Gesunde Ernährung überwiegt
Die deutschen Verbraucher stellen der eigenen Ernährung ein überwiegend positives Zeugnis aus. Das zeigt eine repräsentative Online-Befragung zum Nationalen Ernährungsmonitoring (nemo), dessen Ergebnisse am Montag (18.8.) vom Max Rubner-Institut (MRI) veröffentlicht wurden. Demnach bewertete fast die Hälfte der Befragten die eigene Ernährung als sehr oder eher gesund; 12% schätzten sie hingegen als eher nicht oder überhaupt nicht gesund ein. Laut MRI zeigt sich in der Bevölkerung im Allgemeinen ein gutes Verständnis dafür, was eine Ernährung gesund oder ungesund macht. Diejenigen, die ihre Ernährungsweise als sehr gesund oder eher gesund einschätzten, machten dies oft am häufigen Verzehr von Obst und Gemüse fest.

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Nach ihrer Ernährungsform gefragt, gaben knapp zwei Drittel der Befragten „Mischkost“ an; gut ein Viertel bezeichnete sich als „Flexitarier“, was maximal zweimal die Woche Fleisch auf dem Speiseplan bedeuten würde. Rund 4% kategorisierten ihre Ernährung als vegetarisch, und etwa 1% gab an, sich vegan zu ernähren. Allerdings hat die Auswertung dieser Daten und die der konsumierten Lebensmittel nach Angaben des MRI eine Diskrepanz ergeben. Aus den Angaben zum Verzehr gehe nämlich hervor, dass etwa drei Viertel der Befragten häufiger als zweimal in der Woche Fleisch auf dem Teller hätten.
Beim Einkauf sind laut Umfrage der Geschmack und die Frische der Lebensmittel für mehr als 90% der Befragten besonders wichtige Kriterien. Saisonalität, Preis, möglichst wenig Verpackung, eine tiergerechte Haltung und eine minimale Verarbeitung fanden rund zwei Drittel wichtig. Mehr als die Hälfte legte Wert darauf, dass die Lebensmittel nicht gentechnisch verändert sind, wenige oder keine Zusatzstoffe enthalten, regional produziert werden oder dass sie zucker-, salz- und fettarm sind.
Die Online-Befragung „nemo Erwachsene“ wurde zwischen September und November 2024 durchgeführt. Einbezogen wurden nach MRI-Angaben 3.155 deutschsprachige Personen im Alter von 18 bis 80 Jahren. Diese seien unter anderem zu ihrem Ernährungsverhalten, den Einstellungen zum nachhaltigen Konsum, ihrem Ernährungswissen sowie finanziell bedingten Einschränkungen im Bereich Ernährung befragt worden. AgE