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Shamonda-Virus: Erstmals Mensch infiziert

27. Oktober 2026

Zumindest eine der erst kürzlich in Europa entdeckten Varianten des Shamonda-Virus (SHAV) kann unter bestimmten Umständen möglicherweise auch Menschen infizieren. Wie das Pariser Landwirtschaftsministerium mitteilte, wurde der Erreger bei einer schwer immungeschwächten Person in Lyon nachgewiesen, die Anfang des Monats verstorben ist.

Foto: pixabay

Offiziellen Angaben zufolge handelt es sich um den ersten dokumentierten Fund des Virus bei einem Menschen. Laut Ministerium laufen weitere klinische, biologische und epidemiologische Untersuchungen. Arbeitshypothese sei derzeit, dass die Ansteckung durch den Biss einer Gnitze erfolgt sei. Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) gibt es bislang keine weiteren Hinweise auf eine Gesundheitsgefahr für die Allgemeinbevölkerung. Der Forschungseinrichtung zufolge soll auch in Deutschland festgestellt werden, ob Menschen Antikörper gegen das Shamonda-Virus aufweisen.

Im Sommer dieses Jahres war in mehreren europäischen Staaten ein neues Virus gefunden worden, das zunächst nur der Gruppe der Orthobunyaviren zugeordnet und als eng verwandt mit dem Shamonda-Virus charakterisiert wurde. Mittlerweile ist klar, dass es sich um zwei neue Varianten handelt, die als Shamonda-Virus Europe 1 (SHAV-EU1) und Shamonda-Virus Europe 2 (SHAV-EU2) bezeichnet werden. Betroffen sind laut FLI in erster Linie Rinder, Schafe und Ziegen, mittlerweile sind auch Infektionen von Pferden und Alpakas bekannt. Nachweise liegen aus zahlreichen EU-Ländern vor. AgE

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