Seit 1879 Lebensmittelindustrie und Milchwirtschaft

Produktion 2025 rückläufig

4. Februar 2026

Die Produktion von Süßwaren und Knabberartikeln ist in Deutschland 2025 laut dem Branchenverband BDSI mengenmäßig um 5,3% auf 3,9 Mio. Tonnen geschrumpft, wertmäßig aber um 8,7% auf 18,6 Mrd. Euro gestiegen.

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Der Absatz an Süßwaren und Knabberartikeln in Deutschland ist 2025 gesunken, der damit erzielte Umsatz zeitgleich gestiegen. Das hat der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) am Mittwoch (28.1.) berichtet. Demnach wurden hierzulande im Berichtsjahr mit insgesamt 2,6 Mio. Tonnen etwa 2,1% weniger Süßwaren und Knabberartikel aus heimischer Produktion und Importen abgesetzt. Der dabei erzielte Inlandsumsatz stieg um 4,7% auf geschätzte 11,5 Mrd. Euro.

Die Produktion an Süßwaren und Knabberartikeln in Deutschland veranschlagt der BDSI für 2025 auf 3,9 Mio. Tonnen und damit 5,3% unter dem Niveau des Vorjahres. Wertmäßig geht der Verband von Wachstum um 8,7% auf rund 18,6 Mrd. Euro aus. Der Export von Süßwaren und Knabberartikeln aus Deutschland ging um 5,6% auf 2,3 Mio. Tonnen zurück, während der Umsatz auf den Auslandsmärkten um 16,9% auf 17,3 Mrd. Euro zulegte.

Besonders deutliche Veränderungen macht der Verband bei den Schokoladenwaren aus. Deren Produktionsmenge schätzt der BDSI für 2025 auf 1,1 Mio. Tonnen und damit 6,9% niedriger. Der Produktionswert stieg allerdings um etwa 12,4% auf rund 8,3 Mrd. Euro. Die Produktionsmengen an Feinen Backwaren und Knabberartikeln schrumpften um 4,2% beziehungsweise 0,1% auf 701.000 Tonnen beziehungsweise 380.000 Tonnen, während der Wert dieser Erzeugung um 1,5% und 2,6% auf 3,0 Mrd. Euro und 2,0 Mrd. Euro zulegte.

Schwieriges Jahr

Einzig die Hersteller von Bonbons und Zuckerwaren mussten laut der Schätzung des Verbandes einen Umsatzrückgang hinnehmen, und zwar von 2,0% auf 2,2 Mrd. Euro. Dabei wuchs die Produktionsmenge an Bonbons und Zuckerwaren hierzulande geringfügig an, konkret um 0,1% auf 653.000 Tonnen.

Der BDSI sprach von einem „schwierigen Jahr 2025“ für Deutschlands Süßwaren- und Knabberartikelbranche. Belastet hätten „drastische Kostensteigerungen“ bei Rohstoffen wie Kakao, Personal, Energie und Logistik sowie eine „Flut an bürokratischen Anforderungen“. Es sei höchste Zeit, dass die Bundesregierung für international wettbewerbsfähige Energiekosten und weniger Bürokratie sorge. AgE

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