Erste Molkereien erhöhen im März
Erste Molkereien heben das Milchgeld für März an. Das berichtet Monika Wohlfarth von der ZMB beim Berliner Milchforum. Ob die Milchpreise im Frühjahr hierzulande flächendeckend steigen, hängt ihr zufolge entscheidend von der weiteren Entwicklung der Milchanlieferung ab. Um diese künftig besser prognostizieren zu können, könnten laut der ZMB-Geschäftsführerin monatliche HIT-Daten genutzt werden.

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Milcherzeuger können sich Hoffnung auf wieder steigende Milchauszahlungspreise machen. „Bei den ersten Molkereien gibt es wohl für März Erhöhungen“, berichtete Monika Wohlfarth von der Zentrale Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) am Freitag (13.3.) beim 16. Berliner Milchforum. Ob das Milchgeld in den kommenden Monaten in Deutschland tatsächlich flächendeckend steigt, hängt ihren Angaben zufolge davon ab, wie die nächsten großen Kontraktverhandlungen zwischen Handel und Molkereien verlaufen. Entscheidend für den Ausgang dieser Preisgespräche sei wiederum, wie sich die Milchanlieferungen entwickelten.
Aktuell steigen die Milchanlieferungen in Deutschland Wohlfarth zufolge saisonal von Woche zu Woche an. In Normaljahren werde die Milchspitze in der dritten Maiwoche erreicht. „Vielleicht wird sie dieses Jahr etwas flacher verlaufen, wenn als Nachwirkung der Blauzungenkrankheit tatsächlich weniger junge Färsen vorhanden sind und weniger Jungtiere zum ersten Mal kalben“, mutmaßt die ZMB-Geschäftsführerin.
Wohlfarth lieferte beim Milchforum einen Erklärungsansatz, warum niemand die im zweiten Halbjahr 2025 hierzulande stark wachsende Milchmenge vorhergesehen hat. Es seien einfach viele Faktoren zusammengekommen, die die Milchproduktion günstig beeinflusst hätten: „Die Kosten haben gepasst, das Wetter hat gepasst und die Futterqualität hat gepasst“. In den Jahren davor habe immer mal wieder eine Dürrephase die Milchproduktion negativ beeinflusst. Dazu seien verschiedene Tierkrankheiten gekommen, die zu unvorhersehbaren Einschlägen in die Rinderbestände geführt hätten.
Bessere Vorhersagen über die Milchmengenentwicklung in Deutschland wären nach Überzeugung von Wohlfarth möglich, könnten monatlich Daten aus dem hiesigen Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HIT-Datenbank) ausgelesen werden. Aus diesen Daten wäre in schneller Folge ersichtlich, wie viele Kalbungen stattgefunden hätten und wie sich der Milchkuhbestand entwickelt habe. Auch Daten zu Besamungen seien nützlich als Frühindikator zur Milchmengenentwicklung. Dagegen dürfte das Tierseuchengeschehen – wie aktuell etwa bei Lumpy-Skin-Krankheit (LSD) in Spanien – auch in Zukunft einen kaum kalkulierbaren Einfluss auf die Entwicklung der Milchmengen in Deutschland, Europa und weltweit haben. AgE