Schweiz: Weniger Zucker in Lebensmitteln
Die Verarbeitungsunternehmen wollen den Gehalt weiter senken.

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Insgesamt 21 Schweizer Lebensmittelunternehmen haben sich darauf verständigt, den Zuckergehalt in verarbeiteten Lebensmitteln und Erfrischungsgetränken auf freiwilliger Basis weiter zu reduzieren. Sie wollen den Weg fortsetzen, der vor zehn Jahren mit der Unterzeichnung der „Erklärung von Mailand“ begonnen wurde. Nach Angaben des Eidgenössischen Departements des Innern (EDI) soll der zugesetzte Zucker in Quark, Frühstückscerealien sowie Milchmisch- und Erfrischungsgetränken bis Ende 2028 um weitere 10% verringert werden, in Joghurts um weitere 5%. Beim Salz konnte das EDI allerdings erneut keine Reduktionsziele mit der Lebensmittelbranche vereinbaren. Im Rahmen der „Erklärung von Mailand“ setzen sich Schweizer Lebensmittel- und Getränkehersteller sowie Einzelhändler zusammen mit dem EDI dafür ein, den Zucker in verarbeiteten Lebensmitteln und Getränken schrittweise zu senken. Laut EDI war dieser Weg bereits erfolgreich: Bei Cerealien betrage die Zuckerreduktion bisher fast 40%. In Joghurts sei der Zuckergehalt um rund 13% verringert worden, in Quarks um 10%, in Milchmischgetränken um gut 14% und in Erfrischungsgetränken gut 13%. Neu auf den Markt gebrachte Produkte wiesen oft einen Zuckergehalt auf, der deutlich unter dem Marktdurchschnitt liege. Zudem seien heute immer mehr Produkte ganz ohne Zuckerzusatz in den Verkaufsregalen zu finden.
Mit diesen Errungenschaften trage die „Erklärung von Mailand“ dazu bei, den Zuckerkonsum der Bevölkerung zu senken und dadurch die öffentliche Gesundheit zu fördern, hob das EDI hervor. Die Bevölkerung in der Schweiz konsumiere noch immer doppelt so viel Zucker wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfehle, nämlich durchschnittlich etwa 100 Gramm oder 25 Würfelzucker pro Tag. Ein zu hoher Zuckerkonsum könne unter anderem zu Übergewicht führen und so das Risiko für Krankheiten wie Diabetes Typ 2 erhöhen. Gefährlich sei auch ein erhöhter Salzkonsum, warnte das EDI. Dieser führe unter anderem zu Bluthochdruck, was das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöhe. Mit knapp 9 Gramm pro Kopf und Tag liege der Salzverbrauch in der Schweiz ebenfalls deutlich über der WHO-Empfehlung von maximal 5 Gramm pro Tag. Die Verhandlungen mit der Lebensmittelindustrie zur Salzreduktion seien jedoch erneut gescheitert, da nur ein Unternehmen die Ziele mittragen wollte. AgE