Seit 1879 Lebensmittelindustrie und Milchwirtschaft

Frankreich und China rücken zusammen

von | 24. April 2023

Frankreich wird seine Handelsbeziehungen zu China weiter ausbauen. Im Rahmen des Besuchs von Staatspräsident Emmanuel Macron und Landwirtschaftsminister Marc Fesneau haben beide Länder mehrere Vereinbarungen getroffen, die dem Absatz der französischen Agrar- und Ernährungswirtschaft zugutekommen dürften.

Wie das Pariser Landwirtschaftsministerium mitteilte, haben acht Wurstwarenhersteller und sieben Schlachthöfe Exportgenehmigungen erhalten. 15 Fischereiunternehmen sollen in absehbarer Zeit ebenfalls nach China liefern dürfen. Öffnen wird das „Reich der Mitte“ nach Angaben des Ministeriums auch seinen Markt für Milchprodukte für die Tierernährung und Mini-Kiwi. Abgebaut werden sollen zudem bestehende Hürden für die französischen Ausfuhren von Säuglingsmilch. Außerdem hat die chinesische Regierung dem Ministerium zufolge zugesagt, zeitnah Gespräche über ein Regionalisierungsabkommen für Geflügelprodukte aufzunehmen. Damit sollen die Exporte wie bei Schweinefleisch und Afrikanischer Schweinepest (ASP) auch bei einem Ausbruch der Geflügelpest nicht vollständig eingestellt werden müssen. Neben dem Handel soll auch die Zusammenarbeit in anderen Bereichen ausgebaut werden. Fesneau unterzeichnete mit seinem Amtskollegen Tang Renjian Kooperationsabkommen, die den Austausch von Erfahrungen bei der Ausbildung sowie von Know-how, Genetik und Technik im Zusammenhang mit der Haltung von Mutterkühen umfassen. China hat laut Ministerium außerdem in Aussicht gestellt, die geografischen Angaben für Weine aus dem Burgund anzuerkennen. „Der Umfang der Ergebnisse und das konstruktive Klima der Gespräche belegen die Qualität der Partnerschaft, die wir mit China aufgebaut und langfristig gestaltet haben“, erklärte Fesneau. Deutlich sei auch geworden, dass beide Länder dem Agrarsektor und Fragen der Ernährungssicherheit „strategische Bedeutung“ beimäßen. AgE

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