Schweiz: Regierung will Vereinfachung
Eine Vereinfachung der Agrarpolitik und weniger Bürokratie für die Landwirte hat sich die Schweizer Regierung auf die Fahnen geschrieben. Um dies zu erreichen, sollen Änderungen in mehreren Verordnungen vorgenommen werden.

Die Schweizer Regierung will die Bürokratie für die Landwirte verringern und ihnen einen größeren Handlungsspielraum verschaffen. Ein Hebel dazu ist das landwirtschaftliche Verordnungspaket, das am Mittwoch (28.1.) in die Vernehmlassung gegangen ist. Vorgesehen sind unter anderem Änderungen im Bereich der Direktzahlungen. Der Bundesrat schlägt vor, verschiedene Typen von Biodiversitätsförderflächen (BFF) zusammenzufassen. Das soll zu einer Vereinheitlichung beitragen.
Eine Vereinfachung ist zudem bei der Teilnahme an den Produktionssystembeiträgen vorgesehen; hier werden Anforderungen gelockert. Im Rahmen des Ökologischen Leistungsnachweises (ÖLN) soll die Pflicht aufgehoben werden, auf allen Parzellen eine Bodenuntersuchung durchzuführen. Darüber hinaus werden die Anforderungen an den Pflanzenschutz angepasst, um die Anzahl der erteilten Sonderbewilligungen für die Verwendung bestimmter Präparate zu verringern.
Im Bereich der Digitalisierung soll künftig das „Once-Only-Prinzip“ gelten, also die einmalige Erfassung von Daten. Außerdem werden Anpassungen an der Rechtslage durchgeführt, um die Einkommenssituation der Landwirte genauer untersuchen zu können.
Das neue Verordnungspaket 2026 ist der zweite Schritt im Vereinfachungsprozess, nachdem bereits im September 2025 der „Aktionsplan Kontrollen auf Landwirtschaftsbetrieben“ auf den Weg gebracht wurde. Ein dritter Schritt soll die Umsetzung der Agrarpolitik ab 2030 (AP30+) sein. Die jetzt eingeleitet Vernehmlassung dauert bis zum 6. Mai 2026. Insgesamt werden 14 Verordnungen geändert. Die neuen Bestimmungen sollen zum Jahresbeginn 2027 in Kraft treten. AgE
