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Forschergruppe für eine verstärkte Nutzung von Biokraftstoffen

28. September 2022

Für eine verstärkte Nutzung von regenerativen Kraftstoffen – vor allem von Biokraftstoffen – als Alternative zu fossilem Dieselkraftstoff und zu Heizöl hat sich die Fuels Joint Research Group (FJRG) ausgesprochen. Zwar sei die sehr große Abhängigkeit des deutschen Dieselkraftstoffmarkts von russischen Lieferungen sowohl direkt durch den Import von Dieselkraftstoff als auch indirekt durch die Einfuhr von Rohöl bereits reduziert worden, erklärte die Forschergruppe. Der Wegfall der restlichen Importwege durch das EU-Embargo ab Ende 2022 könnte jedoch für kritische Situationen auf dem Dieselkraftstoff- und dem Heizölmarkt sorgen.

Foto: Pixabay

Es sei daher im nationalen Interesse, regenerative Kraftstoffe als existierende Alternativen nicht zu reduzieren, sondern weiter auszubauen. Laut der FJRG ist damit zu rechnen, dass 2030 in Deutschland noch mehr als 35 Millionen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren betrieben werden. Für diese Fahrzeuge müsse eine Möglichkeit geschaffen werden, zum Klimaschutz beizutragen, indem sie – zumindest partiell – mit regenerativen Kraftstoffen betrieben würden. In Kreisen verschiedener Bundesministerien werde jedoch über eine schrittweise Absenkung der sogenannten Kappungsgrenze von aktuell 4,4 % Biokraftstoff aus Anbaubiomasse am Endenergieverbrauch im Straßenverkehr auf 0 % diskutiert. Damit würde ein wichtiger regenerativer Energieträger schrittweise aus dem Markt verdrängt. Sofern kein anderer regenerativer Flüssigkraftstoff diese Lücke füllen könne, sei in der Folge mit steigenden Treibhausgasemissionen zu rechnen, so warnt die Forschergruppe. So könnten beispielsweise PtX-Kraftstoffe vermutlich erst in der zweiten Hälfte der Dekade nennenswerte CO2-Minderungen erwirken. Batteriebetriebene Fahrzeuge sowie solche mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb reichten zur Minderung der Treibhausgase bis 2030 nicht aus, da Windenergieanlagen und Photovoltaik sowie Anlagen zur Erzeugung von grünem Wasserstoff lange Planungs- und Errichtungszeiten benötigten. AgE

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