Milchmarkt: Päckchenbutter verteuert sich
Päckchenbutter hat sich an der Börse in Kempten verteuert. Am Mittwoch (30.9.) wurde der untere Wert des Preisbandes gegenüber der Vorwoche um 5 Cent hinaufgesetzt, der obere um 15 Cent. Damit ergab sich eine Notierung von 4,35 bis 5,00 Euro/kg. Berichtet wurde von einer guten Nachfrage. Unverändert zur Vorwoche notierte Blockbutter; sie wurde weiterhin in einer Spanne von 4,15 bis 4,25 Euro/kg gehandelt. Die Käufer reagierten abwartend.

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Deutlich verbilligt hat sich der in Kempten gehandelte Allgäuer Emmentaler aus Rohmilch. Der untere Wert des Preiskorridors wurde um 40 Cent abgesenkt, während der obrer um 35 Cent nach oben ging. Dies ergab eine neue Preisspanne von 7,30 bis 7,90 Euro/kg. In die andere Richtung bewegte sich die Notierung für die Käsesorten Emmentaler und Viereckhartkäse. Hier wurde der obere Wert um 20 Cent erhöht, was zu einem Preisband von 4,50 bis 6,40 Euro/kg führte. In Hannover gab es für Gouda und Edamer hingegen keine Notierung.
Steigende Preise waren auch beim Milchpulver für den deutschen Großhandel zu beobachten. Magermilchpulver in Futtermittelqualität wurde an beiden Enden um 5 Cent nach oben korrigiert; der Preiskorridor lag bei 3,11 bis 3,16 Euro/kg. Bei Ware in Lebensmittelqualität setzte die Notierungskommission den unteren Wert um 5 Cent herauf, den oberen um 6 Cent. Damit reichte das Preisband von 3,25 bis 3,33 Euro/kg. Auch Vollmilchpulver legte zu, wenn auch nur leicht. Die Notierung wurde um 5 Cent auf 3,88 bis 3,98 Euro/kg angehoben.
Annäherung an Vorjahreslinie
Der Verband der Milcherzeuger Bayern (VMB) wies darauf hin, dass im vergangenen Jahr bei den Milchanlieferungen der saisonal typische Rückgang von August bis November ausgeblieben sei. Vielmehr habe es nahezu eine Seitwärtsbewegung auf außergewöhnlich hohem Niveau gegeben. Daher werde in den kommenden Wochen mit einem Basiseffekt gerechnet; das Milchaufkommen sollte sich wieder deutlich unter der Vorjahreslinie bewegen. Laut VMB haben sich die bundesweiten Anlieferungen seit Mitte September aber nur sehr langsam der Vorjahreslinie genähert und entgegen den Erwartungen stagniert; es sei noch immer gut 1 % mehr Milch erfasst worden als vor Jahresfrist.
Auch in Nordrhein-Westfalen lag die Milchmenge in der letzten Septemberwoche noch immer über dem Niveau der Vorjahreswoche, und zwar um 3%. Die kumulierte Milchmenge seit Januar bewegte sich in dem Bundesland um 7,4% über dem Vergleichswert des Vorjahres. AgE