Seit 1879 Lebensmittelindustrie und Milchwirtschaft

CO2-Bepreisung soll geprüft werden

21. Oktober 2025

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung empfiehlt der Bundesregierung, eine Studie zur Senkung von Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft zu erstellen und darin Möglichkeiten zur Bepreisung der Emissionen aus dem Sektor zu prüfen. Darüber hinaus sollten die notwendigen politischen Schritte zur Umsetzung auf nationaler und europäischer Ebene vorbereitet werden.

Foto: Pixabay

Wenn Landwirtschaft und landwirtschaftliche Bodennutzung spürbar zu den Klimazielen beitragen sollen, müssen aus Sicht des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) jetzt die entsprechenden Weichen gestellt werden. Das Gremium rät der Bundesregierung deshalb, eine ergebnisoffene wissenschaftliche Studie zur Senkung von Treibhausgas-(THG)-Emissionen in der Landwirtschaft erstellen zu lassen. In der Untersuchung sollten relevante Reduktionsoption und Möglichkeiten zur Bepreisung der Treibhausgasemissionen aus dem Sektor beschrieben und bewertet werden. Darüber hinaus sollten die notwendigen politischen Schritte für die Umsetzung der Optionen auf nationaler und europäischer Ebene geprüft und vorbereitet werden.

Allem voran empfiehlt der RNE, die Übertragbarkeit des Abkommens für die „grüne Transformation“ in Dänemark, das dort Regierung, Landwirtschaft, Industrie und Zivilgesellschaft ausgehandelt hatten, auf Deutschland zu prüfen. Über die in dem Abkommen verabredeten Maßnahmen will das nördliche Nachbarland seine THG-Emissionen signifikant senken. Dabei ist es das weltweit erste Land, das eine Steuer auf Emissionen aus der Nutztierhaltung einführt.

Darüber hinaus soll in der Studie laut RNE eine EU-weite Lösung zur Bepreisung von landwirtschaftlichen Emissionen geprüft werden. Auch ein Emissionshandelssystem für die Landwirtschaft (ETS 3) sollte in Betracht gezogen werden. „Der Rat empfiehlt, die positiven Erfahrungen einer breiten politischen Einigung in Dänemark zu nutzen und eine fundierte Diskussion über eine mögliche Bepreisung zu führen“, fasste die Direktorin des Greifswalder Moor Centrums, Franziska Tanneberger, zusammen. AgE

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