QM-Nachhaltigkeitsmodul Milch hat sich „gut etabliert“
Das Nachhaltigkeitsmodul Milch des Qualitätsmanagementsystems Milch (QM-Milch) hat sich „als Branchenlösung gut etabliert“. Dieses Resümee hat der Vorstandsvorsitzende von QM-Milch, Bernhard Krüsken, am vergangenen Donnerstag (10.11.) bei einem Pressegespräch in Berlin gezogen.
Um die Milcherzeuger auf ihrem Weg zu mehr Nachhaltigkeit zu unterstützen sowie die Leistungen des Sektors bei diesem Thema nach Außen darstellen zu können, wurde vor fünf Jahren das Nachhaltigkeitsmodul Milch des QM-Milch entwickelt und eingeführt. Mit dem an der Entwicklung wesentlich beteiligten Thünen-Institut für Betriebswirtschaft sei es gelungen, ein wissenschaftlich fundiertes Managementtool für den deutschen Milchsektor zu entwickeln, welches gleichzeitig praktikabel in der Anwendung für Molkereien und ihre Milcherzeuger sei, stellte Krüsken fest. Diese Branchenlösung sei „ein Erfolg und soll entsprechend weitergeführt und ausgebaut werden“. Die Direktorin des Thünen-Instituts für Betriebswirtschaft, Prof. Hiltrud Nieberg, wies darauf hin, dass das QM-Nachhaltigkeitsmodul Milch einen breiten Katalog von insgesamt 86 Indikatoren für die Bereiche Ökonomie, Ökologie, Soziales und Tierwohl beinhalte. „Die Erhebungen bei mehr als 13 000 Milcherzeugern zeigen, dass die Milchproduktion in Deutschland in etlichen Bereichen schon auf einem guten Weg ist, in einigen Bereichen besteht jedoch Verbesserungsbedarf“, stellte Nieberg fest. Auf Basis der vielen erhobenen Fakten sei es möglich, die Situation auf Milcherzeugerbetrieben differenziert zu erfassen, zu beurteilen sowie gezielt Verbesserungen anzustoßen. Bei Teilnahme am Programm erhielten die Erzeuger ihre betrieblichen Ergebnisse für einen Benchmark-Vergleich zur Nachhaltigkeit mit den Kollegen. Auch die bisher 38 teilnehmenden Molkereien und Erzeugergemeinschaften erhalten laut Nieberg einen ausführlichen Bericht über die Ergebnisse ihrer Milchlieferanten. Damit seien die Vermarkter zum einen gegenüber Marktpartnern und Gesellschaft auskunftsfähig, zum anderen könnten auf dieser Grundlage weitere Schritte zur Weiterentwicklung der Nachhaltigkeit eingeleitet werden. Der Geschäftsführer der Molkerei Ammerland, Ralf Hinrichs, zeigte sich mit der Beteiligung seiner Erzeuger und den Ergebnissen des Moduls „sehr zufrieden“. Dies ermögliche ihm, schnell auf Anfragen von Kunden oder Medien zum Thema Nachhaltigkeit zu reagieren. Er sehe sich mit Nachhaltigkeitsmodul „gut für die Zukunft gerüstet“. AgE