Präzisionslandwirtschaft: Suche nach abbaubaren Sensoren
Das Projekt FarmScan soll Ackerbau umweltfreundlicher machen.

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Die Entwicklung einer neuen Sensortechnologie, die zugleich für bessere Ernten und weniger Umweltbelastung sorgen soll, ist das Ziel des Forschungsprojekts FamScan. Im Mittelpunkt des Vorhabens stehen neuartige, biologisch abbaubare Bodensensoren, die Landwirten präzise Daten zur Verfügung stellen und sich nach der Nutzung umweltverträglich zersetzen. Geleitet wird das Projekt vom Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme (IMS); beteiligt sind auch die Universität Udine und das University College Dublin. Die Kombination hochpräziser Sensortechnik mit nachhaltigen Materialien und intelligenter Datenverarbeitung sei ein wichtiger Schritt hin zu resilienten, klimaschonenden Anbausystemen, betonte das IMS. FarmScan solle die bislang bestehende Lücke zwischen zuverlässiger Datenerfassung und ökologischer Nachhaltigkeit schließen. Gearbeitet werde an Sensoren, die kontinuierlich relevante Bodenparameter messen und sich am Ende ihrer Lebensdauer in ungefährliche Materialien auflösen. Dadurch entfalle das mühsame Einsammeln und eine großflächige, hochauflösende Erfassung wird möglich.
Die Wissenschaftler wollen im Rahmen des Projekts passive, chiplose RFID-Sensorknoten entwickeln, geeignete biologisch abbaubare Materialsysteme erforschen und die Daten in eine KI-gestützte Plattform integrieren. Diese soll den Landwirten Entscheidungshilfen und Handlungsempfehlungen zur Bewässerung und Düngung liefern. Zusätzlich werden umfassende Zersetzungs- und Lebenszyklusanalysen sowie Versuche unter realen Anbaubedingungen auf Experimentalfarmen der Partner durchgeführt, um die ökologische Wirksamkeit und Praxistauglichkeit zu belegen.Das Projekt ist Teil des Programms des Green ERA-Hub, das im Rahmen des EU-Forschungs- und Innovationsprogramms „Horizont Europa“ gefördert wird. Finanzielle Unterstützung kommt auch von Bundesforschungsministerium. AgE