Antibiotika-Gesamtverbrauch sank 2025 leicht

Der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung war 2025 leicht rückläufig. Gegenüber dem Vorjahr sank die Gesamtverbrauchsmenge nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) um 3% auf etwa 494 Tonnen. Allerdings zeigt der aktuelle Bericht zu Verbrauchsmengen und Therapiehäufigkeit bei Rindern, Schweinen, Hühnern und Puten, dass der Einsatz in Abhängigkeit von den Nutzungsarten deutlich unterschiedlich ausfällt. Am stärksten sank die Menge bei den Milchkühen, nämlich um 28% im Vorjahresvergleich.
Masttiere noch immer Sorgenkinder
In den meisten Mastpopulationen war der Verbrauch jedoch nach wie vor hoch und nahm sogar zu. So wurde bei Masthühnern ein Anstieg der Verbrauchsmenge von 12% im Vergleich zu 2024 erfasst; bei Ferkeln und Mastputen betrug das Plus jeweils 3%. Lediglich bei Mastschweinen zeigt der Bericht einen Mengenrückgang von 4%, was laut BfR aber an der geringeren Zahl an erfassten Betrieben lag. Die populationsweite Therapiehäufigkeit sei bei Mastschweinen praktisch unverändert geblieben. Bei Masthühnern erreichte diese dem Bundesinstitut zufolge mit 54,5 Tagen den höchsten je gemessenen Wert seit Beginn der Erfassung im Jahr 2014.
Der Verbrauch von Wirkstoffen, die für die Humanmedizin besonders wichtig sind, ging laut dem BfR in allen Nutzungsarten insgesamt von 35 Tonnen im Vorjahr auf 29 Tonnen im Jahr 2025 zurück. Das sei vor allem auf den immer selteneren Einsatz von Colistin zurückzuführen. AgE