Seit 1879 Lebensmittelindustrie und Milchwirtschaft

Anerkennung von Halloumi aus dem Norden bald möglich

16. Juni 2023

Die Europäische Kommission versucht weiterhin, die politisch angespannte Lage auf der Insel Zypern zu verbessern. Dazu soll jetzt auch ein vergleichsweise kleines Hilfspaket der Brüsseler Behörde in Höhe von 1 Mio Euro einen Beitrag leisten.

Image by BestNerdLife from Pixabay

Das Geld soll dafür eingesetzt werden, die türkisch-zyprische Gemeinschaft im Norden der Insel bei der Ausrottung von Brucellose zu helfen, die vor allem bei milchproduzierenden Tieren vorkommt. Würden die EU-Standards erfüllt, dürfe die dortige Gemeinschaft ihren „Halloumi“ über die EU-Außengrenze zur Republik Zypern auf den EU-Markt bringen, unterstreicht die Kommission. Damit wäre auch die Verwendung der geschützten Ursprungsbezeichnung (g.U.) für „Halloumi“ zugelassen. Hierbei handelt es sich um einen Grillkäse mit Milch von Kühen, Schafen und Ziegen. Nach Kommissionsangaben sollen im Rahmen des Projekts rund 50 000 Rinder und 325 000 Schafe und Ziegen auf Brucellose getestet werden. Um sicherzustellen, dass die in der EU bereits ausgerottete Krankheit nicht wieder aufgetaucht, sollen Stichproben genommen werden. Zudem werden türkisch-zyprische Tierärzte geschult, um deren diagnostische Fähigkeiten zu verbessern. Schließlich erhalten die Landwirte eine Entschädigung für die Keulung infizierter Tiere. Die Brüsseler Behörde rechnet damit, dass dank dieser Bemühungen der erste Handel mit g.U.-konformem Halloumi aus der türkisch-zyprischen Gemeinschaft über die Grüne Linie hinweg zur Vermarktung auf dem EU-Markt vor Ende 2024 wird stattfinden können. Insgesamt sollen laut Brüssel für den Zeitraum 2021 bis 2024 im Rahmen des Hilfsprogramms 40 Mio Euro für die Umsetzung der Regelung für „Halloumi“ als g.U. in der türkisch-zyprischen Gemeinschaft über verschiedene Projekte bereitgestellt werden. AgE

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