Seit 1879 Lebensmittelindustrie und Milchwirtschaft

Arla und andere Unternehmen ziehen sich aus Russland zurück

17. März 2022

Wie viele andere westliche Firmen stellt auch die Molkereigenossenschaft Arla Foods ihr Geschäft in Russland ein. Wie das dänische Unternehmen bekanntgab, betrifft dies sowohl die lokalen Aktivitäten in Russland als auch die Ausfuhren dorthin. Letztere waren allerdings seit dem Beginn der europäischen Sanktionen gegen die russische Seite im Jahr 2014 ohnehin erheblich reduziert worden. 

Peder Tuborgh, CEO Arla Foods

„Die Folgen der russischen Invasion in der Ukraine sind tragisch, und ich teile die Hoffnung, dass so schnell wie möglich eine Lösung gefunden wird“, erklärte Vorstandschef Peder Tuborgh. Ihm zufolge sind von der Einstellung sämtlicher Aktivitäten in Russland insgesamt 70 dortige Mitarbeiter betroffen. Tuborgh will nun Möglichkeiten ausloten, wie sich die wirtschaftlichen Folgen für diese Kollegen abmildern lassen. Fortsetzen will Arla hingegen seine Arbeit zur Bereitstellung von Nahrungsmittelhilfen für die Ukraine und die Menschen, die aus dem Land geflüchtet sind.  Dies geschieht in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz und anderen humanitären Organisationen. Außerdem kündigte der Konzern eine Spende in Höhe von 1 Mio Euro an das Rote Kreuz an. Arla ist längst nicht das einzige dänische Agrarunternehmen, das in der vergangenen Woche seine Verbindungen zum russischen Markt gekappt hat. Kurz nach dem Molkereikonzern kündigten unter anderem auch die Agrarhandelskonzerne DLG Group und Danish Agro sowie der Züchter DanBred an, ihre Geschäftsbeziehungen mit russischen Abnehmern auf Eis zu legen beziehungsweise russische Dependancen zu schließen. AgE

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