Rohstoffe knapp und teuer
Obstverarbeitende Industrie: Die Branche ruft nach Unterstützung durch die Politik.

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Die obstverarbeitende Industrie in Deutschland leidet erheblich unter der Knappheit bei allen Fruchtsorten, die industriell verarbeitet werden. Darauf hat der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK) jetzt hingewiesen. Auch Obstsorten, mit denen der Frischmarkt in Deutschland gut versorgt sei, seien als Rohstoff für die Verarbeitung knapp und teuer. Die Verarbeitungsunternehmen stünden an einem Scheideweg und bräuchten Unterstützung von der Politik.
Wie der Verband erläuterte, gibt es in den Rohstofflieferländern der deutschen Erzeuger von Konfitüren und Obstkonserven in diesem Jahr teils massive Ernteausfälle wegen schlechter Witterung. Hinzu komme, dass der Anbau in diesen Ländern im Rahmen des Strukturwandels zurückgehe und die Bedrohung durch Pflanzenkrankheiten immer stärker zunehme.
Für die deutschen Verarbeiter sei diese Situation „verheerend“, warnte der BOGK. Einerseits seien Umsatzeinbußen zu befürchten, weil keine Ware erzeugt werden könne. Andererseits müssten steigende Energie- und Personalkosten aufgefangen und Investitionen in Nachhaltigkeit und Innovationen getätigt werden. An die Politik appelliert der BOGK daher, jetzt unmittelbar Senkungen bei den Energiekosten umzusetzen, die Steigerung der Löhne nicht auch noch politisch zu forcieren und die Unternehmen durch spürbaren Bürokratieabbau nachhaltig zu entlasten. AgE