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Weltweite Landwirtschaft: Wertschöpfung kräftig angestiegen

4. November 2025

Im Zeitraum 2000 bis 2023 gab es laut FAO ein Plus von 96%.

Foto: pixabay

Die weltweite Wertschöpfung durch die Land- und Forstwirtschaft sowie die Fischerei lag im Jahr 2023 bei umgerechnet rund 3,4 Bio. Euro. Gegenüber dem Jahr 2000 ist sie damit um 1,6 Bio. Euro oder 96% gestiegen. Diese Schätzung hat die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) jetzt in ihrem aktuellen Jahrbuch vorgelegt. Rasant nach oben gegangen ist die landwirtschaftliche Wertschöpfung in Afrika. Dort gab es von 2000 bis 2023 einen Zuwachs um 169% auf 393 Mrd. Euro. Die Wertschöpfung in Asien hat sich in gleichen Zeitraum mehr als verdoppelt, und zwar auf 2,2 Bio. Euro. In Amerika und Ozeanien gab es einen Anstieg um 60% beziehungsweise 53%, während Europa lediglich um 18% zulegen konnte.

Kleiner geworden ist der FAO zufolge im Berichtszeitraum der Umfang der Nutzfläche, die weltweit für die landwirtschaftliche Produktion genutzt wird. Im Jahr 2023 umfasste dieses Areal insgesamt rund 4,8 Mrd. Hektar; im Vergleich zum Jahr 2000 war das ein Rückgang um 70 Mio. Hektar oder 2%. Auf Dauergrünland und Weideland entfielen 3,23 Mrd. Hektar, auf Ackerland 1,57 Mrd. Hektar. Zurückgegangen ist zeitgleich die Zahl der weltweit in der Landwirtschaft beschäftigten Personen. 2023 waren es 916 Mio. Menschen, was gegenüber dem Jahr 2000 ein Minus von 11% bedeutete. Die Corona-Pandemie kehrte laut FAO diese langfristige Entwicklung allerdings teilweise um. Vor allem in Afrika und Asien strömten die Menschen in ländliche Gebiete zurück und nahmen eine Tätigkeit in der Landwirtschaft auf.

Die weltweite Produktion von Primärkulturen stieg im Betrachtungszeitraum um 3,7 Mrd. Tonnen oder 60% auf 9,9 Mrd. Tonnen an. Im Vergleich zu 2022 belief sich das Plus auf 2,7%. Mit etwas weniger als einem Drittel der Gesamtmenge war Getreide 2023 die wichtigste Gruppe der produzierten Nutzpflanzen, gefolgt von Zuckerpflanzen mit 23% und Ölpflanzen mit 12%. Der weltweite Einsatz von Pflanzenschutzmitteln stieg zwischen 2000 und 2023 um 71% auf 3,7 Mio. Tonnen. Im Jahr 2023 war Brasilien mit 800.000 Tonnen oder 21% der weltweiten Gesamtmenge der größte Anwender, weit vor den USA mit 430.000 Tonnen und Indonesien mit 290.000 Tonnen. Der Gesamtverbrauch an den Hauptmineraldüngern – betrachtet wurden hier Stickstoff, Phosphor und Kalium – lag 2023 bei 190 Mio. Tonnen; im Vergleich zum Vorjahr war das ein Anstieg um 1%. AgE

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