Seit 1879 Lebensmittelindustrie und Milchwirtschaft

Einigung für mehr Tierwohl

15. Oktober 2025

Edeka und Albert Schweitzer Stiftung: Mit einem Fünf-Punkte-Plan wird ein längerer Streit beigelegt.

Der Edeka-Verbund und die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt haben sich nach einer öffentlich geführten Debatte um höhere Tierwohlstandards auf konkrete Ziele verständigt. In einem gemeinsamen Statement gaben die Supermarktkette und die Tierschutzorganisation am Donnerstag (9.10.) fünf Maßnahmen für mehr Tierwohl im Edeka-Sortiment bekannt. Unter anderem will Edeka ab Ende 2030 bei den Eigenmarken nur noch Geflügelfleisch aus den höheren Haltungsformen 3, 4 und 5 anbieten. Darüber hinaus sollen ausschließlich langsamer wachsende Geflügelrassen eingesetzt und alle Geflügelbetriebe, die Edeka beliefern, bis Ende 2027 auf die mehrstufige CO2-Betäubung umgestellt sein.

„Ich freue mich über die Verständigung mit Edeka und auf den regelmäßigen Austausch, den wir miteinander führen werden, um den Tierschutz in Deutschland weiter voranzubringen“, betonte der Präsident der Stiftung, Mahi Klosterhalfen. Auch Edeka bestätigte auf Anfrage von AGRA Europe die Einigung. Bereits im September hätten beide „konstruktive Gespräche“ aufgenommen. Laut der Albert Schweitzer Stiftung ist dies der „Auftakt einer langfristigen Zusammenarbeit“.

Dem vorausgegangen war ein Streit, der seinen Höhepunkt im August erreichte, als Edeka gerichtlich gegen die Stiftung vorgegangen und beim Landgericht Hamburg eine einstweilige Verfügung gegen bestimmte Aussagen aus einer Kampagne der Tierschützer beantragt hatte. Diese hatte die Zucht- und Haltungsbedingungen von Masthühnern in der Lieferkette von Edeka angeprangert. AgE

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