Futureskurse geben zum Jahresauftakt weiter nach
Die Weltmarktpreise für Zucker sind in der ersten Handelswoche des neuen Jahres weiter gesunken, bewegen sich aber noch auf einem relativ hohen Niveau.

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An der New Yorker Börse wurde der Rohzucker-Future mit Fälligkeit im März 2023 am Freitag (6.1.) gegen 12.30 Uhr hiesiger Zeit für 19,22 cts/lb (396,65 Euro/t) gehandelt; das waren 9,2 % weniger als das am 23. Dezember 2022 erreichte Fünfjahreshoch von 21,18 cts/lb (437,10 Euro/t). Auch für den Weißzucker an der Agrarterminbörse in London ging es weiter abwärts. Dort kostete der betreffende Kontrakt zur Lieferung im März 2023 zuletzt 530,40 $/t (496,51 Euro) und lag damit um 8,5 % unter dem kurz vor Weihnachten markierten Siebenjahreshoch von 579,60 $/t (542,56 Euro). Analysten begründeten die deutliche Verbilligung der Zuckerfutures mit verbesserten Aussichten für die weltweite Versorgung mit dem Süßstoff. Der indische Verband der Zuckererzeuger (ISMA) veranschlagte am Dienstag die Inlandsproduktion von Oktober bis Dezember 2022 auf 12,1 Mio t; das wären 3,7 % mehr als im Vorjahrjahreszeitraum. Indien ist der zweitgrößte Zuckerexporteur nach Brasilien und größter Verbraucher. Im Wirtschaftsjahr 2021/22 führte Indien nach Angaben des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) die Rekordmenge von 11,7 Mio t Zucker aus. Für 2022/23 prognostizierten die Washingtoner Fachleute zuletzt aber einen Rückgang der indischen Zuckerexporte auf 9,4 Mio t. Für „bärische“ Nachrichten sorgte auch die dem Landwirtschaftsministerium in Brasília zugeordnete Versorgungsgesellschaft Conab. Sie hob ihre Voraussage für die Zuckererzeugung 2022/23 im eigenen Land auf 36,4 Mio t nach oben an. Im August 2022 waren die Experten noch von lediglich 33,9 Mio t ausgegangen. Allerdings wiesen Marktanalysten darauf hin, dass die Zuckereinfuhren der Europäischen Union in der laufenden Vermarktungssaison steigen dürften. Die EU-Kommission veranschlagt die Zuckererzeugung der Gemeinschaft für 2022/23 auf voraussichtlich nur 15,03 Mio t; das wären 9,6 % weniger als im Vorjahr. Nach Einschätzung der Brüsseler Fachleute dürften die EU-Zuckereinfuhren in der Folge um ein Viertel auf 2,85 Mio t ausgeweitet werden. AgE
Umrechnungskurs: 1 $ = 0,9361 Euro