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Grünlandmahd: Neue Technik soll Insekten schützen

18. August 2026

Mit zwei neuen Techniken wollen Forscher der Universitäten Hohenheim und Tübingen die Insektenverluste bei der Grünlandmahd deutlich verringern. Um die Tiere unmittelbar vor den tödlichen Mähwerken aus der Gefahrenzone zu retten, haben sie eine sogenannte Bügel- und eine Gebläsescheuche entwickelt. Erste Ergebnisse stimmen die Wissenschaftler optimistisch: Vor allem die Gebläsescheuche scheint viele Insekten erfolgreich zu verscheuchen.

Die Bügelscheuche ist ein Metallzinken, der durch den Grasbestand fährt und die Tiere dazu bringt, wegzuspringen, wegzufliegen oder sich auf den Boden fallen zu lassen. Die Gebläsescheuche erledigt das Verschrecken der Insekten hingegen mit Luft. Dazu pustet ein quer vor dem Mähwerk montiertes Gebläse die Tiere aus der Gefahrenzone.

Agrartechnik und Biodiversitätsforschung

Nach Angaben der beiden Hochschulen sollen Insektenscheuchen langfristig zum Standard bei der Grünlandmahd werden. Zunächst richte sich das Vorhaben vor allem an den ökologischen Landbau. Perspektivisch könnten die Systeme jedoch in der gesamten Landwirtschaft eingesetzt werden und so helfen, die Insektenverluste auf Wiesen deutlich zu verringern.

Bei dem Forschungsprojekt geht es jedoch nicht nur um Agrartechnik; zusätzlich wird diese mit der Biodiversitätsforschung an der Universität Hohenheim verknüpft. Während Ingenieure die Mähtechnik weiterentwickeln, untersuchen Biologen das Verhalten der Insekten und bewerten den Erfolg der verschiedenen Systeme. AgE

 

 

 

 

 

 

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