Seit 1879 Lebensmittelindustrie und Milchwirtschaft

Schokoladenproduktion boomt

12. Dezember 2023

Im Jahr 2022 wurden hierzulande fast 13 Kilogramm Schokolade pro Kopf produziert, etwas mehr als im Vorjahr.

Image by Annette from Pixabay

Schokolade ist in Deutschland beliebt. Im vergangenen Kalenderjahr wurden hierzulande insgesamt 1,09 Mio. Tonnen an Schokoladenerzeugnissen für den Absatz produziert. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag (5.12.) mit. Gegenüber 2021 war das eine Steigerung um 1,3%, während die Produktion 2021 gegenüber dem Jahr 2020 um 3,4% gestiegen war. Auch 2020 hatten die Unternehmen mehr Schokoerzeugnisse als im Jahr zuvor hergestellt. Der Trend nach oben setzte sich demnach stetig fort. Umgerechnet auf die Bevölkerung wurden zuletzt im Mittel 12,9 Kilogramm pro Kopf hergestellt. Laut Destatis entspricht das in etwa der Schokoladenmenge von wöchentlich zweieinhalb Tafeln pro Einwohner. Der Berichtskreis der Produktionsstatistik umfasst nach Angaben des Statistikamts Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten des produzierenden Gewerbes. Der wichtigste Bestandteil von Schokolade ist Kakao. Er wird überwiegend in Form von Kakaobohnen und Kakaobohnenbruch importiert. Im Jahr 2022 wurden Destatis zufolge davon insgesamt 473.400 Tonnen nach Deutschland eingeführt; im Vergleich zu 2021 war das ein Plus von 5,8%. Der größte Anteil der Importe stammte mit 47,8% aus der Elfenbeinküste. Wichtige Herkunftsländer von Kakaobohnen waren außerdem Ghana mit einem Anteil von 9,7% und Nigeria mit 5,8%.

Auch die Preise sind gestiegen

Im Oktober 2023 waren laut den Wiesbadener Statistikern die deutschen Erzeugerpreise für Schokolade und andere kakaohaltige Lebensmittelzubereitungen im Mittel um 12,6% höher als im Oktober des Vorjahres. Die Einfuhrpreise für Kakaobohnen und Kakaobohnenbruch seien im selben Zeitraum sogar um 53,9% gestiegen, die für Kakaomasse und Kakaobutter um 27,6%, berichtete Destatis. Eine weitere wichtige Zutat für Schokolade sei ebenfalls teurer geworden. Gemeint ist der Zucker: Die deutschen Erzeugerpreise dafür, die dem Statistikamt zufolge schon im vergangenen Kalenderjahr stark gestiegen waren, lagen im Oktober dieses Jahres um 26,2% über denen des Vorjahresmonats. AgE

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