Zuckerrübenanbau bricht ein
Deutlicher Rückschlag für den Zuckerrübenanbau in Österreich. Die Landwirte haben zur Ernte 2025 den Anbau drastisch reduziert.

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Österreichs Landwirte haben zur Ernte 2025 den Anbau von Zuckerrüben drastisch reduziert. Während die Anbaufläche 2024 noch bei rund 43.500 Hektar lag, sind es in diesem Jahr nur noch 25.000 Hektar; das ist ein Minus von etwa 18.500 Hektar oder 42%. Dies geht aus einer Auswertung der Mehrfachanträge – inklusive des Bioanbaus – hervor, die jetzt von der Agrarmarkt Austria (AMA) vorgelegt wurde.
Auslöser für die Abkehr von Zuckerrübenanbau dürfte das Ende der Zuckerproduktion am Standort Leopoldsdorf sein. Im März hatte die Agrana ihre dortige Zuckerfabrik stillgelegt. Diese Maßnahme war dem Konzern zufolge ein wichtiger Teil seiner strategischen Neuausrichtung, um eine langfristige Stabilisierung und die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Zuckerproduktion zu erreichen. Wie viele andere Branchenunternehmen hatte auch die Agrana den Preisverfall am Zuckermarkt durch die EU-Importe aus der Ukraine zu spüren bekommen.
Offenbar sind viele Ackerbauern von Zuckerrüben auf Körnermais umgestiegen. Mit rund 202.500 Hektar ist dessen Anbaufläche 13.000 Hektar oder 7% größer als 2024. Beim Getreide wurde ein nennenswerter Zuwachs beim Dinkel verzeichnet. Dessen Anbau wurde von den Landwirten um 4.700 Hektar beziehungsweise 55% ausgeweitet. Der Haferanbau legte um 3.000 Hektar oder 18% zu. Deutlich reduziert wurde hingegen der Roggenanbau; dieser fällt mit insgesamt 27.500 Hektar um 4.600 Hektar oder 14% kleiner aus als im vergangenen Jahr. Hauptfrucht ist 2025 einmal mehr der Winterweizen, der auf 242.000 Hektar zu finden ist. AgE