Globaler Zuckermarkt: Überschuss für 2024/25 erwartet
Die Zuckerfutures haben ihren mittelfristigen Aufwärtstrend verlassen.

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Die Weltmarktpreise für Zucker haben seit Anfang Juli deutlich nachgegeben und reagierten damit unter anderem auf zuversichtlichere Versorgungsprognosen. Damit endete der Mitte Mai gestartete Aufwärtstrend der Kurse. Der Kontrakt auf Weißzucker an der Agrarterminbörse in London zur Lieferung im Oktober 2024 kostete am Freitag (19.7.) gegen 11.15 Uhr hiesiger Zeit 543,80 $/t (498 Euro). Am 4. Juli hatte der Kurs noch ein Dreimonatshoch bei 581$/t (532 Euro) markiert. Auch der Rohzucker-Future an der New Yorker Börse entwickelte sich schwach. Der betreffende Kontrakt mit Fälligkeit im Oktober 2024 wurde am Freitagmorgen für 18,89 cts/lb (381 Euro/t) gehandelt; das waren 9,1% weniger als das vor zweieinhalb Wochen erreichte Zwischenhoch.
EU-Landwirte bauen mehr Zuckerrüben an
Das Analystenhaus Covrig Analytics erwartet jetzt für 2024/25 einen weltweiten Produktionsüberschuss von rund 200.000 Tonnen und begründete dies unter anderem mit verbesserten Aussichten für die EU-Erzeugung. Zuvor hatten die Marktexperten noch mit einem weltweiten Defizit von 2,6 Mio. Tonnen Zucker gerechnet. Außerdem passten sie ihre Prognose für den globalen Überschuss in der laufenden Vermarktungssaison um 400.000 Tonnen auf 3,5 Mio. Tonnen nach oben an. Für Preisdruck am internationalen Zuckermarkt sorgte auch das zwischenzeitlich billigere Rohöl. In der Folge verschlechterte sich die Vorteilhaftigkeit der Ethanolerzeugung zugunsten der Zuckerproduktion.
Damit im Einklang rechnet die EU-Kommission für 2024/25 mit einer im Vorjahresvergleich größeren Zuckererzeugung in der Gemeinschaft. Die Brüsseler Beamten beziffern die betreffende Menge auf voraussichtlich 16,41 Mio. Tonnen Weißzuckeräquivalent; das wären 790.000 Tonnen oder 5,1% mehr als das für das laufende Wirtschaftsjahr geschätzte Volumen. Dies wäre der zweite Zuwachs in Folge und wird mit einer erneuten Ausweitung des Zuckerrübenareals begründet. AgE