Pulverpreise ziehen kräftig an
Keine Veränderung hat es am Mittwoch (2.9.) bei den Notierungen an der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse in Kempten gegeben. Abgepackte Butter ging – wie in der Vorwoche – bei einer guten Nachfrage für 3,80 bis 4,70 Euro/kg in den Markt. Lose Ware wurde erneut für 4,10 bis 4,20 Euro/kg verkauft. Berichtet wurde hier von einem ruhigen Marktverlauf.

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Auch die Käsenotierungen an der Kemptener Börse blieben auf Vorwochenniveau. Allgäuer Emmentaler stand weiter auf dem Preisband von 7,70 bis 8,55 Euro/kg. Emmentaler und Viereckhartkäse hielten ihre schon seit Anfang Juli geltenden Notierung von 4,70 bis 6,40 Euro/kg. Bei allen Käsesorten gab es eine sehr gute Nachfrage.
In Hannover ging es bei Käse erneut leicht nach oben. Die Notierung für Gouda und Edamer als Blockware wurde am oberen Rand um 5 Cent auf den Korridor von 3,35 bis 3,55 Euro/kg angehoben. Auch bei Brotware wurde nur der höhere Wert nach oben korrigiert, ebenfalls um 5 Cent. Damit ergab sich eine Preisspanne von 3,35 bis 3,65 Euro/kg.
Milchpulver deutlich teurer
Die Preise für Milchpulver setzten ihren Aufwärtstrend fort und legte teilweise kräftig zu. Magermilchpulver als lose Sprühware in Futtermittelqualität wurde an beiden Enden um 20 Cent verteuert und ging für 3,04 bis 3,09 Euro/kg in den Markt.
Ware in Lebensmittelqualität verteuert sich am unteren Rand um 13 Cent, am oberen um 12,5 Cent. Das Preisband lag bei 3,13 bis 3,225 Euro/kg. Auch die Notierung für Vollmilchpulver wurde angehoben. Sie wurde um 10 beziehungsweise 13 Cent auf eine Spanne von 3,75 bis 3,85 Euro/kg hochgesetzt.
Vorjahreslinie deutlich überschritten
Der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) verwies auf Zahlen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zur Milchproduktion im ersten Halbjahr 2026. Demnach lagen die Milchanlieferungen in Deutschland im Schnitt 6,6% höher als im Vorjahreszeitraum. Der Fettanfall legte in der ersten Jahreshälfte im Mittel um 6,2% zu, die Verfügbarkeit an Eiweiß um 6,5%. Der durchschnittliche Fettgehalt der gelieferten Milch lag bei 4,13%, der Eiweißgehalt bei 3,41%.
In der letzten Augustwoche bewegte sich die Milchmenge in Nordrhein-Westfalen nur noch knapp über dem Niveau der Vorjahreswoche; die Landesvereinigung der Milchwirtschaft meldete ein Plus von 0,8%. Groß ist hingegen weiterhin der Vorsprung bei der kumulierten Milchmenge seit Jahresanfang; dieser liegt bei 8,3%.
Magermilchpulver weiter im Aufwind
An der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) in Neuseeland setzte Butter ihre Talfahrt fort. Bei der Auktion am Dienstag (1.9.) erreichte der Preis umgerechnet 4.345 Euro/t; gegenüber dem vorangegangenen Termin ist das ein Minus von 1,2%. Seit ihrem letzten Preishoch vom 17. März 2026 hat Butter an der GDT mittlerweile knapp 27% verloren.
Erneut kräftig nach oben ging es beim jüngsten Handelstermin dagegen mit Magermilchpulver. Der Auktionspreis erhöhte sich um 5,5% auf 3.193 Euro/t. Seit seinem letzten Preistief vom 7. Juli 2026 ist Magermilchpulver mittlerweile um rund 18% teurer geworden. Kaum Veränderung zeigte Vollmilchpulver; mit 3.098 Euro/t stand der Preis nahe dem Niveau des Auktionstermins vor zwei Wochen. AgE