszeitlichen Schwankungen unterliegt, in der Molkerei verarbeitet.
Christian Leeb, Geschäftsführer der SalzburgMilch: „Eine Milch dieser Art, aufgeladen mit den ehrlichsten und besten Werten, von Experten entwickelt und überprüft, die dem Bauern für seine tägliche Arbeit auch eine entsprechende Wertschöpfung bzw. Abgeltung ermöglicht – das  ist etwas Einzigartiges. Es wird bei der Zielgruppe für Anerkennung, Akzeptanz und reinen Geschmack sorgen. Man ist sicher, dass das Preis-Leistungsverhältnis passt und kann mit gutem Gewissen den reinen, ehrlichen Schluck Milch genießen – natürlich von SalzburgMilch, den Premium Milchmachern!“

Neues Vorstandsmitglied

Reinhold Schlensok wird bei MEGGLE in den Vorstand der MEGGLE AG berufen.  „Wir freuen uns, dass wir mit Reinhold Schlensok eine Nachfolgeregelung für die Zukunft des Unternehmens treffen konnten. Reinhold Schlensok hat in entscheidenden Positionen bei namhaften Traditionsfirmen auch im Bereich Konsumgüter Verantwortung übernommen. Er passt bestens zu MEGGLE, denn auch hier haben Tradition, Qualität und nachhaltiges Wirtschaften oberste Priorität“, so Toni Meggle, Vorsitzender des Aufsichtsrates.
„Ich freue mich auf die Herausforderung, MEGGLE im Interesse der Eigentümerfamilie und der Mitarbeiter in die Zukunft zu führen und bin sehr zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit dem Vorstandsteam den weltweiten Erfolg von MEGGLE fortsetzen“, so Schlensok.

TV-Koch Mirko Reeh ist ab sofort Genuss-Botschafter

Zwei Kochbücher rund um den Harzer Käse hat er schon geschrieben und damit echte Verbundenheit mit diesem besonderen Käseprodukt mit seinem einzigartigen Geschmack bewiesen. Jetzt wird TV-Koch und Harzer-Fan Mirko Reeh zum HARZINGER® Genuss-Botschafter. Die Partnerschaft zwischen der beliebten Sauermilchkäsemarke HARZINGER® und dem Autor der Kochbücher „Handkäse Deluxe“ und „Handkäse Deluxe 2“ startet ab sofort und hält für die kommenden Monate viele Aktivitäten rund um den Genuss von HARZINGER® bereit.
„Mit Mirko Reeh und seinen leckeren HARZINGER® Rezepten wollen wir junge, genussorientierte Verbraucher an die äl-teste deutsche Käseart heranführen“, freut sich Kai Poelmeyer über die Zusammenarbeit mit dem echten „Frankfurter Jung‘“. Mirko Reeh steht als renommierter Handkäse-Koch mit seiner Kochschule in Frankfurt für kreative HARZINGER® Koch-Kompetenz. „Wir können uns keinen besseren Genuss-Botschafter für HARZINGER® vorstellen. Mirko Reeh gibt Tipps, wie Salate, Suppen, Snacks oder der Brotbelag mit Harzer Käse ganz besonders lecker schmecken.“ Und Mirko Reeh ergänzt zu seiner Rolle als HARZINGER® Genuss-Botschafter: „Im Harzer Handkäs‘ steckt wirklich ‚Musik‘ drin – die neuen Genuss Minis von HARZINGER® Gourmet, die gerade auf den Markt gekommen sind, sind nämlich der absolute Hit!“ Handel und Verbraucher dürfen sich in den kommenden Monaten auf viele genial-verrückte Aktionen freuen. Sowohl online – unter anderem auf Facebook – als auch am POS wird der neue HARZINGER® Genuss-Botschafter den beliebten Sauermilchkäse aufmerksamkeitsstark in Szene setzen.

DMK GROUP: Oliver Bartelt neuer Kommunikationschef

Oliver Bartelt (42) übernahm zum 1. August als Head of Corporate Communications die Leitung der Unternehmenskommunikation für die DMK GROUP. „Wir freuen uns, dass Oliver Bartelt in dieser spannenden Entwicklungsphase unseres Unternehmens an Bord kommt. Wir sind froh, einen Experten mit großer Leidenschaft für Marken und Expertise in Sachen Changemanagement für diese wichtige Position gewonnen zu haben", erklärt Ingo Müller, CEO der DMK GROUP.
„Die Kompetenz von Unternehmen, auch in Zeiten des Wandels engagiert und initiativ agieren zu können, ist oft eine Frage von Kommunikation. Ich freue mich, die Unternehmenskommunikation von DMK strategisch neu aufzustellen und den Aufbau des Teams entwickeln zu dürfen. Eine spannende Aufgabe in einer wichtigen Phase des Unternehmens", so Bartelt. Bartelt blickt auf inzwischen fast 20 Jahre Erfahrung in verschiedenen Konsumgüter-Bereichen zurück. Er kommt vom weltweit tätigen Brauereikonzern Anheuser-Busch InBev, wo er seit 2008 die Kommunikation für das deutsche Geschäft verantwortete.

„Und was kann der?“

Voll aufgeladen geht die J. Bauer GmbH & Co. KG einen neuen und wegweisenden Schritt im Bereich E-Mobilität: Ab sofort liefert das Wasserburger Unternehmen Essen an Schulen, Kindergärten und Unternehmen mit dem Van e-NV200 EVALIA von Nissan aus. Das elektrisch betriebene und umweltschonende Fahrzeug holt frisch zubereitete Brotzeitspezialitäten, verschiedene Mittagsmenüs oder Salate in der Kantine ab und beliefert anschließend Schuleinrichtungen und Betriebe in der Umgebung. Im frechen Design, das an die beliebte Bauer Kampagne „Und was kann der?“ angelehnt ist, macht der Transporter auf sich aufmerksam. Über 2.000 Speisen verlassen wöchentlich die Kantine von Bauer, um insgesamt fünf Kindergärten, drei Schulen und drei Unternehmen täglich mit frischen Gerichten zu versorgen. Für die Auslieferung setzt das Wasserburger Unternehmen auf ressourcenschonende Alternativen. Seit Juli ist der e-NV200 EVALIA im Einsatz. „Wir sind sehr stolz, dass wir gemeinsam mit unserer Vertragswerkstatt ein Modell gefunden haben, das nicht nur auffällt, sondern vor allem mit einer zukunftsweisenden Technologie überzeugt,“ sagt Markus Bauer, Geschäftsführer der Bauer Gruppe. „Mit dem ersten E-Mobilitäts-Projekt setzen wir uns für die Reduzierung der CO2-Emission und den Umweltschutz ein.“ Das sparsame und
leistungsstarke Lieferfahrzeug fährt besonders leise und schafft eine Reichweite von bis zu 170 Kilometern ohne erneutes Aufladen. Mit auffälligen Sprüchen wie „Der ist geladen“ und „Der schont die Natur“ fügt sich der neue Transporter perfekt in die Kampagne „Und was kann der?“ ein – das erhöht die Wiedererkennung und schafft Aufmerksamkeit für das nachhaltige Engagement des Unternehmens.

BMI würdigt langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden

Eine Ära geht zu Ende – Karl Beck hat in mehr als zwei Jahrzehnten die Geschicke der Bayerischen Milchindustrie eG (BMI) gestaltet und geprägt. Sowohl im Vorstand der BMI als auch im Aufsichtsrat, bei dem er die letzten 15 Jahre den Vorsitz innehatte, trug er entscheidend zum Erfolg des Unternehmens bei. Dafür wurde er auf der diesjährigen Generalversammlung zum Ehrenvorsitzenden der Genossenschaft ernannt. „Karl Beck war stets ein Eckpfeiler für Kontinuität und verkörperte zugleich die Bereitschaft zur Weiterentwicklung, die den Erfolg der Bayerischen Milchindustrie eG ausmacht“, lobte Alexander Büchel, Vorstand des Genossenschaftsverbands Bayern e.V. Durch seine ruhige, ausgeglichene Art und als unbestrittene Führungspersönlichkeit habe Beck auch schwierige Verhandlungen mit viel Gespür gelenkt. Mit seinem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat der BMI gehe eine Ära zu Ende. „Karl Beck hat das Haus gebaut und die Äcker gut bestellt, ich freue mich beides übernehmen zu dürfen“, sagte Heinz Saalfrank, der neuge-wählte Aufsichtsratsvorsitzende der BMI.

Bundesehrenpreis verliehen

Die Karwendel-Werke Huber aus Buchloe sind vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) mit dem Bundesehrenpreis ausgezeichnet worden. „Das verdient großen Respekt, denn es ist die höchste Ehrung, die ein Unternehmen der deutschen Milchwirtschaft für seine Qualitätsleistungen erhalten kann“, lobten die Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth und Dr. Diedrich Harms, Vizepräsident der DLG, bei der feierlichen Preisverleihung im Berliner Meis-tersaal. Die Bundesehrenpreise werden jährlich an neun Unternehmen der deutschen Milchwirtschaft vergeben. Diese haben im Vorjahr die besten Ergebnisse bei den umfangreichen Experten-Tests der DLG-Prüfungen erzielt. „Wer zum neunten Mal und damit den Bundesehrenpreis in Silber erhält, dokumentiert eindrucksvoll, dass er zu den Spitzenbetrieben in Deutschland gehört und als Genussbotschafter richtungsweisende Maßstäbe setzt, die andere inspirieren“, so der DLG-Vizepräsident.

Preis für langjährige Produktqualität für Molkerei Meggle

Die Molkerei MEGGLE aus Wasserburg ist jetzt von der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) zum 26. Mal mit dem „Preis für langjährige Produktqualität“ geehrt worden. Das Unternehmen erhält die Auszeichnung für die Qualität seiner Produkte, die im Rahmen der DLG-Qualitätsprüfungen für Milcherzeugnisse regelmäßig untersucht werden.
Zahlreiche Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft lassen ihre Produkte seit vielen Jahren freiwillig durch die Sachverständigen der DLG testen. Um dieses Qualitätsstreben nachhaltig zu fördern, vergibt die DLG den „Preis für langjährige Produktqualität“. Die Auszeichnung wird seit 30 Jahren jährlich an Hersteller von Lebensmitteln verliehen.
Unternehmen müssen fünf Jahre in Folge an den Qualitätsprüfungen des DLG-Testzentrums Lebensmittel teilnehmen und pro Prämierungsjahr mindestens drei Prämierungen erzielen. Ab dem fünften erfolgreichen Teilnahmejahr wird der Betrieb mit dem „Preis für langjährige Produktqualität“ ausgezeichnet. Nimmt ein Hersteller in einem Jahr nicht teil oder erreicht er nicht die erforderliche Anzahl an Prämierungen, so verliert er seinen Anspruch auf die Auszeichnung.

Hantoft als Aufsichtsratsvorsitzender bei Arla Foods bestätigt

Die Vertreterversammlung der europäischen Molkereigenossenschaft Arla Foods hat am Dienstag vergangener Woche (23.5.) den Schweden Åke Hantoft für zwei weitere Jahre als Aufsichtsratsvorsitzenden wiedergewählt. Wie das genossenschaftliche Molkereiunternehmen mitteilte, wurde sein Stellvertreter Jan Toft Nørgaard aus Dänemark ebenfalls im Amt bestätigt. Hantoft gehört dem Aufsichtsrat, ebenso wie sein Vize, bereits seit 17 Jahren an und hat seit 2011 den Vorsitz inne. Mit Inger-Lise Sjöstrom aus Schweden und Simon Simonsen aus Dänemark werden zukünftig zwei neue Mitglieder dem Gremium angehören. Als Vertreter aus der Region Zentraleuropa wurden Manfred Graff aus Simmerath-Lammersdorf, Markus Hübers aus Rees-Haldern und Manfred Sievers aus Prinzenmoor für die Wahlperiode bis 2019 im Amt bestätigt. Dem Aufsichtsrat von Arla Foods gehören insgesamt 15 Landwirte an. Diese werden von ihren Berufskollegen gewählt, um die rund 12 000 Genossenschaftsmitglieder von Arla zu vertreten. Im Aufsichtsrat sitzen zudem drei Mitglieder, die die Mitarbeiterschaft des Molkereikonzerns repräsentieren. AgE

Lactalis-Gruppe will Omira übernehmen

Die Omira Oberland-Milchverwertung Ravensburg GmbH strebt einen Zusammenschluss mit dem französischen Molkereikonzern Lactalis an. Wie die Unternehmen dazu am Dienstag vergangener Woche (23.5.) mitteilten, will die Lactalis-Gruppe die Geschäfte von Omira vollständig übernehmen und die Zusammenarbeit mit deren Milcherzeugern langfristig sicherstellen. Der Zusammenschluss steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der europäischen Wettbewerbsbehörden und der Gesellschafterversammlung der Omira, die am 22. Juni stattfindet. Die Molkerei hatte nach eigenen Angaben mit mehreren potentiellen Kandidaten verhandelt, aus denen sich dann Lactalis als optimaler Partner herauskristallisiert habe. Mit dem französischen Unternehmen erreiche man die eigenen Ziele bestmöglich, erklärten die Ravensburger. Dazu gehörten die langfristige Sicherung eines hohen Milchgeldes für alle Erzeuger, der Zugang zu internationalen Märkten inklusive neuer Absatzkanäle sowie die Weiterentwicklung und Investition in die Unternehmensstandorte Ravensburg und Neuburg. Laut Omira sollen die Verträge mit den Milcherzeugern und Genossenschaften unverändert bestehen bleiben. Außerdem garantiere Lactalis einen langfristigen Milchpreis, der - nach einer Übergangsphase - bis zum Jahr 2027 mindestens dem bayerischen Durchschnitt entsprechen werde. Der französische Molkereikonzern will nach eigenen Angaben mit dem Engagement bei Omira seine Präsenz in Deutschland ausbauen und damit einen besseren Zugang zu Europas größtem Markt ermöglichen.

Auf Kooperation setzen

Der Milchpräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Karsten Schmal, sieht in dem geplanten Zusammenschluss eine Bestätigung der wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen für die genossenschaftliche Milchwirtschaft in Deutschland. Die anstehende Übernahme müsse ein Weckruf für die Genossenschaften sein, so Schmal. Omira habe national keinen genossenschaftlichen Partner finden können oder wollen, der sich dazu in der Lage sehe, die weiterhin notwendigen strukturellen Entwicklungen zu gestalten. Nun gehe es darum, dass die deutschen Milchbauern im neuen Unternehmen ihre Interessen bestmöglich vertreten könnten. Nach den Worten des Milchpräsidenten gelte es nun für den gesamten genossenschaftlichen Milchsektor, im Sinne der Erzeuger und Eigentümer stärker auf Kooperation zu setzen. Die Lactalis-Gruppe ist laut eigener Darstellung das weltweit führende Unternehmen der Milchbranche. Im Jahr 2016 erzielte die Unternehmensgruppe einen Umsatz von 17,3 Mrd Euro. AgE

Prima Donna Sponsor des World Grand Prix Volleyball Turniers

Nach der sehr erfolgreichen Europameis-terschaft für Damen 2015, hat die Nevobo wieder ein fantastisches Turnier in die Niederlande geholt: das World Grand Prix Turnier für Damen. Von 7. bis zum 9. Juli 2017 findet das Turnier in der niederländischen Stadt Apeldoorn statt. Teilnehmende Länder außer den Niederlanden sind unter anderem: Thailand, Japan und die Dominikanische Republik.
Wie im Jahr 2015 präsentiert Prima Donna Kase das World Grand Prix Turnier. Ebenso wie Volleyball Menschen und Kultur verbindet, verbindet Prima Donna die besten Käsetraditionen von niederländischem und italienischem Käse.
Der hohe Status des niederländischen Volleyballs passt perfekt zu der einzigartigen Käsespezialität Prima Donna. Vor und während des Turniers organisiert Prima Donna einige bemerkenswerte Aktivitäten, die für den Lebensmittelhandel interessant sind.

Molkerei Hainichen-Freiberg unter neuer Leitung

Die Molkerei Hainichen-Freiberg, ein Joint Venture der Käserei Champignon und Ehrmann, erhält mit Sabine Arazi eine neue Geschäftsführerin. Seit fast 30 Jahren ist die ausgebildete Verfahrenstechnikerin bereits in der Lebensmittelindustrie und Milch-Branche tätig, davon 16 Jahre in Führungspositionen.
Zuletzt war Sabine Arazi als Werksleiterin bei der Hengstenberg GmbH & Co.KG in Fritzlar beschäftigt. Zu den weiteren beruflichen Stationen zählten unter anderem eine technische Projektleitung bei Danone France und eine Position als Fertigungsleiterin und stellvertretende Werksleiterin bei Danone Deutschland.

SAVENCIA Fromage & Dairy Deutschland „Great Place to Work“

Das Unternehmen SAVENCIA Fromage & Dairy Deutschland mit Sitz in Wiesbaden erhält die Auszeichnung „Deutschlands Beste Arbeitgeber 2017“. Die Sieger des diesjährigen Wettbewerbs wurden am Abend des 16. März bei den Prämierungsfeierlichkeiten in Berlin vom Great Place to Work® Institut Deutschland bekannt gegeben. Die Auszeichnung steht für besondere Leistungen bei der Gestaltung von attraktiven Arbeitsbedingungen und einer mitarbeiterorientierten Unternehmenskultur.
Aymeric de la Fouchardière, Vorsitzender der Geschäftsleitung, freut sich über die wichtige Auszeichnung: „Diese Prämierung macht uns besonders stolz, weil sie auf dem Votum der Mitarbeiter beruht. Sie bestätigt uns, dass unsere Maßnahmen bei den Mitarbeitern ankommen und von ihnen geschätzt werden. Wir sind auf dem richtigen Weg!“ SAVENCIA Fromage & Dairy Deutschland gehört als Tochtergesellschaft zum französischen Familienkonzern SAVENCIA Fromage & Dairy. Das Unternehmen beschäftigt über 19.000 Mitarbeiter, ist in 120 Ländern vertreten und erzielte 2016 einen Umsatz von 4,4 Mrd. EUR. Am aktuellen Great Place to Work® Wettbewerb „Deutschlands Beste Arbeitgeber 2017“ nahmen rund 700 Unternehmen aller Größen und Branchen teil. Sie stellten sich einer freiwilligen Prüfung der Qualität und Attraktivität ihrer Arbeitsplatzkultur durch das unabhängige Great Place to Work® Institut und dem Urteil der eigenen Mitarbeiter. Aus dem Gesamtteilnehmerfeld wurde die Liste der besten Arbeitgeber ermittelt (Benchmarking differenziert nach Unternehmensgrößenklassen). Bewertungsgrundlage war eine ausführliche anonyme Befragung der Mitarbeiter von SAVENCIA Fromage & Dairy Deutschland zu zentralen Arbeitsplatzthemen wie Vertrauen in die Führungskräfte, Qualität der Zusammenarbeit, Wertschätzung, Identifikation mit dem Unternehmen.

Strategische Weiterentwicklung

Die Bayerische Milchindustrie eG (BMI) setzt ihren Strategiekurs weiter fort: Am starken Frischestandort der Genossenschaft in Würzburg soll eine Produktionslinie für Trinkmilch, Schlagsahne, Saure Sahne und Schokomilch in der Mehrwegglasverpackung aufgebaut werden. Im Zuge dieser Umstrukturierungsmaßnahmen plant die BMI, ihre Produktion von Mehrwegglasprodukten am Standort Obermaßfeld voraussichtlich bis Mitte 2018 zu schließen.
Das Unternehmen hat die Mitarbeiter am 29. März 2017 über diesen Planungsstand frühzeitig und persönlich informiert. „Für die Zukunftssicherung unserer Genossenschaft ist diese Entscheidung leider unumgänglich“, so BMI-Vorstandsvorsitzender Peter Hartmann. Der extrem hohe Wettbewerbsdruck in der Milchwirtschaft erfordere größere und technisch hochmoderne Standorte mit deutlichen Einspareffekten. In Würzburg könne man im bestehenden Werk die Produktion mit deutlichen Kostendegressions-Effekten steigern und so die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Unternehmens sichern. Am Standort Obermaßfeld dagegen seien Erweiter-ungen aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus nicht sinnvoll.
„Wichtig ist es jetzt, gemeinsam mit dem Betriebsrat zu einer für alle Beteiligten tragfähigen Lösung zu kommen“, betonte Hartmann. Bis voraussichtlich Frühjahr 2018 sollen die Mehrwegglasprodukte der Marken Thüringer Land und Frankenland wie bisher im Werk Obermaßfeld hergestellt werden. Alle derzeit 26 Mitarbeiter erhalten Arbeitsangebote an anderen BMI-Standorten, etwa in den fränkischen Werken Würzburg, Ebermannstadt, Windsbach und Zapfendorf sowie in Jessen (Sachsen-Anhalt).
Erklärtes Ziel ist es, durch die Übernahme der langjährigen und gut ausgebildeten Belegschaft den Qualitätsstandard der in Obermaßfeld hergestellten hochwertigen Regionalprodukte am Standort Würzburg fortzuführen. Für die Marke Thüringer Land liefern derzeit insgesamt 21 landwirtschaftliche Betriebe der Milchwerke Mainfranken ihren wertvollen Rohstoff an die BMI.

Neuer Chief Executive Officer

Der Aufsichtsrat der Hochwald Foods GmbH hat Detlef Latka mit Wirkung vom 1. Oktober 2016 zum Chief Executive Officer ernannt. Damit ist Latka, der bislang die Funktion des Chief Financial Officers inne hatte, Sprecher des Unternehmens und Ansprechpartner für die Landwirte. Die Geschäftsführer Detlef Latka und Karl Eismann üben nach wie vor gleichberechtigt ihre Funktionen aus.
Bereits seit 2005 verantwortet Latka den kaufmännischen Bereich in der Geschäftsführung, zusätzlich berichten die Vertriebseinheiten des Unternehmens an den neuen CEO. Karl Eismann, seit 2013 im Unternehmen, ist seit 2015 als Chief Operating Officer für die Steuerung der Produktionswerke und Zentralfunktionen wie zum Beispiel Central Quality Management, Supply Chain Management, Procurement und Milkmanagement verantwortlich.
Detlef Latka: „Meine Rolle als Chief Executive Officer verstehe ich als Teamplayer. Ich danke dem Aufsichtsrat für das mir entgegengebrachte Vertrauen und freue mich auf die neuen Aufgaben.“

Kai Könecke wird neuer Chief Supply Chain Officer bei Emmi

Emmi hat sich vor einigen Monaten entschieden, die Konzernleitung um die Funktion eines Chief Supply Chain Officer zu erweitern. Die Gründe dafür sind einerseits das Stärken von Kompetenzen im Rahmen der Nachfolgeplanung und andererseits das zusätzliche Potenzial, das durch das effizientere Gestalten der Produktions- und Logistikabläufe in den schweizerischen und internationalen Produktionsbetrieben erschlossen werden kann. Entsprechend hoch wird das Thema innerhalb des Unternehmens gewichtet. Emmi freut sich, mit Kai Könecke einen ausgewiesenen Spezialisten mit über 20 Jahren Erfahrung in führenden Positionen des Supply Chain Managements in ihren Reihen begrüßen zu dürfen. Kai Könecke wird per 1. April 2017 Chief Supply Chain Officer der Emmi Gruppe. Der Deutsche ist ein internationaler Experte im Bereich des Supply Chain Managements und zurzeit bei Unilever Deutschland, Österreich und Schweiz tätig. Kai Könecke erarbeitete sich seine Erfahrung im Lebensmittelunternehmen Mars, beim Onlinehändler Amazon und bei Unilever. Unter anderem leitete er bei Mars den Bereich Logistik in Deutschland und später die Entwicklung des Supply Chain Managements in Europa. Zudem leitete er als Werksdirektor den 300-Mitarbeiter-Betrieb in Viersen, Deutschland. Danach war Kai Könecke General Manager bei Amazon und zuletzt Geschäftsführer Supply Chain bei Unilever Deutschland, Österreich und Schweiz. Der 50-jährige Kai Könecke studierte Maschinenbau an der Technischen Universität Braunschweig, Deutschland. Er ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern. Seinen Wohnsitz wird er nach der Einführungszeit in die Schweiz verlegen.

„Goldene Käseharfe“

Bei der „Großen Käseprüfung“ des Verbandes für handwerkliche Milchverarbeitung e.V. (VHM) ging Platz 1 und damit die „Käseharfe in Gold“ in diesem Jahr an den Kuhmilch-Weichkäse „Heggelbacher Camembert“ aus der Hofgemeinschaft Heggelbach. Überreicht wurde der Siegerpokal am Samstag, den 15. Oktober 2016 auf dem Regionalmarkt im Kursaal Überlingen anlässlich des Genussgipfels Baden-Württemberg. „Ein wirklich passender Ort”, so Geschäftsführer Marc Albrecht-Seidel bei der Preisverleihung, „denn mit dem Deutschen Käsepreis ehrt der VHM jedes Jahr den besten handwerklich hergestellten Käse Deutschlands. Käse, die bei dieser Prüfung bestehen und ausgezeichnet werden, versprechen dem Verbraucher wahren Genuss.“ Den Sieger für den „Deutschen Käsepreis 2016“ wählen Verbraucher und Experten einmal im Jahr aus den eingesandten Käse-Spezialitäten von handwerklichen Käsereien aus ganz Deutschland, die Mitglied im VHM sind. In diesem Jahr waren es 123 Käse, die auf dem Nieheimer Käsemarkt in Westfalen von Verbrauchern bei einer Publikumsprüfung bewertet und von einer Fachjury auf „Herz und Nieren“ getestet wurden. Aus der vergebenen Punktzahl beider Prüfungen wurde dann der Gewinner der „Goldenen Käseharfe“ ermittelt: der „Heggelbacher Camembert” aus der Hofkäserei Heggelbach. Damit bleibt die goldenen Käseharfe auch in diesem Jahr im Bodenseeraum und geht vom Lehenhof in Deggenhausertal nach Herdwangen an den Hofkäser Stephan Ryffel mit seinem Team. Hofkäser Stephan Ryffel, der seit 2015 gemeinsam mit seiner Frau Claudia die Hofkäserei in Heggelbach betreibt, hat damit als erster Teilnehmer in der Geschichte der VHM-Käseprüfungen bereits zum dritten Mal die Käseharfe in Gold gewonnen!

Vorstandswechsel

Johannes Schmid (48), hat zum 1. August die Position des Vorstands Verwaltung/Finanzen bei der Ehrmann AG, Oberschönegg, übernommen. Schmid ist seit 16 Jahren in verschiedenen Funktionen im Unternehmen tätig, u.a. als Geschäftsführer der russischen Tochtergesellschaft. Er ersetzt Wolfgang Graf (65), der nach 41 Jahren bei Ehrmann in den Ruhestand getreten ist.

Veränderung in der Bergader-Geschäftsleitung

Hans Burger (53), verantwortlich für das Geschäftsführungsressort Marketing und Vertrieb und Sprecher der Geschäftsführung, verließ Mitte Juli nach über 10 Jahren die Bergader Privatkäserei, Waging am See, mit Blick auf veränderte berufliche Perspektiven. Die Trennung erfolgt im besten beiderseitigen Einvernehmen. Burger wird dem Unternehmen auch künftig beratend zur Seite stehen.
Hans Burger hat das Unternehmen Bergader entscheidend in Wachstum und Profitabilität vorangebracht. Die Bergader Privatkäserei bedankt sich bei Herrn Burger für die geleistete sehr erfolgreiche Arbeit, insbesondere für sein leidenschaftliches Engagement für die Bergader Markenwelt und wünscht ihm für seine nächsten Schritte alles erdenklich Gute und viel Erfolg.

Karwendel erweitert Geschäftsführung

Die Karwendel-Werke Huber GmbH & Co. KG verstärken ihren Geschäftsführerkreis um Peggy Tege. Die Ingenieurin für Milch-und Molkereitechnologie ist neue Geschäftsführerin für den Bereich Produktion, Technik und Qualitätsmanagement/-sicherung. Die 44- Jährige bringt 22 Jahre Berufserfahrung in der Lebensmittelindustrie und Milch-Branche mit nach Buchloe, davon 17 Jahre in Führungspositionen.
Frau Tege hat nach ihrer Ausbildung zur Milchtechnologin ein Studium an der Ingenieursschule für Milchwirtschaft in Halberstadt absolviert. Sie war zuletzt innerhalb der DANONE Gruppe als Werksdirektorin für den Standort Ochsenfurt tätig. Zu den weiteren beruflichen Stationen zählen unter anderem die der Direktorin in der niederländischen Zentrale der Baby-Sparte der DANONE Gruppe, wo sie für die strategische Ausrichtung der Werke weltweit zuständig war, sowie der Geschäftsführerin im Fuldaer Werk der Konzerntochter Milupa.

Neuer Marketingchef bei Ornua

Matthias Brune (50) übernimmt die Leitung Marketing & Innovation bei der Ornua Deutschland GmbH und ist ab sofort für alle Marketingaktivitäten der Marke Kerrygold verantwortlich. Brune verfügt über große Erfahrung in der Food-Branche, speziell im Molkereibereich. Er arbeitete 13 Jahre in verschiedenen Positionen für Arla Foods, zuletzt verantwortete er den Bereich Marketing & Innovation für die Unit Central Europe. Davor war er unter anderem acht Jahre für Kraft Foods tätig. „Eine zentrale Aufgabe wird es sein, die Diversifikation bei Ornua voranzutreiben und die Dachmarke Kerrygold als Anbieter qualitativ sehr hochwertiger Molkereiprodukte auszubauen“, erklärt Matthias Brune.

Schwälbchen kooperiert mit Hochwald

Die Schwälbchen Molkerei AG und die Hochwald Foods GmbH werden künftig bei der H-Milch-Herstellung und beim Rohmilchverkauf zusammenarbeiten. Wie die beiden Unternehmen mitteilten, haben Schwälbchen-Vorstand Günter Berz-List und Hochwald-Geschäftsführer Detlef Latka in Thalfang einen entsprechenden Letter of Intent für eine langfristige Kooperation unterzeichnet. „Die Vereinbarung sieht vor, dass Hochwald spätestens ab dem 1. Januar 2017 die Produktion unserer haltbaren Milch übernimmt. Die rechtliche Selbständigkeit unseres Unternehmens bleibt weiterhin unberührt“, erklärte Berz-List. In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem nördlichen Baden-Württemberg will sich Schwälbchen zukünftig stärker auf die Vermarktung seiner qualitativ hochwertigen Milch- und Frischprodukte in der „Grünen Linie“ und das Kaffeegetränk Caffreddo fokussieren. Hochwald will als zweitgrößte deutsche Molkereigenossenschaft mit der Herstellung der H-Milch für Schwälbchen nach eigenen Angaben seine Produktionskapazitäten besser auslasten. Zudem vereinbarten beide Unternehmen, auch im Rohstoffbereich enger zusammenzuarbeiten. Hierbei sollen von Schwälbchen rund 20 Mio. kg Milch an die hessischen Hochwald-Standorte geliefert werden. Für die Schwälbchen-Milcherzeuger ergäben sich dadurch keine Änderungen, betonte die hessische Molkerei. Wie bisher bleibe das mittelständische Privatunternehmen für die Milchgeldabrechnung und Erzeugerberatung zuständig. Latka erklärte: „Die Kooperation unserer beiden Unternehmen bietet einige Vorteile, sodass die gemeinsame Optimierung der Produktion und Logistik absolut sinnvoll ist.“     AgE

Bioland und französischer Bio-Anbauverband gehen Kooperation ein

Vertreter der beiden größten biologischen Anbauverbände in Deutschland und Frankreich haben Mitte Mai in Paris eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Bioland und FNAB (Fédération Nationale d'Agriculture Biologique) verstärken durch die Zusammenarbeit ihr Engagement für die bäuerliche Ausrichtung der Landwirtschaft und den Ausbau der Biolandwirtschaft auf europäischer Ebene. „Unsere Verbände verbinden viele gemeinsame Ziele: Wir wollen die Rahmenbedingungen für eine ökologische Landwirtschaft in Frankreich und Deutschland weiter verbessern, vor allem bei der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik“, sagt Bioland-Präsident Jan Plagge. „Eine enge Zusammenarbeit zwischen deutschen und französischen Biobauern ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, Wege aus der aktuellen Krise der Landwirtschaft in Europa aufzuzeigen“, so Plagge weiter. Im Zentrum der Kooperation steht die Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Stéphanie Pageot, Präsidentin der FNAB, betont: „Es ist jetzt an der Zeit, die GAP neu auszurichten. Statt weiter nach dem Gießkannenprinzip zu subventionieren, muss die Politik endlich die vielfältigen Umweltleistungen, die Landwirte durch ihre tägliche Arbeit erbringen, honorieren.“ Beide Verbände arbeiten derzeit im Rahmen des europäischen Dachverbandes IFOAM EU an einer Positionierung für eine Neuausrichtung der GAP. Zudem werden sich die Verbände über die Entwicklung der privaten Standards und Marken im wachsenden Biomarkt austauschen. Ein weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt in der Praxisforschung. „Von der Eiweißversorgung bis zur Geflügelzüchtung können wir aktuelle Herausforderungen zusammen leichter lösen“, sagt Jan Plagge. Künftig entwickeln Bioland und FNAB gemeinsame Projekte zu wichtigen Praxisfragen des Biolandbaus. „Die Kooperation ist auch ein Symbol dafür, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich ist. In Zeiten der Agrarkrise zeigen Bioland und FNAB damit, dass vor allem ein Umbau in Richtung ökologische Landwirtschaft einen Ausweg bietet“, betont Jan Plagge. Zusammen vertreten Bioland und FNAB mit mehr als 16.000 Mitgliedern ca. ein Drittel aller Bio-Bauern in Deutschland und Frankreich.

Generationswechsel beim Deutschen Milchkontor

Wechsel an der Spitze des Aufsichtsrates beim Deutschen Milchkontor (DMK): Otto Lattwesen tritt zum Jahresende als Vorsitzender zurück. Die genossenschaft-
lichen Gremien werden einen Nachfolger wählen. Auch die Geschäftsführung stellt sich neu auf: Nach neun Jahren erfolgreicher Arbeit an der DMK-Spitze wird Dr. Josef Schwaiger (62) die Position des Sprechers der Geschäftsführung  in der zweiten Jahreshälfte übergeben. Sein Nachfolger wird Ingo Müller (44). Er ist aktuell Geschäftsführer Ingredients, Landwirtschaft und Rohstoff. Damit leitet Deutschlands größte Molkerei (Jahresumsatz: 4,6 Mrd. EUR) einen Generationenwechsel ein. „Josef Schwaiger hat unsere Genossenschaft über viele Jahre erfolgreich geführt und wird unserem Unternehmen auch weiterhin beratend zur Seite stehen. Er ist einer der anerkannten Molkereiexperten Europas. Man kann schon sagen: Milch und Milchprodukte sind seine Leidenschaft“, erklärte Otto Lattwesen, Vorsitzender des Aufsichtsrates.

Barbara Scheitz ist „Unternehmerin des Jahres 2015“

Als „Unternehmerin des Jahres 2015“ hat der Kreisverband Starnberg der Mittelstands-Union Barbara Scheitz ausgezeichnet. Der Laudator Dr. Marcel Huber, Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, Staatsminis-ter für Bundesangelegenheiten und Sonderaufgaben, betonte in seiner Rede: „Sie sind eine Bilderbuchunternehmerin. Sie bringen Fortschritt und Tradition zusammen. Sie haben nicht nur Leidenschaft für Ihre Produkte, sondern kümmern sich auch um das Wohl der Menschen und Tiere.“ Landtagsabgeordnete Dr. Ute Eiling-Hütig betonte in ihrer Rede: „Ich freue mich, dass eine Unternehmerin diesen Preis bekommt, die ihn aufgrund ihres herausragenden Erfolgs und auch ihres dabei immer gezeigten Verantwortungsbewusstseins für die Bewahrung unserer natürlichen Lebensgrundlagen mehr als verdient hat.“ Landrat Karl Roth sagte in seiner Ansprache: „Ihr Unternehmen ist ein Leuchtturm für den Wirtschaftsstandort Starnberg.“  Andrew Gedilhe, Mitglied des Kreisvorstands der Mittelstands-Union Starnberg ergänzte abschließend: „Unternehmerpersönlichkeiten mit Ihrem Mut und Ihrer Tatkraft prägen unsere Gemeinden und den Landkreis – und dafür großen Res-pekt.“ Mit der Auszeichnung als „Unternehmerin des Jahres 2015“ honorieren die Juroren die von Barbara Scheitz geleistete Pionierarbeit: Seit sie 2003 die Geschäftsführung der elterlichen Molkerei übernommen hat, gab es viele Innovationen. Mit der Möglichkeit für Verbraucher, die Herkunft der Produkte im Internet zurückzuverfolgen, sorgte Barbara Scheitz für mehr Transparenz und setzte Maßstäbe. 2009 stellte sie das ANDECHSER NATUR-Sortiment komplett auf Bio-Erzeugnisse um. 2015 führte sie einen in Deutschland einmaligen Zuschlag für Weidehaltung auf den Milchpreis ein, der die höhere Qualität der Milch sowie die Haltung und Fütterung honoriert, die sich an den natürlichen Lebensbedingungen der Tiere orientiert. Ebenso beeindruckte die Juroren die Führungskultur im Unternehmen. Trotz großen Firmenwachstums wird eine familiäre Atmosphäre gelebt und gepflegt. So gibt es etwa für die Mitarbeiter eine moderne Arbeitsplatzgestaltung und langfris-tige Perspektiven – einige Mitarbeiter sind seit über 30 Jahren im Unternehmen beschäftigt.

SalzburgMilch und Ja! Natürlich gewinnen Milch-Innovationspreis 2016

Mit dem ersten Platz ausgezeichnet wurde dabei die Ja! Natürlich Frische Heublumenmilch, deren Gesamtkonzept von der Jury als besonders vorbildlich hervorgehoben wurde: Diese einzigartige Goldstandard-Milch – als Bio-Heumilch mit   bester Fütterung und mit besonderen Auflagen für artgerechte Tierhaltung für die höchste Milch-Qualitätsstufe – wird von einer Reihe engagierter Salzburger Milchbauern unter strengen Auflagen hergestellt und von der SalzburgMilch in besonders schonender Art verpackt und innerhalb kürzester Zeit an den Handel geliefert. Dadurch bleibt die volle Frische dieses Naturprodukts erhalten, ein unvergleichlicher Genuss.
„Diese Prämierung bestätigt einmal mehr unser Bemühen, besonders hochwertige Milch anzubieten. Neben der gentechnikfreien Milch verarbeiten wir bereits mehr als 120 Mio kg Spezialmilch, d.h. Heumilch, Biomilch, Bio-Heumilch und Goldstandard-Milch“, freut sich Christian Leeb und ergänzt: „Es freut uns, diese Frische Heublumenmilch für Ja! Natürlich auf höchstem Niveu zu produzieren und dass sie österreichweit erhältlich ist.“

Emmi erhöht ihre Beteiligung an der chilenischen Surlat

Emmi wächst im internationalen Geschäft organisch und mit gezielten Akquisitionen. Ein weiterer Schritt hin zur Erreichung der internationalen Wachstumsziele ist die Beteiligungserhöhung der Emmi Tochter Kaiku Corporación Alimentaria an der Gruppe Surlat S.A. (Surlat Industrial S.A., Surlat Comercial S.A. und Sociedad Distribuidora Chile S.A.) von 60 % auf den Zielwert von 85 % bis 95 %. Der Hauptsitz der Surlat S.A. befindet sich in Santiago, Chile. Damit investiert Emmi in ein Unternehmen, das als Nummer 2 im Bereich laktosefreier Milchprodukte und als führende Herstellerin von UHT-Milch auf dem chilenischen Milchmarkt gut positioniert ist.
Die Strategie von Emmi sieht vor, den Umsatzanteil des Auslandgeschäfts mittelfristig von aktuell 44 % auf etwa 50 % zu erhöhen. Dieses Wachstum soll organisch und mittels Akquisitionen erreicht werden. Wachstumsmärkte außerhalb Europas werden dabei zunehmend wichtig. Die in Spanien ansässige Emmi Tochter Kaiku Corporación Alimentaria erhöht ihre Beteiligung an der chilenischen Gruppe Surlat S.A. (nachfolgend „Surlat“) von 60 % auf 85 % bis 95 %. Emmi, die 73 % von Kaiku besitzt, hält damit neu 62 % bis 70 % an Surlat. Kaiku hat das 40-%-Aktienpaket von der Lacteos Surlat S.A. – einem Unternehmen, das chilenischen Milchproduzenten gehört – erworben. 2 % bis 12 % dieses Pakets werden Einzelaktionären, die zumeist derzeitige Milchlieferanten von Surlat sind, weiterverkauft. Damit werden eine dauerhafte Verfügbarkeit und eine hohe Qualität des Rohstoffs Milch sichergestellt. Zudem wird das chilenische Logistikunternehmen Hinojal, ein Aktionär der Sociedad Distribuidora Chile S.A., Aktien an Surlat halten.
Dazu Urs Riedener, CEO von Emmi: „Durch die Beteiligungserhöhung an Surlat kann Emmi ihr Standbein in Südamerika stärken. Chile ist ein Markt mit einem guten Entwicklungspotenzial im Bereich der Milchprodukte.“
Chile war in den letzten zwei Jahren von einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld geprägt, was das Wachstum von Surlat gehemmt hat. In den letzten Monaten erholte sich das Land jedoch zunehmend. Emmi ist überzeugt, dass Surlat auf den Wachstumspfad zurückkehren wird und dass der chilenische Markt ein bedeutendes Potenzial in sich birgt.
Die klare Mehrheit von Kaiku an Surlat sorgt für klare Besitzverhältnisse und wird die Führung des Unternehmens vereinfachen. Die gute Zusammenarbeit mit den chilenischen Milchproduzenten wird fortgesetzt und die dauerhafte Verfügbarkeit des Rohstoffs Milch damit sichergestellt.
Neben Basisprodukten produziert und vertreibt Surlat das laktosefreie Sortiment „sin lactosa“, die auf die Bedürfnisse von Kindern ausgerichtete Linie „Surlat kids“ sowie probiotische Produkte. Das Unternehmen wurde 2001 von Kaiku und einer Kooperative chilenischer Milchproduzenten gegründet. Es erzielt einen Umsatz in der Größenordnung von 90 Mio. CHF.

Arla investiert künftig in Nigerias Milchproduktion

Die europäische Molkereigenossenschaft Arla Foods wird künftig in die nigerianische Milchproduktion investieren. Arla möchte sein Knowhow sowohl bei landwirtschaftlichen als auch milchwirtschaftlichen Aspekten einbringen, um die Qualität der lokalen Rohmilch zu verbessern. Dies soll zu einer nachhaltigen Entwicklung des Molkereisektors und einem Wachstum in Nigeria führen. Die formale Zustimmung dazu hat Steen Hadsbjerg gegeben, der als Leiter des Arla Regionalbüros für die Region Subsahara-Afrika eine entsprechende Absichtserklärung unterschrieben hat.
„Wenn Arla in Nigeria langfristig erfolgreich sein möchte, ist es wichtig, sich in der Entwicklung der regionalen Molkereilandschaft einzubringen. Die nigerianische Regierung begrüßt es sehr, dass Unternehmen wie Arla Foods Verantwortung übernehmen und dabei helfen, die Marktbalance zwischen importierten und regional produzierten Milchprodukten herzustellen”, so Steen Hadsbjerg. Er ist aktuell im intensiven Austausch mit einem nigerianischen Molkereiunternehmen mit dem Ziel, konkrete Initiativen zu entwickeln, und erwartet in Kürze mehr Details bekanntgeben zu können. Diese Absichtserklärung ist der nächs-
te Schritt von Arlas Engagement im Rahmen des Programms „The Milky
Way to Development“, welches von der Nichtregierungsorganisation (NGO) CARE mit dem Ziel vorangetrieben wird, einen sozialen, ökologischen und ökonomisch nachhaltigen Milchmarkt in Westafrika zu schaffen.

Launch neuer Imagekampagne

Erstmalig in der Geschichte von Sachsenmilch läutet die beliebte sächsische Milchmarke eine neue Ära der Marken-Kommunikation ein. Im Mittelpunkt der neuen Imagekampagne stehen persönliche Geschichten der Mitarbeiter rund um die Sachsenmilch-Produkte und -Aktivitäten. Sachsenmilch interpretiert dabei das Thema Regionalität mit den Mitarbeitern, die die Marke in Sachsen und über die Landesgrenze hinaus zum Erfolg gebracht haben, auf eine ganz besondere Art und Weise:  Der neue Markenclaim „Von uns für dich gemacht“ ist ein Statement, wofür die Marke seit jeher steht, diese Philosophie aber erstmalig nach außen trägt.
Im Fokus der langfristig angelegten Imagekampagne stehen die Sachsenmilch-Mitarbeiter, die sich täglich auf vielfältige Weise nicht nur für die Marke, sondern auch für Sachsen und seine Menschen engagieren. Damit geht Sachsenmilch den Weg, die Menschen hinter den Produkten zu zeigen, stringent weiter und überführt das Konzept der im letzten Sommer eingeführten Internetseite in die klassische Kommunikation. Der neue Claim „Von uns für dich gemacht“ spiegelt diese gelebte Sachsenmilch-Markenphilosophie wider: „Die Produkte von Sachsenmilch werden von einer Vielzahl von Menschen bei uns in Leppersdorf gemacht, die nicht nur für die Marke, sondern auch für ihre Region einstehen. Gemeinsam mit unseren Mitarbeitern wollen wir den Verbrauchern die Möglichkeit geben, einmal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und so zu erfahren, wie z.B. eine Produktidee entstehen kann. Mit kurzen authentischen Geschichten zeigen wir eine sehr nahbare Facette der Marke. Eben aus dem echten Leben gegriffen“, betont Annett Stang, Marketingleiterin der Marke Sachsenmilch in Leppersdorf.

Schirin Kallenborn ist neue Vertriebs- und Marketingleiterin

Die „Experts in White“ von der MILEI GmbH haben eine neue Leiterin Vertrieb und Marketing: Schirin Kallenborn verantwortet seit Kurzem diesen Aufgabenbereich – national wie international – und ist damit auch Mitglied des Managementteams. Die 30-Jährige ist der MILEI schon lange verbunden. Schon während ihres Bachelorstudiums der Agrarwissenschaften absolvierte sie dort ihr Pflichtpraktikum. Nach dem Masterstudium des Agribusiness trat sie 2010 als Key Account Managerin ihre erste Stelle an. Zwei Jahre später übernahm Schirin Kallenborn die Leitung des Vertriebsaußendienstes und ist mit den Bedürfnissen der Kunden weltweit bestens vertraut. „Ich freue mich sehr über die Herausforderung, den Erfolg der MILEI zu stützen und die Zukunft des Unternehmens bestmöglich mitzugestalten“, betont Schirin Kallenborn. „In diesem Jahr steht alles im Zeichen des erfolgreichen Starts unseres Großprojekts, der MILEI 2.0. Durch den Neubau können wir unser Produktportfolio erweitern und so bereiten wir auch den Launch einiger Produktinnovationen vor.“
Von der Qualitäts- und Leistungsführerschaft der MILEI will Schirin Kallenborn gemeinsam mit ihrem zehnköpfigen Team die Kunden auch künftig überzeugen. Neben Europa und Asien dehnen die „Experts in White“ den Vertrieb nun auf Afrika, die arabischen Länder und Südamerika aus. „Lösungsorientiert, pragmatisch und schnell, diese drei Elemente machen unsere Arbeit aus“, erklärt Schirin Kallenborn. „Unsere Kunden schätzen die effizienten Prozesse unseres mittelständischen Unternehmens und unseren partnerschaftlichen, offenen, transparenten Umgang. So vertrauen sie darauf, dass unser Slogan gelebte Philosophie ist. „Wir machen das. Aus Milch und Molke“.“

EU-Kommission erteilt Freigabe für den Zusammenschluss von DMK GROUP und DOC Kaas

Die Europäische Kommission hat den angestrebten Zusammenschluss von DMK GROUP und DOC Kaas ohne Auflagen und Bedingungen freigegeben.
Mit der Freigabeentscheidung der Europäischen Kommission bereiten DMK GROUP und DOC Kaas derzeit den Vollzug des Zusammenschlusses vor. Vorgesehen ist, die Fusion mit Wirkung zum 1. April 2016 zu vollziehen, sofern bis dahin alle vertragsrechtlich und genossenschaftsrechtlich notwendigen Schritte abgeschlossen werden können. „Die Entscheidung der Europäischen Kommission bestätigt die wettbewerbliche Einschätzung von DMK GROUP und DOC Kaas", sagte Dr. Josef Schwaiger, Sprecher der Geschäftsführung der DMK GROUP. „Der Zusammenschluss wird die Wettbewerbsfähigkeit von DMK GROUP und DOC Kaas stärken, was nicht nur der Milchwirtschaft in Deutschland und den Niederlanden zugutekommt, sondern auch die Stellung der europäischen Milchindustrie am Weltmarkt verbessern wird.“ „Wir freuen uns, dass die Europäische Kommission der Fusion zugestimmt hat, da beide Unternehmen damit ihre Wettbewerbsfähigkeit auf den internationalen Märkten stärken können. Die Bündelung der Kräfte versetzt uns besser in die Lage, sowohl kurzfristig als auch langfristig die Zielsetzungen zu erreichen und damit den Interessen der Anteilseigner zu entsprechen“, bestätigt Arjan Schimmel, Vorstandsvorsitzender der DOC Kaas B.A.

Arla plant Schließung der Molkerei im englischen Hatfield Peverel

Nach umfassender Prüfung der Anforderungen für die Milchverarbeitung in Großbritannien beabsichtigt die europäische Molkereigenossenschaft Arla Foods ihre Frischmilch-Molkerei am Standort Hatfield Peverel in Großbritannien zu schließen. Die Gespräche mit den Betroffenen stehen allerdings noch aus. Arlas Absicht würde zu einer möglichen Schließung des Standorts Ende Juli 2016 sowie zum Verlust oder der Verlagerung von bis zu 200 Arbeitsplätzen führen.
Dieser Änderungsvorschlag ist eine Folge von Arlas umfassenden Investitionen in seinen Molkereistandort in Aylesbury. Die weltweit modernste Frischmilch-Molkerei würde künftig den größten Teil der Milchmengen, die bisher von der Molkerei Hatfield Peverel verarbeitet werden, übernehmen. Kleinere Milchmengen würden zudem zu anderen Frischmilch-Molkereien umgeleitet. Der Standort Aylesbury, in den Arla über 150 Mio. EUR investiert hat, wurde im Jahr 2014 eröffnet. Die Molkerei im Nordwesten von London kann über 1 Mrd. l Milch pro Jahr verarbeiten. Das Milchvolumen, das in Aylesbury verarbeitet wird, soll langfristig erhöht werden.
Als Ergebnis der geplanten Schließung und nach Prüfung der von Hatfield Peverel ausgehenden Distributionslogistik empfiehlt Arla auch hier ein alternatives Modell. Dabei würde die Warenverteilung an den Logistik-Dienstleister Bidvest Logistics ausgelagert. Sollte dies der Fall sein, werden die betroffenen 32 Mitarbeiter in einem stufenweisen Prozess zu Bidvest Logistics verlagert. Dadurch würde sich die potenzielle Anzahl der Mitarbeiter, die von den Änderungen am Standort Hatfield Peverel betroffen sind, auf etwa 230 erhöhen.
Dan Kolding, Senior Vice President Supply Chain bei Arla Foods in Großbritannien erklärt dazu: „Als Molkereigenossenschaft ist es unsere Mission, den höchsten Wert für die Milch unserer Landwirte zu erzielen. Die Entwicklung von Aylesbury – einer hochmodernen und hocheffizienten Anlage – hilft uns dabei, diese Vision in Großbritannien zu erreichen. Ich möchte allen Menschen, die mit unserem Standort Hatfield Peverel in Verbindung stehen, für ihr Engagement und ihre Unterstützung danken. Für uns hat es Priorität, die betroffenen Kollegen und ihre Familien in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen.“

Danone peilt solides Wachstum an

Der französische Lebensmittelkonzern Danone hat im vergangenen Jahr von den niedrigen Milchpreisen profitiert und seine Handelsmargen und den operativen Gewinn verbessert. Wie der weltweit größte Joghurthersteller mitteilte, legte der Umsatz gegenüber 2014 um 6,0 % auf 22,41 Mrd. EUR zu. Organisch, also ohne Währungs- und Sondereffekte, lag das Plus bei 4,4 %. Dazu trugen der höhere Mengenabsatz mit 0,9 Prozentpunkten und der gestiegene Verkaufswert mit 3,5 Punkten bei. Die von Sondereinflüssen bereinigte operative Handelsmarge verbesserte sich im Vorjahresvergleich um 0,17 Prozentpunkte auf 12,91 %; dafür sorgten vor allem höhere Spannen in Europa und beim Babynahrungsverkauf. Danone-Chef Emmanuel Faber bezeichnete die Umsatz- und Margenentwicklung als solide, weil man damit „voll im Plan“ liege. Die Umbauten im Unternehmen würden den Weg für ein profitables und nachhaltiges Wachstum bis zum Zieljahr 2020 ebnen. Negativ machte sich 2015 allerdings die im Juni erforderliche Wertberichtigung der schwächelnden chinesischen Milchpulvermarke Dumex von 337 Mio. EUR bemerkbar. Das schmälerte den Nettogewinn, der bereinigt dennoch um 7,4 % auf 1,28 Mrd. EUR zulegte. Die Dividende soll um 6,7 % auf 1,60 EUR je Aktie steigen. Besonders gut lief im vergangenen Jahr nach Unternehmensangaben das Geschäft mit Wasser, und zwar mit den Marken Evian und Volvic. Den stärksten Umsatzzuwachs von 9,8 % auf 5,0 Mrd. EUR verbuchte Danone jedoch bei Säuglingsnahrung mit den Aptamil- und Nutrilon-Produkten, die in China stark gefragt waren. Für 2016 erwartet Danone ein weiterhin unsicheres Marktumfeld mit möglicherweise starken Wechselkursschwankungen und einer eher rückläufigen Nachfrage in Europa. Als schwierig wird aufgrund der konjunkturellen Lage auch die Situation in Russland, China und Brasilien gesehen. Auf der Kostenseite rechnet der Konzern in der EU und den USA im ersten Halbjahr mit niedrigen Milchpreisen, die im weiteren Jahresverlauf aber wieder anziehen könnten. Für die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) werden für das ganze Jahr anziehende Rohstoffkosten erwartet. Insgesamt geht Danone aber von einem organischen Umsatzwachstum zwischen 3 % und 5 % sowie einer weiteren Verbesserung der Handelsmargen aus.     AgE

Fonterra vertreibt Ingredienz GOS für Säuglingsnahrung weltweit

Fonterra gab bekannt, dass Warenmuster von NZMP Galakto-Oligosacchariden (GOS) Anfang 2016 erhältlich sein werden. Dank der neuen Partnerschaft mit Dairy Crest, dem führenden Molkereiunternehmen Großbritanniens, kann Fonterra nun diesen speziellen pädiatrischen Zusatzstoff Lebensmittelproduzenten weltweit anbieten.
NZMP GOS ermöglicht den Produzenten von Säuglingsnahrung, einen zusätzlichen Verbrauchernutzen zu bieten. Der Zusatzstoff GOS ist für seine verdauungsfördernde Wirkung bekannt und verbessert die Aufnahme von Mineralien. Es ist davon auszugehen, dass Hersteller von Säuglingsnahrung in Europa und China unter den ersten sein werden, die NZMP GOS verwenden.
NZMP GOS wird in Dairy Crests Werk in Davidstow, Cornwall (UK), produziert werden. Dairy Crest hat 20 Millionen britische Pfund (GBP) investiert, um eine speziell für diesen Zweck gebaute, hochmoderne Ingredienzien-Fabrik zur Produktion von GOS zu errichten. Sobald die Produktion bei voller Kapazität läuft, wird Dairy Crest jährlich 10.000 t GOS produzieren; das Produkt wird in Fonterras globalem Vertriebsnetz unter dem Markennamen NZMP vermarktet und verkauft.
Hans Huistra, Regional Director Ingredients EMEA bei Fonterra sagt, dass diese innovative Ingredienz das NZMP-Produktportfolio für spezielle Zusatzstoffe erweitert. „In Verbindung mit Fonterras Erfahrung in Kindernahrung bietet das wachsende Produktangebot an Zusatzstoffen der Marke NZMP Herstellern eine größere Flexibilität bei der Zusammenstellung ihrer Produkte.“
Huistra betont, dass die Erweiterung des NZMP-Portfolios um GOS Kunden in die Lage versetzt, von Fonterras Größe und globaler Lieferfähigkeit zu profitieren. „Wir freuen uns, diesen wichtigen Zusatzstoff in unser Produktangebot an Spezial-Ingredienzien aufzunehmen. Ein neues Werk liefert die Vorteile aus der Nutzung neuester Kontrollsysteme und Anlagen, sodass konsistent hochqualitative Produkte produziert werden. Das Spannende ist, dass für diesen Launch sowohl die Rückverfolgbarkeit der Produkte als auch die Lieferflexibilität als Schlüsselmerkmale konzipiert wurden.“
Richard Jones, Managing Director Functional Ingredients bei Dairy Crest, bemerkt: „Indem wir unsere Erfahrung in der Produktion von Milchprodukten und Fonterras globale Reichweite und Lieferfähigkeit wirksam einsetzen, können wir erfolgreich hochqualitative Nährstoffprodukte liefern und wachsenden Marktbedürfnissen gerecht werden. Dies ist ein Beleg für die starke Partnerschaft zwischen Fonterra und Dairy Crest und unsere Fähigkeit, weltweit dem Wunsch nach hochwertiger Ernährung zu entsprechen.“
„Mit der traditionell exzellenten Leistung in Milchproduktion höchster Qualität passt Dairy Crests Investition in das GOS-Werk ideal zu Fonterra und NZMP, unserer Marke für Ingredienzen“, ergänzt Huistra.

Über GOS
Galakto-Oligosaccharide (GOS) sind Nahrungsmittel-Zusatzstoffe mit präbiotischen Eigenschaften. Es ist allgemein anerkannt, dass sie bifidogene Eigenschaften besitzen und bei Säuglingen das Wachstum guter Darmbakterien fördern. GOS werden aus Kuhmilch gewonnen; es ist weit verbreitete Ansicht, dass sie den Oligosacchariden in der Muttermilch ähnlicher sind als Ersatzstoffe auf pflanzlicher Basis. Deshalb sind sie die bevorzugten Präbiotika für viele Markenhersteller von Säuglingsnahrung.

Emmi verstärkt sich in attraktiven Nischenmärkten

Internationales Wachstum ist seit 2008 einer der drei Pfeiler der Strategie von Emmi. Dieses Wachstum möchte Emmi vor allem in attraktiven Nischen erzielen. Eine dieser Nischen sind Produkte aus Ziegenmilch, die weltweit stetig an Beliebtheit zulegen. Eine andere sind nachhaltig hergestellte Lebensmittel, wie beispielsweise Bio. Eine dritte Nische, die Emmi bereits in der Schweiz, aber auch im Ausland (Spanien und Chile) erfolgreich bearbeitet, sind laktosefreie Milchprodukte. Mit der Akquisition der im Premium-Bereich positionierten Redwood Hill Farm & Creamery im kalifornischen Sebastopol verstärkt sich Emmi auf einen Schlag in allen drei Bereichen.
Emmi erwirtschaftet heute 44 % ihres Umsatzes im Ausland; ein Drittel mit Exporten aus der Schweiz, zwei Drittel mit Produkten ausländischer Tochtergesellschaften. Weiteres Wachstum im Ausland ist Teil der Strategie von Emmi. Erreicht werden soll dies einerseits durch organisches Wachstum, andererseits durch weitere Zukäufe. Interessant sind für Emmi vor allem Unternehmen in Nischenmärkten, primär in Ländern, in denen Emmi bereits aktiv ist.
In einem schwierigen Wirtschaftsumfeld stabilisierten die wachsenden Erträge aus Nordamerika das Geschäft von Emmi wesentlich – nicht zuletzt aufgrund des wiedererstarkten US-Dollars. Diesen Erfolg verdankt Emmi einem breiten Portfolio an nordamerikanischen Tochtergesellschaften und Beteiligungen: Emmi Roth USA (Partnerschaft seit 2006, Übernahme 2009), Cypress Grove Chevre (USA, Übernahme 2010), The Icelandic Milk and Skyr Corporation (USA, 25-%-Beteiligung seit 2013) und die Käsesparte von J.L. Freeman (Kanada, Übernahme 2015).

OMIRA ist ab 2016 klimaneutral

Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Molkerei setzt die OMIRA GmbH einen weiteren Meilenstein – ab 2016 wird das süddeutsche Unternehmen klimaneutral sein. Mit diesem Entschluss leistet die OMIRA einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung ihrer Nachhaltigkeits-Strategie, in welcher der verantwortungsbewusste Umgang mit Energie und Ressourcen einen zentralen Baustein darstellt.
Die OMIRA hat ihren CO2-Ausstoß berechnen lassen, um einen ersten Überblick über ihre Umweltauswirkungen zu bekommen. Bereits in den vergangenen Jahren hat die Molkerei eine Vielzahl von Maßnahmen – insbesondere im Bereich Energieeffizienz – realisiert, um die Klimabelastungen zu reduzieren. Durch den ermittelten Fußabdruck wird ersichtlich, welche weiteren Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Auswirkungen auf das Klima weiter zu reduzieren.
Zukünftig wird jährlich der Carbon-Footprint des Unternehmens berechnet, um hieraus ökologische Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten. Die OMIRA bezieht ab 2016 zu 100 % Ökostrom und investiert in energieeffiziente Anlagen sowie in erneuerbare Energien.
Durch die bereits eingeleiteten Maßnahmen und die Umstellung auf Ökostrom wird die OMIRA ihren Carbon-Footprint wesentlich absenken können. Zudem wird die Molkerei ihren CO2-Fußabdruck mithilfe von UN-Emissionsrechten kompensieren und damit für die kommenden Jahre ein klimaneutrales Unternehmen sein.

Auszeichnung bei World Cheese Awards für den Original Almkönig

Anfang Dezember war es wieder soweit: im Rahmen der BBC Good Food Show in Birmingham wurden die weltweit besten Käsesorten verkostet, bewertet und die besten von Ihnen mit dem World Cheese Award 2015/2016 ausgezeichnet. Diesem Wettbewerb stellte sich auch der SalzburgMilch Original Almkönig. Mit Erfolg. Er überzeugte die internationale Fachjury und wurde als einziger Großlochkäse Österreichs mit der Bronze-Medaille belohnt.
„Nach den beiden Käsekaiser 2009 und 2015 bestätigt diese Auszeichnung des World Cheese Awards die kontinuierlich hohe Qualität unseres Almkönigs“, freut sich Christian Leeb, Geschäftsführer von SalzburgMilch, und ergänzt: „Derartige Prämierungen sind für uns eine schöne Bestätigung aber auch zusätzlicher Ansporn, die Range unserer Produkte in den Kühlregalen auszuweiten sowie weitere Innovationen zu entwickeln.“

Milch & Co. sind die Gewinner

Die traditionelle Prämierung des Landwirtschaftsministeriums, des Genossenschaftsverbandes (GV), der DLG und des Verbandes der Milchwirtschaftler in Schleswig-Holstein war wieder einmal ein „Who is Who“ der Landesbesten, was die Milchwirtschaft im nördlichsten Bundesland zu bieten hat.
Seitens des Genossenschaftsverbandes begrüßte Abteilungsleiter Thomas Knocks die rund 150 Vertreter der ausgezeichneten milchwirtschaftlichen Unternehmen: „Die Ergebnisse der amtlichen Qualitätsprüfungen unterstreichen wieder einmal eindrucksvoll, dass sich Ihre steten Anstrengungen für Spitzenqualität und Markterfolg lohnen. Wenngleich die Marktpreise und die Auszahlungspreise erheblich niedriger liegen als wir uns wünschen würden, so sind wir doch der Ansicht, dass sich über eine Angebotsbereinigung bzw. Nachfragesteigerung die wirtschaftliche Situation der Milcherzeuger und der ganzen Branche spürbar verbessern lässt. Hierzu haben wir, der Genossenschaftsverband, zusammen mit der Milcherzeugervereinigung Vorschläge eingebracht und der Politik vorgelegt. Zusammen mit dem Thünen Institut haben wir darüber hinaus kürzlich eine praxisunterlegte Studie zur Nachhaltigkeit  in der hiesigen veröffentlicht, die auch vom Ministerium ausdrücklich begrüßt wurde.“ Verliehen wurden Preise an die Geschäftsführer und Mitarbeiter der Meiereien, die sich 2014 dem Qualitätswettbewerb nach den strengen Kriterien erfolgreich gestellt haben. Seitens des Ministeriums unterstrich Abteilungsleiter Holger Börner die herausragende und stetig wachsende  Bedeutung der hiesigen Milchwirtschaft für den Agrar- und Milchstandort Schleswig-Holstein. Insgesamt wurden vom Ministerium drei Meiereien für ausgewählte Premiumprodukte mit je einem Landesehrenpreis ausgezeichnet: Meierei­ Barmstedt eG für Deutsche Markenbutter Süßrahm, DMK Deutsches Milchkontor GmbH für Deutsche Markenbutter Süßrahm und DMK Deutsches Milchkontor GmbH für Edamer 40 % Fett i.Tr..
Darüber hinaus gab es weitere Prämierungen für drei Jahresbestleistungen und für vier Dauerleistungen ebenfalls durch das Ministerium und den Genossenschaftsverband. Der Verband ehrte darüber hinaus an der Herstellung beteiligte Mitarbeiter für deren herausragende Leistungen.
Die Meierei-Genossenschaft Sarzbüttel eG für Nordseekäse 55 % Fett i.Tr., die Meierei Holtsee-Ascheberg eG für Tilsiter 45 % Fett i.Tr. und die Breiten­burger Milchzentrale eG  für Gouda 48 % Fett i. Tr. wurden mit Jahresbestleistungen ausgezeichnet. Auszeichnungen für Dauerleistungen erhielten die Meierei Sarzbüttel eG für Schlemmerkäse 60 % Fett i. Tr., die Breitenburger Milchzentrale eG für Wilstermarschkäse 45 % Fett i. Tr., die Breitenburger Milchzentrale eG für Gouda 48 % i. Tr. und die Meierei Holtsee-Ascheberg eG für Tilsiter 45 % Fett i. Tr..

Regionale Hofkäse-Spezialitäten auf der Cheese 2015 in Berlin

Auch in diesem Jahr haben wieder viele Besucher der Berliner Käsemesse die Gelegenheit genutzt, um an den Ständen der „Brandenburger Milch- & Käsestraße“ und am VHM-Stand handwerklich hergestellte Käsedelikatessen aus der Region zu probieren. Die Hofkäserinnen und Hofkäser der „Brandenburger Milch- & Käsestraße“ haben die Cheese 2015 auch zum Anlass genommen, um ihre neuen Hofschilder und ihre Angebote für kulinarische Hofkäse-Reisen zu präsentieren.
Die Touren unter dem Motto „Ent-decken und Genießen“ hat der Verband für handwerkliche Milchverarbeitung e.V. (VHM) in Zusammenarbeit mit den Anbietern von „Tour de Cheese“ und „Landvergnügen“ entwickelt.So kann man auf den von Frühling bis Herbst stattfindenden Genuss-Radeltouren, die vom Oderbruch über das Dahme-Seenland und die Schorfheide bis in die Uckermark führen, die vielfältigen Landschaften Brandenburgs erkunden und dabei die köstlichen Produkte der Hofkäsereien und anderer handwerklich arbeitenden Lebensmittelproduzenten entdecken.

Hochwald ordnet Geschäftsführung neu

Die Hochwald Foods GmbH stellt ihre Geschäftsführung neu auf. Künftig wird die Verantwortung in der Geschäftsführung auf den kaufmännischen Bereich und das Ressort Produktion und Technik aufgeteilt. Damit trägt das Unternehmen dem raschen Wachstum der vergangenen Jahre und der vertrieblichen Ausrichtung auf fünf Business Units Rechnung. Das neu geschaffene Geschäftsführ-ungsressort übernimmt als Chief Operating Officer künftig Karl Eismann. Bereits seit 2013 verantwortete er als Head of Operations die Steuerung der Produktionswerke. In der neuen Funktion übernimmt Eismann zusätzlich die Verantwortung für Zentralfunktionen wie zum Beispiel Produktentwicklung/ Innovation, Zentrales Qualitätsmanagement und Milkmanagement.
Der kaufmännische Bereich wird nach wie vor von Detlef Latka als Chief Financial Officer geleitet. Bereits seit 2005 verantwortet Latka insbesondere die Bereiche Legal, Finance, ICT, Controlling, Human Resources, Supply Chain Management, Ingredients und International. Mittelfristig soll die Geschäftsführung durch eine dritte Position ergänzt werden.

Arla trennt sich von Rynkeby Foods

Im Zuge einer stärkeren Konzentration auf sein Kerngeschäft hat der dänische Molkereikonzern Arla Foods den Verkauf seines Tochterunternehmens Rynkeby Foods angekündigt. Wie der Milchverarbeiter mitteilte, ist die Entscheidung das Resultat einer mehrmonatigen Analyse über die weitere Unternehmensentwicklung. Das 1934 gegründete Unternehmen erzeugt vor allem für den dänischen und schwedischen Markt rund 150 Mio. l Saft pro Jahr und erzielte damit zuletzt einen Jahresumsatz von rund 150 Mio. EUR. Nach Angaben des stellvertretenden Arla-Geschäftsführers Povl Krogsgaard ist Rynkeby das letzte verbliebene Tochterunternehmen, das nicht mit der Herstellung von Milchprodukten beschäftigt ist. Da die weitere Arlastrategie jedoch die Fokussierung auf das Molkereigeschäft vorsehe, habe man sich zur vollständigen Veräußerung von Rynkeby Foods entschlossen. Krogsgaard zeigte sich überzeugt, dass sich die Entscheidung langfristig sowohl für die Konzernmutter als auch das scheidende Tochterunternehmen als die strategisch beste Lösung erweisen werde.     AgE

MULTIVAC feiert Richtfest

Die Bauarbeiten für das neue Logistikzentrum von MULTIVAC in Wolfertschwenden schreiten voran. Ende 2014 wurde mit dem Bau des 11,9-Mio.-EUR-Projektes begonnen. Gemeinsam mit den beteiligten Planungsbüros und ausführenden Baufirmen feierte MULTIVAC nun Richtfest. Der Neubau verfügt über eine Fläche von 5.400 m2 und soll im zweiten Quartal 2016 in Betrieb genommen werden. In der zweiten Jahreshälfte des kommenden Jahres soll das Logistikzentrum dann voll einsatzfähig und integriert sein. Ziel der Investition ist es, die Ersatzteilversorgung der 17 europäischen MULTIVAC Tochtergesellschaften durch die Implementierung einer zentralen Abwicklung weiter zu optimieren. Zusätzlich wird auch die Materialversorgung für die Maschinenfertigung in Wolfertschwenden von den neuen Prozessen profitieren. „Wir werden zukünftig mit einer modernen Lagertechnik arbeiten. Ein automatisches Kleinteilelager und halbautomatisierte  Hochregalstapler werden uns dabei helfen,  die heutige Kommissionierleistung deutlich zu erhöhen und  gleichzeitig die Fehleranfälligkeit zu verringern. Alles in allem werden wir unsere Prozesse dank neuester Technologien effizienter gestalten können“, erläutert Volker Starrach, Hauptbereichsleiter Logistik bei MULTIVAC. „Unsere Kunden werden in erster Linie von einer besseren Verfügbarkeit von Ersatzteilen und damit kürzeren Lieferzeiten profitieren. Zudem können Fehler in den einzelnen Prozessschritten vermieden bzw. reduziert werden.“

Endress+Hauser zeigt Flagge in Spanien

Endress+Hauser Spanien hat das 25-jährige Bestehen der Vertriebsgesellschaft auf besondere Art gefeiert: Das Unternehmen bezog in Sant Cugat im Westen der Metropolregion Barcelona ein eigenes Gebäude. 8 Mio. EUR investierte Endress+Hauser in den Neubau. Im Beisein wichtiger Vertreter von Politik und Wirtschaft sowie vieler Gäste aus der gesamten Firmengruppe weihte Endress+Hauser Spanien Anfang Oktober das neue Gebäude ein. Auf mehr als 4.000 m2 Grundfläche sind zeitgemäße Büros und eine Kantine für Mitarbeiter und Gäste untergebracht, ein gut ausgestattetes Labor für automatisierungstechnische Lösungen sowie großzügige Räumlichkeiten für Kundenseminare.
„Im neuen Gebäude können wir unser Angebot an praxisnahen Schulungen und Seminaren verbessern und so die Beziehung zu unseren Kunden weiter vertiefen“, sagte Antonio Carulla, Geschäftsführer von Endress+Hauser Spanien. Der Geschäftsführer sieht das Unternehmen bestens gerüstet für die Zukunft. Zum Jahresende wird Antonio Carulla, der die Vertriebsgesellschaft seit ihrer Gründung 1990 leitet, in den Ruhestand wechseln und die Geschäftsführung an seinen Nachfolger José Manuel Lado übergeben.
Die Vertriebsgesellschaft feierte mit der Einweihung des Neubaus zugleich ihr 25-jähriges Bestehen. Endress+Hauser zählt in Spanien mehr als 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; rund 50 von ihnen arbeiten in den neuen Büros im Westen Barcelonas.

Emmi trotzt der Frankenstärke

Emmi erzielte einen Umsatz von  1.563,0 Mio CHF. im 1. Halbjahr 2015 (Vorjahr 1.624,9 Mio.CHF), ein Rückgang um -3,8 % (organisch -1,7 %). Das ist leicht besser als erwartet. Es zeigt, dass Emmi die negative Entwicklung des Euro recht gut verkraftet hat. Insgesamt resultierte ein bereinigter Reingewinn von
46,6 Mio. CHF (Vorjahr 45,2 Mio. CHF) und eine bereinigte Reingewinnmarge von 3,0 % (Vorjahr 2,8 %). Dieses Resultat übertrifft die Erwartungen von Emmi und ist primär auf Ertragssteigerungen und Bereinigungen in den ausländischen Betrieben zurückzuführen. Für das Gesamtjahr 2015 passt Emmi die Aussichten für das EBIT auf 170 Mio. CHF bis 180 Mio. CHF an (Prognose vom März 2015: 150 Mio. CHF bis 160 Mio. CHF). Dazu Urs Riedener, CEO von Emmi: „Diese erfreuliche Entwicklung ist vor allem auf das Anfang des Jahres beschlossene, konsequent umgesetzte Maßnahmenpaket sowie auf Ertragssteigerungen in den Divisionen Europa und Amerikas zurückzuführen. Im zweiten Halbjahr gilt es, die Umsatzrückgänge in einem vernünftigen Rahmen zu halten – vor allem in der Schweiz.“ Alle strategischen Sparten im Heimmarkt verzeichneten Umsatzeinbußen. Der Rückgang bei den Molkereiprodukten (Milch, Rahm, Butter) war durch Mengenrückgänge und tiefere Milchpreise bedingt. Die Einbußen beim Käse reflektieren die um 7,8 % höheren Käseimporte. Der nahezu stabile Umsatz bei den Frischprodukten ist ein Verdienst der guten Entwicklung von Emmi Caffè Latte, Jogurtpur und dem neuen, proteinreichen YoQua. Beim Frischkäse blieben die Mengen praktisch stabil, die Preise gaben jedoch aufgrund des hohen Importdrucks nach. Pulver/Konzentrate litten unter dem massiven Preiskampf im Industriegeschäft.

Bayerischer Wirtschaftspreis für Frischpack GmbH

Die Frischpack GmbH hat Bayerns wichtigsten Wirtschaftspreis „BAYERNS BEST 50“ erhalten. Mit der Auszeichnung würdigt das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie jedes Jahr die 50 dynamischsten mittelständischen Unternehmen, die ihren Umsatz und die Zahl ihrer Mitarbeiter überdurchschnittlich steigern konnten. Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner: „Mittelständische Unternehmer, die neue Chancen für Wachstum und  Beschäftigung aufspüren und diese konsequent nutzen, sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Um diese Leistung anzuerkennen, ehren wir mit dieser Auszeichnung die wachstumsstärksten mittelständischen Firmen.“ Die Preisträger wurden von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Baker Tilly Roelfs AG als unabhängigem Juror nach objektiven Kriterien ermittelt. Die feierliche Preisverleihung fand im Kaisersaal der Münchner Residenz statt und erfolgte durch Wirtschaftsministerin Ilse Aigner.
„Das ist eine besondere Anerkennung unserer Leistungen, die gleichermaßen eine Würdigung der Arbeit unserer motivierten und engagierten Mitarbeiter darstellt“, freuten sich Geschäftsführer Marian Heinz sowie Beiratsvorsitzender Dipl.-Ing. Peter Wagner. „Dieser Preis bestätigt unsere Unternehmensphilosophie, unsere Kunden mit maßgeschneiderten Lösungen, ganzheit-licher Beratung und nachhaltigem Wirtschaften zu überzeugen", so Heinz weiter.

Hoher Besuch im DMK-Werk Zeven

Anlässlich des 150. Jubiläums der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat die Vorsitzende, Michaela Rosenberger, die politischen Vertreter der Bundesländer zu einer Sommertour eingeladen. Unter dem Motto „Tour des Genusses – So isst Deutschland“ besuchte die Gewerkschaftsvorsitzende gemeinsam mit Cornelia Rundt, Niedersachsens Ministerin fü̈r Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, den DMK-Standort in Zeven. Im Mittelpunkt dabei stand unter anderem die hochmoderne Milchverarbeitung.
Udo Eckhoff, Gesamtbetriebsratsvorsitzender und Mitglied des Aufsichtsrates bei DMK, begrü̈ßte die Gäste. „Seit 150 Jahren ist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten fü̈r die Menschen da, die Deutschland mit Lebensmitteln versorgen, die für den Genuss arbeiten und fü̈r Gastlichkeit sorgen“, so Michaela Rosenberger. „Aus diesem Grund besuche ich auf einer ‚Tour des Genusses – So isst Deutschland. Mit frischen Rezepten für faire Arbeit‘ prominente Orte der Lebensmittelherstellung, der Gastronomie und der Hotellerie. Das Werk Zeven des Deutschen Milchkontors ist ein ‚Flaggschiff‘ der NGG mit guten Arbeitsbedingungen, einem hohen Organisationsgrad, regionaler Verbundenheit und innovativen Produkten.“
„Der Standort Zeven ist auch ein Beispiel fü̈r die zukunftsweisenden Investitionen der DMK GROUP“, wie Ines Krumm-acker, Geschäftsfü̈hrerin Personal, erklärt: „Zeven liegt im Herzen der Gunstregion für Milch.
Ein Meilenstein fü̈r die langfristige Entwicklung des Unternehmens ist auch das neue Milchpulverwerk, durch das rund 80 neue Arbeitsplätze entstehen.“ Optimale Wertschöpfung und wettbewerbsfähige Milchauszahlungspreise sind die Voraussetzung um auch als Arbeitgeber erfolgreich zu bleiben.
Damit bleibt Deutschlands größtes Molkereiunternehmen auch in Zukunft ein sicherer Arbeitgeber fü̈r die Region.   

Europaabgeordneter Norbert Lins zu Besuch bei der OMIRA

„Wir müssen etwas für das Image unserer Milchwirtschaft tun”, das ist das einstimmige Resultat des Besuchs von Norbert Lins, Mitglied im Landwirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments, bei der OMIRA GmbH in Ravensburg. Mit dabei waren Waldemar Westermayer, CDU-Bundestagsabgeordneter, Rudolf Köberle, CDU-Landtagsabgeordneter, sowie August Schuler, CDU-Fraktionsvorsitzender. Gemeinsam diskutierten sie mit OMIRA-Geschäftsführer Ralph Wonnemann und Aufsichtsratsvorsitzendem Erich Härle. Insbesondere waren zwei Themenschwerpunkte den beiden OMIRA-Vertretern ein großes Anliegen, wozu sie auch die Politik in der Pflicht sehen: Dies ist zum einen die aktuell einseitige mediale Berichterstattung über die Milch und Milcherzeugung sowie zum anderen die finanzielle Belastung der Landwirte aus der zu zahlenden Superabgabe und aus den neuen verschärften Anforderungen an die Lagerung und Ausbringung von Gülle.
„Der Konsum von Trinkmilch ist insbesondere in Deutschland in letzter Zeit trotz niedriger Preise rückläufig, sodass klar die Frage gestellt werden muss, ob dies nicht auch mit der einseitig negativen Berichterstattung rund um das Thema Milch und Milchviehhaltung in den deutschen Medien zusammenhängt”, so Ralph Wonnemann. Alle Herren sind sich einig, dass die Verbraucher durch die skandalisierenden Medienberichte beunruhigt sind und Lösungsansätze gefunden werden müssen, um dieser Verunsicherung entgegenzuwirken.
Eine vermehrte Aufklärungsarbeit wird notwendig sein, um die Bevölkerung über die aktuellen und hochwertigen Qualitätsstandards und -maßnahmen in der Milchviehhaltung sowie die aufrichtige Arbeit der meisten Milcherzeuger zu informieren. Dies sieht auch Norbert Lins so: „Wir müssen wieder zeigen, was die Landwirtschaft alles leistet. Dazu sollten wir vielleicht die Verbraucher und Verbraucherinnen auf die Höfe einladen und die Ställe für sie öffnen.”

Frischpack Käsewürfel – wahrer Genuss

Milden Gouda oder lieber würzigen Bergkäse? Mit schmackhaften Käsewürfeln sorgte die Frischpack GmbH auf dem G7-Gipfel in Garmisch-Partenkirchen für einen Gaumenschmaus im Pressezelt. Gemeinsam mit weiteren Sponsoren aus Bayern kümmerte sich der Käsedienstleister aus Süddeutschland um die Verkostung der rund 5.000 akkreditierten Journalisten aus aller Welt. Neben eigenen Produkten der Marke Frischpack wie den servierfertigen Party Käse-Würfeln aus mildem Gouda und dem Premium Snack Käsewürfel aus würzigem Bergkäse im aufmerksamkeitsstarken Standbodenbeutel bietet das unabhängige, mittelständische Unternehmen „Alles rund um Käse“: Frischpack schneidet und verpackt zahlreiche Hart- und Schnittkäsesorten in verschiedenste Verpackungsformen und -größen genau nach Kundenwunsch. Maßgeschnittene Angebote, individuelle Beratung und nachhaltiges Wirtschaften sind dabei gelebte Unternehmensphilosophie.

Zott erhält 6. Bundesehrenpreis in Folge für seine Qualitätsprodukte

Zott ist eines von zwölf Unternehmen der deutschen Milchbranche, das mit dem Bundesehrenpreis für die besten Testergebnisse bei den DLG-Qualitätsprüfungen ausgezeichnet wurde. Umfangreiche Labortests und sensorische Untersuchungen, die von unparteiischen Experten der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) durchgeführt wurden, bilden die Grundlage für dieses Ergebnis. Konrad Hubinger, Leiter der Joghurt- und Dessertproduktion, nahm die Spitzenauszeichnung, stellvertretend für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Hause Zott, in Berlin aus den Händen von Ministerialdirektorin Dr. Katharina Böttcher und Vizepräsident der DLG, Prof. Dr. Achim Stiebing entgegen. „Täglich stellen wir die höchsten Ansprüche an die eingesetzten Rohstoffe, an die daraus produzierten Produkten und an unsere Arbeit. Wir orientieren uns an strengen HACCP-Konzepten, die anhand klarer Vorgaben und Regeln dazu beitragen, Sicherheit von Lebensmitteln zu fördern, Gefährdungen zu identifizieren, zu analysieren und somit dem Verbraucherschutz dienen. Seit sechs Jahren in Folge zählen wir zu den Preisträgern. Das ist eine beachtliche Leistung, die nur wenige Unternehmen vorweisen können“, berichtet Hubinger.

Girl’s Day bei WALDNER

In typische „Männerberufe“ schnuppern – das soll der Girl’s Day Schülerinnen ermöglichen. „Ich will noch unbedingt dieses Werkstück fertig machen. Ich kann jetzt noch nicht aufhören!“ rief eine Schülerin, die begeistert an ihrem letzten Kleiderhacken bastelte, als sich der Arbeitstag zu Ende neigte. Diese Aussage spiegelt die Freude und die Begeisterung der Mädchen, die am Girl’s Day in typische „Männerberufe“ schlüpfen durften. Personalleiter Wolfgang Sailer begrüßte die Teilnehmerinnen und die Ausbilder stellten ihre Lehrwerkstätten Metall, Holztechnik, Anlagemechanik, technisches Produktdesign und Elektronik vor. Natürlich stand auch eine ausführliche Betriebsführung auf dem Programm.
Zum Abschluss trafen sich alle im Kun-denforum zum gemeinsamen Austausch. Hier hatten die Schülerinnen nochmal die Chance, Fragen rund um das Thema Ausbildung und Bewerbung bei WALDNER zu stellen.

Potenziale bei und mit Zott entdecken

Zum zehnten Mal in Folge öffnete Zott seine Pforten und beteiligte sich am bundesweiten Mädchenzukunftstag. Die Auszubildenden der Molkerei betreuten die Gäste und entwickelten eigens für diesen Tag einen Technik-Parcours, der es den 24 Mädchen an den Standorten Mertingen und Günzburg ermöglichte, einen Einblick in die technischen Berufs- und Ausbildungsfelder eines hochmodernen Unternehmens der Milchbranche zu gewinnen. Dabei wurden nicht nur Neugierde, sondern auch Experimentierfreude geweckt und unter fachmännischer Anleitung erste Erfahrungen im Umgang mit Werkzeugen und Werkstoffen gesammelt. Für die jungen Frauen war es ein informativer und interaktiver Tag, bei dem sie ihre Potenziale in punkto Technik testen konnten.
Darüber hinaus gehörte zum Kennenlernprogramm ein Rundgang durch die Produktionsstätte sowie ein Einblick in das Entwicklungs- und Qualitätszentrum von Zott inklusive spannender Sensorikschulung. Alle Beteiligten hatten jede Menge Spaß und zeigten großes Interesse an den vielfältigen Aufgabengebieten einer Molkerei.

SSI Schäfer erzielt Mehrheitsbeteiligung an der Firma MoTuM NV

SSI Schäfer und das auf die Entwicklung von FTS und dezentraler Steuerungstechnik spezialisierte belgische Unternehmen MoTuM NV, Mechelen, haben ihre bestehende Partnerschaft weiter ausgebaut. SSI Schäfer hält dabei nun die Mehrheitsbeteiligung an dem Unternehmen. Beide Firmen verstärken hierdurch ihr bestehendes Produktportfolio in Richtung Kunde. „SSI Schäfer entwickelt und realisiert für Kunden weltweit ganzheitliche Intralogistik-Lösungen. Dabei gewinnt der Bereich der Fahrerlosen Transportsysteme zunehmend an Bedeutung“, erklärt Harrie Swinkels, Geschäftsführer bei SSI Schäfer in Giebelstadt, die Hintergründe. „Mit MoTuM als strategischem Partner komplettieren wir unser Produktspektrum in diesem Segment. Wir führen nun ein FTS-Portfolio, das auf sämtliche Kommissionierstrategien ausgelegt ist und profitieren von einer optimalen Anbindung an unsere Lagerlösungen: von einfachen Transport-Anwendungen über das Person-zur-Ware-Prinzip bis hin zur vollautomatischen Kommissionierung. Dabei kann das breite Spektrum an FTS sowohl Kleinladungsträger, Rollcontainer als auch Paletten befördern.“

Tetra Pak-Manager wechselt zu IMA DAIRY & Food

IMA DAIRY & FOOD meldet personelle Verstärkung im Top-Management: Der renommierte Branchen-Experte Philippe Farrugia (52) ist ab sofort als „Executive Vice President Sales Dairy Packaging“ für den Vertrieb der IMA-Marken IMA ERCA, IMA GASTI, IMA HAMBA und IMA HASSIA verantwortlich. Parallel hat Farrugia die Geschäftsführung von IMA ERCA übernommen. Farrugia verfügt über langjährige Erfahrung in der internationalen Verpa-ckungsindustrie und Food Processing-Branche. Zuletzt war er als „Market Area Leader“ für Südeuropa und Nordafrika bei Tetra Pak Processing tätig. Zuvor hatte er dort die Position des „Engineering Director“ für Frankreich und Südeuropa inne. Darüber hinaus war Farrugia bei Courtaulds Films in der Kunststoffindustrie sowie bei Saint-Gobain Packaging im Bereich Glasverpackung beschäftigt.

GEA meldet 1,1 Mrd. EUR Auftragseingang im ersten Quartal

Anlässlich ihrer heutigen Hauptversammlung hat die GEA Group Aktiengesellschaft neben ersten vorläufigen Daten zur laufenden Geschäftsentwicklung 2015 auch ein höheres Einsparpotential aus dem laufenden Programm „Fit for 2020“ bekannt gegeben. Der vorläufige Auftragseingang des Düsseldorfer Maschinenbaukonzerns lag im ersten Quartal mit rund 1.100 Mio. EUR etwa 8,7 % über dem Vorjahreswert. Das organische Wachstum betrug rund 3 %. Während einerseits Rückgänge aus den Kundenindustrien Öl und Gas sowie Marine verkraftet werden mussten, konnte andererseits das Nahrungsmittel- und Getränkegeschäft zulegen. Der Konzernumsatz stieg insbesondere währungsbedingt um über 5 % auf rund 1.000 Mio. EUR.
Das Verhältnis Auftragseingang zu Umsatz (Book to Bill Ratio) erreichte damit im ersten Quartal einen Wert von etwa 1,1. Im Rahmen des derzeit laufenden Programms „Fit for 2020“ konnte mittlerweile die geplante Struktur der beiden Business Areas Equipment und Solutions, des Global Corporate Center sowie der Ländergesellschaften weitestgehend finalisiert werden. Auch die künftige Aufstellung der Shared Service Center wurde nun definiert und auf den Weg gebracht. „Auf Basis einer eingehenden Analyse der gegenwärtigen Struktur der gesamten GEA Group haben wir in den vergangenen Monaten die künftige Zielorganisation entsprechend dem im August 2014 vorgestellten Grobkonzept erarbeitet und weitere Einsparpotenziale identifiziert. Die neue Konzernstruktur mit weniger Hierarchiestufen und verringerter Komplexität soll bis Ende 2016 eingeführt sein, sodass wir ab dem Geschäftsjahr 2017 nunmehr jährliche Einsparungen in Höhe von mindestens 125 Mio. EUR realisieren werden. Bisher waren wir von mindestens 100 Mio. EUR jährlichen Einsparungen ausgegangen. Die Einmalaufwendungen werden sich ebenfalls erhöhen“, erklärt Jürg Oleas, Vorstandsvorsitzender der GEA Group Aktiengesellschaft.

Wechsel im Vorstandsvorsitz der Nestlé Deutschland AG

Béatrice Guillaume-Grabisch (50), übernimmt zum 1. Juli den Vorstandsvorsitz der Nestlé Deutschland AG – vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats. Sie folgt auf Gerhard Berssenbrügge (62), der nach acht Jahren in dieser Position und einer insgesamt 18-jährigen, erfolgreichen Karriere bei Nestlé in den Ruhestand geht.
Béatrice Guillaume-Grabisch war bisher bei Nestlé als Vice-President der Zone EMENA (Europe, Middle East, North Africa) für Südeuropa und Deutschland sowie für die Eiscreme-Kategorie verantwortlich. Zuvor hatte sie für einige der bedeutends-ten Unternehmen der FMCG-Industrie – darunter L’Oréal und Coca-Cola – gearbeitet. „Mit ihrer langjährigen internationalen Berufserfahrung, ausgeprägten Geschäfts- orientierung und ihren Führungsqualitäten ist Béatrice Guillaume-Grabisch als neue Marktchefin von Nestlé in Deutschland bestens gerüstet, um die erfolgreiche Arbeit von Gerhard Berssenbrügge in einem herausfordernden Marktumfeld fortzusetzen“, sagt Prof. Dr. Werner Bauer, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Nestlé Deutschland AG.
„Was Gerhard Berssenbrügge stets ausgezeichnet hat, waren unternehmerisches Denken, leidenschaftlicher Einsatz für starke Marken und der Mut, neue Wege einzuschlagen. Er hat damit einen besonderen Beitrag zur Zukunftssicherung der Nestlé Deutschland AG geleistet, wofür ich ihm im Namen des gesamten Aufsichtsrates herzlich danke“, so Prof. Dr. Bauer weiter. Es ist beabsichtigt, Gerhard Berssenbrügge zu gegebener Zeit als Mitglied des Aufsichtsrates der Nestlé Deutschland AG vorzuschlagen.

Hochwald verzeichnet 2014 Umsatzplus von 6 %

Das genossenschaftliche Molkereiunternehmen Hochwald Foods GmbH hat seinen Erlös im Geschäftsjahr 2014 trotz der niedrigeren Produktpreise spürbar gesteigert, allerdings erheblich weniger stark als im Vorjahr. Wie Hochwald mitteilte, erhöhte sich der konsolidierte Umsatz im Vergleich zu 2013 um 90 Mio. EUR oder 6 % auf rund 1,588 Mrd. EUR. Dazu hätten Kooperationen und vor allem die Exporterlöse beigetragen, die um 121 Mio. EUR oder 21,6 % auf 680 Mio. EUR gestiegen seien. Besonders erfreulich habe sich der Umsatz mit Endverbraucherprodukten in Drittländern entwickelt, für den ein Plus von etwa 30 % verzeichnet worden sei, berichtete das Unternehmen. Allerdings sei die globale Milchproduktion 2014 stärker als die Nachfrage gestiegen, was nach einem guten ersten Halbjahr an den internationalen Märkten zu einem deutlichen Rückgang der Erlöse für Milchprodukte geführt habe. Dies erklärt die im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigere Steigerung des Gesamtumsatzes, die sich 2013 noch auf 19 % belaufen hatte. Obwohl laut Hochwald der von ihr gezahlte Milchpreis in der zweiten Jahreshälfte 2014 ebenfalls zurückging, entwickelte er sich unter dem Strich gegen den Bundestrend positiv: Im Schnitt seien 2014 rund 38,5 ct/kg Milch bei 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß inklusive der noch zu beschließenden Nachzahlung gezahlt worden, womit sich der Abstand zum Bundesdurchschnitt weiter vergrößert habe. Gleichzeitig sei die Milchverarbeitung – in etwa wie im Vorjahr – um 5,7 % gestiegen, und zwar auf 2,28 Mrd kg. Derweil habe sich die Eigenkapitalstruktur weiter verbessert, wozu unter anderem die Ausgabe von Genussscheinen beigetragen habe.
Wie das rheinland-pfälzische Unternehmen mit Blick auf seine Zukunftspläne ausführte, wird am bisherigen strategischen Ziel festgehalten, den Exportanteil am Gesamtumsatz zu erhöhen. Außerdem seien weitere Investitionen in Produktionskapazitäten für export- und wertschöpfungsstarke Produkte und in die Vermarktungskompetenz vorgesehen. Mittlerweile trage der Export 42,8 % zum Gesamtumsatz bei, und vor allem in den Exportwerken sei 2014 mehr Milch verarbeitet worden. Im Rahmen der unternehmenseigenen „Strategie 2020“ seien in den nächsten Jahren auch Investitionen in strategischen Wachstumsregionen vorgesehen, zum Beispiel über die Vertriebsniederlassungen, erklärte Hochwald. Darüber hinaus eröffne der Neubau eines Werkes für entmineralisiertes Molkenpulver für die Baby- und Kindernahrungsindustrie am Standort Hünfeld ein neues Geschäftsfeld. Daneben sei geplant, mit Joint Ventures und Partnerschaften neue Märkte und Produktsegmente zu erschließen.     AgE

Generalversammlung der Emmi AG

Im Zusammenhang mit der am 1. Januar 2014 in Kraft gesetzten „Verordnung gegen übermäßige Vergütungen bei börsennotierten Gesellschaften“ ergaben sich an der Generalversammlung der Emmi AG diverse Änderungen. In Übereinstimmung mit der Verordnung wurde über den Gesamtbetrag der Vergütungen und die Teilrevision der Statuten abgestimmt.
Konrad Graber, Präsident des Verwaltungsrats der Emmi AG, führte durch die Generalversammlung. Alle Anträge des Verwaltungsrats wurden gutgeheißen. So wurden der Jahresbericht, die Konzernrechnung und die Jahresrechnung 2014 der Emmi AG genehmigt und die Mitglieder des Verwaltungsrats entlastet.
Die Aktionäre stimmten der Ausschüttung einer verrechnungssteuerfreien Dividende in der Höhe von CHF 3.80 (Vorjahr CHF 3.80) pro Namenaktie aus Kapitaleinlagereserven zu.
Die Aktionäre folgten den Anträgen des Verwaltungsrats bei allen Traktanden zu den Wahlen im Verwaltungsrat. So wurden alle Mitglieder des Verwaltungsrats einzeln wiedergewählt, mit Ausnahme von Hans Herzog, der nicht mehr zur Wahl zur Verfügung stand. An seiner Stelle wurde neu Franz Steiger in den Verwaltungsrat gewählt. Ebenfalls bestätigt wurde Konrad Graber als Verwaltungsratspräsident.
Auch stimmten die Aktionäre der Einzelwahl von Konrad Graber, Stephan Baer und Thomas Oehen-Bühlmann in den Personal- und Vergütungsausschuss zu. Emmi-Verwaltungsratspräsident Konrad Graber bestätigte die im März gemachten Aussagen für das Jahr 2015: „Der starke Schweizer Franken wird das Geschäftsjahr 2015 prägen. Emmi setzt alles daran, dass Schweizer Milchprodukte im internationalen Wettbewerb weiterhin genügend Absatzmöglichkeiten finden. Trotzdem werden Einbußen unvermeidbar sein.“ Das Unternehmen bestätigt auch die Prognosen vom März.

Jörg Mandelatz zum neuen Geschäftsführer der Interroll Fördertechnik GmbH ernannt

Jörg Mandelatz wurde zum neuen Geschäftsführer der Interroll Fördertechnik GmbH in Wermelskirchen, Deutschland, einer Tochtergesellschaft der Schweizer Interroll Gruppe, ernannt. Innerhalb der Interroll Gruppe ist die deutsche Vertriebsgesellschaft für die DACH- und Benelux-Region zuständig.
Jörg Mandelatz, 42, hält einen Abschluss als Dipl-Ing. Elektrotechnik (FH) mit Schwerpunkt Automatisierung der Hochschule Niederrhein. Er begann seine berufliche Laufbahn im Jahr 2000 als Solution Engineer Sales bei AVL Deutschland GmbH, die in der Automobilindustrie tätig ist. Später wurde er zum Key Account Manager und 2008 zum Vertriebsleiter mit Verantwortung für den Innen- und
Außendienst ernannt. Des Weiteren war er Mitglied im Managment Board der AVL Deutschland.
Jörg Mandelatz berichtet direkt an Dr. Christoph Reinkemeier, Executive Vice President Global Sales & Service der Interroll Gruppe, der sagt: „Wir freuen uns, mit Jörg Mandelatz einen Vertriebsprofi zu gewinnen, der einerseits neuen Input für unsere Vertriebsaktivitäten einbringt, und andererseits das nachhaltige und erfolgreiche Wachstum der Interroll Vertriebsorganisation für Zentraleuropa weiter entwickelt.“

Ausgefallene Ideen beim Wettbewerb „Productivity Contest“ von Festo prämiert

Siegerehrung auf der Hannover Messe: Dazu waren die drei Preisträger des Festo Productivity Contest – aus Deutschland, Ungarn und Indien – zu einem mehrtägigen-Messebesuch eingeladen. 17.000 User haben sich die 24 eingereichten Videos der ausgefallenen Automatisierungslösungen auf Facebook angesehen. Tüftler aus aller Welt, die elektrische und pneumatische Automatisierungsprodukte von Festo nicht nur beruflich nutzen, sondern auch in ihrer Freizeit damit Anlagen aufbauen, haben Videos auf der Facebook Fanpage von Festo hochgeladen. Es waren kreative Entwicklungen und Konstruktionen, die das Leben leichter machen oder einfach nur Spaß bringen.
Der Sieger Thomas Ullrich aus Augsburg entwickelte eine Einschenkmaschine für Hefeweizenbier, die sogar das übermäßige Aufschäumen im Bierglas unterbindet und die gute Hefe mit mehreren gekonnten Drehungen im richtigen Moment aus der Flasche löst und präzise ins Glas fließen lässt. Der zweitplatzierte Ungar Bálint Füvessy beschäftigte sich mit einem automatisierten Weinöffner und der Drittplatzierte, Ajith Anil Meera aus Indien, ließ einen Roboter die Wände hochklettern.

Arla Foods und DMK GROUP eröffnen gemeinsame Produktion

Mit der offiziellen Werkseröffnung der ArNoCo GmbH & Co. KG haben Arla Foods und DMK GROUP ihr Joint Venture am DMK-Standort Nordhackstedt vorgestellt. ArNoCo verarbeitet die bei der DMK-Käseherstellung gewonnene Molke zu Molkenproteinkonzentrat und Laktose. Das Unternehmen beschäftigt 40 Mitarbeiter und ist damit ein zukunftsorientierter Arbeitgeber für die Region im Norden Schleswig-Holsteins.
 ArNoCo wurde 2011 gegründet. Im Jahr darauf folgte die Grundsteinlegung für das neue Produktionswerk. Im zweiten Halbjahr 2014 startete das Unternehmen dann die Testproduktion der hochmodernen Molkeverarbeitungsanlage. Seit Ende Februar diesen Jahres kann ArNoCo die Produktionskapazitäten der Anlage in vollem Umfang nutzen. Damit verarbeitet das Unternehmen pro Jahr rund 700.000 t Molke zu 25.000 t Laktose und 12.000 t Molkenproteinkonzentrat.
 Von der modernen Technik konnten sich die Gäste im Zuge der offiziellen Werkseröffnung selbst überzeugen. Soweit es die Hygienevorschriften zuließen, bekamen die Besucher bei einem Rundgang durch die Produktion einen Überblick über die Anlage. Dabei erfuhren sie auch, welcher Aufwand betrieben werden muss, um Produkte herzustellen, die selbst die strengen Auflagen für Babynahrung erfüllen.
 Mit der Produktion von Molkenproteinkonzentrat bildet ArNoCo die Schnittstelle von Arla Foods und DMK GROUP, die jeweils gleiche Anteile am Joint Venture halten. „Das internationale Ingredientsgeschäft ist eines unserer strategischen Wachstumsfelder“, so Dr. Josef Schwaiger, Sprecher der Geschäftsführung von DMK GROUP. „Das Produktionswerk am Standort Nordhackstedt ist logistisch ideal gelegen, um die im benachbarten DMK-Werk gewonnene Molke weiterzuverarbeiten. Durch unser gemeinsames Tochterunternehmen können wir die Synergien zwischen Arla Foods und DMK GROUP optimal nutzen.“

Albert Ragon wird neuer Geschäftsführer Danone DACH

Zum 1. Juni gibt es einen Wechsel in der Geschäftsführung von Danone DACH + Slowenien. Albert Ragon, 49, wird neuer Geschäftsführer. Er folgt auf Alejandro Pinillos, 44, der in die neugeschaffene Position des Category Growth Officers der Danone Gruppe in Paris wechseln wird. Seit 1. April gibt es auch einen neuen DACH-Direktor Finanzen: Jakub Kalinowski. Albert Ragon, der über 25 Jahre Erfahrung bei Danone verfügt, wird die Stelle als Geschäftsführer Danone DACH und Slowenien in München übernehmen und damit ebenfalls Präsident des Verwaltungsrats der Danone AG in der Schweiz. Ragon verantwortet damit das Danone- Geschäft im größten europäischen Milchfrischemarkt. Ragon war für Danone unter anderem Geschäftsführer Benelux und arbeitet derzeit in einer globalen Position mit Verantwortung für weltweite Milchfrischeprodukte und Corporate Affairs. In der neugeschaffenen Rolle des Category Growth Officers übernimmt Pinillos die weltweite Verantwortung in der Sparte Milchfrische für die Bereiche Marketing und Sales. Pinillos berichtet an Gustavo Valle, Executive Vice President Fresh Dairy Products und Mitglied des Executive Committee der Danone Gruppe, Paris.

Krones erwirbt Gernep Etikettiertechnik

Die Krones AG, Neutraubling gibt den Kauf von 100 % der Anteile an der Gernep Gruppe, Barbing/ Deutschland, bekannt. Als internationaler Anbieter von Etikettiermaschinen im unteren und mittleren Leistungsbereich bietet Gernep kundenspezifische Lösungen. Neben der Getränkeindustrie sind insbesondere die Märkte Lebensmittel, Kosmetik und Pharma Schwerpunkte des Unternehmens.
Damit verstärkt Krones seine Aktivitäten in diesen Marktsegmenten. Gernep ist ein profitables Unternehmen mit mehr als 10 Mio. EUR Umsatz und knapp 100 Mitarbeitern. Das Unternehmen wird auch in Zukunft eigenständig mit der bestehenden Führungs- und Vertriebsstruktur geführt. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden.  Auch auf der Anuga FoodTec gab es für Krones zuletzt Erfreuliches zu vermelden: Mit zwei International FoodTec-Awards in Gold wurde das Unternehmen von der DLG ausgezeichnet. Eine Goldmedaille erhält Krones für den Vakuumentgaser VarioSpin. Mit dieser innovativen Lösung zum Entgasen von Produkten, die für eine hohe Produkt- und Prozessqualität bei der Getränkeherstellung sorgt, haben die Krones-Entwickler die DLG-Jury voll und ganz überzeugt. Die zweite Goldmedaille erhält Krones als Co-Bewerber für das wegweisende Projekt „Transformation thermischer Energiesysteme“, das die Stadtwerke Murau zusammen mit der Brauerei Murau und dem Werk Steinecker der Krones AG eingereicht hatten.

SSI Schäfer erhält VDI-Innovationspreis Logistik

Die patentierte 3D-MATRIX Solution von SSI Schäfer hat den renommierten Innovationspreis Logistik 2015 des Vereins Deutscher Ingenieure e.V. (VDI) erhalten. Die Auszeichnung erfolgte im Rahmen des 24. Deutschen Materialfluss-Kongresses in München-Garching.
Rudolf Keller, Geschäftsführer der SSI Schäfer Holding, und Elmar Issing, Director Business Solutions Group bei SSI Schäfer, nahmen die Auszeichnung in Form einer Plastik aus der Serie „Sculptures in Motion“ des Berliner Künstlers Maximilian Verhas am Abend aus den Händen von Professor Dr.-Ing. Willibald Günthner und Gregor Blauermel als Vertreter der B416 Unternehmensberatung, die den Preis stiftet, entgegen. „Wir betrachten diese Auszeichnung als eine große Ehre“, sagte
Keller in seiner Dankesrede. „Dass wir den renommierten Innovationspreis innerhalb weniger Jahre zum zweiten Mal verliehen bekommen haben, zeugt von dem hohen Innovationsgrad der Lösungen aus dem Hause SSI Schäfer. Wir werden den zukunftsorientierten Weg moderner, marktgerechter Produktentwicklung weiter beschreiten.“

Rückblick 2014: SCHWÄLBCHEN MOLKEREI Jakob Berz AG

In einem umkämpften und im Jahres-verlauf 2014 immer schwieriger gewordenen Branchenumfeld konnte die SCHWÄLBCHEN MOLKEREI AG die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit deutlich steigern. Hierbei wurde die Qualitäts- und Markenstrategie konsequent fortgesetzt. Damit vollzog sich nach dem Konsolidierungsjahr 2013 eine erfolgreiche Wende, die sowohl auf hohen Sortiments- und Absatzleistungen als auch auf effizienten Betriebsabläufen und optimierten Kostenstrukturen basierte. Vor allem die operative Ertragslage zeigte einen erfreulichen Verlauf. Die Milchverarbeitung wurde plangemäß um 1,6% auf 138 Mio. kg leicht verringert. Für viele Frischprodukte der Grünen Linie und das Kaffeegetränk CAFFREDDO war die milde Witterung im Frühjahr von Vorteil, dagegen gingen vom Sommer kaum Absatzimpulse auf die saisonalen Sortimentsteile aus. Aufgrund der ab Mai zunächst moderat, ab November dann massiv gesenkten Abgabepreise gingen die Umsatzerlöse um 6,8 % auf
106,2 Mio. EUR zurück. Umsatzschmälernd wirkten zudem die abgegebene H-Milch-Menge einer Handelsmarke und das geringere Verarbeitungsvolumen. Umsatzfördernd waren dagegen die Sor-timentsverlagerung zu den höherwertigen Produktgruppen und das im Vorjahresvergleich noch höhere Preisniveau. Die Harzmolkerei GmbH verzeichnete eine preis-bedingte Umsatzminderung um 3,9 % auf 11,2 Mio. EUR.
Die SCHWÄLBCHEN Frischdienst GmbH ist ein service- und logistikstarker Handelsspezialist. Von den Standorten Mainz und Ilsfeld aus werden Großverbraucher im Außer-Haus-Konsumbereich beliefert. Als Komplettanbieter mit einem rund 10.000 Artikel umfassenden Sortiment erstreckt sich das Verkaufsgebiet über den gesamten Südwesten Deutschlands. In dem Geschäftsfeld verringerten sich die Umsätze planmäßig um 14,9 % auf teilkonsolidiert 100,8 Mio. EUR.

SIG Combibloc Obeikan bezieht neues Headquarter in Dubai

SIG Combibloc Obeikan, ein Joint Venture von SIG Combibloc mit der Obeikan Investment Group, hat in ein neues Headquarter in Dubai Silicon Oasis (Vereinigte Arabische Emirate) eröffnet. Unter einem Dach befinden sich jetzt drei Büroetagen für regionale Supportfunktionen, eine Knowledge Academy und ein Training Center zur Förderung der Zusammenarbeit und zur Schulung von eigenen Mitarbeitern und Mitarbeitern der Kunden im Nahen und Mittleren Osten, Afrika und der Türkei. Das neue Gebäude hat eine Gesamtfläche von rund 4.150 m2. Das hochmoderne Training Center sowie die Knowledge Academy stehen beide ganz im Zeichen der Schulung und Entwicklung. Hierzu entwerfen Fachleute von SIG Combibloc und SIG Combibloc Obeikan in enger Zusammenarbeit mit renommierten Unternehmensberatungen maßgeschneiderte  Schulungsprogramme. Nach Brasilien, Deutschland, Thailand und China hat damit am Standort Dubai nun das fünfte Training Center von SIG Combibloc den Betrieb aufgenommen; und gleichermaßen die zweite Knowledge Academy der Obeikan Investment Group in der Region – in Ergänzung zur Academy in Riad.  

Erfolg mit Kennzeichnungslösungen

Mit neuen Produkten und einer optimierten Fokussierung auf den Kunden baut der fränkische Kennzeichnungsspezialist KBA-Metronic seine Stellung am Markt weiter aus. Mit 20 % Umsatzzuwachs in Deutschland hat das Unternehmen in 2014 erneut seine Stärke im Kennzeichnungsmarkt bewiesen. Nicht nur der Umsatz, sondern auch der Gross Profit (Rohertrag) konnte gesteigert werden. Das Fundament für den Erfolg bildet das breite Portfolio aus Tintenstrahldruck, Laserkennzeichnung, Heißpräger, Thermotransferdruck und das Offline-Kennzeichnungssystem udaFORMAXX für nahezu jede Kennzeichnungsanwendung.
„Unsere Fokussierung auf den Kunden und die schnelle Reaktion auf sich ändernde Marktbedingungen sind die wichtigsten Impulsgeber für unser Wachstum. Mit einem deutlichen Plus von 8 % mehr Mitarbeitern stellen wir sicher, dass wir auch in Zukunft flexibel und schnell am Markt agieren können“, erklärt Oliver Volland, Geschäftsführer bei KBA-Metronic.

Veränderungen im Vorstand der Krones AG

Volker Kronseder, Vorstandsvorsitzender der Krones AG, hat sich entsprechend den internen Regelungen des Unternehmens entschlossen, seinen am 31.12.2015 endenden Vorstandsvertrag nicht zu verlängern. Hierüber hat er den Aufsichtsrat der Krones AG informiert. Volker Kronseder wird mit Ablauf des 31. Dezember 2015 aus dem Vorstand ausscheiden. Volker Kronseder (61 Jahre) ist seit 1989 Mitglied im Vorstand des führenden Herstellers in der Getränkeabfüll- und Verpackungstechnik und seit 1996 Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Volker Kronseder will auch künftig seinen Beitrag zur positiven Entwicklung des Unternehmens leisten und weiterhin Verantwortung in der Krones AG übernehmen. Er teilte dem Aufsichtsrat deshalb mit, dass er sich auf der ordentlichen Hauptversammlung 2016 für die Wahl in den Aufsichtsrat der Krones AG zur Verfügung stellt.
Nachfolger von Volker Kronseder wird Christoph Klenk, den der Aufsichtsrat mit Wirkung zum 01.01.2016 zum Vorstandsvorsitzenden der Krones AG ernannte. Christoph Klenk (51 Jahre) ist seit 1994 für die Krones AG tätig. Nach Führungspositionen im Vertrieb für die Region Asien/Pazifik wurde Christoph Klenk 2003 Vorstandsmitglied des Unternehmens. Bis 2011 war er als Vorstand für die Bereiche Forschung & Entwicklung sowie Produktsparten verantwortlich. Seit 2012 ist Christoph Klenk Finanzvorstand der Krones AG.

Neuer Verkaufsleiter Deutschland bei der OKS Spezialschmierstoffe GmbH

Seit Februar 2015 ist Timo Schmidt neuer Verkaufsleiter Deutschland bei der OKS Spezialschmierstoffe GmbH in Maisach. Schmidt verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung im Vertrieb und war zuletzt Niederlassungsleiter eines amerikanischen Unternehmens, das chemische Industrieprodukte zum Kleben, Dichten und Isolieren herstellt und vertreibt.
Bei OKS wird Timo Schmidt seine umfangreiche Erfahrung im Vertrieb chemischer Produkte über den technischen Handel einbringen, um die Marktposition von OKS in diesem Segment weiter auszubauen. In seiner neuen Funktion berichtet Schmidt direkt an den CEO und Geschäftsleiter „Vertrieb und Marketing“ Christian Göggelmann. Timo Schmidt tritt die Nachfolge von Bernhard Finke an, der innerhalb des Unternehmens weitergehende Aufgaben im Key Account Management wahrnehmen wird.

Sehr widerstandsfähig und sehr pflegeleicht

Nur wenige Handgriffe sind nötig, um die CLA-Lichtleiste zu montieren. Ecolab setzt seit 1923 weltweit den Industriestandard für Innovationen und Wirtschaftlichkeit im Bereich der professionellen Reinigung und Desinfektion in der Getränke- und Lebensmittelindustrie sowie im Gesundheitswesen. Zu den damit verbundenen Serviceleistungen des Unternehmens zählen auch Materialbeständigkeitsprüfungen für Produkte Dritter, die in Betrieben der o.g. Branchen eingesetzt werden sollen. Foto: Patlite Europe GmbH

Umweltfreundliche und sparsame LED-Lichtleisten aus bruchsicherem Polycarbonat erfüllen alle Bedingungen für den Einsatz in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie.
„Potenziell gesundheitliche Gefahren physikalischer, chemischer oder mikrobiologischer Art sind bei der Herstellung, Behandlung und Verarbeitung sowie bei Transport, Lagerung und dem Verkauf von Lebensmitteln und Getränken auszuschließen.“ So lautet die Forderung der europä-ischen Lebensmittelhygiene-Verordnung. Es gilt also, alle erdenklichen Vorkehrungen zu treffen, um unter anderem Verunreinigungen der festen oder flüssigen Lebensmittel durch defekte Arbeitsmittel und Einrichtungsgegenstände in den Produktionsanlagen auszuschließen. Eine mögliche Gefahr geht von zerbrechendem Glas aus. Glassplitter können, wenn sie in Nahrungsmittel gelangen, verheerende gesundheitliche Folgen haben. Eine glasfreie Arbeitsumgebung schließt ein solches Risiko aus. Der Einsatz langlebiger Arbeitsleuchten aus unzerbrechlichem Material ist dabei eine wichtige Maßnahme.
 
Hochdruckreinigerfest und staubdicht dank hoher Schutzart IP69K
Ein Beispiel für eine solch sichere Beleuchtung sind LED-Lichtleisten aus schwer zerbrechlichem Polycarbonat. Ihr glattes Gehäuse ist nicht nur bruchsicher, es ist auch hygienegerecht gestaltet – Anhaftungen von Schmutz, Keimen oder Bakterien sind ausgeschlossen. Hersteller der Leuchten ist die Patlite Europe GmbH. „Neben der Helligkeit der Lampen schätzen unsere Kunden vor allem deren glatte Oberfläche, weil sie sich problemlos rückstandsfrei reinigen lässt“, erklärt Geschäftsführer Udo Will. Die LED-Leuchten sind aber nicht nur leicht zu reinigen, sie bewiesen auch ihre Materialbeständigkeit gegenüber den in der Nahrungsmittelindustrie eingesetzten Reinigungsmitteln im Testlabor von ECOLAB. Die CLA-Lichtleis-te zeigte sich im Test unbeeindruckt von den in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie üblichen Reinigungs- und Desinfektionsmitteln P3-topactive OKTO, P3-topactive 200 und P3-topax 56 von ECOLAB. Da die Lichtleisten der Schutzart IP 69K entsprechen, können ihnen außerdem Staub und heißes Wasser, selbst unter Hochdruck, nichts anhaben. Da insbesondere in der Lebensmittelindustrie Maschinen- und Anlagen häufig mit heißem Wasserdampf oder Hochdruckstrahl gereinigt werden müssen, hat die CLA-Lichtleiste hier einen klaren Vorteil gegenüber herkömmlichen Leuchten. Auch die sehr hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber den in der Lebensmittelindustrie verwendeten Reinigungsmitteln unterscheidet sie von den konventionellen Lichtleisten.

Gleichmäßige Helligkeit bei geringer Wärmeentwicklung
Die LED-Lampen der CLA-Serie leuchten heller als Leuchtstoffröhren, erreichen jedoch mit rund 40.000 Betriebsstunden die zehnfache Lebensdauer. Verantwortlich dafür ist die patentierte Lichtverteilungstechnik: Das spezielle lichtdurchlässige Gehäusematerial der Leuchten verteilt das in einem Winkel von 120° abgestrahlte Licht besonders gleichmäßig.
Die widerstandsfähigen CLA-Leuchten sind mit quecksilberfreien Hochleistungs-LEDs ausgestattet. Daher geben sie kaum Wärme ab und sind besonders energiesparend. Während sich eine herkömmliche Leuchtstoffröhre im Betrieb auf 60°C erwärmt, erreicht die CLA-Leuchte nur eine Arbeitstemperatur von 39,5°C. Damit besteht keine Gefahr, dass hitzeempfindliche Waren wie frisches Gemüse, Früchte, Fisch oder Fleisch durch die Wärme der Lampen schnell verderben. Da die LED-Lichtleisten keine UV-Strahlung abgeben, locken sie auch keine Eintagsfliegen oder andere Insekten an, die die Nahrungsmittel verunreinigen könnten.

Großer Temperaturbereich
Die LED-Leuchten widerstehen Temperaturen zwischen -40 und +60°C. Damit haben sie auch in dieser Hinsicht gegenüber marktüblichen Leuchtstoffröhren die Nase vorn.
Nicht immer ist das hellste Licht die bes-te Wahl. Daher gibt es die LED-Leuchten mit Längen von 100 bis 1500 mm in unterschiedlichen Farbstellungen. „Tages-licht“ ist gefragt, wenn Objekte perfekt ausgeleuchtet werden müssen, beispielsweise in der Pharmabranche oder der Verpackungsindustrie. „Natürlich Weiß“ ist nicht ganz so grell und sorgt für eine angenehme Lichtstimmung. Damit eignet es sich beispielsweise für Essenstheken, wird aber auch in vielen anderen Bereichen genutzt. Andere Produkte sind lichtempfindlich. Hier bietet sich der Farbton „Bernstein“ an. Er wird bevorzugt in Betrieben zur Halbleiterherstellung eingesetzt.

Langlebig, umweltfreundlich und geräuschlos
Die Lebensdauer der LED-Leuchten beträgt nahezu 40.000 Stunden – das Zehnfache einer herkömmlichen Leuchtstoffröhre. Damit sind sie bestens für den Dauereinsatz geeignet. Da LED-Arbeitslampen seltener gewechselt werden müssen als Leuchtstoffröhren und damit den Produktionsablauf weniger stören, leisten sie sogar einen Beitrag zu einer gesteigerten Profitabilität. Auch ihre Sparsamkeit trägt dazu bei: Die LED-Lichtleiste wird mit 24-V-Gleichstrom betrieben und verbraucht aufgrund ihrer geringen Verlustleistung weniger als die Hälfte der Energie einer 20- W-Leuchtstofflampe. Damit produziert sie auch nur halb so viel CO2.
Die Verwendung von 24-V-Gleichstrom hat einen zusätzlichen, weniger offensichtlichen Vorteil: Das für Leuchtstoffröhren typische, störende Summen entfällt – die CLA-Lichtleisten arbeiten völlig geräuschlos. Das verbessert das Arbeitsklima.

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