Seit 1879 Lebensmittelindustrie und Milchwirtschaft

Mehrheit für Kennzeichnungspflicht

9. Juli 2025

Laut einer Civey-Umfrage im Auftrag des VLOG sind fast 80% der Bundesbürger der Meinung, dass sich Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer in Brüssel für eine Kennzeichnungspflicht bei Lebensmitteln einsetzen sollte, die mithilfe der Neuen Züchtungstechniken hergestellt wurden. Auch 75% der befragten Anhänger von CDU und CSU vertreten diese Auffassung.

Foto: pixabay

Eine deutliche Mehrheit der Bundesbürger hat sich dafür ausgesprochen, dass Lebensmittel gekennzeichnet werden sollen, wenn sie mit Neuen Züchtungstechniken (NZT) hergestellt wurden. Das ist jedenfalls das Ergebnis einer von Civey im Auftrag des Verbandes Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) durchgeführten Umfrage.

Die 5.000 Teilnehmer wurden auch danach befragt, ob sich Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer auf EU-Ebene dafür oder dagegen einsetzen sollte, „dass Lebensmittel mit neuer Gentechnik weiter gekennzeichnet werden müssen“. VLOG zufolge wollen 79% der Befragten, dass Rainer sich in Brüssel für eine Kennzeichnung stark macht. Im Einzelnen hätten 66,5% der Befragten mit „eindeutig dafür“ geantwortet, weitere 12% mit „eher dafür“. Knapp 10% der Umfrageteilnehmer hätten mit „eindeutig dagegen“ oder „eher dagegen“ geantwortet. Weitere 12,1% zeigten sich demnach „unentschieden“.

Unter den Anhängern der Unionsparteien plädierten laut den Befragungsergebnissen 75% für eine Kennzeichnungspflicht. VLOG-Geschäftsführer Alexander Hissting sieht in dem Umfrageergebnis einen klaren Auftrag an den CSU-Politiker Rainer, „sich jetzt in Brüssel für eine weiterhin vollständige Gentechnik-Kennzeichnung auch für NGT einzusetzen“.

Druck auf den Bundeslandwirtschaftsminister kommt aus der Opposition. „Die Menschen wollen wissen, ob ihr Essen gentechnisch verändert ist“, sagte der Grüne Bundestagsabgeordnete Karl Bär in Reaktion auf die Civey-Umfrage. Das Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft erinnerte daran, dass auch der Agrarminister Sachsens, Georg-Ludwig von Breitenbuch, und die Landwirtschaftsministerin Bayerns, Michaela Kaniber, eine Kennzeichnungspflicht fordern.

AgE

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