Fonterra trennt sich von brasilianischer Molkerei
Die neuseeländische Molkerei Fonterra wird sich von einer weiteren Auslandsbeteiligung trennen und setzt damit ihre Strategie einer stärkeren Konzentration auf die Wertschöpfung am Heimatmarkt fort.
Wie das genossenschaftliche Unternehmen Ende Dezember mitteilte, ist mit dem Partner Nestlé vereinbart worden, das gemeinsame Joint Venture Dairy Partners Americas (DPA) in Brasilien an das französische Molkereiunternehmen Lactalis für 700 Mio Real (126 Mio Euro) zu verkaufen. Vorbehaltlich der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden soll die Transaktion bis Mitte 2023 abgeschlossen sein. Fonterra und Nestlé hatten DPA im Jahr 2003 gegründet, um Molkereiprodukte in ganz Lateinamerika herzustellen und zu vermarkten. Seit 2014 konzentrierte sich das Joint Venture auf Aktivitäten in Brasilien für gekühlte Milchprodukte. Die neuseeländische Molkereigenossenschaft hält einen Anteil von 51 % und Nestlé 49 % an DPA, die zwei Fabriken betreibt und insgesamt rund 1 300 Mitarbeiter beschäftigt. Laut Fonterra-Geschäftsführer Miles Hurrell steht der Verkauf ganz im Einklang mit der Strategie, den neuseeländischen Milchpool zu priorisieren. „DPA Brazil ist als Investition für uns ausgereift, und der Verkauf ermöglicht es uns, unsere Ressourcen auf die Geschäfte zu konzentrieren, die für unsere Strategie von zentraler Bedeutung sind“, so Hurrell. Im vergangenen Monat verkaufte Fonterra bereits das Milchunternehmen Soprole in Chile an das peruanische Unternehmen Gloria Foods verkauft und trennte sich auch von Beteiligungen an chinesischen Milchfarmen. Noch nicht abgeschlossen ist die Veräußerung der Hangu China Farm, was in diesem Geschäftsjahr aber noch erfolgen soll. AgE
Umrechnungskurs: 1 real = 0,18 Euro

