Milcherzeuger gründen Dachverband
In Großbritannien bündeln Milcherzeuger, die Privatmolkereien beliefern, ihre Interessen in einer neuen Dachorganisation. Die Vereinigung der Milcherzeugerorganisationen (ADPO) will Landwirten, die Mitglied einer registrierten Milcherzeugerorganisation sind, eine gemeinsame Stimme geben. Ziel ist es, die Milcherzeuger dabei zu unterstützen, ihre Vertragsbeziehungen zu Molkereien zu professionalisieren und zu formalisieren. Der NFU begrüßt die Neugründung.

Foto: pixabay
In Großbritannien haben Milcherzeuger, die Privatmolkereien beliefern, künftig eine eigene Dachorganisation. Die Vereinigung der Milcherzeugerorganisationen (ADPO) will Landwirten, die Mitglied einer registrierten Milcherzeugerorganisation sind, eine gemeinsame Stimme geben. Beim englischen Bauernverband (NFU) stieß die ADPO-Gründung auf ein positives Echo. Nach seinen Angaben ist sie die Erste ihrer Art in ganz Großbritannien.
Über die ADPO sollen Milcherzeuger dabei unterstützt werden, ihre Vertragsbeziehungen zu privaten Molkereien zu professionalisieren und zu formalisieren. Der NFU erhofft sich von der Neugründung einen strukturierten, effektiven und respektvollen Dialog zwischen Landwirten und der milchverarbeitenden Industrie. Dieser sei unerlässlich, um gemeinsame Herausforderungen anzugehen und wichtige Prioritäten wie eine britische Roadmap für die Milchwirtschaft und die Verringerung der Treibhausgasemissionen umzusetzen.
Die ADPO soll dem NFU zufolge den Landwirten eine weitere Form der Interessenvertretung außerhalb der traditionellen Genossenschaftsstrukturen bieten.
Für den Vorsitzenden vom NFU Milk Board, Paul Tompkins, markiert die Gründung der ADPO einen Neuanfang für einen bedeutenden Teil des britischen Milchangebots in Bezug auf eine effektive Vertretung landwirtschaftlicher Interessen.
Nach den Worten des ADPO-Vorsitzenden Rory Christie war die Professionalisierung der Vertretung von Milchbauern, die private Unternehmen beliefern, ein langer Weg. Er sieht die Gründung der ADPO daher als einen „bedeutenden und positiven Moment für unsere Branche“. Diese verfüge nun über einen robusten Rahmen, mit dem die bevorstehenden Herausforderungen angepackt werden könnten. AgE