Britische Milchprodukte: Exporte erreichen Rekordwert
Britische Milchprodukte und Rotfleisch erfreuten sich 2025 außerhalb des Landes einer regen Nachfrage. Zahlen der Absatzförderungsorganisation AHDB zufolge belief sich der Ausfuhrwert für beide Produktsegmente zusammen auf umgerechnet 4,6 Mrd. Euro. Der wichtigste Absatzmarkt sowohl für Milchprodukte als auch für rotes Fleisch war die Europäische Union.

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Milchprodukte und rotes Fleisch aus Großbritannien erfreuten sich 2025 außerhalb des Landes einer großen Beliebtheit. Das geht aus Zahlen der britischen Absatzförderungsorganisation für Landwirtschaft und Gartenbau (AHDB) hervor. Demnach belief sich im vorigen Jahr der Ausfuhrwert für diese beiden Segmente auf zusammen mehr als 4 Mrd. Pfund (4,6 Mrd. Euro) – nach AHDB-Angaben ein Allzeithoch.
Im Einzelnen kletterte im Berichtsjahr AHDB zufolge der Gesamtausfuhrwert der britischen Milchprodukte 2025 gegenüber dem Jahr davor um 16,6% auf 2,2 Mrd. Pfund (2,5 Mrd. Euro). Die Lieferungen von rotem Fleisch einschließlich Innereien erreichten 2025 rund 2,0 Mrd. Pfund (2,3 Mrd. Euro); dies entspricht einem Plus von 12% gegenüber dem Vorjahr.
Die wirtschaftliche Tragweite eines neuen Abkommens über die gesundheitspolizeilichen und pflanzenschutzrechtlichen Maßnahmen (SPS) zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich wird anhand der Exportzahlen in die EU deutlich. Diese war nämlich laut der AHDB der wichtigste Absatzmarkt für Milchprodukte und rotes Fleisch. Gemäß den Angaben der Organisation machten die britischen Lieferungen in die EU 73,9% des Gesamtwerts der britischen Exporte an Milchausfuhren aus. Bei den Ausfuhren an rotem Fleisch belief sich der Anteil der EU-27 auf 81% des Gesamtwertes.
Der AHDB-Direktor für internationale Handelsentwicklung, Jonathan Eckley, wertet die Zahlen für 2025 als „bemerkenswerten Erfolg“. Die Leiterin der internationalen Handelsentwicklung für den Bereich Milchprodukte bei der AHDB, Lucy Randolph, bezeichnet die Exporte als entscheidend für die britische Milchwirtschaft, da sie ein Ventil für britische Produktionsüberschüsse böten. Nach ihren Worten trägt das Exportgeschäft maßgeblich dazu bei, die Nachfrage zu stärken, Preise zu stabilisiieren und die Rentabilität zu sichern. „Jede zusätzliche verkaufte Tonne Käse, Joghurt oder anderer Milchprodukte im Ausland hilft, das Angebot im Inland auszubalancieren“, betonte Randolph. AgE
