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Australiens Bauern wollen beim Klimaschutz mitentscheiden

17. Oktober 2022

Mehr als 100 Länder, darunter die Europäische Union und die USA, haben sich im Rahmen der „Global Methan Pledge“ (GMP) dazu verpflichtet, ihre Methanemissionen bis 2030 um 30 % Prozent zu senken. Australien gehörte bisher nicht dazu, doch verdichten sich nun die Hinweise, dass die seit Mai im Amt befindliche Labour-Regierung der freiwilligen Vereinbarung beitreten will. Dies stößt allerdings beim nationalen Bauernverband (NFF) auf Skepsis, der große Probleme für die Tierhalter befürchtet.

Foto: Pixabay

„Jüngste Berichte, dass Australien die Globale Methanverpflichtung unterzeichnen wird, geben Landwirten Anlass zur Sorge. Wir werden kein Ergebnis unterstützen, das zu einer Verringerung des Viehbestandes führen würde“, betonte NFF-Geschäftsführer Tony Mahar. Als warnende Beispiele nannte er Neuseeland mit der ab 2025 geplanten Besteuerung von Methanemissionen, welche die Tierhalter laut Schätzungen bis 2030 jährlich zwischen 15 000 Euro und 50 000 Euro kosten dürfte. Mahar verwies zudem auf die massiven Proteste der niederländischen Landwirte gegen die Maßnahmen zur Verringerung der Stickstoffemissionen verbunden mit einem Abbau der Tierbestände. Die Branche sei entschlossen, ähnliche Ergebnisse in Australien zu verhindern, betonte der NFF-Geschäftsführer. „Der beste Weg für die Landwirtschaft, die Emissionen weiter zu reduzieren, besteht darin, uns mit kosteneffizienten technologischen Lösungen auszustatten – und nicht darin, Strafsteuern zu erheben oder die Landwirte in den Ruin zu regulieren“, sagte Mahar. Er forderte die Regierung auf, ihre konstruktiven Konsultationen mit der Landwirtschaft im Rahmen der Globalen Methanverpflichtung fortzusetzen, um ein nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen. „Wir wollen nicht, dass die Landwirte protestieren, weil sie vor der Ankündigung von Regelungen, die ihre Existenz in Frage stellen, nicht angemessen konsultiert wurden“, so der Verbandsvertreter. Er wies darauf hin, dass sich der australische Rotfleischsektor bereits zum Ziel gesetzt habe, bis 2030 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Seit 2005 seien die Emissionen des Sektors schon um 53 % verringert worden. Die australischen Landwirte seien Vorreiter in Sachen Klimaschutz und hätten sich deshalb einen Platz am Tisch verdient, wenn diesbezügliche Entscheidungen getroffen würden. AgE

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