Seit 1879 Lebensmittelindustrie und Milchwirtschaft

Bundesprogramm Umbau der Tierhaltung: Run auf das Programm

15. September 2026

Zusätzliche Mittel sind nötig, um alle Anträge zu bedienen.

Foto: pixabay

 

Die Zahl der Anträge auf investive Förderung im Rahmen des Bundesprogramms Umbau der Tierhaltung (BUT) hat in den letzten Monaten stark zugenommen. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMLEH) in seiner Antwort auf eine Schriftliche Frage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Dr. Ophelia Nick mitgeteilt hat, sind zum Ablauf der Antragsfrist am 31. August 2026 insgesamt 956 Anträge bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) eingegangen. Anfang Januar dieses Jahres waren es erst 345.

Von den 956 vorliegenden Anträgen ist nach BMLEH-Angaben bis Ende August gut die Hälfte bearbeitet worden. Davon wurden 492 bewilligt. Beantragt wurden Zuwendungen in einer Gesamthöhe von rund 808 Mio. Euro. Davon sind bislang rund 390 Mio. Euro bewilligt und 104 Mio. Euro ausgezahlt worden. Nach Fristende befanden sich dem Ministerium zufolge noch 440 Anträge in Bearbeitung bei der BLE.

Nicht überraschend

Grünen-Agrarsprecherin Nick zeigte sich nicht überrascht von der Entwicklung beim Bundesprogramm. Wie zu erwarten, sei mit fortschreitender Laufzeit in den letzten Monaten auch die Nachfrage nach der Förderung gestiegen, erklärte die ehemalige Parlamentarische Staatssekretärin am Freitag (11.9.) in Berlin. Sie hielt Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer vor, er habe es bislang nicht geschafft, die notwendigen Mittel in seinem Haushalt zur Verfügung zu stellen, um alle Anträge bedienen zu können. Offenbar habe die Unterstützung einer bundesweiten Förderung des Umbaus der Tierhaltung keine Priorität.

Erstaunt zeigte sich Nick vom Redebeitrag ihrer Amtsnachfolgerin Silvia Breher  in der Haushaltsdebatte des Bundestages. Deren dabei geäußerter Einschätzung, dass der gewachsene Zuspruch des Bundesprogramms die Investitions- und Umbaubereitschaft der schweinehaltenden Betriebe in Deutschland dokumentiere, folge einer „späten Einsicht“. Brehers Werben im Parlament um zusätzliche finanzielle Unterstützung für die Schweinehaltung sei wenig überzeugend. AgE

 

 

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