Seit 1879 Lebensmittelindustrie und Milchwirtschaft

Zitrusimporte aus Argentinien und Südafrika als weitgehend sicher eingestuft

9. Januar 2023

Die Importe von Zitrusfrüchten aus Argentinien und Südafrika in die Europäische Union sind mit Blick auf die einzuhaltenden Höchstgehalte bestimmter Pflanzenschutzmittelwirkstoffe überwiegend als sicher einzustufen.

Foto: Pixabay

Wie aus der aktuellen Antwort der zuständigen EU-Gesundheitskommissarin, Stella Kyriakides, auf die Parlamentarische Anfrage der spanischen Europaabgeordneten Idoia Villanueva Ruiz hervorgeht, hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zuletzt nur noch geringfügige Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte nachweisen können. Für den in der EU nicht mehr zugelassenen Fungizidwirkstoff Carbendazim sei beispielsweise lediglich in 0,2 % der beprobten Zitrusfrüchte aus Südafrika und Argentinien ein zu hoher Gehalt festgestellt worden. Die Mitgliedstaaten hätten daraufhin entsprechende Durchsetzungsmaßnahmen ergriffen, berichtet die Zypriotin. Darüber hinaus wird in der Antwort unterstrichen, dass Lebensmittel, die in der EU in Verkehr gebracht werden, unabhängig von ihrer Herkunft die vorgeschriebenen Rückstandshöchstwerte für Pestizide einzuhalten hätten. Die EU-Länder überwachten dies auf der Grundlage eines EU-koordinierten mehrjährigen Kontrollprogramms. Zudem würden risikobasierte nationale Prüfungen durchgeführt. Auf die Frage der Abgeordneten der linksgerichteten Partei Podemos nach Maßnahmen gegen die in Argentinien und Südafrika grassierende Zitrus-Schwarzfleckenkrankheit (CBS) erklärt die Gesundheitskommissarin, dass die Einfuhrbestimmungen gegen eine Einschleppung der CBS in den vergangenen Jahren verschärft worden seien. Konkret seien Warenkontrollen an den EU-Außengrenzen auf diese Pilzinfektion vorgesehen. Darüber hinaus führe die Kommission Audits in den Exportländern durch, um sicherzustellen, dass die dort zuständigen Behörden auch in der Lage seien, die Einhaltung der EU-Vorschriften und -Standards zu überwachen. AgE

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