USA planen Infobox auf Vorderseite
Künftig sollen Nährwertangaben prominenter auf Verpackungen stehen.

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Die US-Behörde für Lebensmittelsicherheit (FDA) plant neue Regeln für die Nährwertkennzeichnung. Einem neuen Vorschlag zufolge könnten in den Vereinigten Staaten Angaben zum Gehalt an gesättigten Fettsäuren, Natrium und Zucker künftig auf der Vorderseite von Lebensmittelverpackungen vorgeschrieben werden. Das neue Kennzeichen soll anzeigen, ob das Lebensmittel „niedrige“, „mittlere“ oder „hohe“ Mengen dieser Nährstoffe enthält, und soll das klassische Nährwertkennzeichen der FDA mit detaillierten Nährwertangaben ergänzen.
Laut der Behörde sollen Verbraucher schnell und einfach informiert und bei der Entscheidung, ob das jeweilige Lebensmittel zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung beitragen kann, unterstützt werden. Zusätzlich erhofft sich die FDA auch Effekte aufseiten der Lebensmittelwirtschaft. Die neuen prominent platzierten Angaben könnten Hersteller dazu bringen, die Produkte gesünder zu machen.
Kampf gegen chronische Krankheiten
Der Vorstoß ist eine Maßnahme im Kampf gegen chronische Krankheiten und Teil der Nationalen Strategie des Weißen Hauses für Hunger, Ernährung und Gesundheit, die bis 2030 ernährungsbedingte Krankheiten eindämmen soll. Laut FDA verursachen diese in den USA jährlich Gesundheitskosten in Höhe von umgerechnet 4,37 Mrd. Euro. In der Bevölkerung leiden 60% an mindestens einer chronischen Krankheit.
Der Vorschlag befindet sich aktuell in der Konsultierungsphase. Geplant ist, dass die Pflichtangabe zunächst für Unternehmen mit einem jährlichen Lebensmittelumsatz von mehr als 10 Mio. $ (9.7 Mio. Euro) gelten soll, mit einer Übergangsfrist von drei Jahren. Für Unternehmen mit einem geringeren jährlichen Umsatz wären dies erst vier Jahre nach dem Inkrafttreten der endgültigen Regelung der Fall.
Laut FDA basiert die vorgeschlagene Infobox auf umfangreichen Forschungsarbeiten der Behörde, darunter einer wissenschaftlichen Literaturübersicht, Verbraucher-Fokusgruppen und einer von Experten überprüften experimentellen Studie mit fast 10.000 erwachsenen US-Amerikanern. AgE