Seit 1879 Lebensmittelindustrie und Milchwirtschaft

Stellenabbau geplant

21. Oktober 2025

Bis Ende 2027 sollen insgesamt rund 16.000 Arbeitsplätze wegfallen.

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé plant einen Stellenabbau. CEO Philipp Navratil kündigte am Donnerstag (16.10.) bei der Vorlage der Geschäftszahlen für das dritte Quartal an, dass bis Ende 2027 rund 16.000 Stellen wegfallen sollen. Betroffen seien etwa 12.000 Arbeitsplätze im Verwaltungsbereich sowie 4.000 in Produktion und der Logistik. Zusammen mit anderen Maßnahmen werde dies die Kosten des Konzerns deutlich senken, erklärte Navratil. Ihm zufolge beläuft sich das Einsparpotenzial bis Ende 2027 auf 3,0 Mrd. sfr (3,2 Mrd. Euro).

Der Gesamtumsatz von Nestlé lag im dritten Geschäftsquartal bei 21,64 Mrd. sfr (22,3 Mrd. Euro); das waren 2,1% weniger als im Vorjahresquartal. Verbucht wurde aber ein organisches Wachstum von 4,3%. Das interne Realwachstum erholte sich deutlich auf 1,5%, bei Preisanpassungen von 2,8%.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres summierten sich die Erlöse des Unternehmens auf 65,87 Mrd. sfr (70,93 Mrd. Euro); gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Rückgang um 1,9%, während das organische Wachstum bei 3,3% lag. Das interne Realwachstum stieg auf 0,6%, während die Preisanpassungen mit 2,8% stabil blieben.

Der Vorstand zeigte sich zuversichtlich, dass Nestlé 2025 etwas höhere Umsätze erzielen dürfte als im Geschäftsjahr davor. Erwartet wird ein erhöhtes organisches Wachstums. „Das interne Realwachstum hat für uns oberste Priorität“, unterstrich Navratil. „Im Zuge der weiteren Entwicklung von Nestlé werden wir bei der Ressourcenzuteilung rigoros vorgehen. Wir wollen jenen Geschäftsopportunitäten und -bereichen den Vorrang geben, die das höchste Renditepotenzial bieten“, so der Unternehmenschef. AgE

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