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Energiewende: Vertrauen der deutschen Wirtschaft auf dem Tiefpunkt

4. September 2023

Mehr als die Hälfte der Wirtschaftsunternehmen sieht die Energiewende als Gefahr für ihre Wettbewerbsfähigkeit. Dies hat das Energiewende-Barometer 2023 der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) gezeigt, bei dem mehr als 3 500 Mitgliedsunternehmen aus allen Branchen und Regionen befragt wurden.

Bild von Markus Distelrath auf Pixabay

Für 52 % der Befragten wirkt sich demnach die Energiewende sehr negativ oder negativ auf das eigene Geschäft aus; nur für 13 % sehr positiv oder positiv. Insgesamt ergebe das einen Barometerwert von minus 27. Das ist der Organisation zufolge der schlechteste Wert seit dem Start der Befragungen im Jahr 2012. „Während früher die Unternehmen auch Chancen in der Energiewende gesehen haben, überwiegen nun in der Einschätzung der gesamten Wirtschaft die Risiken“, betonte der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks am Dienstag vergangener Woche (29.8.) bei der Vorstellung der Ergebnisse in Berlin. Hauptauslöser seien die energiepolitischen Folgen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Diese Entwicklung erschwert laut Dercks die Energiewende deutlich. „Im Branchenvergleich bewerten die Industrieunternehmen die Energiewende am kritischsten“, heißt es im Bericht. Auch der Standort Deutschland werde immer kritischer gesehen. Fast ein Drittel der Industriebetriebe plant, Kapazitäten ins Ausland zu verlagern beziehungsweise die Produktion im Inland einzuschränken oder tut dies bereits. Der Industrie- und Handelskammer zufolge hat sich dieser Wert gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Für eine erfolgreiche Energiewende und einen stärkeren Standort hat die DIHK fünf Forderungen an die Politik formuliert: Sie soll die Energiepreise durch ein höheres Angebot senken, Wasserstoff verfügbar machen, die Planbarkeit erhöhen, Bürokratie abbauen und die Stromnetze ausbauen. AgE

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