Neuer Bezeichnungsschutz könnte Exportschub bringen
Laut dem staatlichen Institut ISMEA würde ein Unterbinden des „Italian Sounding“ durch Dritte Italiens Agrarexportwert äußerst kräftig steigen lassen.

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In der italienischen Agrarbranche herrscht nach der Trilog-Einigung über die Verordnungsnovelle zum Schutz geografischer Angaben Aufbruchstimmung. Gemäß der Übereinkunft von Rat, Parlament und Kommission werden die betreffenden Produktbezeichnungen in Zukunft auch online besser geschützt. Zudem wird es neue Vorschriften zu namentlich geschützten Erzeugnissen geben, die als Zutat eingesetzt werden. Nach Einschätzung des staatlichen Instituts für Dienstleistungen und Marktforschung im Agrar- und Lebensmittelbereich (ISMEA) gehen der italienischen Agrarbranche aufgrund der Nutzung des „Italian Sounding“ durch ausländische Konkurrenten Milliarden im Exportgeschäft verloren. Bei einem Unterbinden des „Italian Sounding“ durch Dritte könnte Italiens Export von Agrarprodukten und Lebensmitteln laut ISMEA von zuletzt 59 Mrd. Euro „auf 150 Mrd. Euro steigen“. Sehr erfreut über die Einigung zeigte sich denn auch der italienische Europaabgeordnete Paolo De Castro, der bei dieser Thematik als Berichterstatter des Europaparlaments fungiert hatte. Wichtigste Neuerung sei, dass es bei mit Gütesiegel ausgestatteten Produkten Pflicht sein werde, den Namen des Herstellers anzugeben, erklärte der ehemalige Agrarminister. „Endlich ist Schluss mit Bezeichnungen wie Prosek, Parmesan, Gorgonzillo“, betonte De Castro gegenüber italienischen Medien. Der Begriff Parmesan beispielsweise werde oft genutzt, um vorzutäuschen, es handele sich um Parmigiano, eine seit 1996 von der EU geschützte Käsebezeichnung, so der dahinter steckende Vorwurf. Dagegen warnten unter anderem deutsche Süßwarenhersteller mit Blick auf die Zutatenregelung vor einem Chaos bei der Verpackung. Es müssten allein für Schokolade oder Haselnüsse Hunderte von Verpackungsvarianten gedruckt werden. So werde der Mittelstand „kaputt gemacht“, hieß es. AgE