Seit 1879 Lebensmittelindustrie und Milchwirtschaft

Mehrweg schnell im Hintertreffen

8. Mai 2024

Mehrwegsysteme zur Verpackung von Lebensmitteln sind wegen der anfallenden Lebensmittelverluste nicht immer klimafreundlicher als Einzelverpackungen. Diese Schlussfolgerung hat das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) aus einer Untersuchung von Einzel- und Mehrwegverpackungen von Kaffeesahne in der Gastronomie gezogen. Zwar verursachten Mehrwegsysteme ohne Berücksichtigung von Lebensmittelverlusten im Vergleich zu allen Einzelverpackungen weniger Treibhausgase.

Foto: pixabay

In der Gastronomie müsse nicht verzehrte Sahne aber aus Hygienegründen weggeschüttet werden, erläuterte das Institut. Und bereits dann, wenn in Mehrwegsystemen nur geringe Kaffeesahneverluste aufträten, sei die Einzelverpackung die klimafreundlichere Alternative. Grund dafür seien die Klimagasemissionen bei der Produktion der weggeworfenen Sahne, die ebenfalls in die Bilanz einfließen müssten. Eine innovative Einzelverpackung aus Polypropylen habe schon dann besser abgeschnitten, wenn bei den Mehrwegbehältern 3% der Sahne im Abfall lande.

Für die Studie wurden Einzelverpackungen, die aus Polystyrol und einem Aluminiumdeckel bestehen und nach der Nutzung verbrannt werden, mit Keramikkännchen oder Thermoskannen verglichen. Außerdem wurden innovative Einzelverpackungsdesigns betrachtet, bei denen der Aluminiumdeckel und das Polystyrol durch Polypropylen oder recycelbares Polystyrol ersetzt wurden. AgE

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