Laborfleisch: Italien macht Ernst mit Verbot
Als erstes Land der Welt hat Italien ein Gesetz verabschiedet, dass kultiviertes Fleisch verbietet.

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Italien geht jetzt gesetzlich gegen Laborfleisch vor. Die Abgeordnetenkammer hat am Donnerstag (16.11.) einem Gesetzentwurf zugestimmt, wonach es verboten ist, Lebens- und Futtermittel aus Zell- oder Gewebekulturen zu produzieren und zu vermarkten. Auch dürfen demnach pflanzliche Alternativprodukte keine fleischbezogenen Namen wie „Salami“ oder „Steak“ tragen. Verstöße sollen mit Bußgeldern zwischen 10.000 Euro und 60.000 Euro geahndet werden. Während die Entscheidung vom italienischen Bauernverband Coldiretti begrüßt wird, der Italien damit als „Vorreiter“ ansieht, gibt es auch Kritik. „Dieser Gesetzentwurf nimmt den Verbrauchern nicht nur die Wahl, sondern isoliert Italien auch von den Investitionen und der Schaffung von Arbeitsplätzen, die diese aufstrebende Branche bietet“, kommentierte die Beraterin für öffentliche Angelegenheiten beim Good Food Institute (GFI) Europe, Francesca Gallelli, im Anschluss. Sie glaubt, dass die Debatte um zellbasiertes Fleisch im Land von Fehlinformationen geleitet war. In der EU ist derzeit noch kein Produkt aus Fleisch zugelassen, dass im Labor erzeugt wurde. Dennoch wird die Debatte nun auf europäischer Ebene fortgeführt, da geprüft werden soll, ob das nationale Gesetz in Italien gegen EU-Recht verstößt. AgE
