Seit 1879 Lebensmittelindustrie und Milchwirtschaft

Gewinn deutlich gesteigert

2. September 2026

Das dänisch-schwedische Molkereiunternehmen Arla Foods hat in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2026 eines der bislang besten Ergebnisse seiner Geschichte erzielt. Der Umsatz belief sich auf 7,6 Mrd. Euro, nach 7,5 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben des Unternehmens führten die weltweit hohe Nachfrage nach Molkereiprodukten sowie die deutliche Erholung des Markengeschäfts zu einem mengenbasierten Umsatzwachstum von 6,7%. Der Nettogewinn konnte kräftig um 35% auf 213 Mio. Euro gesteigert werden. Der Gewinnanteil des Umsatzes legte von 2,1 auf 2,8% zu.

Arla zahlte im Berichtszeitraum einen Milchleistungspreis von 43,6 Eurocent/kg; in der ersten Jahreshälfte 2025 waren es noch 57,5 Eurocent/kg gewesen. Der vorausgezahlte Milchpreis ging auf 40,7 Eurocent/kg zurück. Dem Konzern zufolge belastete das niedrigere Preisniveau erwartungsgemäß den Umsatz. Ein starkes Markenwachstum und höhere Absatzmengen hätte diesen Effekt jedoch weitgehend ausgeglichen und den Konzernumsatz stabil gehalten.

Im normalen Marktzyklus

Diese Entwicklung entspreche der Marktkorrektur, die man bereits zu Jahresbeginn 2026 angekündigt habe, so der Konzern. Langfristig bewege sich das Preisniveau weiterhin innerhalb eines normalen Marktzyklus. Aufgrund des guten Ergebnisses genehmigte der Aufsichtsrat von Arla Foods – wie im Vorjahr – eine halbjährliche Nachzahlung von 1 Eurocent pro Kilogramm Milch an die Landwirte.

In den Halbjahreszahlen ist die Fusion von Arla und der deutschen DMK Group enthalten, die zum 1. Juni 2026 vollzogen wurde. DMK hat Arla zufolge im Juni 409 Mio. Euro zum Umsatz beigetragen, wodurch die Halbjahreszahlen insgesamt weitgehend mit denen des Vorjahres vergleichbar sind. Das volle Potenzial der gemeinsamen Genossenschaft werde sich im Laufe des kommenden Jahres zeigen, so der Konzern.

Ausblick

Angesichts einer Erholung seiner Marken hat Arla die Prognose für das mengenbasierte Umsatzwachstum der strategischen Marken für das Gesamtjahr 2026 deutlich auf 4,0 bis 6,0% angehoben; zuvor waren es 1,0 bis 3,0%. Die übrigen Jahresprognosen wurden wegen der Fusion mit DMK angepasst und sind daher nicht direkt mit dem im Februar veröffentlichten Ausblick vergleichbar. Der Konzernumsatz wird nun bei 16,8 bis 17,6 Mrd. Euro erwartet, wobei sieben Monate der DMK-Geschäftstätigkeit berücksichtigt werden. Der Gewinnanteil soll weiterhin innerhalb der Zielspanne von 2,8 bis 3,2% liegen. AgE

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