Dänemark: Biobetriebe in den roten Zahlen
Die Zahl der ökologischen Vollerwerbsbetriebe nahm 2023 um 13% ab.

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Für die landwirtschaftlichen Biobetriebe in Dänemark war 2023 ein schlechtes Jahr. Nach aktuellen Berechnungen von Danmarks Statistik, die auf Buchführungsdaten fußen, hat der durchschnittliche Biobetrieb nach Abzug des Gewinns um eine kalkulierte Vergütung des Eigentümers einen Verlust von umgerechnet etwa 10.600 Euro verzeichnet. Im Jahr 2022 war dagegen im Mittel ein Rekordüberschuss von gut 241.000 Euro verbucht worden, was auf die damals hohen Rohmilchpreise zurückzuführen ist.
Die ökologischen Milchvieh- und Geflügelbetriebe schrieben auch 2023 schwarze Zahlen. Der Betriebsgewinn der Biomilcherzeuger nach Subventionen und Abzug der Eigentümervergütung belief sich im Schnitt auf etwa 39.000 Euro; im Vorjahr waren es allerdings rund 396.000 Euro gewesen. Bei den Geflügelhaltern reduzierte sich der Gewinn ebenfalls kräftig, nämlich um zwei Drittel auf 35.500 Euro.
Auch die Bio-Ackerbauern mussten nach dem guten Jahr 2022 kräftig Federn lassen. Nach einem zuvor durchschnittlichen Überschuss von umgerechnet 126.200 Euro stand bei diesen Höfen im Berichtsjahr unter dem Strich ein Verlust von 59.000 Euro.
Die ökologischen Schweinehalter, die bereits 2022 bei Berücksichtigung einer Eigentümervergütung rote Zahlen geschrieben hatten, rutschten noch tiefer in die Verlustzone, und zwar im Mittel von zuvor minus 25.300 auf 207.600 Euro. Für sie weisen die Statistiker zu 2023 auch ein deutlich negatives Betriebsergebnis von 130.100 Euro aus.
Im Unterschied dazu verbesserte sich im Berichtsjahr das Betriebsergebnis der konventionellen Schweinehalter laut Danmarks Statistik um fast 94.000 Euro auf 429.000 Euro. Die konträre Entwicklung ist den Statistikern zufolge zum Teil auf die Preisentwicklung zurückzuführen: Während der mittlere Erlös für ein Bio-Schlachtschwein 2023 unverändert zum Vorjahr bei rund 280 Euro lag, erhöhte sich der Abrechnungspreis für konventionelle Schlachtschweine um 16%. Zudem setzte die Inflation den Absatz von Bioprodukten unter Druck, was vor allem den Verkauf von Biofleisch bremste.
Bio auf dem Rückzug
Wie Danmarks Statistik außerdem berichtete, nahm die Zahl der ökologisch wirtschaftenden Vollerwerbsbetriebe 2023 um 91 oder 13% auf 636 ab. Am stärksten war der relative Rückgang bei den Bio-Schweinebetrieben mit 26%, gefolgt von den Geflügelbetrieben mit 13%, den Milchviehhaltungen mit 10% und den Ackerbaubetrieben mit 9%.
Über alle Betriebsformen hinweg erhöhte sich die durchschnittliche Fläche der Biohöfe in Dänemark um 9% auf 282,6 Hektar. Diese Zunahme konnte den Rückgang der Betriebszahl aber nicht ausgleichen, sodass die auf den Ökolandbau umgestellte Fläche insgesamt gegenüber 2022 zurückging, und zwar um 2,1% auf knapp 303.600 Hektar. Der Anteil der Biohöfe an der Gesamtzahl der Vollerwerbsbetriebe betrug zuletzt 10%. AgE