Herkunftskennzeichnung in Großküchen in Kraft
Am vergangenen Freitag (1.9.) ist in Österreich die Verordnung zur Herkunftskennzeichnung von Fleisch, Milch und Eiern in Großküchen in Kraft getreten. Die Betreiber von Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung müssen nun verpflichtend angeben, woher sie diese Zutaten beziehen.

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„Das bringt bei vielen Speisen im täglichen Außer-Haus-Verzehr die Gewissheit, woher die darin enthaltenen Rohstoffe stammen“, hob der Präsident des Bauernbundes, Georg Strasser, hervor. Davon profitierten nicht nur die Bauern, sondern die gesamte Gesellschaft. Die Vergleichbarkeit ermögliche es, eine bewusste Entscheidung für die heimische, nachhaltig produzierende Landwirtschaft zu treffen. Verschärft wurden laut Strasser auch die Vorgaben für Gastronomiebetriebe. Bei freiwilligen Angaben der Herkunft müsse nun ein verpflichtender Nachweis erfolgen. „Eine Irreführung des Konsumenten ist damit nicht mehr möglich“, so der Verbandspräsident. Wenn auf der Speisekarte „Österreich“ angegeben sei, müsse auch durchgehend „Österreich“ enthalten sein. Strasser fordert alle Akteure entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette auf, die Herkunftskennzeichnung zu nutzen, um auf Lebensmittel aus Österreich zu setzen. Der World Wide Fund for Nature (WWF) Österreich sprach sich indes klar für eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung von Fleisch, Milch und Eiern auch in der Gastronomie aus; die jetzt geltende Verordnung für die Gemeinschaftsverpflegung greife zu kurz. Zudem müsse die Kennzeichnungspflicht im Handel ausgeweitet werden. Neben der Herkunftsangabe auf Frischfleisch müsse auch auf verarbeiteten Lebensmitteln klar ersichtlich sein, woher sie kommen. Außerdem müsse das Bio-Angebot sowohl in Supermärkten als auch in der Gastronomie ausgebaut und leistbarer werden, forderte der WWF. „Die Bundesregierung muss die klimaschädlichen Billigfleischimporte eindämmen und im Gegenzug ressourcenschonende Lebensmittel steuerlich entlasten“, verlangte WWF-Expertin Julia Haslinger. Zusätzlich plädierte der WWF für eine dauerhafte Absenkung der Mehrwertsteuer auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte, um eine vermehrt pflanzenbasierte Ernährung zu fördern. AgE