Seit 1879 Lebensmittelindustrie und Milchwirtschaft

Landwirte zunehmend unter Druck

21. August 2025

Eine gesicherte Versorgung mit heimischen Lebensmitteln ist auch heute keine Selbstverständlichkeit. Das haben der österreichische Verein „Wirtschaften am Land“ und die Jungbauern am Dienstag (12.8.) bei einem Vor-Ort-Termin auf einem landwirtschaftlichen Betrieb deutlich gemacht. Der Preisdruck durch ausländische Konkurrenzprodukte, hohe Erzeugungskosten sowie der Wegfall wichtiger Pflanzenschutzmittel setzten die Landwirte in dem Alpenland unter Druck. Damit drohe das „Österreich-Regal“ in den Supermärkten leer zu werden.

Der Obmann von Wirtschaften am Land, Robert Pichler, wies darauf hin, dass die Kosten und Auflagen entlang der gesamten Wertschöpfungskette stiegen. Zudem würden die Handelsketten bei ihren Eigenmarken immer mehr auf Konkurrenzprodukte aus dem Ausland zurückgreifen. „Die Konsumenten haben es selbst in der Hand, durch ihre Kaufentscheidung gezielt heimische Produkte zu fördern und so auch künftig die Produktion und damit Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Österreich zu sichern“, betonte der Obmann.

Viktoria Hutter, ÖVP-Politikerin und Jugendsprecherin des Bauernbundes, kritisierte, dass wichtige Pflanzenschutzmittel ersatzlos aus dem Verkehr gezogen würden. Es gelte, dieser Entwicklung gegenzusteuern; andernfalls setze sich der Rückgang beim Anbau vieler Ackerkulturen ungebremst fort, und das mit schwerwiegenden Folgen für die Versorgung mit hochwertigen heimischen Lebensmitteln. „Wir brauchen dringend moderne, effektive Pflanzenschutzmittel, die auch entsprechend geprüft sind“, so Hutter. Sie kündigte den Start einer Social-Media-Kampagne an, in der die Jungbauern aufzeigen wollen, bei welchen Kulturen es besonders große Lücken im Pflanzenschutz gibt. AgE

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