Seit 1879 Lebensmittelindustrie und Milchwirtschaft

Mehr Agrarexporte nach Deutschland

28. Januar 2025

Auch 2024 hat Österreich beim Export von Agrarprodukten und Lebensmitteln nach Deutschland zugelegt. Das Alpenland lieferte Waren im Wert von 4,95 Mrd. Euro an den Nachbarn. Angeführt wird die Liste der Produktsegmente von alkoholfreien Getränken, Fleischzubereitungen und Käse. Um fast ein Drittel zurückgegangen sind Österreichs Agrarexporte in die USA. 

Foto: Gmundner Molkerei

Österreich hat seine Lieferungen von Agrarprodukten und Lebensmitteln zum Nachbarn Deutschland 2024 erneut steigern können. Wie die Agrarmarkt Austria (AMA) Marketing anlässlich der Grünen Woche in Berlin mitteilte, erreichte der Umsatz der Exporteure in den ersten drei Quartalen einen Gesamtwert von 4,95 Mrd. Euro; gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von 3,6%. Der Wert der aus Deutschland importierten Waren stieg leicht um 0,4% auf 4,57 Mrd. Euro. Unter dem Strich ergab sich damit von Januar bis September 2024 mit der Bundesrepublik ein positiver Außenhandelssaldo in Höhe von 383 Mio. Euro.

Die führende Warengruppe bei den Ausfuhren nach Deutschland waren mit 553 Mio. Euro alkoholfreie Getränke. Hierzu dürfte Österreichs Exportschlager, der Energy-Drink Red Bull, entscheidend beigetragen haben. Allerdings verringerte sich der Exportwert gegenüber der Vorjahresperiode um 11,7%. Nach oben, und zwar um 16,2%, ging es mit den Lieferungen von Fleischzubereitungen, die sich insgesamt auf 419 Mio. Euro beliefen. Dahinter folgt die Ausfuhr von Käse, die 372 Mio. Euro in die Kassen der Exporteure spülte.

Der Gesamtumsatz Österreichs beim Außenhandel mit Agrarerzeugnissen erreichte in den ersten drei Quartalen 2024 einen Gesamtwert von 12,65 Mrd. Euro; das waren 0,4% mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Gegenzug wurden Waren im Wert 13,89 Mrd. Euro importiert, womit der Vergleichswert um 7,9% übertroffen wurde. Der Außenhandelssaldo des Alpenlandes im Agrarbereich zeigte damit ein negatives Ergebnis von minus 1,2 Mrd. Euro.

Einmal mehr war Deutschland der Hauptabnehmer österreichischer Agrarprodukte. Auf die Bundesrepublik entfielen im Berichtszeitraum 39,2% aller Agrarausfuhren. Dahinter folgen Italien mit 1,31 Mrd. Euro und Ungarn mit 474 Mio. Euro. Einen regelrechten Einbruch gab es im Berichtszeitraum bei den Agrarexporten in die USA; hier sank der Wert der Ausfuhren um fast ein Drittel auf 272 Mio. Euro, womit die Vereinigten Staaten nur auf Platz zehn der Abnehmer landeten. Diese Entwicklung ist laut AMA-Marketing unter anderem darauf zurückzuführen, dass österreichische Unternehmen der Getränkeindustrie mit dem Zielmarkt USA ihre Produktion vermehrt dorthin verlagerten, um wirtschaftliche Vorteile vor Ort zu nutzen. AgE

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