Alternativprodukte: Rainer ohne Vorbehalte
Der WBAE hat sein jüngstes Gutachten an den Bundeslandwirtschaftsminister übergeben.
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer zeigt sich offen gegenüber pflanzenbasierten Ersatzprodukten für Fleisch und Milch. „Wir wollen unsere Land- und Ernährungswirtschaft für diesen wachsenden Markt gut aufstellen und eine EU-Proteinstrategie unterstützen“, sagte der Minister bei der Entgegennahme des jüngsten Gutachtens vom Wissenschaftlichen Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und Gutachtens gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) am Dienstag (22.7.) in Berlin. Ihm sei wichtig, „das eine nicht gegen das andere auszuspielen“. Im Koalitionsvertrag hätten CDU, CSU und SPD bereits vereinbart, den heimischen Anbau von Eiweißpflanzen sowie die Entwicklung und Markteinführung nachhaltiger alternativer Proteine zu stärken.
Rainer bekräftigte das Ziel der Bundesregierung, eine vielseitige und ausgewogene Ernährung zu stärken, ohne den Konsumenten Vorgaben zu machen. „Verbraucher sollen nach ihren Präferenzen entscheiden können und jeweils ein gutes Angebot vorfinden“, so der CSU-Politiker. Dabei werde man die Konsumenten durch Information und klare Kennzeichnung unterstützen. Ausdrücklich würdigte der Minister die Arbeit des WBAE. Der Beirat sei mit seinen Stellungnahmen „ein unverzichtbarer Partner meiner Arbeit“.
In seinem knapp 400 Seiten umfassenden Gutachten „Mehr Auswahl am gemeinsamen Tisch: Alternativprodukte zu tierischen Lebensmitteln als Beitrag zu einer nachhaltigeren Ernährung“ bescheinigt der WBAE diesen Produkten gute Perspektiven und analysiert die Auswirkungen auf Umwelt, Klima, Gesundheit sowie die landwirtschaftliche Tierhaltung. AgE